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wurde ich angelogen?

so hab ich es am Ende auch gemacht. nur noch schriftlich, damit ich dokumentieren kann, dass ich alles vorher angekündigt habe und der Vorgesetzte es weiß.

Wichtig bei der Dokumentation ist aber nicht nur Info, dass man es jetzt so und so gemacht hat (am besten noch mit dem indirekten Vorwurf, dass er ja nicht erreichbar war). Sondern mit dem Hinweis 'wie vereinbart'. Hast du das verstanden?

Du musst lernen, auf diesem Parkett zu tanzen und entsprechend aufzutreten. Mit 48 hast du nicht mehr den 'Vorteil der Jugend', da wird eine versierte Fachkraft erwartet, die selbständig arbeitet und wo die Abstimmung 'smooth' läuft.
 
es soll wieder überwiegend Kreditor-Buchhaltung sein.

Du musst dir darüber werden, dass ein Arbeitgeber eine Person, die auf die 50 zugeht, deshalb einstellt, weil eine erfahrene Fachkraft benötigt wird, die nur eine minimale Einarbeitung benötigt.

Wenn du (egal wo) anfängst, musst du souverän, professionell und selbstbewusst auftreten. Konkrete Fragen müssen kurz und knapp heruntergebrochen formuliert und gestellt werden - ansonsten wird erwartet, dass du in kürzester Zeit den Job machst.

Ist dir das klar?
 
es soll wieder überwiegend Kreditor-Buchhaltung sein.
Nach meinem Gefühl wärst du besser in einer Institution aufgehoben, wo es nicht so marktwirtschaftlich zugeht. Vielleicht eher bei einer Kommune, Partei, Wohlfahrtsunternehmen, Krankenkasse etc.?

Ich schätze dich so ein, dass du ein Mensch bist, der möglichst fehlerfrei arbeiten möchte und sich deshalb ausreichend Zeit nimmt, die Themen fachlich zu durchdringen – und der dann treu, konzentriert und konstant seine Arbeit macht. Liege ich damit in etwa richtig?
 
Nach meinem Gefühl wärst du besser in einer Institution aufgehoben, wo es nicht so marktwirtschaftlich zugeht. Vielleicht eher bei einer Kommune, Partei, Wohlfahrtsunternehmen, Krankenkasse etc.?

Ich schätze dich so ein, dass du ein Mensch bist, der möglichst fehlerfrei arbeiten möchte und sich deshalb ausreichend Zeit nimmt, die Themen fachlich zu durchdringen – und der dann treu, konzentriert und konstant seine Arbeit macht.
Da ich sowohl für marktwirtschaftliche als auch für öffentliche/gemeinnützige Arbeitgeber gearbeitet habe, kann ich sagen, dass es dort bezüglich Anforderungen, Erwartungen und Zeitdruck keinen Unterschied gab/gibt. Die Personaldecke war/ist bei allen gleich dünn. Eine Firma oder Einrichtung, die sich die beschriebene Arbeitweise leisten kann, ist zumindest mir nicht bekannt.
 
Da ich sowohl für marktwirtschaftliche als auch für öffentliche/gemeinnützige Arbeitgeber gearbeitet habe, kann ich sagen, dass es dort bezüglich Anforderungen, Erwartungen und Zeitdruck keinen Unterschied gab/gibt. Die Personaldecke war/ist bei allen gleich dünn. Eine Firma oder Einrichtung, die sich die beschriebene Arbeitweise leisten kann, ist zumindest mir nicht bekannt.

Ist auch meine Erfahrung. Wenn ein Arbeitgeber jemanden einstellt, der auf die 50 zugeht, dann auch deshalb, weil man jemanden mit Erfahrung sucht, der in der Lage ist, sich rasch in die Themen einzuarbeiten und dem man nicht wochenlang jemanden an die Seite stellen muss, der diesen Schritt für Schritt anleitet.
 
Das sehe ich anders, sorry. Ich bin tatsächlich seit 45 Jahren im Berufsleben und habe dabei die unterschiedlichsten Arten von Betrieben/Institutionen kennengelernt (z. T. aus Beratungsaufträgen). Es gibt da durchaus welche, bei denen Fehlerfreiheit ein hohes Gut ist und die froh sind, jemand zu haben, der sich intensiv einarbeitet und sich die nötige Zeit nimmt, Aufgaben korrekt zu erledigen.

Sogar in großen Industrieunternehmen habe ich solche Haltungen erlebt, aber auch in der Verwaltung oder in gemeinnützigen Betrieben bzw. Vereinen. Die brauchen ja alle auch eine ordentliche Buchhaltung und müssen das, was finanziell vor sich geht, vor ihren Gremien oder Mitgliedern vertreten.

Was natürlich nicht bedeutet, dass so etwas in den Stellenausschreibungen geschrieben wird. Da muss man eher zwischen den Zeilen lesen können 🙂
 
Das sehe ich anders, sorry. Ich bin tatsächlich seit 45 Jahren im Berufsleben und habe dabei die unterschiedlichsten Arten von Betrieben/Institutionen kennengelernt (z. T. aus Beratungsaufträgen). Es gibt da durchaus welche, bei denen Fehlerfreiheit ein hohes Gut ist und die froh sind, jemand zu haben, der sich intensiv einarbeitet und sich die nötige Zeit nimmt, Aufgaben korrekt zu erledigen.

Sogar in großen Industrieunternehmen habe ich solche Haltungen erlebt, aber auch in der Verwaltung oder in gemeinnützigen Betrieben bzw. Vereinen. Die brauchen ja alle auch eine ordentliche Buchhaltung und müssen das, was finanziell vor sich geht, vor ihren Gremien oder Mitgliedern vertreten.

Was natürlich nicht bedeutet, dass so etwas in den Stellenausschreibungen geschrieben wird. Da muss man eher zwischen den Zeilen lesen können 🙂

Natürlich wird korrekte Arbeit erwartet und auch, dass jemand sorgfältig, gewissenhaft und präzise ist. Aber bei einer erfahrenen Kraft, wird vorausgesetzt, dass sie das Paket bereits mitbringt und zügig durchstartet - nicht erstmal monatelang nur da sitzt und sich zaghaft einliest und die Arbeit erstmal liegen lässt.
 

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