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Zeit der Trauer

Omana,

vielen Dank für deine Worte. Gestern war es leider so weit - meine Frau hat den Kampf nach 1,5 Jahren verloren, aber ich weiß, dass Sie nun in einer besseren Welt ist und mit ihrem Vater wieder vereint ist.

Ich werde mir auf jeden Fall einen Psychologen suchen - die Kinder haben schon länger eine Kunsttherapeutin.

Das Leben ist nicht immer Sonnenschein, aber die Sonne wird auch wieder für uns scheinen.

Lieber Hansi,

es tut mir leid was du und deine Frau grade durchmachen müßt.

Melde dich doch an und eröffne einen Thread.

Es ist oft ein Trost, wenn man niederschreiben kann, was einen belastet und ich bin mir sicher, dass du Antworten bekommen wirst.

Es ist gut nicht alleine mit seinen Problemen zu sein.

Wünsche dir auch viel Kraft!
 
Lieber Hansi,

es tut mir so leid.




Omana,

vielen Dank für deine Worte. Gestern war es leider so weit - meine Frau hat den Kampf nach 1,5 Jahren verloren, aber ich weiß, dass Sie nun in einer besseren Welt ist und mit ihrem Vater wieder vereint ist.

Ich werde mir auf jeden Fall einen Psychologen suchen - die Kinder haben schon länger eine Kunsttherapeutin.

Das Leben ist nicht immer Sonnenschein, aber die Sonne wird auch wieder für uns scheinen.
 
Ich bin so hoffnungslos, niemals wird es mehr besser:wein:

Gerade habe ich so Ärger in der Arbeit und ich bin so allein damit.
Warum bist du nicht da bei mir, ich denke manchmal, daß ich das einfach nicht überstehe, diese vielen Jahre, immer das Gefühl wie amputiert zu sein, immer hoffen, daß es besser wird, und NICHTS wird besser!!!:wein:
 
Ich finde diesen Beitrag gut weil ich genau in diesem lesen kann das auch ich nicht alleine mit meiner Trauer bin.

Ja einen geliebten Menschen zu verlieren tut weh, bei mir war es meine Mama und es ist schon 8 Jahre her aber der erscheint mir noch wie der gestrige.

Ich werde nie dieses Bild vergessen, von meiner Schwester, ich habe es noch heute vor Augen! Als die eigene Schwester auf dich zukommt, wie gelähmt vor dir steht und sagt das unsere Mutter verstorben sei..ihre Stimme klang so gebrochen an diesem Abend..ich werde das nie vergessen!

Du hast für alle Zeit diese Bilder im Kopf ...deine Mutter so krank im Krankenhaus, das Bild deiner Schwester, die so gebrochen an dem Abend war als sie es mir sagen musste, der Anblick als du ins krankenhaus kommst und deine mutter tot im Bett liegt und der schwere Gang zum Grab an dem du für dich knallhart feststellen musst das sie nie wieder kommen wird was auch immer du tust..sie wird ewig weg sein

Manchmal frage ich mich nur wie lange diese Zeit noch dauern wird. Wie gesagt es sind schon 8 Jahre her und er macht mir immer noch genauso zu schaffen als sei es erst gestern gewesen..manchmal denke ich es wäre schön einfach nur zu vergessen aber dann würde ich auch meine Mutter vergessen denn der Tod zählte nun mal mit dazu


Ich würde meine Mutter nie und nimmer vergessen..schließlich fließt ihr Blut in meinen Adern und sie hat mich geboren und groß gezogen halt zu dem gemacht was ich heute bin..ich will nicht meine Mutter vergessen, sondern nur diesen einen beschissenen Tag.
Aber genau das geht eben nicht weil ich mich daran noch erinnere. Ich war an Weihnachten an ihrem Grab, ich bin dort schier zusammen gebrochen und habe Rotz und Wasser geheult.


Ich denke ich verarbeite es deswegen so schwer weil es damals alles so schnell ging und so plötzlich kam..damit hatte niemand gerechnet. Wir konnten uns nicht drauf einstellen..es geschah alles innerhalb einer woche..sie kam ins Krankenhaus und eine woche später war sie tot.


Dann hätte ich mich verabschieden können in aller Ruhe aber selbst dazu hatte ich keine Zeit mehr. Ich habe sie erst wieder gesehen als sie tot war, konnte nicht mehr hören ob sie mir noch was zu sagen hatte oder sonst was. Es ging einfach viel zu schnell *seufz*


Ich vermisse sie einfach so sehr, das es im Herzen weh tut und manches mal fühlt es sich an als würde jemand etwas heraus reissen von diesem Herzen.
 
Liebe Shalisea, ich bin geschockt, wie man nach 8 Jahren noch so intensiv trauern kann.
Ich habe dir nicht antworten können, weil ich meine Mutter noch habe und seit einiger Zeit meine Panik immer mehr steigt wie es sein wird, wenn sie nicht mehr da ist.

Dieses unvorbereitete Gehen ist furchtbar, das habe ich bei meinem Lebensgefährten erlebt,
und ich weiß auch nicht, ob und wann ich darüber wegkomme,

bloß denke ich mir immer wieder, daß das doch nicht sein darf/kann, daß man selber zerbricht, weil man einen Menschen so sehr vermißt.

Ich weiß aber leider auch nicht, wie man mit der Zeit lernt, mit seiner Trauer umzugehen.

