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Verlassene Eltern

Eigentlich wollte ich nicht mehr schreiben, weil solche Foren ergebnislos sind und die grenzenlose egoistische Dummheit der Menschen sichtbar wird. Doch irgendwie habe ich mich ein wenig hier festgebissen, weil ich durch Zufall Tyras Kommentar las, der mich so sehr erheitert hat und ich darauf geantwortet habe. Hat euch denn schon mal jemand helfen können? Wenn das die lieben Therapeuten nicht schaffen, tun es die gegenseitig aufheizenden Kommentare auch nicht.

Ein Professor meines Sohnes sagte mal bei einer Vorlesung: "man muss ein gottgefälliges Leben führen, wenn es gelingen soll"

Danke dir!!!
Wahrscheinlich konnte der Psychotherapoit dem erste Gast auch nicht helfen.
Ich glaube auch nicht,das ein Psychotherapoit hefen kann.
Da mussen beide vernünftig sein.
Der hat von den nur Geld geholt und zufrieden gewesen.
Ich war auch schon bereit hier aufzuhören.Mir hat es hier nichts geholfen.
Bis jetzt wurde ich nervlich nur fertig gemacht.
L.G. Julia
 
Für mich war und ist meine Therapeutin unbezahlbar! Mir hilft die Therapie sehr, ich wollte aber auch von Anfang an wirklich mitmachen und habe mich sehr darauf eingelassen.

Julia, helfen denn die Fragen, die hier aufkommen kein bischen?
 
Ich bin mit der Verlockung eines in Aussicht gestellten Erbes von meinen Eltern erzogen worden, gleichzeitig immer unter dem Vorbehalt niemals von einem solch herzlosen Menschen wie mir abhängig sein zu müßen.
Eltern sollten mit ihrem Erbe etwas umsichtiger umgehen und nicht so früh zu viel verschenken.
Es gibt keine Garantie auf ein Dankeschön!

Lieber Gast!!! Ich weis nicht wie ich mich dir bedanken soll.
Es gibt keine Welt ohne guten Menschen.

Nein wir werden das Haus nie überschreiben. Wir haben ein Berliner Testament gemacht. Wir haben uns abgesichert.
Wir leben jetzt so,von Urlaub bis zum Urlaub.
Diesen Sommer haben wir unsere Goldene Hochzeit, dann machen wir eine Schönen Hochzeits Urlaub.
Das soll uns jemand hier nachmachen.
L.G.Julia
 
Für mich war und ist meine Therapeutin unbezahlbar! Mir hilft die Therapie sehr, ich wollte aber auch von Anfang an wirklich mitmachen und habe mich sehr darauf eingelassen.

Julia, helfen denn die Fragen, die hier aufkommen kein bischen?


Wenn du hättest sofort mit offenen Karten gespielt. Dann hette ich auch anderst auf dich reagiert.
Ich wurde ja hier nur immer angegrifen.

L.G. Julia
 
Ich wurde ja hier nur immer angegrifen.

L.G. Julia

Das würde ich so nicht unterschreiben. Ich denke, Du hast Dich angegriffen gefühlt, ich persönlich wollte Dir nie was Böses, habe aber nunmal auch nicht immer die Größe, gelassen zu sein. Wir haben ja alle unsere Geschichte und unsere persönlichen Erfahrungen spielen überall mit rein.
Wichtig ist es, denke ich, offen zu sein und zu bleiben, bereit sein für Weiterentwicklung. Das Gefühl, vergeben zu können, ist für mich in Bezug auf meine Mutter und ein paar andere Dinge etwas ganz Frisches, noch neu und manchmal finde ich es sogar unheimlich. Aber Heilung ist nunmal ein Prozess, der Zeit braucht und den man nicht passiv erhalten kann, man muss zumindest bereit sein dafür, auch bereit, eingetretene Wege zu verlassen.

