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Gott bitten?

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Zitat:

Das ist dann die gedankliche Fortsetzung. Man bleibt ja nicht beim eigenen Leid stehen.
Und dann fängt man an, sich RICHTIG mit dem Thema Gott und Religion zu befassen.
Und irgendwann denkt man in anderen Dimensionen und da ist das Gottesbild vom monotheistischen Gott nicht nur naiv.
Von daher gesehen war meine harte Schule eine gute Schule.
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Die gedankliche Fortsetzung findet auch woanders statt: Wenn ich sage, daß hundertausende oder Millionen Juden in ihrer letzten Minute oder Sekunde gebetet haben - um nichts anderes als ihr Leben gebetet haben - dann schlage ich den Bogen zu einigen Menschen hier, denen Gott, ein Gebet geholfen haben soll. Bei - angesichts meiner angedeuteten Dimensionen - völlig lächerlichen und banalen Dingen. ( immer gemessen am Judenmord )
Ist das glaubhaft? Ein allmächtiger Gott der zusieht wie Millionen Kreaturen in den Tod gehen und beim HF-Teilnehmer hilft den verlorenen Schlüssel zu finden? ( bildlich gesprochen, damit auch das niemand in den falschen Hals kriegt )
Ist das glaubhaft?


Nein, so dargestellt ist das nicht glaubhaft.
Ich werde mich aber hüten, hier Leuten vorzuschreiben, ob und wann Gott ihnen geholfen hat. Wir haben ja längst festgestellt, dass Glauben auch einen Placeboeffekt haben kann.
Ich persönlich bin übzeugt, dass viele, die meinen Gott hat ihnen geholfen, ihm das gutwollender Weise zuschreiben. -
Trotzdem, um einigermaßen zu begreifen, wie Gott handeln könnte, geht kein Weg an einem Bibelkennenlernen vorbei. Alles andere ist Mutmaßung. Nochmal: Wenn wir uns über Vernunftgründe an Gott zu glauben unterhalten, müssen wir mehr bei Eu-Franks Methode bleiben, wenn aber Atheisten den Gott als grausam und unlogisch usw betrachten, haben sie das ja großteils aus der Bibel, dann muss man sich auch biblische Antworten gefallen lassen.

Sigi
 

Hallo Sigi,

schau mal hier: Gott bitten?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Es ist deshalb glaubhaft, weil es sich um eine Tatsache handelt. Das kann niemand wegdiskutieren. Auch nicht mit noch so schönen Worten.
Das hat auch nichts mit einem kennenlernen der Bibel zu tun. Gott ist völlig unabhängig von der Bibel. ( Auch das übrigens ein Steinzeit.Argument: Nur wer glaubt, kann glauben , oder nur wer die Bibel gelesen hat, kanns verstehen - Müll ) Denn viele die unschuldig gestorben sind, hatten keine Zeit mehr in der Bibel zu lesen, oder konnten noch gar nicht lesen.

Im übrigen, viel geschreibe um eine einfache Frage:
Wie erklärst Du Dir ( als Bibelkenner! ) daß Gott Millionen Unschuldigen ( seine Geschöpfe ) nicht geholfen hat, als es ums Leben ging - aber dafür in der heutigen Zeit bei Banalitäten einspringt?
Und wenn Du in diesem Zusammenhang von Placeboeffekten sprichst, dann freut mich das aufrichtig.
Hoffentlich verstehen das hier einige.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Sigi

Ja ja, genau die Antwort, die jeder bessere Kirchendiener auch gibt. Das war zu erwarten.
Die Antwort ist in keinster Weise schlüssig, denn selbstverständlich könnte ein Gott - dem hier ja tatsächlich sowas wie menschliche "Vernunft" zugebilligt wird, sehr wohl sagen: Ich greife da ein, wo es z.B. um unschuldige Kinderleben geht etc. - bei Bagatellen freilich nicht.

