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Sinn des Lebens

Ob das leben einen Sinn hat kann niemand sagen das einzige was ich zu alle sagen kann Glaubt an euren weg den ihr im Leben gehen wollt und haltet an ihm fest lasst euch von nix und niemanden einschüchtern und geht ihn bis zum ende auch wenn er schwer sein sollte und wenn ihr am ende dieses Weges angekommen seit dann habt ihr euren sinn gehabt und könnt (vieleicht) glücklich sterben.🙂Oder auch nicht.
 
Hallo Traumatisierter,
viele wahre und weise Worte! Wie erfreulich :daumen:

Der Erfolg steht über allem und ist der Maßstab dafür, welchen Wert man besitzt. Hier ist schon das Grundübel zu sehen, meiner Meinung nach. Es wird stets gewertet, man muss sich wohl stets bewertet fühlen. Also tut ein jeder innerhalb seiner jeweils gewählten Strategie alles, um den möglichst besten Eindruck zu erlangen. Um letztendlich Liebe und Anerkennung darüber zu finden.

Natürlich wird man gewertet und bewertet selbst auch. Wie weit das geht ist allerdings eine andere Sache. Das man von anderen ständig bewertet wird, ist ja grundsätzlich schon vorprogrammiert. Das macht unser Gehirn von alleine. Weiß man das, kann man damit auch anders umgehen. Spielt man nun eine Rolle, verbaut man dem Gegenüber selbst die Chance, dass dieser uns erkennen kann. Wie wir dann interpretieren, was unser Gehirn bewertet hat, ist aber wieder unsere Sache. Das Gehirn geht einfach von bekannten Mustern aus. Also haben wir diese über einen längeren Zeitraum angelegt. Nicht wissentlich und vermischt mit einer Unzahl an Faktoren, wie z. B. unserem Umfeld in welchem wir aufgewachsen sind. Weiters tragen unsere Erfahrungen (und wie wir diese bisher interpretiert/gesehen haben), unsere Prägungen und unsere Kultur zu unserem Wertesystem bei. Das sind gewachsene Reaktionen. Man kann von diesen wegkommen und neue anlegen. Es erfordert Disziplin bei der Gedankenhygiene. Eine durchwegs lohnende Aufgabe – und ein möglicher Sinn des (eigenen) Lebens.

Durchsetzungsvermögen, Stärke und Macht ...
Hm, bei solchen Begriffen wird es sicherlich sehr schwierig. Es wäre schön, diese Begriffe wertneutral sehen zu können. Aber ist das wirklich möglich? Das hängt doch auch sehr stark von den Prämissen ab, die in einer Gesellschaft gelten. Mit welchen Inhalten die Begriffe jeweils gefüllt werden. Wenn diese Begriffe mit einer Verantwortung verbunden werden, dann sind sie sicherlich nicht automatisch zu verurteilen. Dann kann auch ein Sinn dahinter stehen, von dem alle profitieren können. Ich denke, die gesellschaftlichen Prämissen stehen dem aber leider völlig entgegen. In einer Konkurrenzgesellschaft müssen die gefühlten Inhalte dieser Begriffe wohl ein verantwortungsvolles Handeln im Sinne aller Mitglieder einer Gesellschaft wohl eher ausschließen. Dass es auch anders geht, das beweisen ja durchaus verantwortungsvolle Führer, die diesen Begriffen durchaus entsprachen, die ihre Stärke aber gemeinnützig begriffen haben. Solche Führer hat es ja durchaus auch schon gegeben, Friedrich II. von Preußen, der alte Fritz zum Beispiel. Ich glaube aber, dass unsere Zeit und unsere heutige Kultur solche Führer, bei denen diese Begriffe nicht nur negativ besetzt wären, leider gar nicht mehr kennt.

Eine wertneutrale Sichtweise, zumindest über weite Strecken, ist machbar, siehe oben. Die Begriffe selbst halte ich für neutral. Ich weiß, dass das eine unübliche Sicht ist. Aber man kann jedem Begriff positive wie auch negative Eigenschaften zusprechen. Es ist immer eine Frage der Perspektive. Wie sehe ich die Dinge. Ob diese Sicht dann als eher allgemeingültig durchgeht, oder eine Einzelsichtweise ist, lässt sich kaum feststellen. Wie wirklich ist die Wirklichkeit? (Paul Watzlawick) Eine geniale Frage die wahnwitzig viel Weisheit enthält. Denkt man offen darüber nach, muss man fast zwangsläufig zu einer neutraleren Sicht der Dinge kommen. Das dies wohl keinem Menschen je zu 100% gelingen wird, finde ich dabei nicht so dramatisch. Wahrscheinlich wären 50% schon sehr viel. Die Gesellschaft und ihre Eliten formen sich auch gegenseitig. Humane Führer haben und hatten meist auch ihre Schattenseiten, welche wir heute gerne verdrängen. Manipulation steht an der Tagesordnung. Aber auch jeder Einzelne manipuliert ständig. Nach langem hin und her betrachte ich die „kleine Alltagsmanipulation“ heute als normal. Diese ist aber nicht mit der „großen Manipulation“ durch Medien, die Wirtschaft allgemein und die Politik gleich zu setzen. Jeder Ratschlag ist im Grunde ein Manipulationsversuch. Eine neutrale Sache, bis wir ihr einen Wert geben. Seine eigene Leistung oder sich selbst in das beste Licht zu rücken ist eben auch eine Art der Manipulation. Solange hier keine falschen Tatsachen vermittelt werden, ist das ja OK. Dieses Verhalten ist so alt wie die Menschheit und gibt es ja auch im Tierreich. Die Art und Weise, wie wir das machen, ist aber entscheidend dafür, wie es wahrgenommen wird. Und das können wir selbst zu einem Gutteil steuern. Wenn man sich darauf einlässt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen (= Sinn des (eigenen) Lebens).

