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Wölfe siedeln sich wieder an..

Es wird ähnlich sein wie mit den Waschbären, die sind auch erst mal scheu.
Doch wenn das Revier im Außenbereich zu klein wird, kommen die auch in den Dörfern und Städten und durchwühlen die Mülltonnen der Menschen.
Mittlerweile gibt es auch schon mal Schlagzeilen, "Waschbär greift Kind an" oder so ähnlich.
Eher nicht, jedenfalls hier. Es gab im nachbarlandkreis vor einigen Jahren die Situation, dass Soldaten Wolfswelpen auf einem Parkplatz im Wald gefüttert hatten, die dann die Scheu verloren. Ansonsten kommen die hier weder nah an den Menschen noch in der Regel an die Dörfer. Ein paar mal kam die Meldung, ein Wolf wäre in einer Ortschaft gewesen, doch im Nachhinein hat sich immer gezeigt, dass der beim Umherziehen aus versehen durchs Dorf gelaufen war und danach nie wieder. An Mülltonnen oder dergleichen ist der nicht gegangen. Wölfe sind mega scheu.
Ich habe jedenfalls keine Angst mit meinem Hund hier in den Wäldern spazieren zu gehen und mache mir diesbezüglich auch keine Sorgen um meine Enkelkinder, die natürlich auch durch die Wälder und Felder butschern. Da habe ich wesentlich mehr Sorge vor der Spezies Mensch. Die ist nämlich um ein vielfaches gefährlicher als der Wolf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eher nicht, jedenfalls hier. Es gab im nachbarlandkreis vor einigen Jahren die Situation, dass Soldaten Wolfswelpen auf einem Parkplatz im Wald gefüttert hatten, die dann die Scheu verloren. Ansonsten kommen die hier weder nah an den Menschen noch in der Regel an die Dörfer. Ein paar mal kam die Meldung, ein Wolf wäre in einer Ortschaft gewesen, doch im Nachhinein hat sich immer gezeigt, dass der beim Umherziehen aus versehen durchs Dorf gelaufen war und danach nie wieder. An Mülltonnen oder dergleichen ist der nicht gegangen. Wölfe sind mega scheu.
Ich habe jedenfalls keine Angst mit meinem Hund hier in den Wäldern spazieren zu gehen und mache mir diesbezüglich auch keine Sorgen um meine Enkelkinder, die natürlich auch durch die Wälder und Felder butschern. Da habe ich wesentlich mehr Sorge vor der Spezies Mensch. Die ist nämlich um ein vielfaches gefährlicher als der Wolf.
Das ist im Prinzip genau wie bei Katzen, die Hauskatzen stammen auch von dem Luchs oder den europäischen Wildkatzen ab.
Zahm werden bzw. wurden die erst durch die Menschen.
Vielleicht auch einfach wegen der guten Vermehrung kamen die zu den Kornspeicher der Menschen und konnten gut an Mäuse zu kommen. Sie waren erst mal nur den Menschen nützlich.
Das mit den Haustieren zum Streicheln oder sozusagen als weiteres Familienmitglied, kam erst viel später.

Beim Wolf genauso, erst war der Wolf, dann der Hund.
Ohne den Menschen hätten wir kein Hunde, welche durch Züchtung mehre Rassen unterschiedlichster Art ergaben, vom Schäferhund zum Schoßhündchen.
Erst waren die Jagdhunde den Menschen bei der Jagd nützlich oder beim hüten der Schafe.
Sowie auch als Wachhund für Haus und Hof.
Das mit dem Hund als Haustier, so wie wir es heute kennen, kam erst viel später

Der Mensch hat sich dabei immer eingemischt und wird es auch immer machen, das liegt nun mal in der Natur des Menschen. Vielleicht sollten wir einfach unsere Hunde ein bisschen mehr "Wolf sein" zugestehen unsere Katzen ein bisschen mehr "Luchs sein".
 
Vollkommen ungeregelt stimmt nicht, es gibt da im Bundesnaturschutzgesetz schon Regelungen zum Abschuss von Wölfen.
Man kann höchstens darüber streiten, ob die Regeln angepasst werden sollten.
Das ist echt ein Witz.
Wie viele Wölfe wurden den bisher zum Abschuss freigegeben?
Einer in Bayern.

Leider haben zu viele Menschen zu wenig Ahnung von den Thermen, über die sie reden/schreiben.
Den Wolf als gefährlich für den Menschen zu beschreiben, na ja, Wildschweine sind da erheblich gefährlicher.
Will man eine vernünftige Regelung, wird man beschuldigt, alles abschießen zu wollen.

