Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

wurde ich angelogen?

Naja, wünschen kann sich ein Arbeitgeber ja erst einmal viel. Wir wissen ja auch gar nicht, wie hoch die Position von @baltar überhaupt angesiedelt war - ich vermute mal eher, dass es ein kleiner Sachbearbeiterposten ist, wenn noch nicht einmal eine Ausbildung als geprüfter Buchhalter verlangt wurde.
Es gibt viele Mitarbeiter, die auf die 50 zugehen, aber darunter sicherlich auch genügend, die nicht die erfahrenen Top-Performer sind, die direkt alles aus dem FF beherrschen. Vor allem, wenn dann noch Spezialprogramme zum Einsatz kommen. Da bedarf es schon nachvollziehbar auch einer gewissen Einarbeitung oder - und das wäre das Mindeste, wenn die Personaldecke dafür nicht reicht - eine Möglichkeit, fehlende Infos selber nachschlagen zu können.

Trotzdem muss man dann aber eine Möglichkeit finden, das angemessen zu kommunizieren sich irgendwie in den Job einzufinden, denn sonst passiert genau das, was eben passiert ist: Man übersteht noch nicht einmal die Probezeit. Und dafür wird es Gründe geben. Gut vorstellbar ist, dass du zwar berechtigterweise, aber eben auf unpassende Art, versucht hast, dir die fehlenden Informationen zu beschaffen. Eben indem du immer wieder beim Vorgesetzten vorstellig geworden bist und (womöglich) zwischen Tür und Angel um Unterstützung gebeten hast. Hier kann ich nur auf die Tipps verweisen, die im Thread schon gegeben wurden. Eine Probezeit zu überstehen und dann noch einen unbefristeten Vertrag zu erhalten, über den man einen gewissen Kündigungsschutz hat, setzt nun mal voraus, dass der Vorgesetzte einem wohl gesonnen und nicht nur noch genervt ist.
 
@Werner: hast du schon mal in der Buchhaltung oder allgemein im kaufmännischen Bereich gearbeitet?
Ich war lange selbständig (auch als Kaufmann mit mehreren Mitarbeitenden), habe mal die Buchhaltung und Mitgliederverwaltung in einem Verein mit vielen Hundert Mitgliedern verantwortet im Vorstand und bin aktuell immer noch in einem mittelständischen Betrieb u.a. für Sonderaufgaben zuständig, die auch die Buchhaltung und das Kaufmännische tangieren. Ich hatte aber auch schon zahlreiche Cochingaufträge in verschiedensten Institutionen und kenne daher deren Innenleben einigermaßen.

Dass man nicht "monatelang dasitzen" kann ist schon klar, aber ich denke, wenn man ordentlich eingearbeitet wird, entsteht so eine Lage wie hier von @baltar geschildert, erst gar nicht. Hier passen einfach Unternehmen und Angestellter nicht zusammen, scheint mir – da haben beide Seiten nicht optimal ausgewählt.
 
Hier passen einfach Unternehmen und Angestellter nicht zusammen, scheint mir.
Das muss auch nicht unbedingt so sein. Ich habe einen alten Thread von baltar im Hinterkopf, in dem er sich nicht wirklich geschickt angestellt hat und noch in der Probezeit befindlich auch sehr schnell mit dem Betriebsrat drohen wollte. Wer neu hinzukommt und wer niedriger angesiedelt ist, muss sich in die bestehende Struktur einpassen und auch ein Stückweit flexibel sein. Diese Flexibilität habe ich schon damals bei @baltar vermisst und eher den Eindruck gehabt, dass er erwartete, dass man sich auf ihn einstellt. So funktioniert das aber tatsächlich nicht - und das gilt für den öD wie für Industrieunternehmen tatsächlich gleichermaßen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Viele Firmen stellen ja mittlerweile erst einmal nicht mehr unbefristet ein.

Wenn ich eine Firma hätte, würde ich mich auch absichern. Man weiß ja nicht, wie es wird. Bei Zufriedenheit muss sich doch keiner wegen einer Kündigung sorgen.
Diese Klausel könnte sogar ein Plus sein, eine plausible Begründung, falls man raus will und eine neue Stelle anvisiert.
 
Aber da hapert es beim TE ja schon.
Also wenn ich lese, was @baltar am Anfang geschrieben hat, wie er die Lage vorfand, würde ich vor allem mal vermuten, dass es in der Buchhaltung der Firma hapert, die ihn angestellt hat. Uralte Mahnungen, falsche Buchungen etc. – das ist kein gutes Zeichen und sicher wurde das so auch beim Vorstellungsgespräch nicht geoffenbart.

