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Zwiegespalten...

  • Starter*in Starter*in ZwiespaltinPerson
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Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt...

Wir haben wieder Kontakt 😕 Ich weiß nach der Mail vom WE zwar nicht, wieso, weshalb, warum, aber ich bin dankbar dafür und merke, wie die innere Anspannung von mir abfällt.

Jetzt kann ich mich darauf konzentrieren, was wirklich wichtig ist...
 
Hey, hey...

kennt das jemand, wenn einem andere Leute ihre Sicht der Dinge aufdrängen wollen, da könnte ich wild werden :mad:

Aktuelles Beispiel... ich habe einer Person alles von mir und meinem Kollegen erzählt. Ist eine ältere Freundin (also mit etwas mehr Lebenserfahrung und wie sich herausstellte, war sie in ihrer Ehe öfters in Affären verwickelt), die ich selten sehe, sondern mit der ich eher per Mail in Kontakt stehe.

Ich hab ihr also mitgeteilt, dass ich und mein Kollege wieder normalen Kontakt miteinander haben und ich froh über diesen Umstand bin.

Sie sagt nun, wir werden früher oder später nicht die Finger voneinander lassen können und die neue Freundin meines Kollegen wäre nur eine Ablenkung, denn eigentlich will er austesten, ob ich ihm fehle und was er für mich empfindet usw. Sie bezieht sich dabei auf seine Aussage (ich hab den Fehler gemacht und ihr die E-Mail-Korrespondenz vom WE geschickt):

... es ist für uns BEIDE gerade die Zeit zu sehen, was was bringt und was nicht. Ich muss sehen, wie weit ich mit meiner Beziehung komme und Du musst sehen, was aus Deiner wird... darauf sollten wir uns gerade konzentrieren denke ich!

Aber das ist Blödsinn und aus dem Zusammenhang gezogen!!! Es ging darum, dass ich geschrieben hatte, dass ich mich nicht auf meine Beziehung konzentrieren kann, wenn er (also der Kollege) mir durch den Kopf geistert, weil wir keinen Kontakt mehr miteinander haben. Denn er hat auch auf meine Frage geschrieben, wie lange wir denn seiner Meinung nach die Kontaktsperre aufrecht erhalten sollen:

Der Faktor Zeit ist immer so eine Sache... ich kann es schlecht beurteilen, wann Du soweit bist. Kann ja schlecht in Deinen Kopf gucken. Und die Frage ist auch, soweit bist für was. Dafür zu sagen, ich bin durch mit der ganzen Sache und weiß wieder, was ich wirklich 100%ig will, nämlich meinen Kerl, wäre natürlich am Besten!

Fakt ist, wir würden derzeit nicht wieder in Kontakt stehen, wenn ich ihn nicht gesucht hätte. Er hat mir mehr als einmal eindeutig gesagt, dass er keine tiefergehenden Gefühle für mich hat, er mich mag, ich ihm nicht egal bin usw., aber eben nichts weiter... eben nur ein guter Freund, wobei man mit Freunden nicht ins Bett gehen sollte 😱

Was das Problem ist? Ich lasse mich beeinflussen und fange wieder an zu Zweifeln!!! Das enttäuscht mich über mich selbst am Meisten, dass ich nicht konsequent bleibe, wo mir doch eigentlich alles klar vor Augen geführt wird 🙁
 
Ich muss mal wieder schreiben... schade fritzie, dass Du Dich zurückgezogen hast - ich hoffe, ich komme auch bald an den Punkt...

Zwischen mir und meinem Kollegen ist alles soweit wieder OK, wie es eben nach einer Affäre sein kann 🙄 Es ist nicht mehr so vertraut wie früher, zu Weilen auch etwas verkrampft. Den Kontakt ganz abbrechen kann ich immer noch nicht, auch wenn ich merke, dass mir diese "Freundschaft" nicht das gibt, was ich eigentlich erhofft habe. Wie auch, ich trage immer noch eine Sehnsucht mit mir herum, die ich nicht zu lösen weiß.

