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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Fakt ist jetzt auch schon, dass wir viele Menschen einfach nicht mehr wirklich brauchen, zumindest nicht ihre Arbeitskraft. Trotzdem ist für alles gesorgt. Diese Entwicklung wird sich eher ver"schlimmern" als "bessern". Weniger Menschen werden benötigt um mehr Menschen zu Versorgen.

Richtig! Dadurch dass unsere Erwerbstätigen sehr produktiv sind, ist die Versorgung unserer Gemeinschaft abgedeckt und wir verfügen deshalb über freie Potentiale.

Unsere Gemeinschaft benötigt jedoch jedes Einzelnen Arbeitskraft, um den notwendigen gesellschaftlichen Wandel zu vollziehen.

Alles was du sagst ist "kann man nicht ändern". Und das glaube und hoffe ich nicht.

Da hast Du mich falsch verstanden.
Wir können gemeinsam Vieles ändern...... aber eben nicht durch die bedingungslose Versorgung von Untätigen, sondern durch gemeinsames Tun.
 
A

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
Hier noch ein Zitat von Spiegelonline zur "sozialen" Komponente dieses Bürgergeldes:

Die Verfechter des Grundeinkommens hingegen wollen die Säulen der Sozialversicherung (Rente, Arbeitslosigkeit, Pflege, Unfall) einfach niederreißen, die Fürsorgesysteme und Maßnahmen zur Arbeitsförderung einstellen. Berufliche Weiterbildung, Ausbildung Benachteiligter, beschäftigungsbegleitende Leistungen – alle staatlichen Hilfen, mit denen die Menschen auf eigene Füße kommen sollen, würden abgeschafft. Der Staat zahlt ein Grundgehalt. Der Rest ist Sache der "zur Freiheit berufenen und aufgeforderten Individuen" (Althaus).
-------------------------------------------------------------------------

Will heißen, wer arbeitslos wird, müsste sich sofort ( Arbeitslosengeld abgeschafft ) mit den 600 Euro von Althaus ( eigentlich 800, aber die Krankenversicherung zieht schon 200 ab ) bescheiden. Na gut, dafür soll ja jedes Kind 500 bekommen.......

Das zukunftsfähige Modell ( das ist meine Ansicht ) kann nur darin bestehen die solidarische Rente auszubauen, Mindestlöhne einzuführen, die so hoch sind das sich arbeiten lohnt. Dazu "Hartz 4" zu erhöhen - und eben die Kriterien für den Bezug niedriger zu hängen.
 
Zitat von Der_um_den_Baum_Tanzt:
Unsere arbeitslosen Mitmenschen einfach nur aufs Abstellgleis zu schieben und zu füttern und deren Potentiale ungenutzt zu lassen, wäre volkswirtschaftlich betrachtet einfach nur blöde, unseren in Erwerbsarbeit stehenden Mitmenschen gegenüber reichlich undankbar und unserer Mitwelt gegenüber verantwortungslos.


Arbeit, die nur ungern jemand machen will ("Dixiklos leeren"), muss besser bezahlt werden und dann findet man auch Menschen, die das machen. Alles andere nennt sich Zwangsarbeit und die ist in Deutschland (eigentlich...) verboten.

Volkswirtschaftlich ist es auch überhaupt nicht machbar, diese "ungenutzten Potenziale" zu nutzen, da man, gewinnorientiert, nicht nach Belieben über den Bedarf produzieren kann. Schon jetzt könnten wir das Angebot verdreifachen, nur wächst dadurch nicht die Nachfrage.

Da Angebot und Nachfrage immer den Preis regulieren, wird es immer lukrativ bleiben, eine Arbeit auszuüben. Wenn tatsächlich ein Großteil eines Sektors seine Arbeit niederlegen würde, würde die Nachfrage das Angebot deutlich überwiegen und man wäre in der Lage, den Preis für seine Arbeit zu erhöhen.

Freie Potentiale dazu zu nutzen noch mehr Überschüsse zu produzieren, wäre natürlich Unsinn.
Wahrscheinlich habe ich mich da auch falsch ausgedrückt.

