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Stuttgart 21 - "Wir sind das Volk"

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Wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahre, soll die Poizei dieses Mal am Schloßplatz das Pfefferspray und den Schlagstock benutzen dürfen.😀
 
Ich hab mir das grad wirklich überlegt. Was wäre wenn es nun am Schloßplatz wirklich gewaltätige Demonstranten gäbe, die rufen würden: "Wir wollen unseren neuen Bahnhof ham".
 
Es war ein für das Eisenbahnwesen in Berlin historischer Glücksumstand, dass mitten im geographischen Zentrum der Stadt eine riesige Brachfläche für den seit 100 Jahren fehlenden Hbf zur Verfügung stand.

Der Bau eines Hbf's an jeder anderen Stelle wäre ein Schildbürgerstreich gewesen.

Seit 100 Jahren fehlend?
Berlin hatte, wie andere europäische (Eisenbahn-)Hauptstädte auch, zu jener Zeit eine Vielzahl mehr oder weniger gleichbedeutender Kopfbahnhöfe, je nach den von dort erreichbaren Zielen (wonach sich meist auch deren Name ableitete)..
Das Konzept kann man heute noch am Hamburger Bahnhof (unweit des jetzigen Hauptbahnhofs), der inzwischen als Austellungsraum zeitgenössicher Kunst dient oder am traurigen Rest des einstigen Anhalter Bahnhofs (von dem nach dessen wahnwitziger Sprengung ohne Not in den 1950er Jahren nur noch das Eingangsportal als Ruine übrig ist) studieren.
In Paris und London z.B. hat dieses Konzept (wegen der weitgehenden Verschonung von den flächendeckenden Luftkriegsbombardements) weiterhin Bestand.
Mag sein, dass das heute nicht mehr zeitgemäß ist, was ich mangels schienenverkehrstechnischer und großstädtischer Raum- und Verkehrsplanungs-Kenntnisse nicht beurteilen kann.
Von einem Hauptbahnhof einer Großstadt erwarte ich jedoch, dass wenn ich dort den Zug verlasse und aus dem Bahnhof trete, ich mich unmittelbar im "Herzen" der Stadt befinde, wo das Leben tobt.
Gerade das ist ja einer der Vorteile von Intercity-Bahnreisen gegenüber dem Flugzeug.
Am Berliner Hauptbahnhof befinde ich mich aber in einem Niemandsland irgendwo zwischen Moabit, Tiergarten und Mitte, von wo ich erst noch eine weitere Fahrt mit Bus, S-Bahn oder U-Bahn (wenn die dort je mal angebunden ist) antreten muss, um in eines der beiden teilungsbedingten eigentlichen Stadtzentren zu gelangen (z.B. Zoo vs. Alex).
Tut mir leid, für mich (als teilungssozialisierten, geborenen (West-)Berliner) ist dieser Hauptbahnhof ein ebensolches Kunstprodukt wie die gesamte Anlage des Potsdamer Platzes - vielleicht gerade mal für Touristen und Zugezogenen, die jene Orte nicht anders kennen, interessant.
springer meinte:
Wie weit ist eigentlich der Bau der U-Bahn-Anbindung? Sie fehlt wirklich. Ich bin gar nicht auf dem Laufenden, wann die neue Strecke eröffnet wird.
Meinst Du die sog. "Kanzler-Linie", die Unter den Linden über Pariser Platz da drin vielleicht irgendwann einmal enden soll?
Keine Ahnung, aber da Berlin notorisch klamm ist und bei den ortsüblichen "Planungs"-Modalitäten (siehe den BBI-Flughafen), rechne ich nicht in den nächsten 20 Jahren damit, wenn ich es denn noch erleben werde. In Zeiträumen, in denen hierzulande nicht einmal der Bau einer nur drei Stationen umfassenden (eingleisigen!, denn man hat ja kein Geld) Linie zustande gebracht wird, hat man Shanghai schon viermal vollständig umgebaut.
springer meinte:
Wenn es etwas zu bemängeln gibt am Berliner Hbf, dann ist es der enorme Höhenunterschied zwischen den Hoch- und den Tiefgleisen und die zu geringe Anzahl von Fahrstühlen. Wer also in Berlin Hbf von den Hoch- zu den Tiefgleisen oder umgekehrt umsteigen will, sollte reichlich Zeit einplanen. Nach meiner Erfahrung sollten es mindestens 20 Minuten sein.
Ja, es sind wohl drei sich kreuzende Ebenen (oder sogar vier?),
und es gibt auch mehrere gläserne Aufzüge; daneben aber auch zahlreiche Rolltreppen.
Wenn man sich die Rennerei sparen will, kann man aber auch bei vielen Zugverbindungen sehr bequem z.B. in Südkreuz oder am Ostbahnhof oder in Spandau zusteigen.😉
 
