Die einzige Chance: der öffentliche Druck.
Die Macht der Kirchen wird auf die christlichen Wohlfahrtsverbände umgeleitet, selbst wenn niemand mehr Kirchensteuer bezahlen würde.
Die Gefahr sehe ich auch, denn eine Kirche überlebt auch ohne Kirchensteuer.
Wie ich schon in einem anderen Strang schrieb, darf ein Staat es nicht zulassen, dass die Kirchen das staatliche Schul- und Sozialsystem übernehmen, um ihre Macht auszubauen.
Das wäre mir zu wenig und auch nicht folgerichtig.
Denn sie gehören als Träger der Einrichtungen auch zu den hier benannten Schuldigen.
Vielmehr ist festzustellen, Die Täter können sich in die Solidarität der Kirche flüchten, müssen nichts befürchten und es sind die Helfer, aus welcher schrecklich motivierten Solidarität auch immer, die das meiste Leid anrichten.
Sie decken die Täter, greifen die Opfer an, über Druck aus und brechen nicht selten die Personen und vernichten sie, wenn sie nicht schweigen.
So finde ich auch in diesem Strang Aussagen, die mich daran denken lassen.
Sie generieren, dass Opferschweigen nicht dem Täter dient, sondern dem Opfer selbst. Das ist die Denkweise, die es erst ermöglicht neue Opfer zu finden.
Es ist der klassische Machtmissbrauch.
"Die Argumentation, dass man das Opfer zum Täter macht, ist nicht selten", sagt Heinz-Peter Schmiedebach, Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Der angeblich starke Sexualtrieb der Opfer sei dafür verantwortlich, dass sie andere verführten, so die zynische Argumentation. Dadurch tauschten Täter und Opfer die Rollen - und den tatsächlichen Opfern werde das Pathologisch-Abnorme zugeschrieben. Kastrationen seien "der Versuch, über biologische Eingriffe soziale Probleme zu lösen", sagt Schmiedebach.
Missbrauch: Katholische Kirche in Niederlanden ließ Jungen kastrieren - SPIEGEL ONLINE
Keine Kirche ist durch Aufklärung und Ahndung von Verbrechen gefährdet, sondern durch eine verschworene Gemeinschaft, die sich als Zuhälter der Verbrecher versteht.
Wer das nicht versteht, der sollte sich fragen lassen, ob er die Bibel überhaupt versteht!