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Wohnung kaufen als Investition?

Deshalb steckt die EZB in der Sackgasse. Auf der einen Seite die Hyperinflation (Finanzkrise) auf der anderen ein Platzen von Spekulationsblasen (Finanzkrise) ausgelöst durch steigende Zinsen. Einbrechen werden auch die Aktienmärkte. Diese sind seit Jahren heißgelaufen. Die Aktiekurse spiegeln schon lange nicht die Leistung eines Unternehmens wieder. Aufgrund der Niedrigzinsphase investieren Leute in Aktien...Angebot- Nachfrage tut den Rest. Aber z.B. VW dominiert den Automarkt nichtzu 100%, der als Begründung für die aktuellen Aktienkurse genannt werden könnte. Klar steckt in Aktienkursen auch der zukünftige Erfolg eines Unternehmens aber man sollte realistisch bleiben. Laut einigen "Analysten" wird eine Tesla Aktie bald 10.000$ und mehr kosten. Aber für was?
Tesla macht im Kerngeschäft Verluste. Tesla lebt nur vom Bitcoin und dem Verkauf von CO² Zertifikaten.

Auf jeden Fall erleben wir seit Jahren eine Steigerung fast aller Sachwerte: Immobilien, Aktien, Gold ... alles wird teurer.

Ich finde aber, dass Aussagen wie " Die Aktienkurse spiegeln schon lange nicht die Leistung eines Unternehmens wieder" pauschal und falsch sind. Gerade an Unternehmen wie VW sieht man das. Im Grunde wird ja nur aufgrund der gestiegenen Aktienwerte abgeleitet, dass es eine Überbewertung gäbe.

VW hat ein Kurs Gewinn Verhältnis von derzeit knapp 7. Sprich durch die Gewinne amortisiert sich eine Investition in 7 Jahren. Eine Immobilie in guter Lage hat derzeit ein Kurs Gewinn Verhältnis von was? 40? 50?

Auf dem Aktienmarkt gibt es derzeit selektiv einige Überbewertungen, vermutlich vor allem im gehypten Technologiesektor. Der Immobiliensektor scheint mir aber auf breiter Front massiv überbewertet.

Ich weiß nicht ob der TE schon eine Immobilie im Auge hat, aber ich glaube dass es extrem schwer ist heute noch eine Immobilie zu finden, die eine vernünftige Mietrendite hat und nicht massiv überteuert ist.
 
Ich finde aber, dass Aussagen wie " Die Aktienkurse spiegeln schon lange nicht die Leistung eines Unternehmens wieder" pauschal und falsch sind. Gerade an Unternehmen wie VW sieht man das. Im Grunde wird ja nur aufgrund der gestiegenen Aktienwerte abgeleitet, dass es eine Überbewertung gäbe.

Auf dem Aktienmarkt gibt es derzeit selektiv einige Überbewertungen, vermutlich vor allem im gehypten Technologiesektor. Der Immobiliensektor scheint mir aber auf breiter Front massiv überbewertet.

Ich weiß nicht ob der TE schon eine Immobilie im Auge hat, aber ich glaube dass es extrem schwer ist heute noch eine Immobilie zu finden, die eine vernünftige Mietrendite hat und nicht massiv überteuert ist.
Auf dem Aktienmarkt gibt es fast nur Überbewertungen. Wenn die Banken die Zinsen erhöhen, stoße ich meine Aktien im Wert von 80.000 ab und lege sie auf mein Sparbuch. Genau so werden auch alle anderen agieren. Wieso Geld in riskante Aktien investieren, wenn man auf einem sicheren Sparbuch auch Zinsen bekommt..für lau?

Die FED hat kürzlich den Schwanz eingezogen und möchte den Leitzins noch nicht erhòhen...weil sie genau wissen, was passieren wird. Nach dem neuen Crash werden neue (Banken)regeln aufgestellt, die dann kurze später wieder bewusst missachtet werden. Die Geschichte zeigt es und es immer wieder das gleiche Spiel.

