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Stuttgart 21 - "Wir sind das Volk"

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Bequemer wäre nur noch ein Schweigemarsch. "Tut mir leid, wir schweigen heute aus Prinzip. Respektieren Sie bitte, dass wir während unseres Schweigemarschs keine konstruktiven Gespräche führen wollen!" 🙂🙂🙂

Diskutieren ist ja so mühsam. Da muss man ja Argumente haben. Und wer hat die schon als Befürworter ;-)?
 
Sylvester von und zu Guttenberg sagt gar nichts zu S21!? Würde ja seine Beliebtheit schmälern. 🙂

Hauptsache, die Pomade glänzt. Habe ich als Naturlockenträger nicht nötig 🙂.
 
Es könnte sein, dass sich in den nächsten Stunden hier Leser informieren möchten, zu welcher Demo sie heute Nachmittag sinnvoller Weise gehen sollten: Dazu nur zwei Links, die verdeutlichen, mit welchen Methoden die Gegner des Projekts die Öffentlichkeit hinters Licht führen wollen:
Ein gewisser Prof. Dipl.-Ing. Bodack hat folgende Thesen verbreitet:

http://www.hilferuf.de/forum/gesellschaft/110568-fur-stuttgart-21-a.html#post1540317

Bei der hier verbreiteten Titelgläubigkeit nehmen viele die Behauptungen für die absolute Wahrheit. Dass es sich dabei aber um geschickte Demagogie handelt, habe ich hier:

http://www.hilferuf.de/forum/gesellschaft/110590-stuttgart-21-neutral.html

detailliert nachgewiesen. Insbesondere die Verbreitung von Halbwahrheiten ist ein beliebtes Mittel von Demagogen, um Leute in ihrem Sinne zu manipulieren. Denn was sie verbreiten ist ja nicht falsch, aber ….!

Wer sich für die tatsächlichen Fakten interessiert sollte also doch besser hier

http://laufenfuerstuttgart.wordpress.com/

teilnehmen: 15 Uhr Schlossplatz.


Ich werde mich hüten, auch nur in den näheren Dunstkreis der laufenden Läufer zu kommen. Da wird man nämlich mitgezählt.

Man konnte es gestern sehr gut in der Diskussion am runden Tisch verfolgen. Die Befürwortende Obrigkeit kam mehrmals arg in die Bredouille und Herr Dr Geisler mußte sie des Öfteren in ihre Schranken weisen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war/bin über den Neu/Umbau des Bahnhofs nicht ausreichend informiert, um mir ein Urteil zu erlauben, welches Konzept besser sein könnte. Die Umsteigezeiten/der Richtungswechsel von nur 4 Minuten schien mir jedenfalls nicht ausschlaggehend dafür zu sein, dass sich der Bahnhof um 90 Grad dreht, und dabei unter die Erde geht, diese Zeit braucht ein ICE auch in vielen anderen Bahnhöfen. Und ich finde, man sollte lieber überprüfen, auf welchen Strecken sich der spärliche Ausbau für ICE-Geschwindigkeiten erweitern ließe. Ob sich die Wirtschaftsentwicklung in Stuttgart, oder gar des ganzen Landes verändert, wenn man die Anzahl der Gleise halbiert, und dabei auf Durchgangsgleise übergeht, weiß ich nicht.

Geärgert habe ich mich über die sture Ignoranz der Regierung. Wenn mir jemand - und das betrachte ich jetzt einmal unabhängig vom Thema - sagen würde, ich würde morgen um 7 Uhr hingerichtet, dieser Termin wird nicht ausgesetzt, aber wir könnten darüber reden, würde ich mich etwas verarscht fühlen.

Wenn es nur um einige Demonstranten gehen würde, die einen Baum oder eine Mauer schützen wollen, würde ich die Regierung verstehen. Aber wenn die Mehrheit der Stuttgarter, oder der Baden-Württemberger Zweifel an dem Projekt hat, dann muss doch eine Regierung imstande sein, das Projekt so lange ruhen lassen, bis sie ihre Wähler überzeugt hat, dass der Umbau notwendig ist, anstatt die Wähler für unfähig zu erklären, es überhaupt beurteilen zu können.

Dann wäre ich anstelle der Regierung wenigstens so konsequent, den Wählern die Wahlberechtigung zu entziehen, da fraglich ist, ob sie überhaupt dazu in der Lage sind, die richtige Regierung zu wählen.

Das aber nur am Rande. Es geht mich ja auch nur indirekt etwas an. Bei mir laufen fast alle Gleise bei den Bahnhöfen durch.

Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Heute Morgen hörte ich ein Interview im Deutschlandfunk. Da sprach ein Professor (ich glaube, er hieß Oskar Negt) vom "Angstrohstoff" aus dem die Proteste gegen alles und jedes, wie sie derzeit Mode sind, gemacht werden. Er war keinesfalls ein Gegner der Protestierer, im Gegenteil! Aber durch diese Bemerkung hat er sich verraten.

Es genügt, wenn einige Profi-Protestorganisierer genügend Angst schüren und Falschmeldungen verbreiten, um Tausende auf die Straße zu bringen. Interessant auch seine Bemerkung, dass "wegen 10 Minuten Fahrzeitgewinn ganze Wälder abgeholzt werden". Dass das eine glatte Lüge ist, kann jeder mit einem Blick auf die Projektunterlagen erkennen. Aber je dreister man lügt, desto glaubhafter erscheint man.

Leider werden dann solche Stimmen, wie die von Prof.-Dr. Ing. Werner Sobek (s. u.) gar nicht mehr wahrgenommen. Sachlich diskutierende Leute werden einfach niedergeschrien.

Langsam scheinen aber die Bürger die Spielchen der Leute die von den "Massenprotesten" leben, zu durchschauen. Die rapide steigende Zahl der Teilnehmer an den pro-S21-Demos zeigt das. Es könnte durchaus sein, dass S21 den Leuten, die die "gegen alles"-Stimmung anheizen, tüchtig auf die Füße fällt. Hier ist ihre Strategie, die Angst der Menschen vor allem Neuen für ihre Ziele auszunutzen, gar zu leicht zu durchschauen.

Und jetzt das Zitat von Prof. Sobek:

"Ich beobachte, dass in unserer Gesellschaft und insbesondere in den Medien Fakten und persönliche Meinungen zunehmend einander gleichgesetzt bzw. als gleichwertig betrachtet werden. Inhaltlich abgesicherte Fachkompetenz versus individueller Emotion, eingebettet in den Verweis auf das Recht zur freien Meinungsäußerung.

Zu was das führt, können Sie in einigen der bundesdeutschen Talkshows schon heute sehen. Jede intellektuelle Latte wird locker untersprungen. Hauptsache, das Ganze ist für den Augenblick sensationell, stellt jemand anderen in ein schlechtes Licht und/ oder macht Spaß. Seriöse Recherche oder gar die Wahrheit sind sekundär. Mir macht die breite Akzeptanz dieses Trends Angst.

Ein weiteres Phänomen, das gerade bei S21 sehr deutlich zu Tage tritt, ist das scharenweise Auftreten von selbsternannten Fachleuten und Gutachtern, die im Schnellverfahren zu großen Aussagen gelangen oder die auch schon einmal in ihnen bis dato völlig fremden Fachbereichen wandern und dort flott laute Urteile abgeben. Der Beifall ist allemal sicher, aber um welchen furchtbaren berufsethischen Preis!

Beim Projekt S21 wurde es versäumt, uns Bürger mit klaren Informationen zu versorgen.