Absolut da core! 🙂

Danke 🙂

Authentisch sein ohne sich zu verbiegen und sich auch selbst akzeptieren zu können, so wie man ist, mit allen Stärken und Schwächen, das strahlt mit Sicherheit auch sehr stark nach außen hin aus. Aber es wird einen ja nicht gerade leicht gemacht, dorthin zu kommen. Meines Erachtens gelingt das auch heute noch leider nur recht wenigen Menschen. Und die findet man vor allem höchst selten an den Schaltstellen der Gesellschaft, hier dominiert immer noch eher die Egomanie, hier findet man oft noch den narzisstischen Typus, was ja auch eine sehr lange Tradition hat. Ich hoffe vor allem auf das Fortschreiten der Aufklärung und auf den enormen Bildungszuwachs, der ja immerhin gerade in der jüngsten Zeit ganz enorm zugenommen hat.


Das mag wohl schon so stimmen. Eigentlich wird man von frühen Kindesbeinen an darauf getrimmt, sich anzupassen. Ein Weg der für die Masse ein gangbarer ist. Kinder der „Eliten“ werden eher auf Durchsetzungsvermögen getrimmt. Übrigens gibt es eine Studie darüber, dass Kinder aus sozial eher unterprivilegierten Schichten mehr Empathie haben als Kinder aus reichen Schichten. Erklärt wird dies damit, dass die Kinder aus den ärmeren Verhältnissen eher darauf angewiesen sind, sich mit anderen abzustimmen. So lernen sie, die Reaktionen der Anderen einzuschätzen. Wie erzieht man ein Kind nun „richtig“? Gibt es überhaupt einen goldenen Weg? Darauf habe ich noch keine befriedigende Antwort gefunden, die über einen knappen Satz hinausgeht. Es treten einfach sehr viele Widersprüche auf. Diese zu lösen ist die Herkulesaufgabe der Erziehung. Vor allem, da Erziehung ja auch geschieht. Ständig und überall und auch dort wo die Eltern keinen Einfluss mehr haben.
Die Schaltstellen der Macht, egal ob Wirtschaft, Kirche oder Politik, sind eigentlich veraltet. Diese Zirkel und Seilschaften werden von älteren Dominiert, die jene fördern, die ihrem Weltbild entsprechen. Kritik wird dort selten geduldet. Diese Machtsysteme höhlen sich aber, meiner Meinung nach, selbst immer mehr aus. Zu beobachten ist dies ja fast um den ganzen Erdball herum. Mit allen Mitteln verteidigen die (narzisstischen) Egomanen ihre Reviere. Auch Europa hat relativ schwache Führer. Verzettelt im Kampf untereinander, beraten von Spindoktoren, welche nur auf die Quote achten, mediengeil und irrwitzig abgehoben. Doch auch in Europa stehen die Bürger/innen diesen sogenannten „Eliten“ immer skeptischer gegenüber. Und ja, absolut richtig, dass Bildung hier sehr viel dazu beiträgt. Man könnte fast der Versuchung erliegen, die PISA Miseren seien im Sinne der Mächtigen, denen das gemeine Volk durch Wissen zu mächtig wird. 😎


Vor allem das Internet, die größte Bibliothek der Welt, macht heute vieles erst möglich, was ja zu früheren Zeiten noch völlig unmöglich gewesen ist. Eben auch mehr zu hinterfragen und sich selbst in Eigenregie zu informieren. Das ist ein Potential, das nicht zu unterschätzen ist, glaube ich. 😉

Das Internet ist gut, ja dieser Meinung bin ich auch. Es entbindet jedoch nicht davon, das eigene Gehirn auch zu gebrauchen. Es findet sich ja leider auch viel Unsinn. Wer aber seinen Verstand verwendet, der kann tatsächlich sehr viele Erkenntnisse gewinnen und auch Hilfe bei der Umsetzung finden. Und ich gehe da völlig konform, dass dies ein gewaltiges positives Potenzial ist.