Mir persönlich ist es lieber, wenn die Blasen jetzt platzen als in X Jahren, weil der Schaden von Tag zu Tag zunimmt.
 
Es gibt keine Blase. Es gibt zu wenig Wohnungen für immer mehr Menschen. Bei uns ziehen Flüchtlinge im staatl. geförderten Neubau ein, während andere in die Röhre gucken und 300000 auf den Tisch legen müssen.
 
Auf dem Aktienmarkt gibt es fast nur Überbewertungen. Wenn die Banken die Zinsen erhöhen, stoße ich meine Aktien im Wert von 80.000 ab und lege sie auf mein Sparbuch. Genau so werden auch alle anderen agieren. Wieso Geld in riskante Aktien investieren, wenn man auf einem sicheren Sparbuch auch Zinsen bekommt..für lau?

Ja so denken viele. Statistisch betrachtet brachen Aktienkurse oft ein wenn Zinsen eine gewisse Marke überstiegen. Diese Marke lag in der Vergangenheit aber meistens bei rund 5%.

Das kann ich nachvollziehen. Der Aktienmarkt bringt statistisch 6,9%. Wenn man risikolos 5% auf dem Sparbuch bekommt, würde manch ein Aktionär schwach werden. Davon sind wir aber noch meilenweit entfernt. Ich bezweifle zudem dass du das getimt bekommst, da ja eben viele so denken wie du....

Zudem: Das ist keine Argumentation für eine Über- oder Unterbewertung von Unternehmen. Auch wenn festverzinsliche Dinge künftig attraktiver werden könnten, ändert das nichts daran, dass Unternehmen wie Alphabet/Google Aktie Kapitalrenditen von über 12% machen und der Aktienmarkt langfristig immer das Sparbuch geschlagen hat.

Eine Blase wäre das, wenn wie bei der Dot Com Krise 2002 die Aktienkurse außer Verhältnis zu den Unternehmensgewinnen stünden. Bei einzelne Aktien wie Tesla kann man das durchaus so sehen, aber nicht in der breiten Masse der Aktien.

Bei Immobilien ist das imho kritischer. Hier sind viele Objekte so teuer, dass man grad mal 1-2% Mietrendite bekommt. Einzig bleibt die Hoffnung, dass irgendjemand Morgen noch mehr für das Objekt zahlt als ich....
Das klappt aber auch (wie tonytomate sagt) solange die Nachfrage stimmt.

Man muss nur eben wissen in was man investieren will:
A) In eine Immobilie, bei der fast nur die Preissteigerung aufgrund steigender Nachfrage, den Gewinn bestimmt. Das ist eher spekulativ wenngleich nicht unrealistisch.
B) In Unternehmen, die gute Gewinne machen und es kurzfristig unerheblich ist, ob viele Aktionäre sie kaufen wollen.
 
Sieht es den in Zukunft den irgendwie danach aus, dass die Nachfrage weiter so steigen wird oder stagniert die Nachfrage eher?

Ich würde weiter auf steigende Immobilienpreise tippen. Allerdings hängt das von vielen Faktoren ab und ist von Immobilie zu Immobilie unterschiedlich. Für mich ein Grund warum ich keine einzelnen Immobilien kaufe. Das Klumpenrisiko ist mir zu hoch. Stell dir vor du hast eine super Immobilie in guter Lage und morgen kommt eine Regierung daher und deckelt deine Miete.....
Man könnte hier auf Immobilienfonds oder REITS setzen, die verschiedene Immobilien überall auf der Welt haben. So schließt man aus, dass die EINE selbstgewählte Immobilie ein Fehlgriff ist.