Ja, der Bau eines Hauptbahnhofes war seit vielen Jahrzehnten überfällig. In den meisten anderen deutschen Großstädten wurden vor etwa 100 Jahren die einzelnen Kopfbahnhöfe verschiedener ehemaliger Privatbahnen durch Kopfbahnhöfen ersetzt. Es ist absolut undiskutabel, die Fernzüge verschiedener Richtungen auf verschiedenen Bahnhöfen enden zu lassen und Umsteiger zur Fahrt mit S- oder U-Bahn von einem Bahnhof zum anderen zu zwingen.



Das Gebiet zwischen Hbf und Potsdamer Platz war bis 1945 das Zentrum von Berlin und es wird es wohl auch und gerade wegen des neuen Bahnhofs wieder werden. Es wäre völlig falsch gewesen, einen Hauptbahnhof in eines der nach der Teilung entstandenen Interims-Zentren zu bauen.



Zur U-Bahn habe ich inzwischen erfahren, dass sie zwar vom Hbf zum Brandenburger Tor fährt, aber die Fertigstellung entlang "Unter den Linden" bis zum Alexanderplatz noch etliche Jahre (lt. Planung 10) dauern wird. Schade!



Was die Ebenen angeht, so sind es insgesamt fünf. Aber nur in zwei Ebenen (der obersten und der untersten) liegen Gleise und gibt es Bahnsteige. Die übrigen beinhalten nur Geschäfte und Dienstleistungseinrichtungen.



Deshalb sollte man beim Umsteigen von unten nach oben oder umgekehrt viel Zeit einplanen, denn die Fahrt mit Rolltreppen über fünf Etagen dauert. Und die Fahrstühle halten, wenn man Pech hat auch in jeder Etage. Außerdem bilden sich nach Ankunft eines Zuges oft Schlangen vor den Fahrstühlen.



Deinen Hinweis, dass man statt am Hbf auch am Südkreuz, Ostbf oder Spandau umsteigen kann, möchte ich mit Gesundbrunnen ergänzen. Wer sich auskennt in Berlin sollte diese Möglichkeiten nutzen.
 
@mikenull & Giesy


Das ist natürlich clever, was ihr macht. Nach "unliebsamen" Beiträgen etliche absolut sinnfreie Zweizeiler einfügen, so dass der unerwünschte Beitrag von unvoreingenommenen Lesern gar nicht mehr gefunden wird.



Trotzdem möchte ich hier noch auf ein Argument aus dem von EuFrank verlinkten Beitrag eingehen:



Eine Frau sagt dort, sie könne im neuen Bahnhof nicht mehr ebenerdig umsteigen. Das stimmt nur zum Teil:



Durch die schnelle Zugfolge im neuen Bahnhof können sehr viele Züge auf den zwei Gleisen eines Bahnsteiges abgefertigt werden. Dadurch wird es in vielen Fällen gar nicht mehr nötig sein, den Bahnsteig zu wechseln.



