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Würde Euch eine Behinderung bei einem Partner stören

Ich hab diesem Mann damals ehrlich gesagt, dass ich keine Beziehung mit ihm führen möchte - eben aus den Gründen, dass es nicht passt, wenn einer der Partner sich am liebsten in der Wohnung verkriecht, der andere aber eben raus und unter Menschen will.

Sicher war er verletzt, weil er sich wohl recht große Hoffnungen gemacht hatte. Aber er wusste, woran er war.
 
Das ist ja auch ok so. Ich sage ja z.b. immer "Nicht die Wahrheit tut weh, sondern die damit verbundene Ablehnung!". Empfindet natürlich jeder anders, aber mehr als einem die Wahrheit sagen kann man da ja dann auch nicht.
 
Ich denke auch, dass so eine Beziehung "aus Mitleid" für den gehandicapten Partner nicht schön wäre.

In meinem Beispiel denke ich, der soziophobische Mann hätte nach einer gewissen Zeit bemerkt, dass ich mit der Situation, nur noch daheim sitzen zu müssen, unzufrieden bin und hätte darunter sicher auch entsprechend gelitten und sich vielleicht sogar noch mehr zurückgezogen.

Ich denke, sich als Partner jemanden mit bestimmten Eigenschaften "herauszupicken", ist völlig normal und legitim... und dazu gehören dann eben auch Behinderungen, ob körperlich oder seelisch.
Nur kommt bei den Behinderungen eben noch eine gesellschaftliche Komponente mit rein - wenn ich z.B. sage "ich will keinen rothaarigen Mann" (ist wirklich so, ich kann rote Haare an Männern nicht ab 😀) dann regt sich da kein Mensch drüber auf.
Wenn ich aber sage, ich möchte keinen depressiven Mann, dann kommt schon eher eine negative Wertung.

zunächst einmal ist es ja dein/euer gutes recht jemanden wegen egal was abzulehnen. doch ich finde es naiv zu glauben das man jemanden mit den "perfekten" eigenschaften findet (den traumprinz gibts nur in märchen). und wenn ich hier lese man solle nicht einen auf moralisch machen dann bedanke ich mich an dieser stelle denn das kann nur von jemanden kommen der von oben herab schaut und noch nie ablehnung erfahren hat (jaja frauen und nein acro der letzte satz bezieht sich nicht auf dich).

die ablehnung von roten haaren finde ich ebenso verwerflich wie die der depression oder der soziophobie. aber es ist ja in ordnung und du bist ja auch ehrlich. wie viele sind das halt eben nicht und wie viele nutzen gerne aus...eine frau der es schlecht geht die findet rückhalt bei egal wem und sogar bei fremden aber als kerl ohhh den lassen wir mal lieber das ist kompliziert. es ist halt ein typischer egoistischer zug der oft bei frauen zu sehen ist. sowas will natürlich auch niemand hören denn man fühlt sich ja quasi verallgemeinert (ich beziehe das nicht auf alle das sollte klar sein). ich frage mich nur wie man am anfang nach nur der kurzen kennenlernphase wissen kann das eben jener fall der depression oder soziophobie hoffnungslos sei das man das nicht überwinden kann. vielleicht könnte er ja nach heilung der perfekte typ sein vielleicht brauch er auch nur mal jemanden der ihm vom gegenteil überzeugt und das schafft man sicher nicht in dem man sagt das sei einem zu kompliziert. aber die begründung ich will ja nicht immer wochen vorher einwirken ist in ordnung. schliesslich findet frau ja in der zeit wo er heilung erfahren könnte tausend andere 😉
 
Ich glaube echt, Du verwechselst Liebe mit Mitleid und eine Partnerin mit einer Therapeutin...!

Mich haben in der Zeit, in der ich auf Partnersuche war, auch genug Männer abgelehnt, dem einen war ich zu mollig, den nächsten haben meine Katzen gestört, dem dritten war ich nicht gestylt genug. Mich hat es zwar ein Stück weit verletzt, aber "verwerflich" fand ich es nicht.