Könnte, stimmt. Und ich sag dir eines, jeder Christ hat hier seine Probleme.
Und wenn ich alles andere, was ich über diesen Gott weiß, all meine Wünsche dazu und und und vergesse,
brächten mich diese Dinge auch zu Fall.

Aber wie primavera schon schreibt, gibt es tatsächlich Menschen, die sich dieser nicht in allem verständlichen Macht anvertrauen wollen und ihn nicht deswegen, als nicht existent betrachten wollen.

Hier beginnt jeder persönlich seine Schlüsse zu ziehen und es gäbe ne Menge einzuwenden, wenn man es darauf absieht, stimmt alles. Es gibt aber Menschen, die die positiven Dinge so hoch einschätzen, dass sie trotz allem an diesem Gott festhalten. Was soll man noch sagen?



Sigi
 
Zuletzt bearbeitet:
in der Schlange stehen...oder vorderen Platz kaufen...

Die Deutungen und Beweisversuche empfinde ich z.T.als derart zynisch ,
als mitmenschverachtend und eben gar nicht "gottgefällig" - war nicht "Hoffart" auch so eine Todsünde?

Wenn etwas "für einen selbst so paßt" mit dem Glauben,ist das ehrlich und stimmt.

Die "Übertragungen/Ausweitungen/Aufdoktrinierungen" aber klingen zum Teil wirklich so,als
würde da "der Teufel sich tarnen" und die Mitmenschen foppen.

Es verschlägt einem die Sprache... (eben WEIL man das weiß--Nazizeit, Armenien...etc.)

Ich finde deshalb die "Gottesdiskussionen" auch so überaus STILLOS (andere Adjektive mir verkneifend) --wenn paar threads weiter für jeden lesbar sehr junge user irgendwelche ganz fiese Qualen oder Schicksalsschläge beschreiben.
(Fremdschämen)

Die göttliche Botschaft wäre doch EIGENTLICH :

"Erkennt alle,daß Ihr Euch NICHT hinter dem Gedanken an mich verstecken könnt,
begreift EURE eigene Verantwortung , handelt im Zweifel SELBST--statt auf mich zu warten..."

Wenn es Gott gäbe, würde er doch gerade DEN Menschen seine Hochachtung erweisen,
denen er gar nicht auf den Geist geht mit "Wann betet Ihr endlich zu mir?",

dann sind doch alle DIEJENIGEN seine "wahren Geschöpfe" ,die ihm "Ehre erweisen",
die eben gelernt haben, SELBST zu denken--
und ihn im Zweifel als nicht(mehr)existent anzunehmen ? Die SELBSTKRITIK üben--täglich?!

Wenn Gott mal da war, noch im Ruhestand irgendwo lächelnd/resigniert uns zuguckt,
ist er (siehe die Dynamik allen Lebens!) ein Erschaffer eines dynamischen Systems--
in dem VOR ALLEM die Menschen GEFÄLLIGST(!) ihren Hintern hochbekommen sollten und aus dem Mittelalterdümpelzustand ENDLICH erwachsen werden sollten.

VOLLJÄHRIG--nicht mehr Kindergartenkinder ,die auf die Betüddelung warten .

Dann ist es GAR NICHT MEHR WICHTIG, ob es Gott noch gibt,je gab...er irgendwas zu verantworten hat...sich RECHTFERTIGEN müßte.

Bitter für einige--aber--munterwerden-- WIR MÜSSEN ALLEINE LAUFEN.

Nicht "Gott" ist der Lenker. Die Menschheit ist strafmündig. Und hat viel verkackt .

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ehrt ihn doch endlich mal,indem Ihr ihn eben NICHT MEHR dauernd beschwört.
(Der will es nicht-es NÖRFT ihn! 😎 )

Ich weiß,daß das rum wie num ist--denn :
"Gläubige" und "Sich-selbst-nicht-für-Gläubige-haltende" handeln/denken... gleich.

