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Wohin mit mir?

Eine Schulersatzmaßnahme Praktikum wäre ja nicht so stark mit Leistung erbringen müssen verbunden und du wärst nicht völlig abgekoppelt. Dein Psychiater hat sich bei der Bedingung für die Krankschreibung sicher auch was gedacht. 🤔
 
Stellt euch dieses Vögelchen vor, wenn ihr mir ratet ich soll ausziehen. Ich kann nicht aus meinem Nest fliegen... muss mich erstmal trauen ganz über den Rand zu schauen.... auf den nächstgelegenen Ast zu hüpfen... Muskeln aufbauen - Flügel stärken.

Hallo,

wir haben Dir ja nicht geraten alleine in eine Wohnung zu ziehen, sondern eher in eine betreute Umgebung. Nur Du kannst wissen ob das schlimmer ist als Dein toxisches Elternhaus. Ich kann mir nur entfernt vorstellen, wie schlimm sich das anfühlen muss, wenn man ständig nur fremdbestimmt wurde, wenn einem alles diktiert wurde und man zu tun und zu fühlen hatte, was andere einem diktiert haben. Kein Wunder, dass Du Dich nicht gut entscheiden kannst und noch kein Gefühl dafür hast, was DU bist und was Deine Eltern sind.

Aber das wirst Du nicht rausfinden, wenn Du bei ihnen wohnst, weil Du dann ja immer täglich sie und ihre Richtlinien vor Augen hast und nicht den Mut haben wirst, Dich dagegen wehren aus Angst vor ihrem verletzenden Schweigen oder den anderen Maßnahmen, mit denen sie Dich bisher "mundtot" gemacht haben.

Ihr seht, das ist alles nicht so einfach. Ich kann nicht einfach Pause machen und alles hinlegen und mich nur auf's gesund werden usw. konzentrieren, ohne das Konsequenzen folgen.

Ja, das geht nicht. Und es gibt ja auch keinen Ort, denke ich. Zuhause wäre das kontraproduktiv, da kannst Du nicht gesund werden. In eine Klinik für längere Zeit willst Du nicht, was ich verstehe und da müsstest Du ja auch erstmal einen Platz haben, die Leute nett sein und Deine eltern da auch zustimmen und es bezahlen oder die Krankenkasse.

Von daher finde ich die Maßnahme gar nicht schlecht mit dem Praktikum. Du hast was zu tun, denn nur zuhause sitzen und rumgrübeln bringt Dich nicht weiter und Du wirst auch etwas gefordert, Dich Neuem zu stellen, aber im Rahmen. Die Schule möchtest Du ja nicht, Du schwänzt ja oft oder versteckst Dich auf der Toilette, das ist dann ja auch keine Alternative.

Ich wünsche mir für Dich, dass dieses Praktikum Dir hilft und Dich weiterbringt und dass Deine neue Therapeutin und ihre Therapiemethode Dich unterstützen und stärker machen.
 
Liebe Kampfmaus,

so fast Alles was man im Leben macht, hat auf irgendeiner Seite mindestens eine Konsequenz. Gehst du nicht zur Schule kommt irgendwann die Strafe dafür, gehst du aber hin setzt du dich den Mitschülern aus. Unschön ist Beides. Welche Wahl ist die Bessere... schwierig zu entscheiden.
Es ist gut das N an deiner Seite ist, sie kann die Situation mit etwas Abstand beurteilen und dich "auf der Flucht" etwas stoppen und dir helfen den nächsten Schritt zu machen.

Wie ein kleines Vögelchen was nie gelernt hat aus dem Nest zu hüpfen - vielleicht gerade mal nur über den Rand geschaut hat.
Und wenn ihr mir jetzt zuruft ich soll fliegen, dann guck ich euch mit großen, ängstlichen, fragenden Augen an und wackel vielleicht ein bisschen mit meinen Flügelchen hin und her. Wie geht fliegen? Ich kann ja nichtmal zum nächsten Ast hüpfen. 🐥

Das hast du dir sicher nicht so ausgesucht. Das wurde dir lediglich vorgegeben. Kennst du das Märchen von Aschenputtel? Keine Angst ich rezitiere das jetzt nicht in Gänze. 😉
Ihr Leben war auch von der Mutter bestimmt, sie durfte wenig, wurde "beherrscht"... am Ende war es ein Schuh der ihr passte, lediglich ein lapidarer Schuh und sie konnte anfangen zu leben, ihr Leben.