Es hat mich sehr, sehr gefreut 🙂

 
Ob das leben einen Sinn hat kann niemand sagen …
Niemand, außer man selbst, oder? 🙂



Diesen Sinn kann man nur selbst erfinden. Entweder findet man ihn für sich selbst in etwas, oder nicht.
Warum nur selbst „er“finden? Warum „in etwas“? Wie wäre es mit: „in sich selbst finden“? 🙂



Ich denke jeder sollte so seinen eigenen finden, aber auch nicht direkt danach suchen. 😉
Finden ja, aber warum nicht danach suchen? Im Sinne von, verkrampft nach einer Lösung irgendwo suchen, gebe ich dir vorbehaltlos recht.
Im Sinne von, in sich selbst seine Stärken suchen, aber nicht. 🙂


Eine universelle und allgemeingültige Antwort wird es nicht geben können. Eben weil wir Individuen sind. Und das ist gut so. :daumen:
 
Hallo Dereinst,

Spielt man nun eine Rolle, verbaut man dem Gegenüber selbst die Chance, dass dieser uns erkennen kann. Wie wir dann interpretieren, was unser Gehirn bewertet hat, ist aber wieder unsere Sache. Das Gehirn geht einfach von bekannten Mustern aus. Also haben wir diese über einen längeren Zeitraum angelegt. Nicht wissentlich und vermischt mit einer Unzahl an Faktoren, wie z. B. unserem Umfeld in welchem wir aufgewachsen sind. Weiters tragen unsere Erfahrungen (und wie wir diese bisher interpretiert/gesehen haben), unsere Prägungen und unsere Kultur zu unserem Wertesystem bei. Das sind gewachsene Reaktionen. Man kann von diesen wegkommen und neue anlegen. Es erfordert Disziplin bei der Gedankenhygiene. Eine durchwegs lohnende Aufgabe – und ein möglicher Sinn des (eigenen) Lebens.

was soll ich sagen, ich bin beeindruckt. 🙂 Besser und verständlicher kann man es glaube ich kaum auf den Punkt bringen. Das ist im Grunde auch die Essenz davon, was ich gelernt habe, was für mich wichtig war zu lernen. Wenn man weiß und akzeptiert, dass die eigene Welt längst noch nicht alles ist, was man kennt und was es gibt, dann ist es auch nicht mehr schwer, neue Erfahrungen zu machen. Und damit auch alte destruktive Prägungen zu überwinden und durch neue konstruktive Perspektiven zu ersetzen. Hört sich einfach an, ist es aber keineswegs. Der Mensch neigt zur Egozentrik, die Erziehungsmodelle unterstützen dies wohl auch. Das zu überwinden ist nicht leicht. Aber ich glaube auch, das ist vermutlich sogar die wichtigste Aufgabe im Leben. Um zu sich selbst - und damit auch zu anderen - finden zu können.

Eine wertneutrale Sichtweise, zumindest über weite Strecken, ist machbar, siehe oben. Die Begriffe selbst halte ich für neutral. Ich weiß, dass das eine unübliche Sicht ist. Aber man kann jedem Begriff positive wie auch negative Eigenschaften zusprechen. Es ist immer eine Frage der Perspektive. Wie sehe ich die Dinge. Ob diese Sicht dann als eher allgemeingültig durchgeht, oder eine Einzelsichtweise ist, lässt sich kaum feststellen. Wie wirklich ist die Wirklichkeit? (Paul Watzlawick) Eine geniale Frage die wahnwitzig viel Weisheit enthält. Denkt man offen darüber nach, muss man fast zwangsläufig zu einer neutraleren Sicht der Dinge kommen.

Wie ich sehe, hast du dich ja auch mit dem sytemischen Denken auseinandergesetzt. 🙂 Das ist sehr hilfreich, die Dinge wertneutraler zu sehen, das sehe ich auch so. Die Frage, was ist normal und wovon ist der Inhalt dieses Begriffs abhängig, das kann einen ganz schön die Augen öffnen. Wir bekommen viele Angebote, diese Begriffe mit Werten zu füllen, aber nur die wenigsten dieser Wertmaßstäbe entstammen hingegen aus uns selbst. Man wird in bestimmte Strukturen hineingeboren, das prägt sehr stark, keine Frage. Ich denke, das Denken in Systemen ist wohl noch relativ jung. Watzlawick oder Luhmann waren wohl auch Pioniere dieser erweiterten Sichtweise. Und ja, die Beschäftigung damit lohnt sich sehr, das war auch meine Erfahrung!

Das dies wohl keinem Menschen je zu 100% gelingen wird, finde ich dabei nicht so dramatisch. Wahrscheinlich wären 50% schon sehr viel. Die Gesellschaft und ihre Eliten formen sich auch gegenseitig. Humane Führer haben und hatten meist auch ihre Schattenseiten, welche wir heute gerne verdrängen. Manipulation steht an der Tagesordnung. Aber auch jeder Einzelne manipuliert ständig. Nach langem hin und her betrachte ich die „kleine Alltagsmanipulation“ heute als normal. Diese ist aber nicht mit der „großen Manipulation“ durch Medien, die Wirtschaft allgemein und die Politik gleich zu setzen.