Wir wollen uns nun mal wieder außerhalb der Arbeit treffen zum Essen. Im ersten Moment habe ich mich gefreut, danach schlich sich ein ungutes Gefühl ein und heute einen Tag vorm Treffen hab ich ein ganz schlechtes Gefühl in der Magengegend 🙁 Vermutlich ist das der Pessimist in mir, der fragt, was das Ganze soll!?! Wir werden nie diese Art Freunde, wie ich es mir wünsche, es wird immer ein komisches Verhältnis zwischen uns sein. Ich kann ihm gegenüber nicht locker sein, weil eben noch diese sexuelle Anziehung da ist. Ich weiß im Grunde jetzt schon, dass ich nach dem Treffen wieder durcheinander sein werde, obwohl wir nicht mehr machen, als uns unterhalten und gemeinsam was Essen. Ich bin kurz davor das Ganze abzusagen... und dann? Wie ich mich kenne, gehe ich morgen hin und leide innerlich statt einfach seine Gesellschaft zu genießen...

Den Kinderwunsch haben mein Mann und ich vorerst auf Eis gelegt. Einen anstehenden Hauskauf abgeblasen. Ich weiß, dass ich meinen Mann nicht verlieren möchte und ich diese Gefühle für den Kollegen annehmen muss, denn verdrängen/abschalten funktioniert nicht. Ich hoffe, dass die Gefühle mit der Zeit nachlassen und ich einen Weg zurück zu meinem Mann finde. Hat jemand ne Idee, wie man die Zeit gaaaaanz schnell vorspuhlen kann 😉
 
Hallo ZwiespaltinPerson,

ich hab mich etwas eingelesen und bekomme das Gefühl, dass Du auf der Stelle herum trittst. Deine "Beziehung" zu deinem Kollegen hat Dir gezeigt, was Du möchtest, was Du vermisst, was in deinem Leben auch ausgelebt werden möchte. Sind wir uns soweit einig?

Du weißt welcher Teil in Dir entdeckt und ausgelebt werden möchte. Mit deinem Kollegen war das plötzlich möglich. Es kommt mir vor, als wäre dieser Teil aus der Wüste heraus in eine kleine Oase gekommen.

Ich habe den Eindruck, dass Du selbst keine Chance siehst, ihn in deiner jetzigen Beziehung (Wüste?) auszuleben. Gleichzeit sehnst Du dich nach der "Oase" (deinem Kollegen) und übersiehst, dass es Dir darum geht vollständig zu leben?

Was passiert, wenn Du dich bewusst aus beiden Beziehungen heraus nimmst. Was möchtest Du noch entdecken und ausleben, wenn Du dich bewusst auf dich besinnst und zurück ziehst? Sei ehrlich zu Dir selbst, auch wenn Du Angst hast. Findest Du mit deinem Mann, in deinen Freundschaften Raum für deine gesamte Persönlichkeit? Wenn Du das weißt, dann kannst Du deinen Mann einladen. Ich möchte .. . Ich wünsche mir .. . Ich will ausprobieren .. . Ich möchte mit dir erfahren ... . Und ich möchte wissen, was Du vom Leben erwartest, dir vorstellen kannst, ausleben möchtest. Gehen wir zusammen?

Ich denke dein Kollege ist nur der Aufhänger. Viel wichtiger ist, was es über dich selbst aussagt. Was hat er berührt und wie gehst Du damit jetzt um. Da war es wieder "Verantwortung für sich selbst" 😉 .


Jun
 
Hallo ZwiespaltinPerson,

Hallo Jun - danke für Deinen Post *wink*

ich hab mich etwas eingelesen und bekomme das Gefühl, dass Du auf der Stelle herum trittst. Deine "Beziehung" zu deinem Kollegen hat Dir gezeigt, was Du möchtest, was Du vermisst, was in deinem Leben auch ausgelebt werden möchte. Sind wir uns soweit einig? Du weißt welcher Teil in Dir entdeckt und ausgelebt werden möchte. Mit deinem Kollegen war das plötzlich möglich. Es kommt mir vor, als wäre dieser Teil aus der Wüste heraus in eine kleine Oase gekommen. Ich habe den Eindruck, dass Du selbst keine Chance siehst, ihn in deiner jetzigen Beziehung (Wüste?) auszuleben. Gleichzeit sehnst Du dich nach der "Oase" (deinem Kollegen) und übersiehst, dass es Dir darum geht vollständig zu leben?

Die bildliche Darstellung mit Wüste und Oase ist sehr passend gewählt 😉 Und ja, ich trete definitiv auf der Stelle 🙁 Aber das Problem ist auch, ich weiß nicht bewusst, was es ist, das ich vermisse 😕 Der Kollege hat auf jeden Fall etwas in mir wachgerüttelt, aber ich kann es nicht genau definieren. Der Sex war Leidenschaftlich, mit ihm fühlte ich mich lebendig, aber ist das nicht normal, dass alles was neu ist sich aufregend und lebendig anfühlt? Objektiv würde das sexuelle sicherlich auch mit der Zeit einschlafen, wie bei meinem Mann. Und wenn es nur das sexuelle wär, dann würde mich das doch nicht so beschäftigen?!?

Was passiert, wenn Du dich bewusst aus beiden Beziehungen heraus nimmst. Was möchtest Du noch entdecken und ausleben, wenn Du dich bewusst auf dich besinnst und zurück ziehst? Sei ehrlich zu Dir selbst, auch wenn Du Angst hast. Findest Du mit deinem Mann, in deinen Freundschaften Raum für deine gesamte Persönlichkeit? Wenn Du das weißt, dann kannst Du deinen Mann einladen. Ich möchte .. . Ich wünsche mir .. . Ich will ausprobieren .. . Ich möchte mit dir erfahren ... . Und ich möchte wissen, was Du vom Leben erwartest, dir vorstellen kannst, ausleben möchtest. Gehen wir zusammen?

Ich habe mich und meine Persönlichkeit immer mehr zurückgenommen, als das ich sie entfaltet habe, von daher fällt mir Selbstreflektion schwer. Ich bin ein Harmoniemensch und mache es gerne allen Recht. Das führt oft dazu, dass ich, auch wenn mich etwas ärgert/kränkt, den ersten Schritt mache. Mir ist wichtig, was andere von mir denken, obwohl es das nicht sollte. Ich habe erst spät gelernt auch mal nein zu sagen. Von meinen Eltern habe ich nie die Anerkennung bekommen, die ich mir erhofft habe und habe noch bis Mitte 20 immer um ihre Gunst/Anerkennung gebuhlt. Ich hatte vor kurzen mal ein Gespräch mit einer Psychologin, sie meinte aus meinen Schilderungen Verlustangst herauszuhören?!

Ich habe das Gefühl, als müsste ich mit Anfang 30 ersteinmal mich selbst finden. Derzeit bin ich schon dabei Dinge zu tun, die ich schon immer machen wollte, aber dennoch ist danach dieses Gefühl der Leere in mir.

Und zu meinem Mann und meinen Freunden kann ich sagen, dass es oft vorkommt, dass ich mich in ihrer Gegenwart als austauschbar/unwichtig empfinde. In meinem engen Freundeskreis haben alle studiert. Ich merke, wenn bestimmte Themen angesprochen werden, dass ich mich zurückziehe, weil ich eh nicht mitreden kann bzw. in der Gruppe meine Worte kein Gehör finden. So gesehen ist der Raum zur Entfaltung meiner Persönlichkeit bei meinem Mann sowie bei meinen Freunden nicht wirklich gegeben, oder ich habe nur zu viel Angst es zuzulassen.

Ich denke dein Kollege ist nur der Aufhänger. Viel wichtiger ist, was es über dich selbst aussagt. Was hat er berührt und wie gehst Du damit jetzt um. Da war es wieder "Verantwortung für sich selbst" 😉

Ich gebe Dir Recht, dass der Kollege nur der Aufhänger war. Jedoch möchte ich den Staub, den er aufgewühlt hat, nicht einfach wieder zur Ruhe kommen lassen, ich möchte etwas ändern! Nur fehlt mir bisher ein Lösungsansatz...
 
Hi Zwiegespalten 🙂,

ich muss nochmal nachfragen.

Zum Thema Verlustangst kann ich nur sagen, dass es vielleicht auch eine Rolle bei dir spielt. Ein Kind das nicht genügend Anerkennung bekommt, muss um Liebe gerade zu kämpfen. Ein Kind ist ja von der Zuwendung seiner Eltern stark abhängig. Als Kind fängt man an Glaubenssätze zu verinnerlichen. Verhaltensweisen, die Anerkennung bringen sollen, werden eingeübt. Kinder entwickeln aus ihrem kindlichen Verständnis und Angstgefühl heraus schlicht Überlebensstrategien. Da erzähle ich Dir nichts Neues.

