Man merkt, wie zyklisch sich menschliche Geschichte und Gesellschaften verhalten,
immer nach einer Periode von (einigermaßen) Frieden formieren sich Gruppen von Unzufriedenen, die wie imaginäre Wellen Unruhestifter in die Höhe, in politische Ämter und Machtpositionen befördern (Trump, Putin, Erdogan...) und so den bisherigen Ruhezustand, mit dem man nicht zufrieden ist, stören bis zerschmettern.
Und wenn dieses Gewitter vorbei ist und der Unruhestifter gestürzt, seine Anhänger vertrieben oder sich als Unschuldige hinstellen, kehrt man die Trümmer zusammen (denn Flurschäden verursachen diese Unruhestifter immer) und ist erst wieder mal für einige Zeit glücklich, daß man Ruhe hat. ... bis dann ein oder zwei Generationen später die neu herangewachsenen Unzufriedenen, die was anderes wollen als den vorhandenen Frieden, den nächsten Unruhestifter hochbefördern und das ganze Spiel von neuem losgeht.
Man denke an Deutschland retour. Frankreichkrieg, ruhige Phase, erster WK, ruhige Phase, zweiter WK, jetzige ruhige Phase ... künstlich verlängert durch ein stabiles politisches "Hochdruckgebiet" mitten in Europa, genannt EU, um das weitere Krisen (Jugoslawienkrieg, Flüchtlinge etc.) herumrotierten.
Und die nächsten Krisen an der Peripherie sind schon fleißig in der Mache, in den Ostländern (Ungarn, Polen etc.), Russland, Türkei, Frankreich mit seinen inneren (selbstgemachten) Problemen, Brexit ...
wenn man sich das imaginär von oben anschaut, hat man das Gefühl, eine Wetterkarte zu sehen, mit Gewittern und Wirbelstürmen hier und da und dort ringsum, und in der Mitte, über Deutschland und ein paar Anrainern, immer noch eine ruhige Zone.