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  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Kennt Ihr einen Mörder?

Aggressivität - und das braucht es unter anderem um etwas zu töten gehört zur Spezies Mensch, das ist richtig (ich glaube Locutus hat geschrieben, es 'läge den Menschen im Blut'). Natürlich gilt wie immer: die Individuen bewegen sich auf einer Skala von 'sehr' bis 'kaum'. Und die 'Anlage' ist sicher nicht der einzige Grund sondern wird von Umfeld, Erziehung, Zufall, ... ergänzt.

Die meisten werden in ihrem Leben nie in solche extremen Situationen kommen wo sie vor so einer Entscheidung stehen - vielleicht zum Glück. Auf der anderen Seite muss man sich klar machen 'Aggressivität' hat auch positive Aspekte und die völlig zu 'verdammen' heißt Potentiale nicht nutzen.

Ausserdem ist es vielleicht sinnvoll, um die eigenen 'Möglichkeiten' zu wissen, dann kann man von ihnen nicht so überrascht werden sondern sie einsetzen und lenken wie es passt.

Noch eine kurze Bemerkung zum 'Auseinanderpflücken': wer nicht bereit ist, sich 'zu erklären' und vielleicht mehrere Male zu beschreiben was er/sie GENAU meint, lässt eine Möglichkeit vorbei gehen sich auszutauschen. Manchmal ist das mühselig und vielleicht auch nervig, nur - das ist KOMMUNIKATION. Zu faul dazu? 🙂
 
auch wenn der Kontext fehlt, fiel mir grade wieder dieser berühmte Satz ein:

"Töte einen Menschen und du wirst zum Tode verurteilt.
Töte 100.000 Menschen und du bekommst dafür einen Orden"


Woher weißt Du das bzw. wie kommst Du darauf???

War ich bis jetzt ein Lügner, weil ich immer von mir behauptet habe, ich könnte nie jemanden töten (Ausnahme: Notwehr)? Bleibe ich (in Deinen Augen) ein Lügner, wenn ich das weiterhin behaupten würde?
du hast es dir eigentlich selbst beantwortet.
das Gesetz unterscheidet zwar zwischen Mord und Totschlag im Affekt oder Notwehr.
aber getötet hast du ihn trotzdem.

benutz also einfach das Wort "(vorsetzlicher) Mord" statt "töten". dann ist es vom Gesetz her korrekt definiert und davon kannst du dann behaupten es nie zu tun 😀


ich denke eher nicht, dass ich im Affekt jemanden töten könnte, sondern eher fahrlässige Tötung bzw Totschlag passieren könnte.
(soweit ich das in Filmen mitbekommen habe, ist Totschlag, wenn ich jemanden im Streit schubse, er hinfällt und mit dem Kopf gegen einen Stein am Boden aufschlägt und daran stirbt)

aber das kann praktisch jedem passieren.


Skynd
 
auch wenn der Kontext fehlt, fiel mir grade wieder dieser berühmte Satz ein:

"Töte einen Menschen und du wirst zum Tode verurteilt.
Töte 100.000 Menschen und du bekommst dafür einen Orden"

Ich kenne das Zitat eher so: Der Tod eines Menschen ist eine Tragödie, der Tod einer Millionen Menschen nur eine Statistik.

Soll von Stalin sein.
 
Ich habe übrigens nur "auseinanderpflückerisch" reagiert, weil gerade diese Situation "Nothilfe" und "Notwehr" weder für Laien noch für Kundige einfach zu begreifen ist - und in entsprechender Situation wohl erst recht nicht. Denn gerade mein Eingriff ( die Wahl der Waffe sozusagen ) setzt ja die Kenntnis voraus, ob der Angreifende überhaupt töten will. Dann sollte ich wissen, ob das Opfer bereits tot ist, oder eventuell doch noch lebt. Alles in einer Notwehr für andere - oder Nothilfe - Situation nicht mehr so einfach zu realisieren.
 
Manchmal ist das mühselig und vielleicht auch nervig, nur - das ist KOMMUNIKATION. Zu faul dazu? 🙂

Ehrlich? Manchmal ja! Wie gesagt, ich hab beruflich nur mit anständiger, präziser Kommunikation zu tun und ich möchte irgendwann und irgendwo auch mal ich selbst sein können. Und ich denke, das darf ich hier auch.........