Was wir in den letzten 20 Jahren erlebt haben war ein Boom in den Städten, während auf dem Land sogar Preise fielen. Auch hier kann dir keiner garantieren, dass der Trend anhält. In Zeiten von Homeoffice haben viele gelernt, dass man auch weit weg von der originären Arbeitsstelle arbeiten kann.

Kurzum: Keiner wird dir da eine sichere Antwort geben können.
 
Sieht es den in Zukunft den irgendwie danach aus, dass die Nachfrage weiter so steigen wird oder stagniert die Nachfrage eher?
Es kommt darauf an, wie du "Zukunft" definierst. In den nächsten Jahren wird mehr (bezahlbarer) Wohnraum benötigt. Wenn die Babyboomer jedoch in ca. 20 Jahren versterben, dann haben wir ein Überangebot an Wohnungen und Häuser. Denn es ist bekannt, dass immer weniger Kinder in Deutschland geboren werden. Folglich wird die Nachfrage sinken.
 
Die Frage ist m.E. auch ob es wirklich eine große Nachfrage nach Immobilien gibt. Aus meiner Sicht sind die hohen Preise eher durch geringes Angebot verursacht.

Früher haben die Leute ein Haus geerbt und sich gesagt: das verkaufen wir, mit dem Haus haben wir nur Arbeit und mit den Mietern/dem Mieter vielleicht nur Scherereien. Dann haben wir was auf der Hohen Kante für den Notfall …

Heute denken sie sich: was sollen wir mit dem Geld? Gibt keine Zinsen (z.T. Schon negative) und vielleicht kommt bald die Inflation, außerdem steigen die Immobilienpreise eh immer …
 
Die Frage ist m.E. auch ob es wirklich eine große Nachfrage nach Immobilien gibt. Aus meiner Sicht sind die hohen Preise eher durch geringes Angebot verursacht.

Früher haben die Leute ein Haus geerbt und sich gesagt: das verkaufen wir, mit dem Haus haben wir nur Arbeit und mit den Mietern/dem Mieter vielleicht nur Scherereien. Dann haben wir was auf der Hohen Kante für den Notfall …

Heute denken sie sich: was sollen wir mit dem Geld? Gibt keine Zinsen (z.T. Schon negative) und vielleicht kommt bald die Inflation, außerdem steigen die Immobilienpreise eh immer …

Stimmt durchaus. Die drei größten Finanzmärkte der Welt sind (Staats-)anleihen, Immobilien und Unternehmensbeteiligungen (direkt oder als Aktie).
Wenn nun einer dieser großen Player plötzlich nicht mehr rentabel ist (Anleihen laufen gegen 0), fließt mehr Geld in die anderen Märkte wie z.B. Immobilien.

Das sagt aber auch ganz klar: WENN die Zinsen wieder steigen, könnte das die Preise auf dem Immobilienmärkt fallen lassen.
 
Ich denke auch, dass wir eher am Ende des Preiszyklus stehen. Diejenigen, die am Ende eines Zyklus kaufen, beißen regelmäßig die Hunde.

Ich rechne auch mit einem Versuch der nächsten Regierung, einen Preisdeckel einzuführen, was die Mieten empfindlich senken würde, obwohl wir im Vergleich zu anderen Ländern ja immer noch sehr günstige Mieten haben. Das sehen die Deutschen aber scheinbar anders, weil ja oft über angeblich zu hohe Mieten gejammert wird.

Ich halte Diversifizierung für wichtig, Aktien, Immobilien als Fonds auch mit ausländischen Immobilien und vor allem Bitcoin und Gold. In meinem Umfeld haben viele schon früh Bitcoin gekauft, wobei manche nur 2-3 % ihrem Depot beigemischt haben, denen sind die Depots natürlich explodiert und derzeit spricht wohl alles dafür, dass der Preisanstieg weiter geht.

Das alles würde ich bei der Abwägung berücksichtigen bei der Frage, ob ich jetzt Ersparnisse ohne Diversifizierung in EINE Wohnung stecke.
 

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