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Gott bitten?

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Wunderbar, Angelo.
Ich war ein inbrünstig bittendes Kind.
Wenn er für mich überhaupt je eine Botschaft hatte, dann war diese : Hilf dir selbst.
Ich habe angeklopft,und die Tür blieb verschlossen.
Ich habe nicht nur gebeten, sondern gefleht, nicht etwas zu bekommen, sondern daß er mich verschont von dem Übel.Jahrelang vergeblich.
Der Welt ist es egal und Gott war's auch egal.
Aber das Bild vom lieben Gott hatte sich erledigt.

Selbst bei den alten Herbräern und dann bei den Urchristen (in beiden Fällen bei Leuten,d ie ein vertrautes Verhältnis zu JHWH hatten) gab es inständig bittende, deren Bitten einfach nicht erfüllt wurden, geschweige denn heute, wenn Menschen, die nie ein Verhältnis zu Gott hatten, die sein Wort mit Füßen treten (kommt öfter m al vor) zu Gott bitten und dann in einer Zeit, die nicht mehr von Wundertaten gekennzeichnet ist, wie das zur Errichtung des Urchristentums der Fall war. Warum dann dann wundern?

Wie Gott auf Gebete handelt ist VÖLLIG unterschiedlich, aber um das zu begreifen gehört eben auch Interesse an seinem Wort die Bibel, denn dort lernen wir seine Handlungsweise kennen, nicht nur durch eine einzelne persönliche scheinbare negative Erfahrung.

Sigi

das bedeutet nicht, dass ich die Enttäuschung, wenn man meint, da kommt nichts zurück nicht nachvollziehen könnte.
 

Hallo Sigi,

schau mal hier: Gott bitten?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Selbst bei den alten Herbräern und dann bei den Urchristen (in beiden Fällen bei Leuten,d ie ein vertrautes Verhältnis zu JHWH hatten) gab es inständig bittende, deren Bitten einfach nicht erfüllt wurden, geschweige denn heute, wenn Menschen, die nie ein Verhältnis zu Gott hatten, die sein Wort mit Füßen treten (kommt öfter m al vor) zu Gott bitten und dann in einer Zeit, die nicht mehr von Wundertaten gekennzeichnet ist, wie das zur Errichtung des Urchristentums der Fall war. Warum dann dann wundern?

Wie Gott auf Gebete handelt ist VÖLLIG unterschiedlich, aber um das zu begreifen gehört eben auch Interesse an seinem Wort die Bibel, denn dort lernen wir seine Handlungsweise kennen, nicht nur durch eine einzelne persönliche scheinbare negative Erfahrung.

Sigi

das bedeutet nicht, dass ich die Enttäuschung, wenn man meint, da kommt nichts zurück nicht nachvollziehen könnte.

Als ob Gott mit den Hebräern und Urchristen anfangen würde.
Dafür brauche ich kein Interesse an der Bibelforscherei.
Das Thema Gott ist für die Bibel zu groß.
Und jetzt geh ich aus diesem Thread.
Lohnt sich für mich nicht.
 
Zitat:

Das ist dann die gedankliche Fortsetzung. Man bleibt ja nicht beim eigenen Leid stehen.
Und dann fängt man an, sich RICHTIG mit dem Thema Gott und Religion zu befassen.
Und irgendwann denkt man in anderen Dimensionen und da ist das Gottesbild vom monotheistischen Gott nicht nur naiv.
Von daher gesehen war meine harte Schule eine gute Schule.
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Die gedankliche Fortsetzung findet auch woanders statt: Wenn ich sage, daß hundertausende oder Millionen Juden in ihrer letzten Minute oder Sekunde gebetet haben - um nichts anderes als ihr Leben gebetet haben - dann schlage ich den Bogen zu einigen Menschen hier, denen Gott, ein Gebet geholfen haben soll. Bei - angesichts meiner angedeuteten Dimensionen - völlig lächerlichen und banalen Dingen. ( immer gemessen am Judenmord )
Ist das glaubhaft? Ein allmächtiger Gott der zusieht wie Millionen Kreaturen in den Tod gehen und beim HF-Teilnehmer hilft den verlorenen Schlüssel zu finden? ( bildlich gesprochen, damit auch das niemand in den falschen Hals kriegt )
Ist das glaubhaft?
 
Es ist auch nicht nur persönliches Leid. Als ich um die 15, 16 war habe ich damals Papas Bücherschrank geplündert und mich in sehr schwierige Dinge eingelesen. Zum Beispiel in das was Juden in diesem Land ( und nicht nur da ) alles passiert ist. Und ich habe mich zum erstenmal gefragt: Dort gingen hundertausende unschuldiger Kinder mit ins Gas. Warum und wie kann ein Gott das zulassen?