Die freien Potentiale einer sozialen Gemeinschaft müssten selbstverständlich beispielsweise dazu genutzt werden die Erwerbstätigen dieser Gemeinschaft zu entlasten und darüber hinaus gesellschaftlich notwendige Aufgaben zu erfüllen die jenseits des Reigens um Angebot und Nachfrage und dem Streben nach finanziellem Gewinn stehen.

Arbeit muss nicht "lukrativ" sein. Sie muss einfach erledigt werden.
Unangenehme Arbeit muss auch nicht unbedingt besser entlohnt werden ..... man könnte einen Teil der freien Potentiale ja auch einfach dazu nutzen, die unangenehme Arbeit auf mehr Menschen zu verteilen, damit Alle sich erfreulicheren Beschäftigungen widmen können.

Warum soll Erwin tagein tagaus von Sieben in der Früh bis in den Abend hinein durch die Gegend Kutschen und Fäkalien einsammeln während sein Freund Rudi, der momentan keine Arbeit hat, ihm problemlos ein paar Touren abnehmen könnte?

Warum soll Oma Eusebia, die sich tapfer jeden Morgen mit ihrem Rollator zum Bäcker quält sich jedes mal der Gefahr aussetzen über die gebrochenen Gehwegplatten vor ihrem Eingang zu stolpern, während zwei Häuser weiter der momentan arbeitslose Johannes wohnt, der ihr die Platten problemlos richten könnte mit seinem freien Potential?

Warum sollen der arbeitslose Landschaftsarchitekt Bastian und die ebenfalls arbeitslose Sozialpädagogin Elfriede sich nicht zusammen setzen und ein Konzept für einen Naturlehrpfad erarbeiten, das sie anschließend mit einer Gruppe anderer Arbeitsloser umsetzen um die Attraktivität ihrer Gemeinde in Sachen "sanfter Tourismus" zu erhöhen?

Zwangsarbeit?
Wir Alle unterliegen dem Zwang zu arbeiten, weil uns die gebratenen Tauben nun mal nicht ins Maul fliegen.

Grundeinkommen? Ja
Bedingungslos? Natürlich Nicht!
 
Ich überlege. 😀

Vielleicht kann man das Bedingslose einfach zurückgeben, in dem man bedingslos jeden aber auch wirklich jeden Job annehmen muß, egal wo. Der Rest übernimmt die Stadtreinigung und/oder Verschönerung der Öffentlichkeit etc... Frische Luft tut immer gut und man isoliert sich somit nicht selber. 😉
RTL und & Co gehört bedingungslos abgeschaft. 😀
 
[...]

Zwangsarbeit?
Wir Alle unterliegen dem Zwang zu arbeiten, weil uns die gebratenen Tauben nun mal nicht ins Maul fliegen.

Grundeinkommen? Ja
Bedingungslos? Natürlich Nicht!

Stimme zu.

Mir stellt sich nur die Frage, ob man darauf vertrauen kann bzw. sollte, dass mit der "Grundfreiheit" eines Grundeinkommens jeder Einzelne oder zumindest genügend viele die "Bedingungen" des Lebensnotwendigen und darüber hinaus erkennen, und für sich selbst und die Gemeinschaft danach handeln. Oder, ob das Volk über zentrale Staatsstellen die zwingend einzuhaltenden Bedingungen definieren bzw. für den Einzelnen vorgeben muss. Das Zweitere ist im Grunde - mehr oder weniger - der Ist-Zustand.

In jedem Falle wäre es meines Erachtens wünschenswert, wenn man unabhängig der Höhe einer finanziellen Entlohnung Arbeit nicht als Zwang sieht, sondern als Wunsch und Wille zum Leben.

Ich denke, dass ein Grundeinkommen ein gewisses Bewusstsein und Wertschätzung für Arbeit an sich benötigt, um gut zu funktionieren. Andererseits könnte es auch genau andersrum sein, also, dass ein eingeführtes Grundeinkommen eben genau dieses Bewusstein und die Wertschätzung der Arbeit an sich fördert.

Gerade dann, wenn Arbeit keinem Zwang und ständigem Wirtschaftswachstum unterliegen muss, entschleunigt sich die Gesellschaft eventuell, so dass sich jedem Einzelnen eventuell bewusster wird, wie notwendig und wertvoll der eigene Beitrag für das gemeinschaftliche Miteinander ist.

