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Zusammenziehen - soll ich es wagen?

Nachtrag:

Falls ihr Kinder wollt (da würde es langsam biologisch gesehen Zeit), hättest du dann gleich drei Versorgungsfälle zu wuppen.
 
Also dein Freund hat ein Haus vom Vater geerbt in fragwürdigem Zustand ohne Heizungen sowie Geldvermögen
Er wohnt im Haus seiner Mutter, das er ggf. ebenfalls erbt.

Er verbraucht das Geldvermögen und hat sonst kein Einkommen, da er aufgrund negativer Erfahrungen nicht mehr arbeiten möchte. Seine Mutter erzielt nur ein geringes Einkommen. Die Mutter wird vermutlich nicht in der Lage sein, ihr Haus von ihrem geringen Einkommen zu unterhalten und Rücklagen für notwendige Reparaturen zu bilden. Dach, Leitungen, Heizungsreparatiren oder -erneuerungen sind teuer. Ohne Investitionen verliert das Haus an Wert. Oder Dein Freund finanziert das und zehrt damit sein Vermögen weiter auf.

Wenn Teile des Hauses vernachlässigt werden, verkommt das Haus und verliert weiter an Wert.

Dazu kommt, daß das Haus der Mutter im Fall der Pflegebedürftigkeit als Vermögen ggf. einzusetzen ist bevor staatliche Leistungen in Anspruch genommen werden. Auch das Vermögen des Sohnes ist in diesem Fall nicht umfassend geschützt, da meines Wissens nach zwar die Einkommensgrenzen unterhaltspflichtiger Kinder hinaufgesetzt wurden, aber Vermögen oberhalb bestimmter Grenzen herangezogen werden kann für den Elternunterhalt.

Was ist mit dem Haus Deines Freundes, daß er vom Vater geerbt hat? Wie wird Das unterhalten? Ist es vermietet?
Trägt es sich bzw. wird Gewinn erzielt? Bietet es sich als Sanierungsobjekt an? Kümmert Dein Freund sich darum, daß es unterhalten und saniert wird? Z.B. Heizungen eingebaut werden? Daß das Haus eine Wertsteigerung erfährt und damit höhere Mieten und einen besseren Verkaufserlös erzielt? Oder zu Eurem Traumhaus wird, in dem Ihr gut miteinander leben könnt?

Oder ist er ein Mann, der Zeit hat und trotzdem in der Hinsicht nichts unternimmt?

Wenn es tatsächlich so ist, daß er das Vermögen monatlich verbraucht, kein Einkommen erwirtschaftet und auch nichts aktiv zur Sanierung unternimmt, sondern sein Leben vorüberziehen läßt und blauäugig hofft, daß das Geld irgendwie reicht, ohne echten Plan, damn fände ich das sehe bedenklich. Du hörst Dich auch nicht so an, als ob Du Haussanierung, Vermögensverwaltung etc. für Euch alle nebenbei zu Deiner Volzeitberufstätigkeit stemmen möchtest.

Und ja, wenn das Vermögen verbraucht ist und Dein Ehemann nicht berufstätig ist, dann ist es an Dir, Euren Lebensunterhalt sicherzustellen. Das wäre dann die typische Hausfrauenehe nur mit vertauschten Rollen. Er kümmert sich um Haushalt. Du um Einkommenserzielung.

Das zu den finanziellen Aspekten.

Ich würde mich vielmehr fragen, kann ich auf Dauer mit einem passiven Partner leben? Kann ich jemanden achten, der blauäugig und faul sein Vermögen verbraucht? Der offenbar nicht bereit ist, sich einzusetzen und Verantwortung für sein Leben zu übernehmen

Auch die Situation im Haus der Mutter wäre ein No-Go für mich. Wenn er akzeptiert, daß Teile des Hauses verkommen, weil die Reinigung und Unterhaltung dieser Räume nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fallen, dann sagt das für mich viel. Bevor er aktiv wird, scheint er sich mit Unzulänglichkeiten und auch unhygienischen Zuständen abzufinden

Das ist doch nicht ernsthaft eine Option, in diese Lebensumstände dauerhaft einzuziehen, oder?

Für den Übergang, bis das andere Haus saniert ist oder dein Freund Arbeit hat oder Du Miete sparen willst mag das gehen
Aber als langfristige Perspektive?

Wenn Dein Freund Dich so sehr liebt wie Du ihn, dann mach ihm klar, daß Du gerne mit ihm zusammenzieht. Aber nicht in Muttis Haus. Nicht unter diesen Umständen. Davon kann ich nur abraten.

Sondern daß Du erwartest, daß auch er aktiv seinen Part dazu beiträgt, daß ihr langfristig ein gutes Leben in einem schönen Zuhause habt.

Wenn Ihr beide an einem Strang zieht und Euch beide aktiv für Eure gemeinsame Zukunft einsetzt, ist die Ausgangslage gar nicht soooo schlecht. Wenn er jedoch weiterhin passiv bleibt, wirst Du Dich damit auseinandersetzen müssen, daß Du in der Beziehung langfristig die Versorgerrolle übernehmen mußt und vermutlich auch aufgrund seiner Bequemlichkeit den Großteil der Alltagangelegenheiten organisieren mußt. Das kann man machen. Für mich persönlich käme das jedoch nicht in Frage.

