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Kirche blockiert Missbrauchsstudie !

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Dieser Thread ist ein herrliches Beispiel dafür wie man sich gegenseitig missverstehen kann, weiterhin für selektive Wahrnehmung der jeweils anderen Meinungsdarstellung.

Und ich habe schon befürchtet, dass hier ernsthaft diskutiert würde und es gar nicht mehr, wie üblich im Gesellschaftsforum, zu unterhaltsamen Flamewars kommt. 😀

*Popcorn rausholt und es sich gemütlich macht*
 
Was soll denn nun daran missverständlich sein? Die Diskussion ist ernsthaft. Das jemand die Kirche verteidigt weil er ( wieder mal ) denkt, sein persönlicher Glaube würde angegriffen, ist völlig normal. Muß man daher auch nicht so ernstnehmen.

Gleichwohl hat "der Glaube" natürlich mit dem Thema zu tun. Glaube wurde ( auch mal wieder ) ausgenutzt um Verbrechen zu begehen. Insofern nichts neues.
 
Der Einzige, der hier von den Betroffenen spricht, ist Shorn und der hat gute Gründe.

Beim Rest scheint es nur darum zu gehen, dass es endlich wieder einen Grund gibt, die katholische Kirche an den Pranger zu stellen. Und so werden die Opfer an der Stelle einmal mehr missbraucht und ihr Leid benutzt, um jene anzuklagen, die man auf der Abschußliste hat.

Hier liest man, Vertuschung und Verharmlosung gäbe es nur in der katholischen Kirche. Da liegt ihr sehr falsch. Genau das, was sich die katholische Kirche da leistet, passiert tagtäglich überall in unserer Gesellschaft. Eure geliebten Wissenschaftler machen es nicht anders.

Ich bin in diesem tollen Forum auch als Lügner bezeichnet worden. Man hat mir unterstellt, ich würde mir Dinge einbilden. Therapeuten hätten sich das nur ausgedacht. Was nicht sein kann, darf nicht sein. Im Leugnen und Vertuschen macht ihr keine Ausnahme und wenn ihr noch so heilig tut.

Die Opfer sind euch doch völlig egal!


Tuesday

Hallo Tuesday,
ich denke, dass in diesem Forum niemand die Opfer egal sind. Im Gegenteil. Und natürlich wird in allen Gesellschaftsbereichen durch Täter versucht zu vertuschen. Es sollte eigentlich ganz dringlich ausschließlich um das Wohl der Opfer und auch die Entwicklung von prophylaktischen Maßnahmen gehen. Dafür muss man alles ansprechen können und dürfen. Wenn es nun die Kirche stört, dass hierzu Themen wie das Zölibat angesprochen und als Mit-Auslöser der Katasprohen in Betracht gezogen wird, ist dies eine zynische, dumme, dreiste Verleumdung. Ebenso wie das Aussprechen der Namen von Tätern. Dies muss und sollte den Überlebenden möglich sein, wenn sie dies wollen, wenn sie dies brauchen, wenn sie konfrontieren wollen und müssen. Die Kirche verhät sich wie jedes andere gesellschaftliche Umfeld auch, dass Täter lieber deckt, als an der eigenen Dauerdroge "Heiligkeit" zu rütteln.
 
Dieser Thread ist ein herrliches Beispiel dafür wie man sich gegenseitig missverstehen kann, weiterhin für selektive Wahrnehmung der jeweils anderen Meinungsdarstellung.

Und ich habe schon befürchtet, dass hier ernsthaft diskutiert würde und es gar nicht mehr, wie üblich im Gesellschaftsforum, zu unterhaltsamen Flamewars kommt. 😀

*Popcorn rausholt und es sich gemütlich macht*

lol... und DAS ist dann Deine ach-so-hervoragende selektive Wahrnehmung? wow... :daumen:
Wenn Dir zum Thema nix anderes enfällt als Popkorn, sagt das doch alles.
 
Dieser Thread ist ein herrliches Beispiel dafür wie man sich gegenseitig missverstehen kann, weiterhin für selektive Wahrnehmung der jeweils anderen Meinungsdarstellung.

Und ich habe schon befürchtet, dass hier ernsthaft diskutiert würde und es gar nicht mehr, wie üblich im Gesellschaftsforum, zu unterhaltsamen Flamewars kommt. 😀

*Popcorn rausholt und es sich gemütlich macht*

Kannst Du das bitte konkretisieren? Unterhaltungslektüre? Sehe ich grad nicht.

Tragisch ist vielmehr, dass von Aufklärung nun nicht mehr ausgegangen werden kann.
Die Kirche hatte mehr als genug Zeit, ihre Archive zu "säubern".
Die Untersuchungen hätten unbedingt - wie es ja normalerweise bei begründeten Verdachtsmomenten durchaus üblich ist - von staatlicher Seite her unangekündigt in Angriff genommen werden.

Bei dieser Missbrauchsstudie handelt es sich um ein weltweites Forschungsprojekt!
Ackermann dürfte klar gewesen sein, welch riesiger Imageschaden der Kirche in der Öffentlichkeit
entstehen würde, wenn sie dieses fristlos aufkündigt.
Ich persönlich denke daher, dass einiges an gravierenden Gründen dahinter stehen muss...

Und ich frage mich ernsthaft, welche Namen da wohl ans Tageslicht gekommen wären, die die Öffentlichkeit um keinen Preis erfahren darf?

Es geht um viel mehr als um Verdachtsmoment, es geht um konkrete Fakten!