Das ist ein enorm wichtiges und sehr ergiebiges Thema, mit dem ich mich auch sehr lange beschäftigt habe. Manipulation spielt heute, vermutlich historisch gesehen auch dank der vielfältigen medialen Möglichkeiten, eine große Rolle. Die Erkenntnisse aus der Psychologie haben auch dazu geführt, diese Möglichkeiten zu verfeinern und noch besser zu verbergen. Das zu erkennen und zu akzeptieren, dass JEDER Mensch natürliche Mechanismen besitzt, die ihn für geschickte Manipulation empfänglich macht, das ist auch sehr viel wert, um die vielfältigen Manipulationen besser zu erkennen und sie besser differenzieren zu können. Hier kommt man in eine ungeahnte Tiefe hinein, weil die sogenannte "Freiheit", ein Begriff, der heute ja geradezu inflationär gebraucht wird, meiner Meinung nach sehr direkt von dem Wissen und Nichtwissen um die Manipulationsmöglichkeiten abhängt. In einer stark durch Manipulationen vielfältiger Art geprägten Welt wie der unseren herrschen wohl in erster Linie immer zwangsläufig diejenigen, die das beste Wissen um diese Möglichkeiten besitzen. Gerade hier, bei diesem wichtigen Thema, lohnt es sich sehr, das Hinterfragen zu erlernen und den Begriff "normal" zu überdenken. Unfreiheit hat wohl auch immer auch mit mangelhaften Wissen zu tun in einer Wissensgesellschaft und Herrschaft baut darauf auf, dass diese Unterschiede auch unbedingt bleiben müssen.

Seine eigene Leistung oder sich selbst in das beste Licht zu rücken ist eben auch eine Art der Manipulation. Solange hier keine falschen Tatsachen vermittelt werden, ist das ja OK. Dieses Verhalten ist so alt wie die Menschheit und gibt es ja auch im Tierreich. Die Art und Weise, wie wir das machen, ist aber entscheidend dafür, wie es wahrgenommen wird. Und das können wir selbst zu einem Gutteil steuern. Wenn man sich darauf einlässt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen (= Sinn des (eigenen) Lebens).

Ja, so sehe ich das auch. Möglichst authentisch sein, sich selbst nicht erhöhen müssen, den Vergleich mit anderen nicht zum Maßstab des eigenen Erfolges zu sehen, damit ist schon viel gewonnen.

Übrigens gibt es eine Studie darüber, dass Kinder aus sozial eher unterprivilegierten Schichten mehr Empathie haben als Kinder aus reichen Schichten. Erklärt wird dies damit, dass die Kinder aus den ärmeren Verhältnissen eher darauf angewiesen sind, sich mit anderen abzustimmen.

Das kann ich mir schon vorstellen, dass es so ist. Umso höher man auf der Leiter steigt, umso höher wird auch der Konkurrenzdruck. Weiter unten braucht man natürlich eher Hilfe und Solidarität. Ist ja bekannt, in der Not rückt man auch eher zusammen.


Wie erzieht man ein Kind nun „richtig“? Gibt es überhaupt einen goldenen Weg? Darauf habe ich noch keine befriedigende Antwort gefunden, die über einen knappen Satz hinausgeht. Es treten einfach sehr viele Widersprüche auf. Diese zu lösen ist die Herkulesaufgabe der Erziehung. Vor allem, da Erziehung ja auch geschieht. Ständig und überall und auch dort wo die Eltern keinen Einfluss mehr haben.

Oh ja, das ist in der Tat eine Kardinalsfrage. Auf die es glaube ich keine endgültige Antwort geben kann, man kann es allenfalls optimieren. Eine "erfolgreiche" Erziehung hängt ja auch immer von der Umgebung ab, die der zu Erziehende antrifft, in die er sich integrieren muss. Dennoch ist es eine wichtige Frage, weil wohl eine Veränderung des Ganzen immer auch bei der Erziehung, also am Anfang allen Seins, bereits beginnt. Die frühen Prägungen sind ja diejenigen, die uns am meisten ausmachen. Wichtig wäre mir vor allem eine Erziehung hin zu guten sozialen Kompetenzen und hin zu einem gut ausgeprägten Selbstbewußtsein, zu einer guten Ausprägung der eigenen Persönlichkeit. Das würde vermutlich auch die so oft anzutreffende Tendenz zu Persönlichkeitsdefiziten bis hin zu Persönlichkeitsstörungen vermindern. Und es würde die Welt vielleicht auch menschlicher machen, weil jeder sich wohl auch eher trauen würde, sich selbst treu zu bleiben.