Mikenull, deine Fragen bewegen jeden Menschen, nicht nur dich.

Doch es entsteht dadurch die alte Frage: Wenn Gott eingreift, wie weit geht er dann, der einen Bitte würde die nächste folgen. Dann hätten wir letztlich Gottesherrschaft auf Erden, wo er alles übernimmt, erst dann würde jede Bitte eine Chance auf Erfüllung haben.

Tut er das aber, würden sich sehr viele aufregen und gegängelt vorkommen, denn bekannterweise hat dieser Gott nicht nur Wunderkraft um zu heilen, sondern auchne Menge moralischer Grundsätze, die viele Leute nun grad gar nicht abkönnen. Sollen die dann unter seiner Herrschaft vergewaltigt werden? Oder möchten man einen Gott, der nur insofern herrscht, dass er eine Heilungsmaschine ist?

In der Bibel hat Gott deshalb für alles eine Zeit eingeräumt, auch dafür, in der die Menschen genügend Zeit bekommen, ihre eigenen moralischen, politischen Systeme auszuprobieren.
Gott will sich halt von keinem nachsagen lassen, er würde Menschen zu sich hin vergewaltigen. Viele Möglichkeiten bleiben ihm nicht, es ist so wie es ist. Gott muss das um dieser höheren moralischen Streitfragen zulassen. Er hat aber verheißen, dass er Tote wieder auferwecken wird und alles Leid aus dem Sinn der dann lebenden bringen wird, durch eine völlige seelische und körperliche Heilung. Mehr geht eben nicht, ob wir wollen oder nicht.

Es gibt nur diese Erklärung. Man kann das ganze jetzt fallen lassen oder nicht, das obliegt jedem selbst.

Sigi
 
Ist doch sowieso lächerlich, Gott für sadistisch zu halten, nur weil er Wünsche nicht erfüllt.
Der erste, der sich hätte beklagen können, wäre ja wohl Jesus gewesen, der sogar gekreuzigt wurde. Er hätte ja wohl am ehesten Grund gehabt, deshalb vom Glauben abzufallen.

Manche hier tun geradezu so, als ob gläubige Menschen nur gläubig wären, weil ihnen noch nie persönliches Leid widerfahren ist, und als ob es die höchste intellektuelle Offenbarung wäre zu erkennen, dass das Leid auf der Welt bis heute nicht abgeschafft wurde.

Ich komme mir hier allmählich vor wie im Kindergarten. Ist es eigentlich so schwer zu begreifen und zu respektieren, dass es auch Menschen gibt, die an Gott glauben, obwohl sie ihn in mancher Hinsicht nicht verstehen? Und die zu ihm bitten, auch wenn sie nicht wissen, ob ihre Bitten auch erfüllt werden?
 
@ Sigi

Ja ja, genau die Antwort, die jeder bessere Kirchendiener auch gibt. Das war zu erwarten.
Die Antwort ist in keinster Weise schlüssig, denn selbstverständlich könnte ein Gott - dem hier ja tatsächlich sowas wie menschliche "Vernunft" zugebilligt wird, sehr wohl sagen: Ich greife da ein, wo es z.B. um unschuldige Kinderleben geht etc. - bei Bagatellen freilich nicht.
 
Für mich ist zwischen dem Glauben an einen monothestischen Gott und heidnischen Göttern kein Unterschied zu sehen. Vielleicht interessant, dass der monothestische Gott nach einer T h e o r i e die Fortsetzung des ägyptischen Sonnengottes ist.
Re - ägyptischer Sonnengott | Das alte Ägypten

Mir sind die Widersprüche zwischen dem alttestamentarischen Gott und dem Gottesbild im neuen Testament als Kind immer wiederaufgefallen. Interessanterweise haben Menschen anscheinend weniger Probleme damit. Ich schon. Für mich stellt der alttestamentarische Gott etwas Grausames dar (etwa die Kindsopferung). Auch diese "Wutanfälle" wo gleich die ganze Zivilisation mit einer Riesenflut vernichtet wird, sind für mir nicht nachvollziehbar. Dieser Planet hätte in der Vergangenheit ersaufen müssen an Fluten.