Wenn es um Geld oder die Finanzierbarkeit eines Grundeinkommens oder irgendetwas anderes geht, dann muss man sich nur vor Augen halten, dass alles, was tagtäglich getan wird, auch komplett ohne Geld getan werden könnte. Schwierige Vorstellung, aber gleichfalls eine einfache. Man stelle sich das Leben spaßeshalber mal komplett ohne Geld vor, also ohne Geldscheine, Münzgeld, EC-Karten, Kreditkarten, Paypal, Bitcoin, etc. Dadurch würde die Welt nicht zusammenbrechen. Soll einfach nur heißen, dass zwar schon, aber nicht zwingend ein Zusammenhang besteht zwischen dem, was täglich getan wird und dem, in welcher Höhe oder wohin bestimmte Gelder fließen.

Auch wenn ein Grundeinkommen niemals realisiert oder finanziert werden kann, so stellt die Diskussion doch zumindest unser Verhältnis zu Geld und Arbeit in Frage. Auch was wert.
 
Zwangsarbeit?
Wir Alle unterliegen dem Zwang zu arbeiten, weil uns die gebratenen Tauben nun mal nicht ins Maul fliegen.

Wenn das wirklich so wäre, dass dies auf alle zuträfe wärs ja ok. Es gab und gibt aber genug Menschen auf der Welt denen die gebratenen Tauben seit Generationen zumindest in den Mund getragen werden. Das kommt dem Fliegen schon sehr nahe.
Und ansonsten klingt das alles irgendwie nach Leibeigenschaft im Tausch gegen ein Grundeinkommen. Allzeit einsatzbereites Menschenmaterial ohne Mitspracherecht. Menschen sind komplexe empfindsame Lebewesen und nicht nur eine Ansammlung von irgendwelchen Potenzialen.
Woher willst du denn überhaupt wissen welcher Mensch welche Potenziale in welcher Ausprägung besitzt? Klingt leicht vermessen irgendwie.
 
Ich überlege. 😀

Vielleicht kann man das Bedingslose einfach zurückgeben, in dem man bedingslos jeden aber auch wirklich jeden Job annehmen muß, egal wo. Der Rest übernimmt die Stadtreinigung und/oder Verschönerung der Öffentlichkeit etc... Frische Luft tut immer gut und man isoliert sich somit nicht selber. 😉
RTL und & Co gehört bedingungslos abgeschaft. 😀

Ja, so ähnlich würde das funktionieren.

Ausgangspunkt wäre die aktuelle Situation, also der Umstand dass für die Grundversorgung unserer Bevölkerung bei Weitem nicht die tatkräftige Unterstützung aller arbeitsfähigen Mitglieder unserer Gemeinschaft erforderlich ist.

Die Mitglieder unserer Gemeinschaft die erwerbstätig sind, versorgen somit die nicht Erwerbstätigen mit, während diese ihre Potentiale nutzen, um für das Gemeinwohl tätig zu werden, was wiederum den Erwerbstätigen zu Gute kommt. ( Was zum Teil auch in einer Art Jobsharing geschehen kann )

Wobei gesamtgesellschaftlich gesehen Erwerbstätigkeit und Gemeinwohltätigkeit gleichwertig und im Schulterschluss nebeneinander stehen und alle miteinander unsere Gemeinschaft tragen.

Allerdings verliefe das eher so, dass Jeder der momentan keine Erwerbsarbeit hat sich automatisch mit seinem individuellen Potential in dem von anderen Gemeinwohltätigen betriebenen lokalen Bürgerbüro vorstellt, die Ärmel hochkrempelt und sagt:"Was steht an?"

Das Bürgerbüro als lokales Aktionszentrum, in dem nach Dringlichkeit und personeller Kompetenz gemeinsam entschieden wird welche Projekte von welchen Leuten in welcher Form und Reihenfolge in Angriff genommen werden und wo natürlich auch der Einzelne gefordert ist eigene Ideen einzubringen und zu deren Umsetzung Anlass zu geben.
 