Die Schaltstellen der Macht, egal ob Wirtschaft, Kirche oder Politik, sind eigentlich veraltet. Diese Zirkel und Seilschaften werden von älteren Dominiert, die jene fördern, die ihrem Weltbild entsprechen. Kritik wird dort selten geduldet. Diese Machtsysteme höhlen sich aber, meiner Meinung nach, selbst immer mehr aus. Zu beobachten ist dies ja fast um den ganzen Erdball herum. Mit allen Mitteln verteidigen die (narzisstischen) Egomanen ihre Reviere. Auch Europa hat relativ schwache Führer. Verzettelt im Kampf untereinander, beraten von Spindoktoren, welche nur auf die Quote achten, mediengeil und irrwitzig abgehoben. Doch auch in Europa stehen die Bürger/innen diesen sogenannten „Eliten“ immer skeptischer gegenüber. Und ja, absolut richtig, dass Bildung hier sehr viel dazu beiträgt. Man könnte fast der Versuchung erliegen, die PISA Miseren seien im Sinne der Mächtigen, denen das gemeine Volk durch Wissen zu mächtig wird. 😎


Richtig, das ist im Grunde ein überkommendes System, das nicht mehr zeitgemäß ist. Vermutlich leben wir auch deshalb in einer Welt voller Widersprüche und ungelöster Fragen. Das streng hierarchische System hat sich überlebt, die Widersprüche sind nicht mehr zu übersehen. Und die scheinbar als so natürlich vorgegebene Unterordnung ist nicht mehr so selbstverständlich, wie sie einmal war, man ist skeptischer geworden. Aber wie es auch für die frühen Prägungen beim Individuum gilt, so gilt das wohl auch beim System selbst, die alten gewohnten Traditionen sind ziemlich schwer zu überwinden. Das ist ein langfristiger Prozess, der aber zweifelsohne seit langer Zeit schon in Gang ist.

Das Internet ist gut, ja dieser Meinung bin ich auch. Es entbindet jedoch nicht davon, das eigene Gehirn auch zu gebrauchen. Es findet sich ja leider auch viel Unsinn. Wer aber seinen Verstand verwendet, der kann tatsächlich sehr viele Erkenntnisse gewinnen und auch Hilfe bei der Umsetzung finden. Und ich gehe da völlig konform, dass dies ein gewaltiges positives Potenzial ist.

Ja natürlich, diese Ergänzung ist auch wichtig. Heute ist wohl nicht mehr die Erlangung von wichtigen Informationen das Problem, sondern eher die intelligente Filterung der wahrhaft inflationären Informationsflut, der wir alle ausgesetzt sind. Das ist eine Aufgabe, die alles andere als leicht ist. Aber es wohl immer noch besser so, als im Dunklen zu bleiben und erst gar kein Licht erkennen zu können, um es mal bildlich frei nach Platons Höhlengleichnis auszudrücken. 🙂

Danke ebenfalls, hat mich auch sehr gefreut! :daumen:

Liebe Grüße
Traumatisierter
 
Ich habe mir über diese Frage auch schon ziemlich oft den Kopf zerbrochen und muss sagen das die Antwort darauf so vielfältig ist, wie es Charaktäre von Menschen gibt. Es wurde schon gesagt, dass jeder seinen eigenen Sinn finden muss und das ist auch meine Meinung. Es gibt Menschen die sind Karrieregeil andere wollen möglichst viel Spaß erleben, andere wollen eine Familie gründen, Kinder bekommen ein Haus bauen, andere suchen ihr Leben lang nach dem ultimativen Adrenalinkick, Herausforderung. Die Wege sind vielschichtig, ich würde aber sagen, sie führen alle auf einen gemeinsames Ziel: Du musst mit dem was du machst mit dir in Reinem sein und es muss dich glücklich machen. So ähnlich wie dem Sprichwort "Der Weg ist das Ziel". Hör auf deine innere Stimme und mach das, was du wirklich willst und lass dich nicht von gesellschaftenlichen Normen lenken. Es kann sein, dass sich deine Interessen im Laufe des Lebens ändern,das ist auch gar nicht schlimm - sei spontan.
Eine gültige individuelle Antwort wirst du, wie schon erwähnt, erst nach langer Zeit erhalten möglicherweise erst im Sterbebett. Wenn du dann sagen kannst ich würd es nocheinmal genauso machen, dann weißt du ob du deinen Lebenssinn gefunden hast.
 
Hallo Traumatisierter,


[FONT=&quot] Das ist im Grunde auch die Essenz davon, was ich gelernt habe, was für mich wichtig war zu lernen. Wenn man weiß und akzeptiert, dass die eigene Welt längst noch nicht alles ist, was man kennt und was es gibt, dann ist es auch nicht mehr schwer, neue Erfahrungen zu machen. Und damit auch alte destruktive Prägungen zu überwinden und durch neue konstruktive Perspektiven zu ersetzen. Hört sich einfach an, ist es aber keineswegs. Der Mensch neigt zur Egozentrik, die Erziehungsmodelle unterstützen dies wohl auch. Das zu überwinden ist nicht leicht. Aber ich glaube auch, das ist vermutlich sogar die wichtigste Aufgabe im Leben. Um zu sich selbst - und damit auch zu anderen - finden zu können.
[/FONT]


Ja das mit der eigenen Perspektive und der Wirklichkeit ist ein heißes Eisen. Es freut mich zu lesen, dass du gerade diese Punkte für dich erkannt hast und daran gearbeitet hast. Oh ja, es ist nicht einfach. Das ist das Leben sonst meist auch nicht und gerade deshalb lohnt es sich sehr. Wenn man dann noch die Ernüchterung verkraften kann, dass, kaum hat man neue Erkenntnisse erlangt, gleich wieder neue Fragen auftauchen. Dies meine ich jedoch völlig positiv. Denn es macht das Ganze ja so irre spannend.