Wenn ich meiner Mutter vergeben kann, heißt das nicht, dass nichts passiert ist oder es nicht so schlimm war. Die Dinge waren schlimm, sehr schmerzhaft für mich und manchmal erscheint es mir wie in Wunder, dass ich überhaupt noch da bin. Aber ich bin endlich in der Lage, mich davon frei zu machen. Dafür war der Abstand zu meiner Mutter immens wichtig. Und es ist auch möglich, dass es noch Monate oder Jahre dauert, bis ich tatsächlich wieder bereit bin, den Kontakt aufzunehmen.
Vielleicht zeigt Dir meine Geschichte aber, dass dieser Kontaktabbruch, das, was sich für Dich wie ein Verlassen-worden-sein anfühlt, Teil einer Entwicklung sein kann, die stattfindet, auch wenn Du nichts davon mitbekommst. Das ist die große Chance für alle Beteiligten, die in solchen Krisen schlummert. Wir können alle daran wachsen und uns den großen Fragen unseres Lebens stellen. Ich persönlich bin dankbar dafür. Ich habe gelernt, wohlwollend zu sein, immer. Das empfinde ich als sehr hilfreich, auch für meinen Seelenfrieden. Erst einmal davon auszugehen, dass einem das Gegenüber nichts Böses will.

Liebe Julia,
ich kenne weder Dich, noch Deine Söhne und Schwiegertöchter. Niemand hier von uns kann tatsächlich die Geschichte des anderen beurteilen und sollte das auch nicht. Vielleicht schaffe ich es durch meine Worte aber, eine Tür einen Spalt weit zu öffnen, durch den man mal einen Blick auf eine andere Sichtweise riskieren kann. Weißt Du warum Deine Schwiegertochter keinen Kontakt zu ihrer Familie hat? Kennst Du ihre Geschichte? Vielleicht kann sie nicht anders handeln, als sie es tut, weil sie in ihrer Geschichte noch immer gefangen ist... JEDER von uns hat seine Geschichte, seine Schmerzen und sein Leid. Ich möchte mir nicht anmaßen, darüber zu urteilen.
 
Am Anfang war Erziehung und jeder sät was er erntet.

das halte ich mir immer bei meinen Kindern vor Augen, dass ich sie erzogen habe, dass ich ihnen Werte wie Liebe, Geborgenheit, Vertrauen, Hilfe und Unterstützung, Respekt, Verständnis bei gebracht habe.

Wieso sich dann Eltern über das Ergebnis ihrer eigenen Erziehung beschweren, wundert mich immer und immer wieder.

Von Nichts kommt nichts und am Anfang war immer Erziehung - sehr zu empfehlen das Buch von Alice Miller, aber ich glaube bei manchen Eltern ist das eher Perlen vor die Mäuse gekippt.


Hallo einfach frau, so einfach ist es leider in vielen Fällen nicht ... allein die Beibringung von Werten reicht nicht, dass Eltern voraussehen können, wie einmal der Umgang Eltern - Kinder sich gestaltet.

Gänseblümchen hat es gesagt, jede Geschichte ist eine eigene (wobei die von Gänseblümchen sehr extrem ist ... ), aber es gibt genügend Fälle, wo es nicht einfach Dinge beim Namen zu nennen reicht, da passieren schlimme Sachen innerhalb von Familien, die überhaupt nicht zur vorherigen Erziehung passen ... Wenn es doch so einfach wäre ...

Lg Eisherz
 
Hallo einfach frau, so einfach ist es leider in vielen Fällen nicht ... allein die Beibringung von Werten reicht nicht, dass Eltern voraussehen können, wie einmal der Umgang Eltern - Kinder sich gestaltet.

Gänseblümchen hat es gesagt, jede Geschichte ist eine eigene (wobei die von Gänseblümchen sehr extrem ist ... ), aber es gibt genügend Fälle, wo es nicht einfach Dinge beim Namen zu nennen reicht, da passieren schlimme Sachen innerhalb von Familien, die überhaupt nicht zur vorherigen Erziehung passen ... Wenn es doch so einfach wäre ...

