Indem man z.B. die Todesstrafe statt einer ordentlichen Anklage fordert ("was sich doch angemessen liest") samt entsprechenden Präventivmaßnahmen... zuerst einmal alles wegsperren, ist doch sowieso ein einziges Pack, aka es haben auch jene zu büßen, welche davon nur wissen könnten. Und wer nicht bei diesem Kreuzzug mitmischen möchte, ist gar gleich selbst sexueller Straftäter, danke auch an Rhenus. Dazu gesellen sich natürlich die ewig alten Kamellen von kirchlicher Verfolgung, Steuern, Hexen oder verkrusteten Strukturen. Um diese Wahrheit, das dank etlicher Pfaffen abertausende unschuldige Katholiken leiden müssen, geht es doch genauso wenig wie dem schrecklichen Missbrauch an Kindern.
Im Gegensatz zu dir muss ich mich bei solchen Gefühlsausbrüchen allerdings nicht mehr übergeben, dafür wurde schon zu viel an Menschlichkeit erlebt.
Dann will ich gerne nachlegen.
Die Todesstrafe wirst du von mir niemals hören. Für keine Straftat.
Doch fangen wir mal mit denen an, die sie vollzogen haben.
Eichmann, Mengele und andere Massenmörder, wurden mit Hilfe des Vatikans außer Landes gebracht und damit versucht, sie der Strafverfolgung zu entziehen, was vielfach erfolgreich war.
Homosexualität und Perversionen wurde von Erwachsenen ausgelebt auf Kosten der ihnen anvertrauten Kindern. Jugendliche diesbezüglich in den Heimen aufs Blut gezüchtigt und in Psychiatrien verbracht, wenn sie dagegen aufbegehrten. Das mit aktiver Hilfe der Katholischen Kirche und sogar ahnungsloser Eltern, denen eine besondere Renitenz ihres Kindes vorgehalten wurde.
Gefolterte Kinder, die später als Erwachsene darüber sprachen, über ihr Martyrium, und wenn sie dann noch den Mut aufbrachten, die Personen und Kirche nannten und anklagten, wurden sie mit der Hilfe williger Gutachter, die entweder bei der Kirche oder deren bestellten Helfer waren, öffentlich diffamiert, diskreditiert und bis weit in ihre Persönlichkeit, erneut gequält.
Nicht die Täter wurden damals bespuckt, sondern die, die allen Mut zusammen nahmen ihr Recht zu fordern.
Nachdem man Persönlichkeiten gebrochen hatte, wurden sie als nicht ernst zunehmen und als Unglaubwürdig dargestellt.
Blättert mal durch diese Seite, wie die Kirche den Tätern gedenkt, während sie die Opfer zynisch auffordert, für diese zu beten und sich einzusetzen!
Startseite
Sexueller Mißbrauch von Heimkindern schockt Niederlande - Region - Lokales - Aachener Zeitung
Missbrauch in evangelischem Heim bei Köln - Region - Lokales - Aachener Zeitung
Hier wird so getan, als wenn das bedauerliche Einzelfälle wären, doch es war beinahe die Regel, weil die Taten nicht geahndet wurden, vielmehr Täter versetzt wurden und die Kirche Einfluss bis zum Verfassungsgericht hatte.
Aber Seth,
sag es mir doch...
Ab wann ist eine Vertuschung und dieser Horror, "Alte Kamellen", wie du es nennst, nicht mehr zu verfolgen, nach deiner Meinung?
Ab wann haben die Kirchen Recht auf absolute Straffreiheit und Ehre, wenn diese Taten verschleiert, die Täter dem Rechtsstaat entzogen werden, und eine Aussagepflicht nach § 258 StGB (Strafvereitelung) ignoriert wird?
Die Taktik dazu ist immer gleich, man stellt sich hinter unschuldige Priester und Kirchendiener und erwartet von denen, sogar unter Gewissensnot und Drohung und schlimmsten Repressalien, die Täter zu schützen.
Genauso wie du und andere es argumentativ tun wollen, relativieren, verharmlosen, Leugnen verschleiern.
Doch die Zeit ist reif, die anständigen Priester und Kirchenleute tatsächlich auch zu schützen...
Um das zu tun, darf nicht mehr geschwiegen und zur Tagesordnung übergegangen werden, sondern dazu muss man die Täter bloßstellen, sie von den Unschuldigen trennen.
Die Löwen verstecken sich immer noch feige in der Herde der Lämmer.
Indem sich immer noch viele lieber mit Tätern solidarisieren und nicht mit Opfern, sich ethisch mitschuldig machen, hilft man weder den Opfern noch den Kirchen.
Das sind Denkweisen die uns in Italien allzu bekannt vorkommt!
Wer aus ideologischen Gründen diese Kirche noch in Schutz nehmen möchte, wer sagt, es sind doch nicht alle schlecht, bevor er überhaupt die schwarzen Schafe ausgesondert hat, der hat jegliche moralisches Rechtfertigung verloren über Fairness zu faseln.
Täter sprechen gerne von vergangener Zeit, vom Vergessen und verzeihen, um keine Verantwortung zu übernehmen.
Opfern gestattet man noch nicht einmal ihre Peiniger zu benennen und erklärt sie nicht selten zu Mitschuldigen.
Wie sagte ein Täter zum Opfer so oft, du bist selbst schuld!
Das sagt man ihm häufig heute noch...
Und man verlangt zudem vom Opfer, es solle die Tat schneller vergessen, als der Täter.
Alles bedauerliche Einzelfälle?
Wolfgang Niedecken: Von Prügel-Pater im Internat missbraucht - Missbrauchsskandal - FOCUS Online - Nachrichten