Mal geht es,
und einen Tag später ist dieser übermächtige Schmerz wieder da und man denkt, man hält es nicht aus.

Keine Ahnung leider, ob das jemals besser wird.

Liebe Shalisea, ich weiß nicht, ob du gläubig bist, aber ich bin fest davon überzeugt, daß unsere Lieben bei uns sind,
und deine Mama immer bei dir ist und du ihr die größte Freude bereiten würdest wenn du wieder froh wirst.
Rede mit ihr, wenn du traurig bist und versuche, ihr eine Freude zu machen dadurch, daß du wieder ein fröhlicher Mensch wirst.
Nichts würde sie mehr freuen!

Ich lebe so, mit dem sicheren Empfinden, daß meine lieben Verstorbenen bei mir sind,
das hilft mir oft sehr, und manchmal garnichts, wenn die innere Kälte und dieses Verlassenwordenseingefühl zu stark wird.

Ich bin heute auch wieder mal sehr schwermütig und denke, das wird alles nie mehr gut,
aber versuche auch, wieder soviel (Gott-)Vertrauen in das Leben zu bekommen, daß ich nicht aufgebe, zumindest zu versuchen, das Beste daraus zu machen

Klingt jetzt alles nicht sehr optimistisch, kommt von meiner momentanen Verfassung,
aber das Leben ist so gemacht, wir können kaputtgehen daran oder wir nehmen es als Aufgabe und hangeln uns zeitweise eben von einem winzigen guten Moment zum nächsten.

Und das Wichtige, woran ich mich auch immer wieder erinnern muß ist, daß ich Dankbarkeit empfinde für das, was ich habe,
nicht nur mich gräme, was ich verloren habe.

Ich lebe jetzt seit über 3 Jahren in großer Trauer, spreche jeden Tag mit dem lieben Gott,
er sagt mir, ich solle Vertrauen in das Leben haben, es annehmen wie es kommt, keine Angst haben.

Ich weiß, daß das auch stimmt, weil Trauer und Lebensangst ein Kampf gegen Windmühlen ist.
Aber es ist sogar für mich mitsamt meinem Glauben ein nicht endender Schmerz,

ich kann leider auch keinen Ratschlag geben, wie man lernt, damit zu leben,
ich bin momentan auch ganz weit unten, aber unzählige Menschen haben schon gezeigt und bewiesen, daß das Leben ungeahnte positive Überraschungen bereithält.

"und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her"

Liebe Shalisea, auch alle anderen Trauernden, mir hilft der Gedanke, daß unsere Toten wissen, was wir empfinden,
es ist nicht wichtig, was wir nicht mehr sagen konnten,
sie wissen wie wir fühlen und würden uns jetzt wohl allen sagen, daß wir aufhören sollen so traurig zu sein sondern mit dem Gefühl, daß sie in Liebe bei uns sind und sich nur wünschen, daß wir unser neues Leben so bewältigen, daß sie sich mitfreuen können.

Ich bin so fest überzeugt davon, daß mein Freund bei mir ist und falle trotzdem immer wieder in solche Löcher, wo ich denke, ich halte das nicht aus.


Gibt wohl kein Rezept wie man Trauer übersteht, oder doch die Zeit?
 
Ich komme nicht richtig dazu traurig zu sein.
Meine beste Freundin hier vor Ort, die wird sterben.
Das zieht sich hin, ist aber klar.
Stark sein müssen.

Meine Mum stirbt auch -seit Jahren.
Immer wieder hiess es: es ist soweit.

Eine andere gute Freundin, die starb vor 3 Jahren.

Dann nahe Angehörige meines Mannes usw. .

Dann ich beinahe vor 2 Jahren, ich war damals schon hier im Forum.

Dann ein gut befreundeter Nachbar von uns. (Dessen Frau, meine Freundin, die wird ihm folgen.)

Dann starb mein Hund.

Nun werde ich es bald tun, wenn ich keinen vernünftigen Arzt finde. Mein Körper... .

Time is going on.

Keine Zeit, um Trauer wirklich aus zu leben.

LG
 
@LaFamille: Was hindert dich daran ? Angst, dass es jemand sehen könnte ?

Ich dachte auch immer ich muss der Starke sein - vor meinen 3 und 5 Jahre alten Kindern - als meine Frau lange im Krankenhaus ware mit der Diagnose Leukämie und ich öfters Horrorbotschaften von den Ärtzen hören musste. Meine Frau ist vor einem Monat gestorben und davor habe ich schon begonnen, den Tränen freien Lauf zu lassen, wenn mir danach war - egal, wer bei mir war, ob es meine Eltern, Kinder, Freunde .... waren. Meine Kinder sind in psychologischer Betreuung (ich werde bald eine Trauergruppe aufsuchen) und die Psychologin meinte, dass unsere Stimmung durch die Kinder gespürt wird. Also wenn du traurig bist (was du auch sein darfst - "wir keine gefühlslosen Maschinen"), dann weine einfach. Es tut nämlich gut !

Ich hoffe, dir ein bisschen Mut gemacht zu haben.
 
@ Hansi: lieben Dank für´s Mut machen..


Ja,manchmal habe ich tatsächlich Angst,daß jemand meine Tränen sehen könnte,
vermutlich weil,wenn jemand nachfragen würde,alle Dämme brechen würden..

Es tut mir sehr leid,daß Du Deine Frau,und die Kinder ihre Mutter verloren haben.

Alles Liebe für Euch

LaFamille
 

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