Ich würde es schon nicht mögen, wenn sich jemand auf den Leistungen der Vorgeneration ausruht anstatt selbst kraftvoll ins eigenen Leben zu finden.

In deiner aktuellen Situation würde ich kläre Rahmenbedingungen für eine Beziehung und ggf. Zusammenziehen formulieren und schauen, ob seine Liebe groß genug ist, seine Passivität zu überwinden und aktiv zur Verbesserung beizutragen.
 
Einen Kinderwunsch haben wir nicht. In dem Haus, welches mein Freund von seinem Vater geerbt hat, wohnt eine ältere Person aus seiner Verwandtschaft (bezahlt aber keine Miete). Diese Person kümmert sich darum, dass alles schön ordentlich bleibt. Reparaturen usw. bezahlt mein Freund. Wenn die Verwandte eines Tages stirbt, möchte mein Freund das Haus evtl. verkaufen.

Im Haus der Mutter wurde dieses Jahr etwas saniert. Davor war das jahrelang nicht der Fall. Ganz mittellos ist die Mutter wohl nicht, ein bisschen was hat sie schon. Aber für ein jahrelanges Leben im Pflegeheim reicht es nicht.

Ich habe definitiv nicht die finanziellen Mittel, um einen erwachsenen Menschen durchzufüttern und für teure Reparaturen am Haus zu blechen. Mein Freund möchte aber nicht in eine Mietwohnung ziehen. Er hat sein Leben lang in Häusern gelebt und kann sich nicht vorstellen, auf wenig Raum zu wohnen. Mir macht es nichts aus, in kleinen Wohnungen zu leben... ich wohne gerne auf wenig Raum, weil ich dann weniger putzen muss.
 
Du wirst ihn aus dem Haus nicht rausbekommen. Dafür ist er viel zu festgefahren.

Die Sache mit dem Teilzeit-Job halte ich für ein Lockmittel, damit du einziehst.

Ich hätte keine Lust auf einen Partner, der einfach so in den Tag hineinlebt und lieber das Erbe vom Vater ausgibt. Was macht er denn, wenn das Geld später alle ist?
 
Ich hätte keine Lust auf einen Partner, der einfach so in den Tag hineinlebt und lieber das Erbe vom Vater ausgibt. Was macht er denn, wenn das Geld später alle ist?


ich finde sowas völlig legitim, solange die betreffende person genug stärken hat, um eine beziehung führen zu wollen mit dieser (guter charakter usw etc pp).

das problem ist, es ist nur solange legitim, wie auch genug geld da ist. bei deinem freund @ TE, scheint mir das auf ziemlich wackligen füssen zu stehen. irgendwann wird das ganze nicht mehr gut gehen. alles in allem scheint dein freund ziemlich blauäugig und auch was naiv zu sein. lässt jemand kostenlos in seinem haus wohnen (kommt da nicht die steuer??? wir hatten mal eines unserer häuser nen jahr lang leerstehen weil einiges gemacht werden musste, und wir aufgrund krankheit beider elternteile nicht so recht dazu kamen, und die steuer kam direkt an und wollte uns das nicht glauben, dachten wir vermieten schwarz. nachbarn hätten das ganze aber bezeugt und am ende lief alles noch glatt, ü80 jährigen glaubt man dann auch, wenn die sagen es liegt am alter das alles was länger dauert)
 
Ich wäre mit dem Zusammenziehen ebenfalls vorsichtig.

Denn wie du schon bemerkt hast: ja, wenn das Geld alle ist musst du für ihn aufkommen. Die wollen dann wissen, was du verdienst und welche Fixkosten für Miete etc. du noch so hast. Dann noch ein paar 100€ für den eigenen Bedarf (Essen und so). Den Rest darfst du dann für deinen Partner aufkommen.

Denn wenn ihm das Geld ausgeht, wird er (je nach Alter) HartzIV oder Grundsicherung (für Rente hätte er arbeiten müssen) beantragen müssen. Soweit ich weiß wirst du bei beiden zur Bedürftigkeitsprüfung herangezogen, unabhängig davon, ob ihr verheiratet seid oder nicht.

Auch kannst du potenziellen nachehelichen Unterhalt nicht ausschließen. Offiziell wird es als sittenwidrig bezeichnet, vor allem will der Staat es aber nicht erlauben, private Unterhaltspflichten auf die Sozialgemeinschaft abzuwälzen. Das einzige was geht, ist den Unterhalt zu begrenzen auf ein Niveau, das mindestens der Sozialhilfe entspricht (und selbst das wird oft noch abgeschmettert).

Was mir Sorgen bereitet: er wird nicht jünger, und die Chancen noch einen Job zu finden sinken von Jahr zu Jahr. Bäcker sind doch gesucht. Warum macht er nicht mal ein halbes Jahr Praktikum bei einem (um wieder "rein zu kommen") und arbeitet dann eben in diesem Beruf? Sicher gibt es schönere Jobs, aber Arbeit ist auch nicht zum Vergnügen da.

Zudem wundert es mich, dass er die Zimmer der Mutter nicht mitmacht. Die Zeit hätte er doch.

An deiner Stelle würde ich es zur Bedingung für den Zusammenzug machen, dass er sich erneut ernsthaft um eine Stelle bemüht. Du schreibst doch ebenfalls Bewerbungen und riskierst, an einen blöden Chef zu geraten. Warum ist dieses Risiko bei ihm plötzlich unzumutbar.
 

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