Ein Religionslehrer erklärte uns mal, dass es nicht wichtig ist, ob Jesus wirklich göttlicher Abstammung ist. Es ist wichtig, was er vermittelt. Er persönlich glaube nicht daran, dass Jesus "göttlicher" Abstimmung wäre. Und so sehe ich das auch. Ich gehe sogar noch weiter, dass das von ihm vermittelte Bild wichtig ist, weil es Komponenten einer Menschlichkeit enthält. Diese Wunderwirkungen (mach Wasser zu Wein) etc. sind für mich immer nur Dinge gewesen, um diejenigen zu überzeugen, die nicht der Inhalt der Worte interessiert, sondern Wunderwerk und das Vorlegens eines Attestes der Göttlichkeit benötigen (es muss schon Zauberei im Spiel sein, sonst kann es ja nicht stimmen oder der Mensch braucht ein Zeichen einer übergeordneten Verwaltung).
Religionen unterliegen einem gewissen Zeitgeist. So wird das Image von Gott Zeit um Zeit von M e n s c h e n geändert, oder es tauchen neue Fassungen auf. Letztendlich wird der persönliche Gott nie fassbar sein, weil er einfach ein menschengeschaffener Mythos ist, um dem sich immer neue Legenden spannen. Davon unabgesehen gibt es Gläubige, die man tiefstem Respekt entgegenbringen muss. Zum Beispiel viele Priester, die im KZ im dritten Reich gestorben sind. Und ich denke auch nicht, dass es jemanden hier gibt, der diesen Menschen tiefsten Respekt und Hochachtung verweigert. Aber aus individuellen zutiefst "menschlichen" Taten Ableitungen für eine Akzeptanz eines Mythos eines persönlichen Gottes zu nehmen, wo ich als negatives Beispiel auch Hexenverbrennungen im Mittelalter aufführen könnte, halte ich für falsch. In Bezug auf Gläubige ergibt sich für mich die Konsequenz, dass nicht der Glauben an einen persönlichen Gott, sondern alleine die Taten der Gläubigen zählen. Ein Priester der mit Menschen ins KZ geht, um mit ihnen aus Solidarität zu sterben, ist genauso einzigartig wie ein budhistischer Mönch oder Atheist, der in einer anderen Situation aus seiner zutiefsten Überzeugung das Gleiche oder Ähnliches tun würde.


Interessante Sätze im Beitrag.

Zu deinen Zweifeln: Wenn ich ein Demokrat bin und die amerikanische Regierungsweise gut finde, einem, der aber gar nichts darüber weiß, nur die Schlachten der Amerikaner vorführe, dann ist Amerika plötzlich schlimmer als Hitler oder so.

Ausgeglichen gesehen, kann man ein anderes Bild gewinnen, dazu gehört aber 1. guter Wille, das positiv zu sehen, 2. viele Fakten und Hintergründe usw.

Das Beispiel hinkt, aber soll zeigen, wie es mit den Greueltaten des Gottes im Alten Testament abläuft. Die wenigsten, die diese anführen, haben alles darüber gelesen, was sonst noch über die Gottesherrschaft über Israel bekannt ist, noch wengier haben einen guten Willen dabei, die Dinge in einen positiven Rahmen zu stellen und noch weniger interessiert es, dass alle Zweifel durch das Kommen Jesu ausgeglichen werden, der sagt, wer mich gesehen hat, hat Gott gesehen, weil er das Spiegelbild seines Vaters war.

Sigi
 
Du hast unterstellt und beleidigt. Mehr nicht.
Einen anderen Reflex kann ich nicht erkennen.
Jede Frage ob beten etwas bewirkt oder nicht ist völlig legitim. Kein Grund jemanden zu beleidigen und nur persönlich zu werden.
Und die Frage hast Du auch nicht beantwortet.

Warum regst du dich so auf? Hast du noch niemand hier drin beleidigt?
Außerdem bitte ich dich, meinen Beitrag zu zitieren, in dem ich dich persönlich beleidigt haben soll. Wenn dir das so wichtig ist, sollten wir es jetzt hier und sofort duch den Kakau ziehen, und dann waschen.

Sigi
 
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Dafür brauche ich kein Interesse an der Bibelforscherei.
Das Thema Gott ist für die Bibel zu groß.
Und jetzt geh ich aus diesem Thread.
Lohnt sich für mich nicht.

Deine Antwort ist mir nicht nachvollziehbar. Wenn Menschen JHWH angreifen, kann man nur aus der Quelle antworten, die über JHWH berichtet.

Wenn ihr aber über den Gottglauben, reden wollt, wie Eu-Frank es gern tut, durch Vernunftüberlegungen, dann muss man die Bibel nciht unbedingt dazu haben.

Sigi
 
Status
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