Lg Eisherz

Wollte so ähnlich kommentieren,Eisherz,Du bist mir zuvor gekommen,DANKE!

Auch ich dachte ich hätte meine Tochter so erzogen,das sie die Werte einer Familie zu schätzen weiß.
Ich selbst komme aus einer Famiie,in der Gewalt kein Fremdwort war.
Mein Vater Alkoholiker und meine Mutter schwach,mein Vater hat mit 60 Jahren das trinken aufgehört,aber verbal hatte er es noch gut drauf.Trotzdem war ich bis zum Schluss für meine Eltern da.Ich habe meinen Vater 3 Jahre vor seinem Tod erst richtig kennengelernt,er erzählte,als er mit 16 Jahren in den Krieg musste und in Kriegsgefangenschaft war,Ich fing an,meinen Vater mit anderen Augen zu sehen.Meine Mutter hat auch schreckliches erlebt,sie wurde jahrelang von ihrem Stiefvater missbraucht.Therapie,wenn es das damals schon gab,kam nicht in Frage,denn man war ja nicht verrückt und nach aussen hinsollte ja alles intakt sein.

Ich habe mit 17 Jahren geheiratet um aus meinem Elternhaus zu entfliehen,mit 18 war ich Mutter.Heute sagt man,mit 18 ist man ein Kind,ich fühlte mich schon reif.Mein Mann war mit 26 Jahren Frührentner und verstarb mit 34 Jahren,mein Kind war 12 Jahre und ich hatte von Anfang an für den Lebensunterhalt aufkommen müssen,im Schichtdienst.Wenn ich morgens ging,lag mein Kind noch im Bett und wenn ich abends kam war sie schon im Bett.
Da mein Mann mir gegenüber auch gewaltätig war,war ich für jede Überstunde dankbar....nur nicht zu Hause sein.Zu unserem Kind war er gut,darum machte ich mir keine Gedanken.
Ich habe meinem Mann mehrmals den Tod gewünscht und als er starb fühlte ich mich schuldig.Ich kam mit seinem Tod nicht zurecht und merkte nicht,das mein Kind mich brauchte.Meiner Arbeit ging ich weiter nach,weiter mit Schichtdienst,vielleicht hätte ich Sozialhilfe in Anspruch nehmen sollen,aber das kam für mich nicht in Frage.
Als ich meiner Tochter in der Pubertät grenzen setzte,kamen Sprüche "wer weiß,warum dich Papa geschlagen hat,du bist ja auch ein Biest"oder "Du wärst besser gestorben als Papa."
Eine unglückliche Liebe und die Äusserungen meiner Tochter,stellte sich bei mir die Frage:warum lebe ich eigentlich noch und habe angefangen mir mehrmals die Arme aufzuschneiden,auch Tabletten habe ich genommen,3x Landeskrankenhaus und 5x Intensivstation,bis ich eine Therapie gemacht habe.
So,das ist die Zeit,die ich mir vorwerfe,mein Kind hätte mich gebraucht und ich war nicht da,noch nicht einmal für mich.
Mit meinem 2.Mann und als ich Oma wurde vor 16 Jahren,hat sich mein Leben geändert.Ich habe versucht,die Mutter und Oma zu sein,die,wie ich sie mir selbst vorgestellt hätte.
Meine Enkeltochter war sehr oft und gerne bei mir,aber jetzt,wo sie selbständiger ist und mein Kind keinen mehr zum aufpassen braucht,holt sie die Vergangenheit zurück und kommt mit Gemeinheiten.
Ich habe jahrelang unter Selbstzweifel gelitten,mein Vater und mein 1.Mann haben mir immer vermittelt,ich sei nichts Wert und nun mein Kind?Als der Kontakt noch bestand und ich was erzählte,kam immer der Spruch:"Mama,du nervst",da kann ich drauf verzichten.