Das ist im Kopfbahnhof fast immer notwendig, da die Züge der einzelnen Strecken immer bestimmte, sehr weit auseinander liegende Bahnsteige benutzen müssen. Der Fußweg ist durch die Besonderheiten des Kopfbahnhofes sehr lang, da man erst an der Lok, dem Prellbock, dem Sicherheitsabstand dahinter vorbeilaufen muss, ehe man auf dem Querbahnsteig ist. Das gleiche dann noch einmal auf dem anderen Bahnsteig. Es gibt zwar auch einen Tunnel zwischen den Bahnsteigen, um den zu benutzen, muss man aber genau wie im neuen Bahnhof die Ebene wechseln.



Aber auch der neue Bahnhof hat Nachteile, denn der Bahnsteigwechsel erfolgt für die Reisenden oberhalb der Gleise. Dazu muss ein wesentlich größerer Höhenunterschied überwunden werden, als wenn das unter den Gleisen erfolgte, denn man muss bis über die Höhe der Oberleitung hinaufsteigen oder fahren. Durch die optimale Anordnung der Rolltreppen/Fahrstühle werden sich aber die zurückzulegenden Wege gegenüber dem Kopfbahnhof deutlich verkürzen (sofern man überhaupt den Bahnsteig wechseln muss).



Außerdem wird der Tiefbahnhof vom Stadtzentrum besser zu erreichen sein als der Querbahnsteig heute, da man von der "Kö" erst einmal hinunter muss, um dann wieder auf Straßenniveau und dann nochmals etliche Meter höher auf den weit über Straßenniveau liegenden Querbahnsteig zu gelangen.



Man sieht also wieder einmal, dass die Problematik wesentlich komplizierter ist, als das die Leute mit den einfachen Lösungen immer behaupten und man sich wohl oder übel mit Fakten und Details auseinandersetzen muss, wenn man eine sinnvolle Diskussion führen will.
 
Das ein Kopfbahnhof nicht schlechter ist als ein Durchgangsbahnhof ( betreffs Stuttgart ) wurde heute anschaulich vom ehemaligen Leiter des Stuttgarter Bahnhofs erklärt.
Man darf Deine Argumente zwar lesen und auch begrüßen, aber man muß sie keineswegs glauben, Springer.
Natürlich kann man drüber diskutieren - die Entscheidung fällt aber woanders. Udn dort kann man davon ausgehen, daß Sachverstand vorhanden ist.
 
Das ein Kopfbahnhof nicht schlechter ist als ein Durchgangsbahnhof ( betreffs Stuttgart ) wurde heute anschaulich vom ehemaligen Leiter des Stuttgarter Bahnhofs erklärt.
Man darf Deine Argumente zwar lesen und auch begrüßen, aber man muß sie keineswegs glauben, Springer.
Natürlich kann man drüber diskutieren - die Entscheidung fällt aber woanders. Udn dort kann man davon ausgehen, daß Sachverstand vorhanden ist.

Dass der Vorsteher a. D. an "seinem" Bahnhof hängt, für den er viele Jahre lang gearbeitet hat, ist menschlich verständlich. Dadurch werden aber seine Behauptungen nicht richtiger. Da entscheiden exakte Berechnungen und nicht Gefühle.

Zum Glück sind dort auch Leute mit Sachverstand.

Übrigens habe ich eben einen Kommentar im Deutschlandfunk gehört. Da wurde sinngemäß gesagt, dass die Gegner einen großen Sieg errungen haben. Aber nicht fachlich, sondern dadurch, dass sie sich mit ihrer Forderung nach Übertragung im Fernsehen durchgesetzt haben. Damit sei die ganze Sache zur Talkshow georden und eine wirkliche Schlichtung von vorn herein ausgeschlossen. Ich denke, da ist was dran.
 
Du scheinst verzweifelt springer😛. Nicht vergessen, Berlin Südkreuz ist tiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeefffffffff😀, mit freigelegtem Fundament😛
 
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