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Zukunft in Europa

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Ich finde es vernünftig, dass Griechenland die Kapitalflucht jetzt bekämpft. Angeblich haben die Griechen ja schon 100 Milliarden in Sicherheit gebracht...

Auch die anderen Maßnahmen (Mehrwertsteuererhöhung, Einschränkungen von Frühverrentungen etc.) finde ich gut, wenngleich die griechische Regierung das ablehnt bzw das Volk es entscheiden lassen will. Dem "Volk" geht´s schon recht schlecht, hiesige Mythen über faule Griechen halte ich für falsch, hier mal ein blog dazu:
Das Märchen von der griechischen Rente

Für mich stellt sich die Frage, warum geht`s Griechenland denn so schlecht?
Die Antwort:
Warum funktioniert Griechenland so schlecht? | Never Mind the Markets

Ich glaube, dass in Griechenland bis heute Vetternwirtschaft, Bestechung, Steuerhinterziehung und politischer Boykott Alltag sind. Eine kleine Anzahl reicher Griechen haben einen Großteil des Vermögens und der arme Grieche sieht es als gerechtfertigt an, selber Steuern zu hinterziehen. Im Ergebnis hat die Regierung ein Volk nicht hinter, sondern gegen sich stehen.
 
Ich glaub nicht das viel passieren wird. Die Griechen werden am Sonntag für Europa und den Euro stimmen ( d.h. für weitere Hilfspakete ) die Regierung wird dann zurücktreten und die EU wird weitere Angebote machen. Oder so ähnlich.
 
also, wenn mich jetzt eine bank um rückzahlung meiner schulden fragt, sag ich einfach:"schulligung, ich bin griechin, und ich komme von der gyros-insel"😀😀
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht haben wir Griechenland von Anfang an falsch behandelt und Griechenland sich auch falsch eingeschätzt.

Das Land hat die Wirtschaftskraft von Argentinien oder Venezuela und nicht die eines europäischen Industrielandes.
Die mangelnde Konkurrenzfähigkeit zum Rest der EU macht es ja fast unmöglich gewinnbringend Waren zu produzieren. Griechenland war immer nur als Urlaubsziel erwähnenswert oder kennt jemand ne griechische Automarke? Griechenland ist eine geschlossene Wirtschaft. Die Menschen arbeiten besonders im Dienstleistungssektor (Tourismus), verdienen wenig und zahlen für importierte Waren viel.

Während uns Deutsche als Exportweltmeister der schwache EURO freut und unsere Wirtschafts international aufgestellt ist, machen Importe die griechische Industrie eher kaputt. Grenzen zu und Zölle erheben? Vielleicht. Im Gegensatz zu einem dritte Welt Land ist Griechenland geopolitisch günstig gelegen, hat eine gebildete Bevölkerung und sicher Potenzial, aber passt in unseren Wirtschaftsraum ohne unterzugehen?

Die US Ratingagentur Fitch hat mal so passend gesagt, dass ein Griechenlandaustritt Europa gut tun würde, weil Europa dann etwas kleiner aber viel stabiler sei. Vielleicht haben wir uns an Griechenland verschluckt.
 
Da Griechenland keine nennenswerte Industrie hat, nützen auch die Maßnahmen wie Rentenkürzungen, Lohnkürzungen niemand.
Daher ist das Gegenteil passiert. Die Leute haben weniger Geld zum ausgeben, die Wirtschaft schrumpft daher. Vermutlich waren die Politiker auf einem anderen Trip: Nämlich die Löhne dort unten soweit zu drücken, bis dort ( westliche ) Investoren auftreten - war aber wohl nicht so.
Mmmh, Grenzen zu, geht wohl nicht. Die sind in der EU und werden es sicher bleiben.
 
Da Griechenland keine nennenswerte Industrie hat, nützen auch die Maßnahmen wie Rentenkürzungen, Lohnkürzungen niemand.
Daher ist das Gegenteil passiert. Die Leute haben weniger Geld zum ausgeben, die Wirtschaft schrumpft daher. Vermutlich waren die Politiker auf einem anderen Trip: Nämlich die Löhne dort unten soweit zu drücken, bis dort ( westliche ) Investoren auftreten - war aber wohl nicht so.
Mmmh, Grenzen zu, geht wohl nicht. Die sind in der EU und werden es sicher bleiben.

Wachstumspolitik VS Sparpolitik
EZB Chef Draghi VS Frau Merkel
Spannendes Thema 🙂

Wachstumspolitik:
Je schneller Geld zirkuliert und ausgegeben wird, desto mehr Steuern nimmt ein Staat ein. Die EZB macht es mit Niedrigzinsen vor, sparen lohnt nicht, ausgeben und investieren lohnt.

Sparpolitik:
Sieht in Deutschland toll aus, die schwarze Null steht! Und langfristig? Kostenabwälzung auf Kommunen, Armut, verringerte Kaufkraft, wenig Wirtschaftswachstum

1:0 für die Wachstumspolitik, aber man muss sie gewinnbringend umsetzen. Griechenland hat mit den Krediten Bankdarlehen bedient. Insofern das Geld nur Banken gerettet hat, war es natürlich nur eine Umschuldung von Griechenland und das Land ist nach wie vor pleite und kann gar nicht investieren.
 
Klar, das hätte man eben auch schon vor 4 Jahren erkennen können. Wollte aber niemand wissen, weil die Sparpolitik in einigen Ländern ( Deutschland, Irland, Portugal ) ja "funktioniert" hat. ( deswegen in Anführungsstrichen, weil ich kein Freund von Hartz 4 bin )
Die Frage ist, was jetzt passiert. Im Moment ist ja bereits sowas wie Wahlkampf - und wenn sich die Griechen für den Euro entscheiden sollten, wird eine neue Regierung auftreten. Und dann kommt es drauf an, wie Europa reagiert.
 
Das Problem ist schlicht, dass die griechische Regierung
mehr ausgibt als sie einnimmt. Also kann sie entweder
sparen oder mehr Geld eintreiben - für beide Maßnahmen
gibt es genügend Vorschläge, nur können die offenbar
nicht umgesetzt werden, aus welchen Gründen auch
immer.

Bleibt also nur: eine neue, stärkere Regierung, die auch
die Verwaltung, z.B. die Steuerverwaltung, renoviert.

Sobald die Einnahmen wieder höher sind als die Ausgaben,
könnte die EU die Schulden gegen 0,0% Zinsen ausgleichen
und die Rückzahlung auf 100 Jahre vereinbaren. Das wäre
dann vielleicht realistisch, alles andere ist mathematisch
kaum lösbar.

Die Staatsschulden betragen zur Zeit ca. 400 Milliarden
Euro, jährlich entsteht aber ein Minus von ca. 5 Milliarden.
Das heißt, bei einem Plus von 4 Milliarden im Jahr und 100
Jahre Zeit zur Rückzahlung von 0% Zins sind sie 2115 mit
dem Schuldendienst fertig.

Dann sind auch die schönen deutschen U-Boote verrostet,
die man gekauft hat, um dem Erzfeind Türkei zu trotzen. 🙂

Manche Probleme lassen sich rechtzeitig gut lösen (keine
Schulden machen, um U-Boote zu kaufen oder überzogene
Renten für Staatsangestellte zu zahlen oder Steuerpflichtige
schonen, die Millionen in die Schweiz bringen), zu spät aber
so gut wie nicht mehr - das erleben wir hier gerade hautnah.
 
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