Egal,wo auf der Welt,mit welchem "glaubenstechnischem "Hintergrund --
es führen die WIRKLICHEN Menschen solche blöden Diskussionen nie. Ist so.
Na egal...ich bin raus-- hab eh zu wenig Ahnung von diesem hehren Thema.

Gute Nacht.

Ich esse dann mal noch einen Zusatz-Specht!
 
Zuletzt bearbeitet:
ich muß ehrlich zugeben, dass ich die beiträge der "gottesgegner"(ich glaube, das kann man so sagen) nicht mehr lese. nicht mehr lesen kann. sie verletzen meine gefühle-und beleidigen teilweise auch meinen verstand...von anstand gar nicht zu reden. und ausserdem kommt eh immer dasselbe. spott, hähme, es wird dummheit unterstellt, nicht selber denken können/wollen, naivität, engstirnigkeit etc....es kommt mir vor als wolltet iht euch gegenseitig überbieten im lächerlichmachen von gott und denen, die an ihn glauben. das ist...unwürdig.
ich und die andern "pro gott" hier, wir sagen "ich glaube an einen gott und dass er so und so handelt, weil..".
ihr sagt "wir wissen dass es keinen gott gibt. basta." und zur untermauerung der aussage kommt noch etwas hinteher, das unseren glauben in den dreck ziehen soll. nach dem motto "seht her, ich habe keine angst vor eurem blöden gott".
andererseits wird dann aber argumentiert "dieser gott ist ein sadist, ein bastard, wieso sonst lässt er alles böse in der welt zu?"
ergo...aus eurer sicht...es gibt keinen gott-und wenn doch dann ist er ein mieses stück und unwürdig, "angebetet" zu werden. dann bin ich froh, nix mit ihm zu tun zu haben.
auch ein bißchen egstirnig, was?

zur ausgangsfrage nochmal...ich glaube, dass man um etwas bitten darf...aber nicht nach dem motto "damit ich sehe, dass es dich, gott, gibt".
selig sind die, die nicht sehen, und doch glauben.



DANKE DANKE DANKE ...lonely wolfe für Deinen Beitrag :blume::blume::blume:

selten hab ich einen so VERNÜNFTIGEN .....GUTEN Beitrag zum Thema Gott ...und ...oder Religion gelesen...ohne Übertreibungen....Sachlich ...:daumen::daumen::daumen:

LG : Bonita🙂
 
Im übrigen, viel geschreibe um eine einfache Frage:
Wie erklärst Du Dir ( als Bibelkenner! ) daß Gott Millionen Unschuldigen ( seine Geschöpfe ) nicht geholfen hat, als es ums Leben ging - aber dafür in der heutigen Zeit bei Banalitäten einspringt?
Und wenn Du in diesem Zusammenhang von Placeboeffekten sprichst, dann freut mich das aufrichtig.
Hoffentlich verstehen das hier einige.

Lies mal Offenbarung 6 über die apokalyptischen Reiter. Dieser Gott weiß also sehr wohl, was abgeht, er hat es sogar vorausgesagt und er sagt auch, warum dies so ist (Offenbarung Kap. 12). In Offenbarung 12 wird ein wenig Licht in den Zeitplan Gottes geworfen und auch erklärt, warum es auf der Welt so schlimm aussieht.

Gott hat Jesus gesandt, würden alle nach seiner Botschaft handeln, wären die Greuel vermieden worden. Jeder, der mit Jesus gehen will und Gottes Wort die Bibel ernst nimmt, hat darin diverse Verheißungen, was seinen Lebensweg betrifft, lernt kennen, wo es sein kann, dass Gott ihm hilft, lernt aber auch kennen, wo die Grenzen sind und bekommt eine Hoffnung.