Ich bin als junger Mann mal in eine Firma gekommen, wo ich (angeblich) Kundenberatung machen sollte und eben auch abrechnen. Als ich dann den ersten Tag ankam, standen in meinem Büro ca. 30-40 volle Leitzordner hinter meinem Stuhl auf dem Boden. Erklärung: Das seien alles erledigte Aufträge, die noch abgerechnet werden müssten ... das waren Hunderte! Und ich kannte das (damals noch sehr primitive) EDV-System nicht, mein Kollege war selbst heillos überfordert und ich war zum Teil völlig hilflos, die handschriftlichen Notizen auf den Auftragsbögen waren unleserlich, die Kalkulationsgrundlagen ein Chaos (falls überhaupt vorhanden). Ich wäre am Liebsten gleich wieder rausgelaufen. Trotzdem haben wir es dann gemeinsam irgendwie in den nächsten Wochen hinbekommen, da Ordnung reinzubringen, zum Teil mit 100 Überstunden im Monat (die zum Glück bezahlt wurden!). Dafür muss man aber der Typ sein, das als Herausforderung zu sehen – das kann man nicht von jedem erwarten, weil jeder andere Stärken hat.

Was ich damit sagen will: Es ist wohl normal, dass zwischen dem, was man im Vorstellungsgespräch hört und dem, was dann wirklich da ist, eine gewisse Diskrepanz besteht – und man kann durchaus das Gefühl bekommen, angelogen worden zu sein (was ja die ursprüngliche Frage hier war).
 
Dafür muss man aber der Typ sein, das als Herausforderung zu sehen – das kann man nicht von jedem erwarten, weil jeder andere Stärken hat.
Das sehe ich auch so. Nur sollte man im Vorstellungsgespräch ehrlich sein bezogen auf die eigenen Fähigkeiten.

Der Beruf an sich beinhaltet oft eine langjährige Mitarbeit ohne häufige Fluktuation, sofern die Firmen nicht in die Knie gehen.
Welche Gründe gibt es also meistens, wenn Buchhalter und kaufmännische Sachbearbeiter gesucht werden?
Jemand Langjähriges ist in Rente gegangen, Schwangerschaftsvertretung (befristet), Krankheitsvertretung (befristet), schlechtes Arbeitsklima, Chaos.
Neben den Fragen nach Brancheninhalten und Aufgabenfeld, möglichst auch den Grund der Stellenausschreibung erfragen.
 
Eine Firma mit so einer Buchhaltung wie vom TE beschrieben gibts gar nicht.
Doch, das gibt es leider.

Vor einigen Jahren habe ich die Buchhaltung für die kleine Tochter gGmbH einer großen Einrichtung gemacht. Die Hauptbuchhalterin der Mutter gGmbH war irgendwann komplett überfordert. Unter anderem gab es eine Systemumstellung und sie musste zwei neue Mitarbeiter einarbeiten. Nach außen hat sie sich nichts anmerken lassen und auch nicht um Hilfe gebeten. Sie hat ein Chaos auf den Konten verursacht, wie man sich das kaum vorstellen kann, besonders auf den Debitorenkonten. Sie hatte zum Teil an den Debitorenkonten vorbei direkt ins Hauptbuch gebucht und Positionen ausgeziffert, die nichts miteinander zu tun hatten. Das ging so tief, dass die offenen Forderungen nicht mehr zweifelsfrei den richtigen Zahlungspflichtigen zugeordnet werden konnten. Auch nicht durch hinzuziehen einer externe Fachfirma bzw. wäre der zeitliche und finanzielle Aufwand nicht tragbar gewesen. Auch so war der Verlust groß, es musste ein hoher Betrag abgeschrieben werden.
 
Das muss auch nicht unbedingt so sein. Ich habe einen alten Thread von baltar im Hinterkopf, in dem er sich nicht wirklich geschickt angestellt hat und noch in der Probezeit befindlich auch sehr schnell mit dem Betriebsrat drohen wollte. Wer neu hinzukommt und wer niedriger angesiedelt ist, muss sich in die bestehende Struktur einpassen und auch ein Stückweit flexibel sein. Diese Flexibilität habe ich schon damals bei @baltar vermisst und eher den Eindruck gehabt, dass der erwartete, dass man sich auf ihn einstellt. So funktioniert das aber tatsächlich nicht - und das gilt für den öD wie für Industrieunternehmen tatsächlich gleichermaßen.
ich habe nicht mit dem Betriebsrat gedroht. ich habe ihn nur heimlich aufgesucht, ohne dass irgend jemand etwas mitbekommen hat. ich habe nur eine Frage gestellt, der BR hat danach NICHTS gemacht.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben