_cloudy_
Urgestein
Liebe Shalisea, ich bin geschockt, wie man nach 8 Jahren noch so intensiv trauern kann.
Ich habe dir nicht antworten können, weil ich meine Mutter noch habe und seit einiger Zeit meine Panik immer mehr steigt wie es sein wird, wenn sie nicht mehr da ist.
Dieses unvorbereitete Gehen ist furchtbar, das habe ich bei meinem Lebensgefährten erlebt,
und ich weiß auch nicht, ob und wann ich darüber wegkomme,
bloß denke ich mir immer wieder, daß das doch nicht sein darf/kann, daß man selber zerbricht, weil man einen Menschen so sehr vermißt.
Ich weiß aber leider auch nicht, wie man mit der Zeit lernt, mit seiner Trauer umzugehen.
Mal geht es,
und einen Tag später ist dieser übermächtige Schmerz wieder da und man denkt, man hält es nicht aus.
Keine Ahnung leider, ob das jemals besser wird.
Liebe Shalisea, ich weiß nicht, ob du gläubig bist, aber ich bin fest davon überzeugt, daß unsere Lieben bei uns sind,
und deine Mama immer bei dir ist und du ihr die größte Freude bereiten würdest wenn du wieder froh wirst.
Rede mit ihr, wenn du traurig bist und versuche, ihr eine Freude zu machen dadurch, daß du wieder ein fröhlicher Mensch wirst.
Nichts würde sie mehr freuen!
Ich lebe so, mit dem sicheren Empfinden, daß meine lieben Verstorbenen bei mir sind,
das hilft mir oft sehr, und manchmal garnichts, wenn die innere Kälte und dieses Verlassenwordenseingefühl zu stark wird.
Ich bin heute auch wieder mal sehr schwermütig und denke, das wird alles nie mehr gut,
aber versuche auch, wieder soviel (Gott-)Vertrauen in das Leben zu bekommen, daß ich nicht aufgebe, zumindest zu versuchen, das Beste daraus zu machen
Klingt jetzt alles nicht sehr optimistisch, kommt von meiner momentanen Verfassung,
aber das Leben ist so gemacht, wir können kaputtgehen daran oder wir nehmen es als Aufgabe und hangeln uns zeitweise eben von einem winzigen guten Moment zum nächsten.
Und das Wichtige, woran ich mich auch immer wieder erinnern muß ist, daß ich Dankbarkeit empfinde für das, was ich habe,
nicht nur mich gräme, was ich verloren habe.
Ich lebe jetzt seit über 3 Jahren in großer Trauer, spreche jeden Tag mit dem lieben Gott,
er sagt mir, ich solle Vertrauen in das Leben haben, es annehmen wie es kommt, keine Angst haben.
Ich weiß, daß das auch stimmt, weil Trauer und Lebensangst ein Kampf gegen Windmühlen ist.
Aber es ist sogar für mich mitsamt meinem Glauben ein nicht endender Schmerz,
ich kann leider auch keinen Ratschlag geben, wie man lernt, damit zu leben,
ich bin momentan auch ganz weit unten, aber unzählige Menschen haben schon gezeigt und bewiesen, daß das Leben ungeahnte positive Überraschungen bereithält.
"und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her"
Liebe Shalisea, auch alle anderen Trauernden, mir hilft der Gedanke, daß unsere Toten wissen, was wir empfinden,
es ist nicht wichtig, was wir nicht mehr sagen konnten,
sie wissen wie wir fühlen und würden uns jetzt wohl allen sagen, daß wir aufhören sollen so traurig zu sein sondern mit dem Gefühl, daß sie in Liebe bei uns sind und sich nur wünschen, daß wir unser neues Leben so bewältigen, daß sie sich mitfreuen können.
Ich bin so fest überzeugt davon, daß mein Freund bei mir ist und falle trotzdem immer wieder in solche Löcher, wo ich denke, ich halte das nicht aus.
Gibt wohl kein Rezept wie man Trauer übersteht, oder doch die Zeit?
Ich habe dir nicht antworten können, weil ich meine Mutter noch habe und seit einiger Zeit meine Panik immer mehr steigt wie es sein wird, wenn sie nicht mehr da ist.
Dieses unvorbereitete Gehen ist furchtbar, das habe ich bei meinem Lebensgefährten erlebt,
und ich weiß auch nicht, ob und wann ich darüber wegkomme,
bloß denke ich mir immer wieder, daß das doch nicht sein darf/kann, daß man selber zerbricht, weil man einen Menschen so sehr vermißt.
Ich weiß aber leider auch nicht, wie man mit der Zeit lernt, mit seiner Trauer umzugehen.
Mal geht es,
und einen Tag später ist dieser übermächtige Schmerz wieder da und man denkt, man hält es nicht aus.
Keine Ahnung leider, ob das jemals besser wird.
Liebe Shalisea, ich weiß nicht, ob du gläubig bist, aber ich bin fest davon überzeugt, daß unsere Lieben bei uns sind,
und deine Mama immer bei dir ist und du ihr die größte Freude bereiten würdest wenn du wieder froh wirst.
Rede mit ihr, wenn du traurig bist und versuche, ihr eine Freude zu machen dadurch, daß du wieder ein fröhlicher Mensch wirst.
Nichts würde sie mehr freuen!
Ich lebe so, mit dem sicheren Empfinden, daß meine lieben Verstorbenen bei mir sind,
das hilft mir oft sehr, und manchmal garnichts, wenn die innere Kälte und dieses Verlassenwordenseingefühl zu stark wird.
Ich bin heute auch wieder mal sehr schwermütig und denke, das wird alles nie mehr gut,
aber versuche auch, wieder soviel (Gott-)Vertrauen in das Leben zu bekommen, daß ich nicht aufgebe, zumindest zu versuchen, das Beste daraus zu machen
Klingt jetzt alles nicht sehr optimistisch, kommt von meiner momentanen Verfassung,
aber das Leben ist so gemacht, wir können kaputtgehen daran oder wir nehmen es als Aufgabe und hangeln uns zeitweise eben von einem winzigen guten Moment zum nächsten.
Und das Wichtige, woran ich mich auch immer wieder erinnern muß ist, daß ich Dankbarkeit empfinde für das, was ich habe,
nicht nur mich gräme, was ich verloren habe.
Ich lebe jetzt seit über 3 Jahren in großer Trauer, spreche jeden Tag mit dem lieben Gott,
er sagt mir, ich solle Vertrauen in das Leben haben, es annehmen wie es kommt, keine Angst haben.
Ich weiß, daß das auch stimmt, weil Trauer und Lebensangst ein Kampf gegen Windmühlen ist.
Aber es ist sogar für mich mitsamt meinem Glauben ein nicht endender Schmerz,
ich kann leider auch keinen Ratschlag geben, wie man lernt, damit zu leben,
ich bin momentan auch ganz weit unten, aber unzählige Menschen haben schon gezeigt und bewiesen, daß das Leben ungeahnte positive Überraschungen bereithält.
"und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her"
Liebe Shalisea, auch alle anderen Trauernden, mir hilft der Gedanke, daß unsere Toten wissen, was wir empfinden,
es ist nicht wichtig, was wir nicht mehr sagen konnten,
sie wissen wie wir fühlen und würden uns jetzt wohl allen sagen, daß wir aufhören sollen so traurig zu sein sondern mit dem Gefühl, daß sie in Liebe bei uns sind und sich nur wünschen, daß wir unser neues Leben so bewältigen, daß sie sich mitfreuen können.
Ich bin so fest überzeugt davon, daß mein Freund bei mir ist und falle trotzdem immer wieder in solche Löcher, wo ich denke, ich halte das nicht aus.
Gibt wohl kein Rezept wie man Trauer übersteht, oder doch die Zeit?