Dass die meisten Menschen über diese Hilfe, die Gott anbietet eher nur lästern, ist nicht Gottes Schuld. Klar könnte man fordern, dass er ständig eingreift jeden der Milliarden am Kragen packt und ihm persönlich erklärt, wie und warum alles so oder so ist. Aber er hat nun mal den Weg über Jesus und die Bibel gewählt. Ich kann doch auch nichts dafür Mikenull, dass das das einzige Buch ist, was all deine Fragen beantwortet und dass wir selbst dann noch Zweifel haben, aber eben solche mit denen es sich leben lässt, hoffen lässt.

Die Welt liegt in der Macht Satans. Würde Gott seinen Dienern, also denen, die sich für ihn einsetzen (dahingestellt, wer das ist, weil das zu weit führte und von der eig. Frage ablenkt) nun alle Gebete erhöhren, wäre das ungerecht und er würde sich Marionetten heranziehen, die ihm am Schluss deswegen verehren. Er behandelt im Prinzip alle gleich, alle sind in Satans System und haben mit den Folgen zu leben, bis Gott das ändert. Als Hoffnung hat er in der Bibel einen Zeitplan niedergelegt (lies Daniel 2). Und jetzt kommts. Wer Gott intensiv dient, wird von Satan (lt. Bibel) so angegriffen, dass er eigentlcih keine Chance hätte, das zu überleben. In dem Fall greift Gott ein, auch in Kleinigkeiten. Das erklärt einen Teil deiner Frage, von einer Warte aus. Alles geht nicht, in den paar Zeilen hier.

Sigi


Und bitte, jetzt sag mir keiner, ich soll mit der Bibel aufhören. Ich bin von Mikenull gebeten worden, die Sicht und Erklärungen eines Buches, eines Glaubens, der dem entspringt, darzulegen, nur deshalb habe ich das getan. Wenn das einigen nicht passt, müssen wir die ganzen Anklagen auch fallen lassen und rein philosophisch weiter diskutieren, so wie Eu-Frank das wollte. Wobei ich Eu-Franks Überlegungen zwar gern lese, aber selbst im Philosophieren nciht so fit bin und den Faden auch nciht aufnehmen möchte.
 
Es ist auch nicht nur persönliches Leid. Als ich um die 15, 16 war habe ich damals Papas Bücherschrank geplündert und mich in sehr schwierige Dinge eingelesen. Zum Beispiel in das was Juden in diesem Land ( und nicht nur da ) alles passiert ist. Und ich habe mich zum erstenmal gefragt: Dort gingen hundertausende unschuldiger Kinder mit ins Gas. Warum und wie kann ein Gott das zulassen?

Ja, ein unbegreiflicher Gott, der auch mir viel Zweifel aufkommen lässt.



.
 
Ausgeglichen gesehen, kann man ein anderes Bild gewinnen, dazu gehört aber 1. guter Wille, das positiv zu sehen, 2. viele Fakten und Hintergründe usw.


Ich finde Agnostiker (und natürlich auch andere Gruppierungen) können das durchaus positiv sehen. Die Überwindung eines Aberglaubens hat nichts Negatives und ist doch eine frohe Botschaft. Man nähert sich ja einer Wahrheit an. Ob man sie dann erreicht ist eine andere Frage, der Weg ist das Ziel. Und ohne konkretes Wissen kann man sogar hoffen, dass es vielleicht eine universal steuernde Macht gibt. Es ist ein Vorurteil fehlenden guten Willen und fehlende positive Betrachtungsweise zu unterstellen, nur weil derjenige anders denkt. Das Gegenteil kann der Fall sein. Nicht der Glaube, sondern die Taten machen einen Menschen aus.
Das Beispiel hinkt, aber soll zeigen, wie es mit den Greueltaten des Gottes im Alten Testament abläuft. Die wenigsten, die diese anführen, haben alles darüber gelesen, was sonst noch über die Gottesherrschaft über Israel bekannt ist, noch wengier haben einen guten Willen dabei, die Dinge in einen positiven Rahmen zu stellen und noch weniger interessiert es, dass alle Zweifel durch das Kommen Jesu ausgeglichen werden, der sagt, wer mich gesehen hat, hat Gott gesehen, weil er das Spiegelbild seines Vaters war.
Fluten hinken nicht. Sie kommt einfach. Hat Gott die Flut nicht geschickt? Ich muss in meinem Exemplar noch mal nachschauen. Gibt es Details zur Flut die mir entgangen sind, ein Tsunami? Aber ich möchte Bischof John Shelby Spong (Schrift: Wie die Bibel zu lesen ist) zitieren. Dieser stellt fest. Wer seine Moral wirklich auf den Wortlaut der Bibel begründen will, hat sie entweder nicht gelesen oder nicht verstanden.