Überlebensstrategien wie ein Ohr für Harmonie, Stress und Streitsituationen sofort entgegen wirken, sich zurück ja herausnehmen, unsichtbar werden, eigene Bedürfnisse und Wünsche nicht mehr zu kennen, all das hat diesem Kind geholfen zu überleben. Sogar die Angst vor Verlust war Hilfe und Beistand. Kinder haben keine andere Möglichkeit, sie nehmen was kommt. Können sie sich doch nicht wehren.

Welche alten Mechanismen laufen bei Dir noch? Du sagst Harmoniemensch. Das bedeutet aus meiner Erfahrung, dass Du vielleicht Wut Anderer schlecht stehen lassen kannst. Dass Du dir selbst keinen Raum für eigene Wut und Ärger geben kannst, weil Du es übertrieben findest, den Anderen schon entschuldigst, bevor Du dir Luft machen kannst?
Du sagst dir ist wichtig, was andere von dir denken. Bis zu einem gewissen Grad ist das ja in Ordnung. Ab einem gewissen Punkt muss es auch gut sein. Verbiegst Du dich für andere?

Du sagst, in einer Gruppe findest Du kein Gehör. Ist das deine feste Überzeugung, wurdest Du zu Hause gehört? Hast Du vielleicht auch Angst unangenehm aufzufallen? Wie fühlen sich die Situationen an? Was fällt Dir noch ein?

Ich habe das Gefühl, als müsste ich mit Anfang 30 ersteinmal mich selbst finden. Derzeit bin ich schon dabei Dinge zu tun, die ich schon immer machen wollte, aber dennoch ist danach dieses Gefühl der Leere in mir.
Gibt es dieses Gefühl der Leere nicht auch, wenn Du mit deinem Kollegen zusammen bist oder an ihn denkst? Hast Du auf die Frage "Was wünscht Du dir vom Leben?" Antworten hinter denen Du stehen willst und kannst (siehe auch oben 🙂 )?


Jun
 
Hallo Jun,

ich kann den größten Teil Deiner Fragen mit JA beantworten, denn ich finde mich in Deinen Erläuterungen wieder und die kindlichen Mechanismen sind heute noch im Erwachsenenalter vorhanden.

Andererseits habe ich derzeit das Gefühl geradezu auszubrechen... egoistischer zu werden, kein Wunder, dass das meinen Mann verschreckt, ich war ja sonst nie so 😱

Gibt es dieses Gefühl der Leere nicht auch, wenn Du mit deinem Kollegen zusammen bist oder an ihn denkst?

Auch das kann ich mit JA beantworten. Der Kollege war eh nie eine Option. Zur Zeit verärgert er mich mehr, als dass ich mich in seiner Gegenwart wohl fühle.

Leider weiß ich auf die Frage, was ich mir vom Leben wünsche, keine konkrete Antwort. Das wird wohl ein längerer Prozess. Derweil geht der Alltag weiter und ich muss obacht geben, dieses "Ziel" nicht aus den Augen zu verlieren.
 
Hi 🙂,

das wird schon.
Andererseits habe ich derzeit das Gefühl geradezu auszubrechen...
Wenn es sich für Dich richtig anfühlt, dann ist es doch okay. Das dein Mann daran zu knabbern hat war zu erwarten. Wer weiß, vielleicht zieht er ja mit.
 
Aaaaaah, wieso fühlt man sich zu jemanden sexuell hingezogen, obwohl derjenige einen mehrfach enttäuscht hat und der Kopf einen sagt, dass man die Finger davon lassen soll - ich verstehe mich selbst nicht!!!

@Jun: Habe mir das Buch besorgt und hoffe, danach klarer zu sehen.

Mein Mann tut mir einfach nur leid 🙁 Wenn ich das sexuelle Verlangen nach meinen Kollegen auf meinen Mann übertragen könnte, wäre alles schick denke ich...
 
Ruhig Blut 🙂. Du bist ja dran zu klären, was für Dich wichtig ist. Dann kannst Du dich aufs Äußere konzentrieren.
 

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