[FONT=&quot] Wie ich sehe, hast du dich ja auch mit dem systemischen Denken auseinandergesetzt.
[FONT=&quot]
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[/FONT][FONT=&quot]Das ist sehr hilfreich, die Dinge wertneutraler zu sehen, das sehe ich auch so.[/FONT]
[/FONT]


Ja genau! Und einigen anderen Dingen, die aber alle in die gleiche Richtung zeigen, nur eben verschiedene Ansätze oder Wege zeigen. Unendlich interessant.



[FONT=&quot] Die Frage, was ist normal und wovon ist der Inhalt dieses Begriffs abhängig, das kann einen ganz schön die Augen öffnen. Wir bekommen viele Angebote, diese Begriffe mit Werten zu füllen, aber nur die wenigsten dieser Wertmaßstäbe entstammen hingegen aus uns selbst. Man wird in bestimmte Strukturen hineingeboren, das prägt sehr stark, keine Frage.
[/FONT]


Es ist die Gewohnheit, die uns die Augen verschließt. So bequem sie auch ist, die Gewohnheit, so nützlich sie bei vielen Dingen sein kann, so störend kann sie sein wenn es um Menschen, deren Verhalten oder einfach uns Unbekanntem geht.



[FONT=&quot] Die Erkenntnisse aus der Psychologie haben auch dazu geführt, diese Möglichkeiten zu verfeinern und noch besser zu verbergen. Das zu erkennen und zu akzeptieren, dass JEDER Mensch natürliche Mechanismen besitzt, die ihn für geschickte Manipulation empfänglich macht, das ist auch sehr viel wert, um die vielfältigen Manipulationen besser zu erkennen und sie besser differenzieren zu können. Hier kommt man in eine ungeahnte Tiefe hinein, weil die sogenannte "Freiheit", ein Begriff, der heute ja geradezu inflationär gebraucht wird, meiner Meinung nach sehr direkt von dem Wissen und Nichtwissen um die Manipulationsmöglichkeiten abhängt. …
[/FONT]


Das stimmt so natürlich. Kennt man diese Techniken, oder zumindest einen Teil davon, ist man etwas besser gewappnet. Aber, jeder Mensch manipuliert selbst auch. Manche sind Naturtalente darin, andere tun es unbewusst, andere haben einfach Verhaltensweisen gelernt, die manipulativ sind. Hinterfragen, wie du schriebst, ist der richtige Ansatz. Man darf hier eben nicht einen kritischen Geist mit einem negativem, pessimistischem Denken verwechseln. Hinterfragen ist meiner Meinung ja auch eine Art des Perspektivenwechsels. Man macht sich einfach ein größeres, umfassenderes Bild von einer Sache. Schafft man das auch noch wertneutral, kommt man letztendlich ja trotzdem zu einer Wertung. Zu einer Besseren. Mangelhaftes Wissen ist oft auch durch mangelhaftes Interesse verursacht. Oder einer falschen Prägung, wie sie früher oft gängig war (… in unseren Kreisen macht man sich über XY Dinge keine Gedanken …). Obrigkeitsdenken usw.


[FONT=&quot] Ja, so sehe ich das auch. Möglichst authentisch sein, sich selbst nicht erhöhen müssen, den Vergleich mit anderen nicht zum Maßstab des eigenen Erfolges zu sehen, damit ist schon viel gewonnen.
[/FONT]


Da gibt es nichts zu ergänzen.


[FONT=&quot] Die frühen Prägungen sind ja diejenigen, die uns am meisten ausmachen. Wichtig wäre mir vor allem eine Erziehung hin zu guten sozialen Kompetenzen und hin zu einem gut ausgeprägten Selbstbewusstsein, zu einer guten Ausprägung der eigenen Persönlichkeit.
[/FONT]


Genau! Ganz wichtig ist ja auch, dass sehr viel mehr prägend wirkt, als man annimmt. Nicht nur direkte Prägung durch direkte erzieherische Maßnahmen, wie gemeinsam spielen oder schimpfen, sondern gerade auch die Dinge, die man nicht tut oder sagt. Kinder sind wie Schwämme und saugen alles auf. Selbst dann, wenn sie konzentriert spielen und Erwachsene sich in Hörweite unterhalten. Besuche im Einkaufszentrum, ein Spaziergang, Besuch von Bekannten etc. Trotzdem gibt es schon auch so etwas wie eine Vorprägung und Veranlagungen. Nicht alles ist beeinflussbar. Auch das muss man akzeptieren und eben das Beste daraus machen. Einfacher wird es dadurch leider nicht.


… [FONT=&quot]Aber wie es auch für die frühen Prägungen beim Individuum gilt, so gilt das wohl auch beim System selbst, die alten gewohnten Traditionen sind ziemlich schwer zu überwinden. Das ist ein langfristiger Prozess, der aber zweifelsohne seit langer Zeit schon in Gang ist. …
[/FONT]


Es ist eine größere Veränderung nötig. Große Veränderungen brauchen Reifezeit. Beim Individuum ebenso wie bei Systemen. Es ist ja nie alles schlecht (oder gut). Es ist eine gewisse Selektion nötig. Strukturen müssen überwunden werden. Aber auch ich bin da sehr optimistisch, dass hier etwas im Laufen ist.


Heute ist wohl nicht mehr die Erlangung von wichtigen Informationen das Problem, sondern eher die intelligente Filterung der wahrhaft inflationären Informationsflut, der wir alle ausgesetzt sind. Das ist eine Aufgabe, die alles andere als leicht ist. Aber es wohl immer noch besser so, als im Dunklen zu bleiben und erst gar kein Licht erkennen zu können, um es mal bildlich frei nach Platons Höhlengleichnis auszudrücken. 🙂


Exakt! Die Filterung ist es. Und ja, besser filtern zu müssen, als keine Informationen zu bekommen.


Ein wirklich anregender Dialog! Genial :daumen:
 
Hallo Schnatta,


Ich habe mir über diese Frage auch schon ziemlich oft den Kopf zerbrochen und muss sagen, dass die Antwort darauf so vielfältig ist, wie es Charaktere von Menschen gibt. Es wurde schon gesagt, dass jeder seinen eigenen Sinn finden muss und das ist auch meine Meinung.


So ist es. Es kann keinen universellen Sinn geben. Das wäre auch schade, wenn es so wäre. Und langweilig.
Was man sich fragen sollte ist, ist das mein Weg? Ist es das, was ich wirklich will? Sind es nur vorgespielte und vorgeschobene Wünsche, denen ich nacheifere? Oder sind das die brennenden Wünsche, die aus meinem Inneren kommen? Materielle Dinge sind eigentlich fast zu 100% keine echten Wünsche und machen uns deshalb meist auch nicht lange glücklich. Ausnahmen bestätigen die Regel. Und natürlich können materielle Dinge für sehr arme Menschen ein brennender Wunsch sein. Die gute Nachricht ist, dass sich materielle Dinge meist dann einstellen, wenn man seinem wirklichen Interessen und Begabungen folgt. Das muss nicht unbedingt großen Reichtum bedeuten. Aber doch ein glückliches Leben.


Die Wege sind vielschichtig, ich würde aber sagen, sie führen alle auf ein gemeinsames Ziel: Du musst mit dem, was du machst, mit dir in Reinem sein und es muss dich glücklich machen. So ähnlich wie dem Sprichwort "Der Weg ist das Ziel". Hör auf deine innere Stimme und mach das, was du wirklich willst und lass dich nicht von gesellschaftlichen Normen lenken. Es kann sein, dass sich deine Interessen im Laufe des Lebens ändern,das ist auch gar nicht schlimm - sei spontan.


Super und sehr richtig! Zu dem Thema habe ich erst kürzlich etwas auf meinem Blog geschrieben Der Weg ist das Ziel. Wirklich? » Dereinst.


Eine gültige individuelle Antwort wirst du, wie schon erwähnt, erst nach langer Zeit erhalten möglicherweise erst im Sterbebett. Wenn du dann sagen kannst ich würd es nocheinmal genauso machen, dann weißt du ob du deinen Lebenssinn gefunden hast.


Die Antwort kann auch schon früh kommen. Es gibt so Leute, die das einfach spüren und ihrem Gefühl schon in jungen Jahren trauen. Es kann aber auch lange dauern und mehrere Anläufe benötigen.
Nix ist fix.
Also, sich ruhig mal selbst hinterfragen. Aber nicht jammern. Und vor allem, handeln.
 
Hallo Dereinst,

danke schön auch nochmals für die sehr anregende Disskussion. 🙂

Oh ja, es ist nicht einfach. Das ist das Leben sonst meist auch nicht und gerade deshalb lohnt es sich sehr. Wenn man dann noch die Ernüchterung verkraften kann, dass, kaum hat man neue Erkenntnisse erlangt, gleich wieder neue Fragen auftauchen. Dies meine ich jedoch völlig positiv. Denn es macht das Ganze ja so irre spannend.

Stimmt, das ist auch ein wichtiger Punkt. Wenn wir wichtige und drängende Fragen haben, dann geht damit oftmals viel Ungeduld einher, man setzt sich unter Druck und möchte bei einem Ergebnis ankommen. Man wartet dann vielleicht sogar auf ein fest umrissenes Ziel, vielleicht auf eine Erleuchtung. Watzlawieck hat es ja in "Eine Anleitung zum Unglücklichsein" sehr treffend beschrieben. Erst wenn ich bemerke, dass es gar nicht ums Ankommen geht und dass es immer neue Fragen geben wird, dass man ohnehin nie "fertig" wird, dass neue Erkenntnisse ja auch sehr spannend sein können, dann habe ich ja auch erst eine ganz andere Einstellung zu den Erkenntnissen erlangt. Dann wird das Rationale auch nicht mehr so überbetont nach meiner Erfahrung, weil wir ja doch mehr oder weniger alle dazu neigen, rein rationale Lösungen zu finden, selbst für ganzheitliche Ansätze, die auch die Emotionen mit einschließen.

Es ist die Gewohnheit, die uns die Augen verschließt. So bequem sie auch ist, die Gewohnheit, so nützlich sie bei vielen Dingen sein kann, so störend kann sie sein wenn es um Menschen, deren Verhalten oder einfach uns Unbekanntem geht.


Ja, seitdem ich erkannt habe, wie entscheidend die Gewohnheiten bei uns Menschen doch sind, seitdem hinterfrage ich auch gerade die Gewohnheiten bei mir selbst viel mehr als früher. Und das hilft auch ungemein, über den eigenen Tellerrand zu sehen und auch neue, ungewohnte und nützliche Erfahrungen zu machen. 🙂




Man darf hier eben nicht einen kritischen Geist mit einem negativem, pessimistischem Denken verwechseln. Hinterfragen ist meiner Meinung ja auch eine Art des Perspektivenwechsels. Man macht sich einfach ein größeres, umfassenderes Bild von einer Sache. Schafft man das auch noch wertneutral, kommt man letztendlich ja trotzdem zu einer Wertung. Zu einer Besseren. Mangelhaftes Wissen ist oft auch durch mangelhaftes Interesse verursacht. Oder einer falschen Prägung, wie sie früher oft gängig war (… in unseren Kreisen macht man sich über XY Dinge keine Gedanken …). Obrigkeitsdenken usw.

Perfekt! Besser kann man es wohl kaum ausdrücken. Grenzen zu sprengen, das kann nach meiner Erfahrung sehr erhellend und wirklich spannend sein. Wenn es einen Hang zu einem dogmatisch geprägten Denken gibt, eben durch die Prägungen, dann verliert das mit einer gewissen Übung ja auch immer mehr an Bedeutung. Und das ist dann oft auch wirklich ein wirklich neues unbekanntes Freiheitsgefühl. Wertungen bekommen ja dann durchaus auch eine andere Bedeutung, es ist entlastend, sie nicht mehr so wichtig einzuschätzen, wie die Prägung es oftmals vorgibt.


Ganz wichtig ist ja auch, dass sehr viel mehr prägend wirkt, als man annimmt. Nicht nur direkte Prägung durch direkte erzieherische Maßnahmen, wie gemeinsam spielen oder schimpfen, sondern gerade auch die Dinge, die man nicht tut oder sagt. Kinder sind wie Schwämme und saugen alles auf. Selbst dann, wenn sie konzentriert spielen und Erwachsene sich in Hörweite unterhalten. Besuche im Einkaufszentrum, ein Spaziergang, Besuch von Bekannten etc. Trotzdem gibt es schon auch so etwas wie eine Vorprägung und Veranlagungen. Nicht alles ist beeinflussbar. Auch das muss man akzeptieren und eben das Beste daraus machen. Einfacher wird es dadurch leider nicht.

Ja, es geht nicht darum, einen komplett neuen Menschen aus mir zu machen und die frühen Prägungen gar auszumerzen. Das würde wohl auch geradewegs in eine schlimme Identitätskrise führen, diesen Anspruch zu haben.. Zumal man gerade hier mit negativen Wertungen sehr aufpassen muss, denn alles hat ja immer mehrere Perspektiven und das macht uns ja auch aus. Ich kann gerade dieses Wissen um die Lernfähigkeit der Kinder für mich nutzen und dafür sorgen, dass ich auch wieder durchlässiger werde für neue Erfahrungen. Wir sind oft ja nur festgefahren und trotzig geworden, weil wir meinen, bereits alles zu wissen. Ich denke, eine gewisse Offenheit und kindliche Neugier kann ich auch als Erwachsener immer noch durchaus erreichen, wenn ich das wirklich will. Ich kann es sogar üben, gerade der Umgang mit kleinen Kindern hat mir dabei schon oft geholfen. Wenn ich mich wirklich auf sie einlassen kann, dann kann das ungeheuer inspirierend wirken. 🙂

Es ist eine größere Veränderung nötig. Große Veränderungen brauchen Reifezeit. Beim Individuum ebenso wie bei Systemen. Es ist ja nie alles schlecht (oder gut). Es ist eine gewisse Selektion nötig. Strukturen müssen überwunden werden. Aber auch ich bin da sehr optimistisch, dass hier etwas im Laufen ist.

Ja, so sehe ich es auch. Deinen Blog finde ich übrigens sehr schön und interessant, ich werde ihn mir demnächst auch mal näher anschauen. 😉

Liebe Grüße
Traumatisierter
 
Für mich gibt es keinen Sinn des Lebens.
Wenn unser Leben ein Sinn hätte würde das bedeuten es gäbe einen direkten Grund warum wir leben...was nicht der Fall ist.
Wir sind alle aus fast reinen Zufall hier, wie die Evolution es uns lehrt.
Zufall hat keinen Grund.
Wir nehmen uns eben viel zu wichtig und deshalb muss es ja einen Grund geben warum der ach so tolle Mensch existiert...

Man muss nur einmal in das Universum gucken um zu erkennen das wir so unbedeutend sind wie ein Atom Sauerstoff mehr oder weniger in der Atmosphäre
 

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