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Wohlstand für Alle!

Ich bin jetzt tatsächlich doch schwach geworden und bin in den Aktienmarkt eingestiegen.
Zwar in der Art und Weise, wovor Laien abgeraten wird, nämlich direkt mit Aktien statt ETFs, aber auf Sparpläne hatte ich keine Lust.
Ich denke im schlimmsten Fall komme ich mit +-Null heraus (der Konzern wird wohl kaum pleite gehen). Mal sehen wie das laufen wird, ich denke in 6-12 Monaten bin ich schlauer. Wohlhabend werde ich dadurch aber sicher nicht 🙂

Viel Erfolg! Falls Du das Geld nicht kurzfristig brauchst hast Du gute Chancen auf Erfolg!
 
Ich fühle mich nach wie vor wie in den fragwürdigen 50ern dieses Landes, wenn ich den Titel und Duktus dieses Threads lese. Ludwig Erhardt läßt grüßen.

Ca. 70 Jahre später scheint meines Erachtens eher der "Reichtum" vieler auf dem Spiel zu stehen zugunsten des Reichtums ganz weniger.

Man sollte mal lieber diskutieren, was man angesichts der wegfallenden Arbeit (ganz lange die Grundlage von Reichtum) durch Digitalisierung und Co an deren Stelle setzen möchte.
 
Vom Parkwächter zum Reichtum:

Die meisten Menschen glauben, dass Fleiß und Intelligenz das wichtigste sind wenn man im Leben was erreichen möchte.
Hartnäckigkeit, Geduld und gute Nerven werden meist unterschätzt.
 
@Andreas900 , @Insta

Danke 🙂
Ich wollte anfangs eigentlich knapp die Hälfte von meinem Geld auf der Bank investieren, habe dann aber nur 25% genommen. Obwohl ich das Geld nicht brauche, war es dann doch ein mulmiges Gefühl, gleich mal die Hälfte zu investieren, obwohl ich weiß, dass die Gelegenheit gerade recht günstig ist.
Ansonsten gucke ich jetzt auch nicht täglich auf mein Depot oder auf die Kurse.
 
Ein mulmiges Gefühl, absolut! 😉

Ich habe 2013 angefangen selber zu investieren. Zuvor hatte ich bestenfalls Bankprodukte, die mir mein Bank"berater" empfohlen hatte.

Ich kann mich ziemlich gut erinnern wie ich das erste mal eine Überweisung - damals von meinem Sparkassen-Konto auf mein neues Online Konto- gemacht habe, erstmal 50 € zum testen. Dann habe ich meinen ersten Aktien-ETF gekauft.

Egal ob du 1.000 oder 100.000 € hast, es bleibt ein komisches Gefühl mit seinem ganzen Ersparten oder einem Großteil davon online zu handeln. Plötzlich hast du etwas (in unserem Fall Aktien) das täglich im Wert schwankt. In der Corona Krise plötzlich 30% weniger wert ist. Wenn du 100.000 € hast und die Kurse mal um 5% rutschen, hast du an einem Tag (!) 5.000 € weniger.

Und niemand verspricht dir am Ende einen Gewinn. Du bist Träger des wirtschaftlichen Risikos eines Unternehmens. Das kann und sollte nicht jeder mit seinem Geld machen.

Aber gerade weil es psychisch schwer zu ertragen ist, gerade weil es so schwankt, gerade weil es keine Garantien gibt, genau deswegen bekommst du mehr als bei Staatsanleihen und co.

Fortschritt geschieht außerhalb der Komfort. Und auch heute, über 7 Jahre nach meinem ersten Kauf, schaue ich oft noch täglich auf die Kurse. Aber die Einstellung hat sich geändert: Früher war es "Mist heute um 1% gefallen", heute ist es "Schön, heute um 1% gefallen, wir nähern uns guten Kaufkursen".
 
Plötzlich hast du etwas (in unserem Fall Aktien) das täglich im Wert schwankt.

Glaube vielen ist nicht bewusst dass auch der Wert des Geldes sich laufend ändert, auch wenn die Zahl auf dem Konto gleich bleibt. Derzeit sinkt der Wert des Geldes gerade dramatisch, weil die Notenbanken weltweit infaltionieren ohne Ende.
Zu Zeiten des Wirtschaftswunders, als die D-Mark plötzlich überall gefragt war, oft sogar ohne Umtausch wegen ihrer Robustheit auch außerhalb Deutschlands akzeptiert wurde, und einen großen Gegenwert hatte, stiegt der Wert.
Eigentlich ist aus meiner Sicht nur Gold relativ konstant in seinem Wert, damit meine ich nicht den Preis.
Wenn man den Goldpreis als Konstante annimmt und sich die Entwicklung der Währungen relativ dazu ansieht erkennt man gut den Verfall des Geldwertes.