Im übrigen bin ich jetzt schon nen Weilchen hier, kenne viele User hier und sie mich.......und normalerweise ist es so, dass mich Leute schon von ganz allein verstehen, wenn sie mich kennen 😉


PS: hier, die präzisere Variante/Übersetzung des vorgenannten für alle, die mich manchmal gerne mißverstehen ;-)
In Ordnung, ich gebe zu, dass ich mich in gewissen Momenten dazu hinreißen lasse. Wie ich bereits erwähnte, ist mein tägliches Leben von gewählter Aussprache sowie verbaler und schriftlicher Kommunikation geprägt. Da mir jedoch keiner das Recht absprechen kann, im gewissen Ausmaß und bei freizeitlichen Beschäftigungen meiner eigenen Natur freien Lauf zu lassen, gehe ich dieser Neigung auch sehr gerne nach. Ich hoffe und vermute, dass mir diese Auslebung meiner Neigung hier auch gestattet sein wird.

Zu meiner Verteidigung möchte ich weiterhin darauf hinweisen, dass ich nun schon –im Vergleich zur hiesigen durchschnittlichen Verweilungsdauer eines Durchschnittsbürgers- seit nicht unerheblicher Zeit User dieses Forums bin und im Laufe der Zeit bereits viele andere User kennenlernen bzw. sie mich kennenlernen durfte/n. Aufgrund dieser Tatsache liegt hier die Vermutung nahe, dass mich diese User auch einschätzen können und den Lauf meiner Natur verstehen ………



So, und jetzt weiter zum Thema 😀
 
[...]

Zu Notwehr und Nothilfe - niemand ist verpflichtet, sich ersteinmal gründlich davon zu überzeugen, dass der Täter einen selbst oder einen anderen töten will, wenn es in der Situation hinreichend Verdachtsmomente gibt, die nahelegen, dass derjenige dabei ist, ein Kapitalverbrechen zu begehen.
Es gibt keinen Notwehrkatalog, in dem drinsteht "Täter rennt mit Messer auf Opfer zu - erschießen erlaubt", sondern das darf man durchaus situativ entscheiden.
Über eventuelle Notwehrexzesse kann und wird dann das Gericht später ohnehin zu entscheiden haben. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass alles erlaubt ist, was dem Opfer oder Helfenden ermöglicht, den Angriff des Täters abzubrechen und auch weitere Gefahren von sich oder anderen abzuwenden. Grundsätzlich NICHT erlaubt ist das weitere Attackieren des Täters, *nachdem* dies erfolgt ist.

Wenn der Angreifer also bereits auf dem Boden liegt und ruhiggestellt ist, darf man nicht nochmal loslaufen, ein Messer holen und ihn abstechen.



Grüße


P.
 
Zuletzt bearbeitet:
[..]

Zu Notwehr und Nothilfe - niemand ist verpflichtet, sich ersteinmal gründlich davon zu überzeugen, dass der Täter einen selbst oder einen anderen töten will, wenn es in der Situation hinreichend Verdachtsmomente gibt, die nahelegen, dass derjenige dabei ist, ein Kapitalverbrechen zu begehen.
Es gibt keinen Notwehrkatalog, in dem drinsteht "Täter rennt mit Messer auf Opfer zu - erschießen erlaubt", sondern das darf man durchaus situativ entscheiden.
Über eventuelle Notwehrexzesse kann und wird dann das Gericht später ohnehin zu entscheiden haben. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass alles erlaubt ist, was dem Opfer oder Helfenden ermöglicht, den Angriff des Täters abzubrechen und auch weitere Gefahren von sich oder anderen abzuwenden. Grundsätzlich NICHT erlaubt ist das weitere Attackieren des Täters, *nachdem* dies erfolgt ist.

Wenn der Angreifer also bereits auf dem Boden liegt und ruhiggestellt ist, darf man nicht nochmal loslaufen, ein Messer holen und ihn abstechen.

Ich glaube, da sind wir uns nunmehr alle einig drüber.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei sich mir der Sinn dieses Threads nicht ganz erschließt. Ja, ich kenne einen Mörder, kenne ihn auch schon ewig und habe damit kein moralisches Problem.
Und nu? 😕



Grüße



P.
 
Wobei sich mir der Sinn dieses Threads nicht ganz erschließt. Ja, ich kenne einen Mörder, kenne ihn auch schon ewig und habe damit kein moralisches Problem.
Und nu? 😕

Grüße

P.

Der Sinn muss sich Dir auch nicht erschließen, weil ich ja anfangs geschrieben habe, dass ich gerade ziemlich verwirrt bin.........😉

Magst Du über Deine Erfahrungen hier sprechen? Denn dann würde ich sie gerne hören!
 

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