Es geht doch, wenn ich eine Beziehung suche, nicht darum, ob ich ein gutes Werk tun und jemanden von seiner Depression / Soziopathie / was auch immer heilen kann - für MICH bedeutet Beziehung, dass sich 2 Menschen mit annähernd deckungsgleichen Interessen, Ansichten zusammenfinden und ihr Leben teilen.

Beziehung bedeutet nicht, dass einer sich selbst zurückstellt und sich aufopfert, um jemand anderen zu heilen.
 
Die Ablehnung roter Haare und die Ablehnung wegen einer sozialen Phobie od. Depressionen lässt sich so nicht vergleichen. Die roten Haare sieht man und wenn man diese nicht mag, lässt man den jenigen gar nicht erst so dicht an sich heran. Bei einem Sozialphobiker od. einem Depressiven Mann ist das etwas anderes. Beides erkennt man nicht durch das bloße hinsehen. Dazu muss man sich mit den der Krankheit entsprechenden Symphtomen auskennen und dann muss man auch noch die Möglichkeit haben, jemanden über einen längeren Zeitraum zu beobachten um diese Erkrankungen zu erkennen um das Gegenüber aufgrund dieser Tatsachen abzulehnen. Ich denke, dass sofortige Ablehnung (also wenn man wie bei den roten Haaren gar nicht erst rankommt) weniger schlimm empfunden wird, als wenn man jemanden kennen lernt, man sich anfängt intensiver für den anderen zu interessieren und DANN die Situation aufgrund von nicht sofort abänderbaren Tatsachen in eine Richtung kippt, die man so nicht möchte. Damit wird man wohl oder übel als nicht sichtbar Erkrankter Leben müssen.
 
Gut, ich hab das anders erlebt mit dem soziophobischen Mann.

Er ist da sehr offensiv mit umgegangen und hat mir das gleich beim 1. Kontakt erzählt.

Zumindest bei mir hatte sich zu dem Zeitpunkt noch gar nichts entwickelt, das man "tiefere Gefühle" nennen könnte.
Gut, bei ihm kann ich es nicht sagen - er hatte aufgrund seiner Probleme noch nie eine Partnerin und es könnte schon sein, dass er sich da sehr schnell in etwas hineingesteigert hat.
 
du siehst sofort ob das liebe ist?

ich verwechsle hier nix wenn der ofen aus bleibt dann bleibt er eben aus. mir ist schon klar das wenn man nix fühlt das man da auch nicht bleiben sollte. nur das nicht vorhanden sein eben so zu begründen weil es zu kompliziert ist ist daneben. aber ich merke schon das wollen die wenigsten sehen. hauptsache alles stimmt von anfang an.
 
Gut, ich gebe zu, in meinem konkreten Fall mit dem soziophobischen Mann hat mich seine Problematik davon abgehalten, ihn näher kennen zu lernen.

Wäre er gesund gewesen, dann wäre es vermutlich anders gelaufen.

Nur - ganz hart ausgedrückt - ich hatte einfach weder den Nerv noch die Lust dazu, die darauf folgenden Wochen abgekapselt (es war mitten im Frühling, da zieht es mich eh immer raus) und allein mit ihm in seiner Butze zu hocken.
Nu darfste mich hauen.
 
niemand haut hier. ich finde es sogar toll das du ehrlich bist. wie sollte man sonst darüber reden können...

am ende ist es sogar der bessere weg gewesen da er sicher im kopf schon weiter war als du. aber eben dieses verhalten spiegelt doch das typische wesen unserer zeit. viele reden von toleranz doch die wenigsten sind davon überzeugt.
 
am ende ist es sogar der bessere weg gewesen da er sicher im kopf schon weiter war als du.

Wie meinst Du jetzt das?


Übrigens...
Wenige Wochen, nachdem sich das alles so zugetragen hatte, hab ich in dem Internet-Freizeit-Portal, wo wir beide Mitglied waren, im Profil des soziophobischen Mannes als Status "vergeben" gesehen. 😉
 

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