Was mag ihn dazu verleitet haben? Vielleicht die Möglichkeit, dass es sich um eine chaotisch zusammengestoppelte Anthologie zusammenhangloser Schriften, die von Hunderten anonymer Autoren, Herausgebern und Kopisten verfasst, umgearbeitet, verfälscht oder "verbessert" wurde, von Personen, die wir nicht kennen, die sich meist auch untereinander nicht kannten und deren Lebenszeiten sich über neun Jahrhunderte erstrecken (Zitat: Richard Dawkins).

Ich möchte jedenfalls Gott im Alten Testament nicht einer strafrechtlichen Würdigung nach menschlichem Recht unterziehen, schlage Dich aber als Verteidiger vor. Aber ich denke nicht, dass sich Gott stellen muss, dazu müßte er als Person ja existieren, außerdem hat er ja selber die Funktion eines Richters.

Die Macht (ich erwähne extra den Namen Gott nicht), die vielleicht existiert (da steckt ein Glaube dahinter - siehe Glaube im Gegensatz zu Wissen) kann viel umfassender und phantastischer sein, als das was die Bibel je ausdrucken könnte. Übrigens ist die Bibel auch ein wunderschönes Werk Literatur mit vielen einzigartigen Gleichnissen, aber dazu muss man auch die Aussage von Dawkins sinngemäß übersetzen. Es ist keine Bedienunsanleitung eines persönlichen Gottes für Menschen.

Für etwaige ironische Anmerkungen entschuldige ich mich gleich im Vorraus und möchte betonen, dass ich nicht Deinen Glauben damit angreifen wollte. Aus Glauben kann ja auch Gutes Erwachsen.

Elric
 
Jetzt hab ich dir einen netten Brief geschrieben, und dann war alles weg, durch einen tippser. O.k. probiers nochmal:


Ich finde Agnostiker (und natürlich auch andere Gruppierungen) können das durchaus positiv sehen. Die Überwindung eines Aberglaubens hat nichts Negatives und ist doch eine frohe Botschaft. Man nähert sich ja einer Wahrheit an. Ob man sie dann erreicht ist eine andere Frage, der Weg ist das Ziel. Und ohne konkretes Wissen kann man sogar hoffen, dass es vielleicht eine universal steuernde Macht gibt. Es ist ein Vorurteil fehlenden guten Willen und fehlende positive Betrachtungsweise zu unterstellen, nur weil derjenige anders denkt. Das Gegenteil kann der Fall sein. Nicht der Glaube, sondern die Taten machen einen Menschen aus. Damit bist du in Übereinstimmung mit der Bibel. Allerdings kann kein Mensch sich durch Taten allein etwas verdienen, keiner erreicht den Stand, um vor Gott zu bestehen. Es kommt also darauf an, ob ein Mensch die Reinigung durch Jesus Tod akzeptiert und will, ob er all die Taten schafft, die man gern sehen würde, ist dann sekundär( aber das ist Insidergeplänkel).
Fluten hinken nicht. Sie kommt einfach. Hat Gott die Flut nicht geschickt? Ich muss in meinem Exemplar noch mal nachschauen. Gibt es Details zur Flut die mir entgangen sind, ein Tsunami? Aber ich möchte Bischof John Shelby Spong (Schrift: Wie die Bibel zu lesen ist) zitieren. Dieser stellt fest. Wer seine Moral wirklich auf den Wortlaut der Bibel begründen will, hat sie entweder nicht gelesen oder nicht verstanden. Die Flut wurde aus berechtigten Gründen geschickt und die Menschen wurden vorher gewarnt, viele Jahre lang, so die Bibel, aber sie fanden die Art der Warnung irgendwie lustig, und hielten sich nicht daran. So steht es jedenfalls geschrieben.