Wenn es um Geld oder die Finanzierbarkeit eines Grundeinkommens oder irgendetwas anderes geht, dann muss man sich nur vor Augen halten, dass alles, was tagtäglich getan wird, auch komplett ohne Geld getan werden könnte. Schwierige Vorstellung, aber gleichfalls eine einfache. Man stelle sich das Leben spaßeshalber mal komplett ohne Geld vor, also ohne Geldscheine, Münzgeld, EC-Karten, Kreditkarten, Paypal, Bitcoin, etc. Dadurch würde die Welt nicht zusammenbrechen. Soll einfach nur heißen, dass zwar schon, aber nicht zwingend ein Zusammenhang besteht zwischen dem, was täglich getan wird und dem, in welcher Höhe oder wohin bestimmte Gelder fließen.

Auch wenn ein Grundeinkommen niemals realisiert oder finanziert werden kann, so stellt die Diskussion doch zumindest unser Verhältnis zu Geld und Arbeit in Frage. Auch was wert.

Dieser Gedankengang ist sozusagen die Königsdisziplin bei der Diskussion um ein Grundeinkommen 🙂
 
Für mich ist keine Auslegungssache ob jemand ein fauler Sozialschmarotzer ist der ohne erkennbaren Grund schon mehr in der Schule gefehlt hatte, als anwesend war. Sich kaum um eine Ausbildungsstelle bemühte und nun jammert nur an schlecht bezahlte Jobs zu geraten um welcher er sich dann entsprechend auch mit dem "Die Welt ist schlecht" Argument versucht, drumherum zu drücken. Während im Gegensatz dazu aber natürlich ziemlich egal ist, wer seine Sozialleistungen überhaupt generiert.

Und du denkst wirklich es gibt keine Gründe dafür? Wenn Jemand sich so verhält, ist das wohl kaum seine Schuld sondern die seines sozialen Umfelds bzw. seiner Eltern die ihn scheinbar sehr negativ geprägt oder einfach schlecht erzogen haben. Weil unfähige Eltern eine wandelnde Anpassungsstörung oder einen sozialen Krüppel heranzüchten muss er sich jetzt diese Beleidigungen von Leuten wie dir anhören weil von außen und oberflächlich betrachtet kein Grund erkennbar ist und du dann mal eben schnell dein Urteil fällst.
Kein Mensch schwimmt aus freien Stücken gegen den Strom. Das ist viel zu anstrengend und wird in keinem System belohnt.
Nur weil du deine "Faulheit" überwinden kannst, kannst du das noch lange nicht von Anderen Menschen verlangen. Das ist einfach nur vermessen.

Ich gehe auch nur arbeiten weil es entlohnt wird und nicht weil ich Angst habe, mein Leben könnte langweilig sein. Und trotzdem ist mir klar, dass ich den Hintern hochbekommen muss. Und das ist jetzt schlimm, das ich das auch von anderen erwarte?!

Weil du leidest sollen auch gefälligst alle Anderen leiden? Ja ich finde das schlimm so zu denken.
Wenn du nicht um 5 Uhr aufstehen und 12 Stunden weg sein willst dann ändere doch was daran, wie du es so vollmundig von Anderen erwarstest. Weil das was du jetzt tust ist auch nichts anderes als unproduktives Meckern und Schimpfen auf Basis von "Die Welt ist schlecht" .

Meine Mutter geht mit 63 Jahren und körperlicher Beeinträchtigung aufgrund hochgradiger Verbrennungen vor ein paar Jahren heute noch putzen. Dann gehe ich durch die Fußgängerzone und sehe genug Lumpenpack herumsitzen, noch keine 25 aber arbeiten geht nicht. Sorry, da bekomme ich einen Hals!

A**** hoch kriegen, selbst am Kragen Packen, Sozialschmarotzer, Lumpenpack. Was du hier offenbarst ist einfach nur eine geballte Portion von angestautem Lebensfrust.
Niemand zwingt deine Mutter dazu, außer sie selbst.
Nur weil es einige Leute gibt die sich scheinbar selbst geißeln für die Arbeit, müssen das jetzt alle tun bzw. sich zumindest schlecht fühlen weil sie es nicht tun? Das sehe ich nicht so.

Die ganze Diskussion ums Thema Arbeit wird einfach immer viel zu emotionalisiert.
 
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