Manchmal sind Kleinigkeiten für die Einen, etwas ganz Grosses für die Anderen. Manchmal reicht ein kleiner Moment um das ganze Leben zu verändern - durchaus auch ins Positive.

Es wird der Moment kommen das du dein Elternhaus hinter dir lassen kannst. Es wird der Moment kommen in dem du merkst (dein Bildnis des Vögelchens..) das du schon immer fliegen konntest und nur geglaubt hast es ginge nicht - gerade weil sie dir stetig dieses Gefühl geben. Jedes Vögelchen muss die Flügelschläge üben. In deinem Fall wenn du durch Praktika, neuen Erfahrungen, etc. siehst was du Tolles leisten kannst und Spass daran hast. Immer einen Flügelschlag mehr...
Und dann, liebe Kampfmaus, dann wenn die Zeit gekommen ist - dann hast du auch den Mut aus dem Nest zu hüpfen und ziehst flatternd wunderschöne Kreise am blauen Himmel deines Lebens.

Alles Liebe Dir und alle Kraft die ich wünschen kann sendet dir

Priamos
 
Eine Schulersatzmaßnahme Praktikum wäre ja nicht so stark mit Leistung erbringen müssen verbunden und du wärst nicht völlig abgekoppelt. Dein Psychiater hat sich bei der Bedingung für die Krankschreibung sicher auch was gedacht. 🤔
Schule ist auch nicht mehr mit Leistung bringen verbunden.
Klar hat er sich was bei gedacht. Er ist der Meinung, dass Struktur wichtig ist. Die hätte ich aber auch so.

wir haben Dir ja nicht geraten alleine in eine Wohnung zu ziehen, sondern eher in eine betreute Umgebung
ist doch dasselbe... beides fliegen.

ist auch egal, dieses thema nervt mich gerade
 
Zuletzt bearbeitet:
Schule ist auch nicht mehr mit Leistung bringen verbunden.
Klar hat er sich was bei gedacht. Er ist der Meinung, dass Struktur wichtig ist. Die hätte ich aber auch so.

Ich glaube, dass für ihn und auch Deine Therapeutin wichtig ist, dass Du Dich vorsichtig manchen Dingen stellst und nicht fliehst oder nur ein bisschen fliehst.

Was hättest Du Dir denn gewünscht? Krankgeschrieben werden und dann die ganze Zeit zuhause sein?
 
Hi @Kampfmaus

Warum glaubst du, ich würde deine Idee bezüglich Autorin / Schriftstellerin etc. für einen Holzweg halten?
Von allen aufgeführten Ideen deinerseits war dies diejenige, welche am besten mit deinen Stärken und Schwächen vereinbar wären.

Bezüglich Herangehensweise kann ich dir nur sehr beschränkt helfen, da ich Bücher und Zeitschriftenartikel nur neben meinem eigentlichen Job mal für eine gewisse Zeit geschrieben habe und noch dazu in einem ganz anderen Feld wie du es vor hast.

Meine Erfahrungen und die grundlegende Herangehensweise an sowas habe ich jedoch schonmal hier gepostet (ich hoffe die Verlinkung geht klar, wenn auch gegen die Forenregeln):


Lies dich da mal ein.
Aber wie gesagt... das sind Ratschläge aus dem Bereich eines Amateurs.
 
Ich frage mich schon seit einer Weile - und das passt auch gut zu der Frage nach einem möglichen beruflichen Weg für dich, denke ich - wer bist du ohne deine Erkrankungen und Probleme?

Vielleicht wäre die Beantwortung dieser Frage (für dich selbst) ein Ansatz, um gangbare Wege zu finden.

Meinem Empfinden nach definierst du dich als Person (zumindest hier im Forum) sehr stark über deine Erkrankungen und Problemsituationen. Ich könnte mir vorstellen, dass es dir in gewisser Weise auch Halt und Sicherheit gibt, diese Rolle zu haben, bei all dem Schmerz, den es mit sich bringt. Der Weg in die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit ginge dann (auch) über Identitätsfindung jenseits von Krankheit und über ein (teilweise) Zurücklassen dieser Rolle.

Viele Grüsse
Santino
 
Für dich wäre bestimmt eine Ausbildung als Erzieherin oder ein Studium an einer Fachhochschule für Sozialpädagogik u. Sozialarbeit gut.
 

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