Was mag ihn dazu verleitet haben? Vielleicht die Möglichkeit, dass es sich um eine chaotisch zusammengestoppelte Anthologie zusammenhangloser Schriften, die von Hunderten anonymer Autoren, Herausgebern und Kopisten verfasst, umgearbeitet, verfälscht oder "verbessert" wurde, von Personen, die wir nicht kennen, die sich meist auch untereinander nicht kannten und deren Lebenszeiten sich über neun Jahrhunderte erstrecken (Zitat: Richard Dawkins).

Ich möchte jedenfalls Gott im Alten Testament nicht einer strafrechtlichen Würdigung nach menschlichem Recht unterziehen, schlage Dich aber als Verteidiger vor. Da hast du Pech, ich bin kein geeigneter. Ich hätte selbst ne Menge Fragen an ihn. 🙂
Aber ich denke nicht, dass sich Gott stellen muss, dazu müßte er als Person ja existieren, außerdem hat er ja selber die Funktion eines Richters. Dieses Gericht hat er Jesus übergeben, dem ich einigermaßen über den Weg trau 🙂

Die Macht (ich erwähne extra den Namen Gott nicht), die vielleicht existiert (da steckt ein Glaube dahinter - siehe Glaube im Gegensatz zu Wissen) kann viel umfassender und phantastischer sein, als das was die Bibel je ausdrucken könnte. Übrigens ist die Bibel auch ein wunderschönes Werk Literatur mit vielen einzigartigen Gleichnissen, aber dazu muss man auch die Aussage von Dawkins sinngemäß übersetzen. Es ist keine Bedienunsanleitung eines persönlichen Gottes für Menschen.

Für etwaige ironische Anmerkungen entschuldige ich mich gleich im Vorraus und möchte betonen, dass ich nicht Deinen Glauben damit angreifen wollte. Aus Glauben kann ja auch Gutes Erwachsen. Geht in Ordnung 🙂

Elric

Ach so, warum ich das ständig verteidige?
Hm... wer tuts denn sonst?
So ein richtiger Krampf scheint das Ursprüngliche nicht zu sein, wenn sich eine Weltreligion (Katholizismus) darauf gründete, wenngleich diese schon damals und auch heute einiges davon entfernt ist, was es anfänglich war,
wenn sich das damalige Urchistentum (waren nicht lauter Dummköpfe) voll damit identifizierten und auch heute noch Millionen Menschen ernsthaft damit zu tun haben, obwohl all das nat. kein Beweis ist. Masse ist kein Beweis für Wahrheit.

Mich interessiert aber einfach, was dahinter steckt, ich gehe abwechslungsweise mal nicht mit Vorveruteilung heran, sondern mit Vorlorbeeren und suche nach Möglichkeiten, ob da nicht doch Wahrheit dahintersteckt. Einsamer Job, stimmt 🙂 aber mich reizt er eben. Einsam auch, weil das was ich so für mich an Antworten herausfinde, ganz sicher in vielen Dingen nicht das ist, was manche große oder kleine Relgionen lehrt.

Sigi

Ach, was ich wiederholen will. Weil ich allein gegen soviele Meinungen bin, könnte es leicht so rauskommen, als wenn ich hier jemand von irgendwas überzeugen will. Ist aber nicht der Fall, das wissen langjährige Forumsteilnehmer. Es ist einfach logisch, wenn man lange allein gegen eine Meinungsmehrheit steht, dann schreibt man halt viel zu viel . . .
 
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