Wer also sein Geld derzeit auf dem Konto liegen hat, der verliert massiv an Wert, auch wenn sich die Zahl nicht verändert. Nicht nur das, Geld was bei der Bank auf dem Konto liegt gehört einem nicht einmal. Man hat lediglich eine Forderung, also quasi einen Schuldschein, gegenüber der Bank.
Und wie gut Banken im Bedienen von Forderungen sehen wir ja an der Sozialisierung von Schulden, auch Rettungspakete oder illegalen Aufkauf von Staatsanleihen (durch die EZB) genannt. Denen ist mit dem Verlust der Zinsmarge komplett das Geschäftsmodell weggebrochen. Und nicht zu vergessen die katastrophale Fehlkonstruktion namens Euro, die bereits jetzt als eine der größten Wohlstandsvernichtungen und Verursachung von Elend in die Geschichte eingegangen sein dürfte.
 
Historisch betrachtet verlieren alle Währung mit der Zeit den Großteil ihres Wertes.

Selbst stabile Leitwährungen wie der US Dollar:
Im Beobachtungszeitraum von 1979 bis 2019 lag die durchschnittliche Inflationsrate bei 3,5 % pro Jahr. Insgesamt betrug die Preissteigerung in diesem Zeitraum 291,91 %. Ein Artikel, der 1979 noch 100 Dollar kostete, wurde Anfang 2020 also mit 391,91 Dollar berechnet.

Geld in einer Währung aufzubewahren ist immer eine langfristig schlechte Idee.

Auch festverzinsliche Produkte wie Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, klassische Riestersparverträge, Bausparverträge, Lebensversicherungen sind i.d.R. langfristig schlecht. Betrachtet man die reale Wertentwicklung sind rentieren viele sogar negativ. Was bringen 2% Zinsen, wenn gleichzeitig 3% Inflation herrscht? Das Geld auf dem Konto wächst aber der wirklich Wert schrumpft.

Ich bin dankbar für deinen Beitrag @ Fenris.
Vor allem die "Wohlstandsvernichtungen" sprichst du völlig zurecht an. Viele Sparer verlieren Geld. Gleichwohl zeigt und das System, dass immer irgendwo auch Geld verdient wird. Geld und Wohlstand sind nicht "weg", es hat nur jemand anderes 😎

Wer finanziell die Möglichkeit hat, sollte m.E. darauf achten immer mit einem Bein mit in der Gewinnerzone zu stehen. Am einfachsten ist das wenn man sein Geld streut. Ich sage gerne: Schießt mit einer Schrotflinte in den Markt. Du triffst Immobilien, Aktien, Bargeld, Gold, alles! Und irgendwas davon wird steigen!
 
Hauptsächlich wollte ich damit deutlich machen dass liquide Geldmittel vorzuhalten auch eine Anlageform ist, halt einfach nur eine sehr schlechte. Die genau so schwankt und schief gehen kann wie alles mögliche andere auch.
Wer gar nicht wetten will nimmt etwas das sich kaum verändert, gerade Gold, der nächste eben das Haus, Anteile... Aber in Werte anlegen und spekulieren tut jeder der nicht von der Hand im Mund lebt.
Oder anders, auch wer sein Geld gar nicht anlegt hat eine Anlageentscheidung getroffen. Und vermutlich nicht die Beste.
 
Man sollte mal lieber diskutieren, was man angesichts der wegfallenden Arbeit (ganz lange die Grundlage von Reichtum) durch Digitalisierung und Co an deren Stelle setzen möchte.
Reichtum für Arbeitgeber, oder wen meinst du?
Was ist das CO?
Viele Menschen verachten den Reichtum, aber wenige sind stark genug, darauf zu verzichten.
Es gibt keine Forbes-Reichsten Liste auf dem Friedhof.
  • Der sicherste Reichtum ist die Armut an Bedürfnissen.
 
Wir sind hier ganze schnell in einer politischen Diskussion und die möchte ich nicht.
Nicht weil das nicht wichtig wäre, sondern weil es hier darum geht, wie man persönlich seine Situation verbessern kann.

Ich kann mich auch darüber aufregen dass unser Finanzminister eine Finanztransaktionssteuer einführt, mit der er der Öffentlichkeit vorgaukelt die bösen Zocker zu besteuern, aber in Wirklichkeit genau die von der Besteuerung ausnimmt und nur die normalen Anleger trifft.
Hilft mir aber nicht.

Was mir hilft ist aber die Erkenntnis, dass die großen Zentralbanken wie die EZB und FED angefangen haben nicht nur Staats- sondern auch Unternehmensanleihen zu kaufen. Wer heute Geld verleiht (zb indem er dem deutschen Staat Geld leiht) bekommt weniger Zinsen als eigentlich marktwirtschaftlich fair wäre. Unternehmen bekommen billiger Geld als eigentlich marktwirtschaftlich fair wäre.

Was heißt das? Das heißt ich sollte mein Geld nicht verleihen (Riester, Lebensversicherungen, Bausparverträge, Staats- und Unternehemsanleihen) sondern es mehr denn je in Sachwerte investieren, die vom billigen Geld profitieren: Aktien, Immobilien, Gold etc.

Ich kann das ganze schrecklich ungerecht finden und mich den ganzen Tag darüber aufregen. Aber ich lebe nach dem Motto: "Change it or leave it".
Wenn ich etwas nicht ändern kann, rege ich mich darüber nicht lange auf. Ich versuche den für mich besten Weg zu finden.
 

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