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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Über die Frage ob es Sanktionen geben muß, oder nicht, könnte man sich wirklich streiten.
Es gab sie übrigens schon immer - auch in meiner Jugendzeit - aber halt erst nach sehr langem, beharrlichen Weigern.
Und - das wäre ein weiterer wichtiger Punkt - man mußte früher natürlich nicht jede Arbeit annehmen.
 
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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
Über die Frage ob es Sanktionen geben muß, oder nicht, könnte man sich wirklich streiten.
Es gab sie übrigens schon immer - auch in meiner Jugendzeit - aber halt erst nach sehr langem, beharrlichen Weigern.
Und - das wäre ein weiterer wichtiger Punkt - man mußte früher natürlich nicht jede Arbeit annehmen.
Und es würde sich nichts, aber auch gar nichts ändern, ohne Sanktionen.

Kein Mensch kann sich auf Regelsätzen am Existenzminimum ausruhen, genauso wenig wie Mindestlohn-Jobbler.

Die Existenzbedrohung wäre genauso vorhanden, nur nicht die -vernichtung - jedenfalls nicht im aktuellen Maß.
 
Kein Mensch kann sich auf Regelsätzen am Existenzminimum ausruhen, genauso wenig wie Mindestlohn-Jobbler.

Tja... es gibt immer welch die das können. Dürfte aber nur verschwindent wenige sein die das auch wollen.

In der Schweiz bekam ich als Zeitarbeiter genauso viel wie ein schweizer bekommen hätte. Der AG zahlt zwar für den Moment viel, sparrt aber immer noch. Wenn der mich länger als 3 Monate ausgeliehen hatte, mußt der mich per Gesetzt ganz normal einstellen.
Ich hab als Schreiner bei der schweizer Zeitfirma mit 21€ angefangen. Ein Ungelernter wäre bei 17€.
Damit das auch funktioniert, kontrolliert der Staat. Bei finanziellen Unregelmässigkeiten seitens AG, bekommt der AG ein massive Sanktion. Bis hin das ihm die Lizenz entzogen wird. 😀
Mit meinen Arbeitsvertrg hat ich die Arbeitsrechtschutzversicherung gleich inclusive. Ohne dafür zahlen zu müssen.

Allerdings dufte ein AG erst dann Ausländer, der ich ja war, einstellen, wenn er dokumentieren (Anzeigen etc.) konnte das er keinen schweizer für den Job fand. Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht. Ist schon 7 Jahre her.
 
Tja... es gibt immer welch die das können. Dürfte aber nur verschwindent wenige sein die das auch wollen.

In der Schweiz bekam ich als Zeitarbeiter genauso viel wie ein schweizer bekommen hätte. Der AG zahlt zwar für den Moment viel, sparrt aber immer noch. Wenn der mich länger als 3 Monate ausgeliehen hatte, mußt der mich per Gesetzt ganz normal einstellen.
Ich hab als Schreiner bei der schweizer Zeitfirma mit 21€ angefangen. Ein Ungelernter wäre bei 17€.
Damit das auch funktioniert, kontrolliert der Staat. Bei finanziellen Unregelmässigkeiten seitens AG, bekommt der AG ein massive Sanktion. Bis hin das ihm die Lizenz entzogen wird. 😀
Mit meinen Arbeitsvertrg hat ich die Arbeitsrechtschutzversicherung gleich inclusive. Ohne dafür zahlen zu müssen.

Allerdings dufte ein AG erst dann Ausländer, der ich ja war, einstellen, wenn er dokumentieren (Anzeigen etc.) konnte das er keinen schweizer für den Job fand. Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht. Ist schon 7 Jahre her.
Und genau deswegen war ich gestern auch in CH-Engelberg. Da ist die Welt noch in Ordnung. 😀
 
Ja und, dass das ein Irrglauben ist weißt du jetzt so genau woher? Damit wärst du ja ein ganzes Stück schlauer als alle anderen und es gibt einige "Wirtschaftsexperten" die ein solches BGE für absolut umsetzbar halten. Sind das alles völlig inkompetente Spinner so etwas zu behaupten? Es ist vielleicht eine radikale Idee und der Ausgang sicher alles andere als Gewiss, wie bei jeder großen Reform, aber unmöglich... Nee das glaube ich nicht.
Man könnte es ja einfach mal versuchen. Versuch macht kluch...

Wie Du gemeint hast ......

Ich muss aber kein Wirtschaftsprofessor sein um einen Missstand und eine gute Idee zu erkennen, die diesen beseitigen könnte.

... so geht es mir und vielen anderen Menschen auch - und deshalb halten ich und einige Andere ein Grundeinkommen ebenfalls für "absolut umsetzbar"

Jedoch nicht, ohne dass gewisse Bedingungen auf verschiedenen Ebenen, erfüllt werden, weshalb der Begriff "bedingungsloses Grundeinkommen" irreführend ist.

Die drei wesentlichen, ganz direkt untereinander verknüpften und dadurch einander beeinflussenden Ebenen auf denen gewisse Bedingungen erfüllt sein müssen damit ein Grundeinkommen rein spekulativ überhaupt denkbar wäre sind:

Unsere natürliche Mitwelt,
die qualitativ und quantitativ hinreichend Raum und Ressourcen bereit halten muss, um die Grundbedürfnisse aller Menschen dauerhaft befriedigen zu können ohne dadurch zu kollabieren.

Unsere Gesellschaft,
die hinreichend produktiv und den Aufgabenstellungen entsprechend organisiert sein muss und über den politischen Willen zur Einführung des Grundeinkommens verfügt.

Und last not least, das Individuum
das bereit und in der Lage sein muss sich dem politischen Willen der Gesellschaft zu unterwerfen und seinen Anteil zu leisten an der gesellschaftlichen Produktivität und am organisatorischen Aufwand zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben.


Sollte es auf einer dieser drei Ebenen nicht möglich sein die Anforderungen im Reigen der Bedingungen zu erfüllen, dann muss die Einführung eines Grundeinkommens scheitern.

Und die kleinste Einheit und damit im Rahmen dieser Betrachtung für den Gesamtprozess ebenso bedeutsame Regelgröße wie alle Anderen, ist der einzelne Mensch ...... und deshalb schrieb ich auf die von Dir formulierte Meinung:

Zitat von Der_um_den_Baum_tanzt
Die Einstellung die hinter diesem Satz "Wer mehr will muss halt was tun" vermutet werden muss ist die, dass derjenige der solch einen Satz los lässt dem Irrglauben unterliegt, dass es die Überlebensbasis in Form eines bedingungslosen Grundeinkommens zum Nulltarif geben könnte und dass nur noch derjenige "etwas zu tun" hätte, der mehr wollte als die Basis die zum Überleben reicht die ihm "bedingungslos" zur Verfügung gestellt wird .....


 
Und genau deswegen war ich gestern auch in CH-Engelberg. Da ist die Welt noch in Ordnung. 😀
Na dann... gutes Gelingen. Es ist dort nur anders. Man muß es mögen so wie hier auch. Den Unterschied.
Hilft übrigens auch um Abstand zu bekommen.
Darfst Dich freuen auf 1h Mittagspause und eine 45h Woche. Dort Pause heilig. Das Znüni (Frühstück = zu neuni) auch. 😉
Ich war schweizweit am arbeit. Habs nie bereuht, so schwer es manchmal auch war.🙂 Wie auch, bei dem Anblick vor der Arbeit. http://farm5.static.flickr.com/4026/4588083157_d3a566bd76.jpg
 
Die Angst, das BdG nicht finanzieren zu können, kann ich nicht teilen.

Vorrausgesetzt, dass das BdG alle Sozialleistungen (Hartz IV, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung etc.) ersetzt, ohne an Bedingungen geknüpft zu sein, könnte man diesen Apparat der Arbeitslosenverwaltung abschaffen und sich die Löhne für die Sachbearbeiter (die etwa das 5-fache an Lohn als ein Hartz IV Empfänger an Unterstützung bekommen) sparen.

Hartz IV kostet uns derzeit 50 mal weniger als die Bankenrettung. Mit einem BdG als Alternative für Sozialleistungen könnten wir unzählige Milliarden sparen und dabei die Diskriminierung und das Mobbing bei den Ämtern abschaffen.
 
Nicht nur Hartz 4, Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalz wird dann abgeschafft - sondern auch "etc" - auf deutsch: das gesamte Rentensystem.
Und damit auch die gesamte Solidarität zwischen den Menschen.
Wer will das?
 
Nicht nur Hartz 4, Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalz wird dann abgeschafft - sondern auch "etc" - auf deutsch: das gesamte Rentensystem.
Und damit auch die gesamte Solidarität zwischen den Menschen.
Wer will das?

Das Rentensystem soll die gesamte Solidarität zwischen den Menschen darstellen? Und ohne es gibt es dann keine mehr? 😕

Wie kommst du denn darauf?
 
Unsere natürliche Mitwelt,
die qualitativ und quantitativ hinreichend Raum und Ressourcen bereit halten muss, um die Grundbedürfnisse aller Menschen dauerhaft befriedigen zu können ohne dadurch zu kollabieren.

Unsere Gesellschaft,
die hinreichend produktiv und den Aufgabenstellungen entsprechend organisiert sein muss und über den politischen Willen zur Einführung des Grundeinkommens verfügt.

Und last not least, das Individuum
das bereit und in der Lage sein muss sich dem politischen Willen der Gesellschaft zu unterwerfen und seinen Anteil zu leisten an der gesellschaftlichen Produktivität und am organisatorischen Aufwand zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben.

Was hat das denn bitte mit einem Grundeinkommen zu tun? Man muss also etwas leisten um Anspruch auf ein Existenzminimum zu haben. Wo soll da der Unterschied zu jetzt sein?
Mal ganz abgesehen vom 3. Punkt, der einfach nach DDR 2.0 klingt. Wer soll das denn wollen? Ein Grundeinkommen gegen Leistung gibt es jetzt auch schon egal ob jetzt vom Amt oder Arbeitgeber.

Denn selbst in deinem Model, was ist denn mit den Leuten die nicht mitspielen und ihre Pflichten nicht erfüllen oder auch mit dem menschlichen Überschuss?
Wohin mit denen? Ausweisen?
Mir erschließt sich absolut nicht was genau die Verbesserungen deines Systems im Vergleich zu jetzt sein sollen.😕
 
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