Ich komme aus einem sozialen Beruf und kenne auch die Bücher von Alice Miller u.a.,aber Erziehung geht nicht nach Lehrbüchern,vielleicht kann man sich Anregungen holen,aber nicht so,das wäre zu einfach!!!

Noch ein Spruch:

Ein Kind nach den Anleitungen eines Buches zu erziehen,
ist gut,
nur braucht man für jedes Kind ein anderes Buch.

Zitat:unbekannt
 
Es ist nicht einfach, nur bin ich der Auffassung, dass ich als Vorbild für meine Kinder zuständig bin. Krisen und Auseinandersetzungen gehören in jede Familie.

Wie man damit umgeht, wie man sie löst, sind Lernprozesse in den ersten Tagen schon und hat was mit meinen Erwartungenan meine Kinder zu tun.

Seit sie erwachsen sind, leben sie ihr eigenes Leben und ich bin ein kleiner Teil davon, weil sie ihr leben leben.

Was erwartet man denn von Kindern? Das was man ihnen beigebracht hat oder eben auch nicht.

Deine Auffassung mag für Dich, Deine Kinder und Deine Familie durchaus zutreffen.

In vielen Familien ist es aber anders, da enden Krisen und Auseinandersetzungen mit Abbrüchen der Familienbeziehungen. Da gibt es viele Komponenten und Einflüsse, die nicht in der Hand der Eltern liegen ... da können sie ihren Kindern noch so viel Vorbild gewesen sein. Die Theorie ist so, wie Du es schreibst, richtig, aber die Praxis schreibt eine andere Sprache, dann gäbe es nicht so viele Probleme in den Familienbeziehungen. Ich war bis vor einigen Jahren selbst Leiterin einer Selbsthilfegruppe, wo es um Familienbeziehungen ging. Deine Ansicht macht es aber auch vielen Eltern schwer, mit solchen schwierigen Familienproblemen umzugehen, weil es - ausgenommen jetzt mal solche extremen Beispiele wie Gänseblümchen schreibt - leichter ist, auf die Eltern zu zeigen und zu sagen, Euer Vorbild war nicht stark genug, Eure Liebe nicht tief genug, Eure Erwartungen sind zu hoch und Eure Empfindsamkeit ist zu viel ... Es ist ein so sensibles Thema in unserer Gesellschaft, da sollte man nicht die Moralkeule schwingen. Es ist so wie Gänseblümchen zutreffend formulierte, jeder hat seine Geschichte und jeder hat seine Erfahrungen mit den Kindern/Eltern ... Wenn es so einfach wäre ... dann müssten ja Familienbeziehungen mit Abbrüchen, um die es ja hier vor allem geht, nicht um Krisen und Probleme im Familienleben - mehr nur in solchen Familien passieren, wo es an so vielem mangelt, was die Voraussetzungen für ein Familienleben betrifft ... aber es ist beileibe nicht so ...

Lg Eisherz
 
Ja, liebe carin, ich meinte solche Beispiele ... Eltern machen und dürfen auch Fehler machen ... auch wir sind nicht unfehlbar, aber Deine Geschichte unterstreicht das, was ich gerade eben beschrieben habe!

Es ist einfach zu leicht, zu sagen, Eltern sind schuld daran, wie ihre Kinder werden ... So einfach ist es eben nicht. Das Leben schreibt dazu andere wahre Geschichten.


Lg Eisherz
 
Ich habe nicht einmal das Wort "Schuld" geschrieben! Bezeichnend dass es dann impliziert wird.

Am Anfang war Erziehung -ja und das gilt auch für die Eltern.


Mit Schuld hat das nichts zu tun!

Hallo einfachFrau, ich habe weder Dich zitiert noch Dich gemeint, ich habe die allgemein oft gesprochene Meinung der Gesellschaft an sich zu diesem Thema beschrieben. Bitte nichts hineininterpretieren, was nicht geschrieben worden ist, dankeschön.
 

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