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Zukunft in Europa

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Ja, darüber denken sie noch nichtmal mehr ernsthaft in der Afd nach.....Außerdem bestätigst Du Dich nach wie vor als Orakel. Du weißt nicht, wie sich die Länder mit eigenen Währungenen entwickelt hätten. Du nimmst einfach was an, was Dir passt. Für die BRD ist der Euro der Hauptgewinn. Und für die meisten anderen Länder auch. Warum wollen so viele mitmachen? Warum geht niemand raus - was ja möglich wäre?
 
Die These ist doch dass "ökonomische Ungleichgewichte innerhalb einer Währungsunion zu Problemen führen".

Klingt logisch, vermag ich in der Konsequenz aber nicht zu folgen.
Mit einer eigenen Währung kann ein Land Schulden durch Inflation verringern, aber zu welchem Preis?

Ja, einer der kurzfristig großen Nutznießer der Inflation ist der Staat als institutioneller Großschuldner. Der Realwert seiner Verschuldung nimmt wegen der Inflation deutlich ab. Durch kalte Progression steigen zudem die realen Steuereinnahmen.

Die größten Verlierer sind Inhaber von Geldvermögen, die Staatsentschuldung wird auf dem Rücken der Menschen vorgenommen.

Noch schlimmer:
Die kurzfristige Staatsentschuldung führt dazu, dass auf den Kapitalmärkten das Kapitalangebot abnimmt, wer will Griechenland noch Geld leihen wenn das Land dieses nur zum Teilwert (dank Inflation) zurückzahlt?
Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, gehen bankrott, Steuereinnahmen des Staates sinken.

Staatsentschuldung durch Inflation ist eine kurzfristige Lösung, führt langfristig aber in den Untergang. Länder mit großer Inflation sind zumeist Länder, denen es schlecht geht.
 
Eine neue deutsche Währung würde sofort um 30 - 50% aufwerten. Will heißen, daß deutsche Produkte für das Ausland unbezahlbar würden. Mit entsprechenden Folgen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Wer dann noch nicht arbeitslos wäre, müßte starke Lohneinbußen hinnehmen, denn die Wirtschaft müßte versuchen, wieder konkurrenzfähig zu werden.
Es gäbe aber noch weitreichendere Folgen. Daher will das auch ernsthaft niemand.
So, man darf jetzt aber sicher hier auf den Standard-Satz warten: Wir waren doch aber auch vorher Exportweltmeister.....
Tja, in der Realität ist einfach Zeit vorbeigegangen. Man muß es nur merken. Es gab ja auch mal einen deutschen Kaiser und davor Jesus....
Währungsunion: Der Tag, an dem Deutschland den Euro verlässt | ZEIT ONLINE
 
Zuletzt bearbeitet:
Staatsentschuldung durch Inflation ist eine kurzfristige Lösung, führt langfristig aber in den Untergang. Länder mit großer Inflation sind zumeist Länder, denen es schlecht geht.

Komisch das diese Länder vor dem EU Gedöhns auch alle existierten ( und wenn ich mir Griechenland, Italien und andere anschaue, sogar besser ).

Dabei ist nach deinem Horror Szenario sogar davon aus zu gehen, dass sie erst gar nicht bis zum Euro hätten überleben können...
 
Komisch das diese Länder vor dem EU Gedöhns auch alle existierten ( und wenn ich mir Griechenland, Italien und andere anschaue, sogar besser ).

Dabei ist nach deinem Horror Szenario sogar davon aus zu gehen, dass sie erst gar nicht bis zum Euro hätten überleben können...

The truth hath been spoken!

Und ich schließe mich hier nur an, die EU hat mehr Negatives als Positives angerichtet. Handelsunion: schön und gut. Währungsunion: nicht so gut - ich wiederhol' mich mal wieder, das Problem ist, das Staaten selbst nicht mehr abwerten dürfen. Es werden unterschiedliche Nationen einer Einheitswährung unterworfen, wodurch eine Kopplung untereinander stattfindet. Wer auf Import von Gütern vertraut wird vom Euro bzw. von der EU langfristig nicht profitieren.

Dazu haben wir dann noch die Problematik aus den anderen Threads... Sozialromantik wird die Probleme leider nicht lösen - wäre mir natürlich auch lieber, nur geht es eben nicht. Sind hier vielleicht einige VWL'er anwesend?

lg

Dredd
 
Es wird langsam langweilig, aber ich kann PC und Dredd immer wieder nur zustimmen. Obwohl ich mit PC über andere Themen vortrefflich steiten kann.😀
 
Hinzu kommt das das Verhältnis zwischen den Euro Ländern noch nie so schlecht war wie aktuell. Gegenseitige Anschuldigungen von "Ihr könnt mit Geld nicht umgehen", über "ihr helft nicht genug" bis hin zu "wir finanzieren euch und ihr zeigt nicht mal Dankbarkeit", sind für ein miteinander nun mal auch nicht förderlich.

Aber so ist das eben, wenn ein paar wenige meinen sie müssten auf Gedeih und Verderben mit der großen Walze alles zu einem Einheitsbrei glattbügeln. Europa ist nicht eins und wird das auch niemals sein können. Höchstens in den Köpfen von Leuten mit rot gefärbten Haaren und Birkenstockschuhen.
 
Lach, PC obwohl ich rote Haare habe und Ab und An einmal Birkenstockschuhe trage muss ich dir aber trotzdem Recht geben.

Der ganze Europa-Mumpitz ist doch sowieso zum Scheitern verurteilt, und das war er von Anfang An und das weis man doch eigentlich auch. Schlimm finde ich das es immer noch Menschen gibt die wirklich daran glauben das es bei der Euroeinführung wirklich nur um die Interessen des kleinen Mannes in Ganz Europa gegangen ist.
Als ob sich jemals schon einer für die Interessen des Otto- Normalverbrauchers Interessiert hätte. 🙄
 
Ich hatte auch schon mal rote Haare, aber trage keine Birkenstock😀

Mich fasziniert, dass wir bestimmte Dinge glauben sollen und dass das dann tatsächlich hier als absolute Wahrheit und als Fakten vertreten wird. Die Menschen fühlen sich tatsächlich informiert.

@PC: Wenn ich da noch mal ganz kurz auf eines meiner Lieblingsbücher verweisen darf🙂 Nö, nix Verschwörungstheorie, langjähriger FAZ-Mitarbeiter
 
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