Und Bischof Ackermann spricht von Vertrauen...
 
Mir ist es sowas von egal ob jemand an diesen Gott glaubt oder nicht
Glaubensfreiheit besteht
es geht sich doch um um die Kirche um dieses Täterpack daß sich versucht zu verstecken
daß zu feige ist zu den Taten zu stehen.

Ich verstehe nicht daß Menschen noch hinter diesem Verein stehen können,obwohl ja schon zig Taten bekannt geworden sind.

Was muss passieren daß die Menschen wach werden ?

Alle Opfer sollten die Kraft haben öffentlich zu sagen was Ihnen passiert ist.

Was ist die grösste Angst daß nicht nur Priester Täter sind ?
Was steht noch in den Akten ?

Vor allen alte Menschen die jeden Sonntag brav in die Kirche laufen,sollte man erklären Sie besuchen gerade
die Hölle auf Erden.
 
Von vereinzelten Fällen kann nicht die Rede sein immerhin waren seit den Kriegswirren bis ca.1975 etwa 800.000 Kinder in Kirchlichen oder Staatlichen Heimen.
Natürlich wurden nicht alle missbraucht viele wurden auch "nur" misshandelt oder zum "Arbeitseinsatz" gezwungen.
Im Osten (Jugendwerkhöfe) mehr als im Westen der Republik.
Alleine zu meiner Zeit also 1965/1972/73 waren etwa 300.000 Kinder in überwiegend Kirchlichen Einrichtungen.

Als Betroffener habe ich im Laufe meines Lebens viele ehem. aber auch aktuell in Heimen "einsitzende" Kinder kennen gelernt.
Und ich kann mich an keinen Fall erinnern wo die Kinder nicht verstört und verängstigt waren.
Hospitalismus war weit verbreitet, ebenso wie viele andere Auffälligkeiten im Verhalten der Kinder.

Bei 800.000 Fällen kann man nun wirklich nicht von vereinzelten Fällen reden.
In Zeiten der schwarzen Pädagogik war man der Auffassung das der Wille der Kinder gebrochen werden muss um sie sich gefügig zu machen, also wurde genau so verfahren unter zum Teil drakonischen Strafen man könnte es auch Folterung nennen.
Ein beliebtes Mittel war der Bunker, sie nannten das Besinnungszimmer, etwas ähnliches gab es in Stuttgart Stammheim.
Marie Ulrike Meinhof beschreibt in einem ihrer Bücher ihre Empfindungen wenn sie in der F-Typ Zelle saß, sie aber war erwachsen und mehrfache Mörderin.

Von Einzelfällen kann nicht die Rede sein
 
Shorn,

Danke Danke Danke

es kann nicht deutlich und oft genug gesagt werden.
Du bist einer der Betroffene der sehr gelitten hat unter was dort passiert ist und teilweise noch passiert.
Ich find es unvorstellbar und unmöglich das man diese Missstände unter den Teppich kehren will.
 
Die einzige Chance: der öffentliche Druck.

Die Macht der Kirchen wird auf die christlichen Wohlfahrtsverbände umgeleitet, selbst wenn niemand mehr Kirchensteuer bezahlen würde.
 
Die einzige Chance: der öffentliche Druck.

Die Macht der Kirchen wird auf die christlichen Wohlfahrtsverbände umgeleitet, selbst wenn niemand mehr Kirchensteuer bezahlen würde.

Die Gefahr sehe ich auch, denn eine Kirche überlebt auch ohne Kirchensteuer.
Wie ich schon in einem anderen Strang schrieb, darf ein Staat es nicht zulassen, dass die Kirchen das staatliche Schul- und Sozialsystem übernehmen, um ihre Macht auszubauen.
Das wäre mir zu wenig und auch nicht folgerichtig.
Denn sie gehören als Träger der Einrichtungen auch zu den hier benannten Schuldigen.

Vielmehr ist festzustellen, Die Täter können sich in die Solidarität der Kirche flüchten, müssen nichts befürchten und es sind die Helfer, aus welcher schrecklich motivierten Solidarität auch immer, die das meiste Leid anrichten.
Sie decken die Täter, greifen die Opfer an, über Druck aus und brechen nicht selten die Personen und vernichten sie, wenn sie nicht schweigen.

So finde ich auch in diesem Strang Aussagen, die mich daran denken lassen.
Sie generieren, dass Opferschweigen nicht dem Täter dient, sondern dem Opfer selbst. Das ist die Denkweise, die es erst ermöglicht neue Opfer zu finden.
Es ist der klassische Machtmissbrauch.

"Die Argumentation, dass man das Opfer zum Täter macht, ist nicht selten", sagt Heinz-Peter Schmiedebach, Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Der angeblich starke Sexualtrieb der Opfer sei dafür verantwortlich, dass sie andere verführten, so die zynische Argumentation. Dadurch tauschten Täter und Opfer die Rollen - und den tatsächlichen Opfern werde das Pathologisch-Abnorme zugeschrieben. Kastrationen seien "der Versuch, über biologische Eingriffe soziale Probleme zu lösen", sagt Schmiedebach.
Missbrauch: Katholische Kirche in Niederlanden ließ Jungen kastrieren - SPIEGEL ONLINE

Keine Kirche ist durch Aufklärung und Ahndung von Verbrechen gefährdet, sondern durch eine verschworene Gemeinschaft, die sich als Zuhälter der Verbrecher versteht.
Wer das nicht versteht, der sollte sich fragen lassen, ob er die Bibel überhaupt versteht!
 
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