Andererseits war aber auch nicht erwartbar, dass sich so viele selbst für das kleinste Detail der Baumaßnahme interessieren. Hier sollte man doch auch einmal ehrlich sein. Die Baumaßnahme ist extrem komplex und deshalb nur schwer in allen Einzelheiten in einfacher Form zu vermitteln und zu verstehen. Aber – wenn dem so ist, dann muss man alles tun, um dieses Interesse so gut wie möglich zu befriedigen.

Abschließend müssen wir doch aber auch einmal einen Punkt machen. Es kann eben nicht jeder mal so nebenbei zum Fachmann in komplizierten bautechnischen Einzelfragen ausgebildet werden. Man muss deshalb zu manchen Fragen auch einmal schweigen können.

Und schließlich: Jeder von uns nimmt für sich in Anspruch, dass er in seinem Beruf als Mensch und als Fachmann anerkannt wird. Und wir nehmen in Anspruch, dass die eigene Fachkompetenz nicht permanent von anderen angezweifelt, gar angepöbelt wird. Wer diesem zutiefst menschlichen Standpunkt zustimmt, der sollte auch die Fachkompetenz all derjenigen anerkennen, die S21 planen."

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
 
@ Springer

wie stehst du dazu, dass während der 10 (oder 20 Jahre) Bauzeit meines Wissens das ganze anfallende Erdreich mit LKWs nach Ostdeutschland gekart werden soll (Stichwort Feinstaub)?

auf den frei werdenden Flächen sollen mitunter Einkaufsflächen entstehen und dazu auch Parkplätze (für mich als Autofahrer das einzige Pro Argument), Bahnchef Grube war übrigens ein hohes Tier bei Mercedes, mich würde nicht wundern wenn im Resultat durch S21 die Straße anstatt der Schiene gestärkt würde, da wo jetzt Schienen sind kann ich mir später sehr gut Einkaufszentren, Straßen und Parkplätze vorstellen, dort Grünanlagen anzubauen wäre wenig profitabel, vor allem in Anbetracht der Unsummen die dieses Projekt verschlingt, dass Geld dass in Stuttgart vergraben wird fehlt an anderer Stelle wo es evtl. dringender gebraucht würde.

Ich bin überzeugter Autofahrer und durch das geplante "Höllenloch" werde ich in Zukunft umso weniger mit dem Gedanken spielen mit dem Zug nach Stuttgart zu fahren, sollte S21 tatsächlich gebaut werden hoffe ich auf einen großen Parkplatz, aber bis dahin werden noch Jahrzehnte verstreichen, auf das Chaos dass dann sein wird bin ich gespannt. Ich denke Stuttgart und die Region wird schaden nehmen dadurch.
 
Interessant auch seine Bemerkung, dass "wegen 10 Minuten Fahrzeitgewinn ganze Wälder abgeholzt werden". Dass das eine glatte Lüge ist, kann jeder mit einem Blick auf die Projektunterlagen erkennen. Aber je dreister man lügt, desto glaubhafter erscheint man.
Kannst Du einen Link einsetzen, springer, in dem der tatsächlich durchschnittliche Fahrzeitgewinn der Züge nachzulesen ist? Das würde mich wirklich interessieren.

Günter
 
Zitat:

Langsam scheinen aber die Bürger die Spielchen der Leute die von den "Massenprotesten" leben, zu durchschauen. Die rapide steigende Zahl der Teilnehmer an den pro-S21-Demos zeigt das. Es könnte durchaus sein, dass S21 den Leuten, die die "gegen alles"-Stimmung anheizen, tüchtig auf die Füße fällt. Hier ist ihre Strategie, die Angst der Menschen vor allem Neuen für ihre Ziele auszunutzen, gar zu leicht zu durchschauen
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So ein Schwachsinn. Wer die protestierenden Bürger ( ! ) dort als Leute die "Stimmung gegen alles" machen, bezeichnet, der blickt´s wirklich nicht mehr. Das ist eien Beleidigung für die Leute dort, die eben gar nichts mit Berufsdemonstranten oder "schwarzen Blocks" zu tun haben.
 
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