Wir leben im Jahr 2024, wir können die Zeit nicht 100 Jahre zurückdrehen, schön wäre es, aber es geht nicht.
Wird der Wolf bejagt, zieht er sich mehr zurück, er wird tendenziell weniger Nachwuchs bekommen und sich aus den Bereichen, in denen es verhältnismäßig viele Menschen und wenig Wald gibt, fernhalten.

Entschuldigung für die klaren Worte:
Es ist einfach nur ignorant, wenn man ein vernünftiges Jagdrecht fordert, das dann auch umgesetzt werden darf, davon zu sprechen, dass alle Wölfe ab geballert werden sollen.
Es ist einfach nur ignorant, davon zu sprechen, dass Jäger nur hirnlos herumballern wollen.
Es ist einfach nur ignorant, über Dinge zu sprechen/schreiben, die man nur aus der Theorie kennt und dann davon auszugehen, dass die Praxis eins zu eins genau so ist.
 
@Kylar, warum schreibst Du es dann in einem Faden, in dem es um einen vernünftigen Umgang, um ein schwieriges Miteinander mit dem Wolf geht?
Dieses Miteinander fordert von beiden Seiten Rücksicht, der Wolf darf sich nicht ungehindert vermehren/ausbreiten, der Mensch muss sich darüber klar werden, dass er diese Welt mit Tieren teilt.
 
Das ist im Prinzip genau wie bei Katzen, die Hauskatzen stammen auch von dem Luchs oder den europäischen Wildkatzen ab.
Vielleicht sollten wir einfach unsere Hunde ein bisschen mehr "Wolf sein" zugestehen unsere Katzen ein bisschen mehr "Luchs sein".
Stimmt nicht, unsere Hauskatzen stammen von der orientalischen Falbkatze ab, mit den europäischen Wildkatzen können sie sich zwar kreuzen, aber sie stammen nicht von ihnen ab, die Hybriden sind dann ähnlich menschenscheu und kratzbürstig wie ihr wilder Elternteil. Und wie sollen Hunde mehr Wolf sein, sollen sie etwa in den Wäldern wildern dürfen oder was?
 
Stimmt nicht, unsere Hauskatzen stammen von der orientalischen Falbkatze ab, mit den europäischen Wildkatzen können sie sich zwar kreuzen, aber sie stammen nicht von ihnen ab, die Hybriden sind dann ähnlich menschenscheu und kratzbürstig wie ihr wilder Elternteil. Und wie sollen Hunde mehr Wolf sein, sollen sie etwa in den Wäldern wildern dürfen oder was?
Ich wollte nur den Widerspruch hervorheben, Hunde müssen im Park an der Leine gehalten werden oder einige müssen gar einen Maulkorb tragen und der Wolf (das Urtier) darf frei wildern.
 
Warum immer töten? Wie wäre es mit Kastration? Oder geht das bei Rudeltieren nicht gut?
Den Gedanken finde ich interessant... aber das ist anscheinend keine Option, die ernsthaft in Betracht gezogen wird. Ich habe mal versucht, mich dazu zu belesen, und diesen Text hier gefunden:

"In Bezug auf die Regulierung der Wolfspopulation kämen zum einen chemische oder operative Me-
thoden der Kastration in Betracht. Diese beeinflussen das Individuum hormonell, was starken Ein-
fluss auf das Rudel und die Rangordnung hätte und voraussichtlich mit extremen Auseinanderset-
zungen der Tiere untereinander einhergehen würde.
Im Hinblick auf eine medizinische Sterilisation der Fähen und Rüden liegen keine Erkenntnisse dazu
vor, welche gesundheitlichen Auswirkungen diese auf die Tiere haben könnte und welchen Einfluss
diese auf das Territorialverhalten hätte.
Allen Maßnahmen gemein ist, dass das richtige Individuum bzw. die richtigen Individuen gefangen
werden müssten. Die bisherigen praktischen Erfahrungen haben gezeigt, dass dieses nicht einfach
ist. Es dürfte sich voraussichtlich um einen Tierversuch handeln. Es liegen keine Erkenntnisse dazu
vor, wieviel Prozent der Population entsprechend unfruchtbar gemacht werden müssten, um den
gewünschten Effekt zu erzielen."

Quelle: https://www.landtag-niedersachsen.de/drucksachen/drucksachen_19_02500/01001-01500/19-01407.pdf

Dann komm mal auf die Veranstaltungen gegen den Wolf. Da heißt es :''Der Wolf muss weg''. Und genau so meinen die es auch. Da werden die wildesten Storys erzählt, von Wölfen die vor Kindergärten aiftauchen und über Spielstraßen wandern, auf Friedhöfen Menschen in die Hände beißen etc.pp. Dabei stimmt da nichts von. Das ist Stimmungmache gegen den Wolf.
Beeinflußung der Stimmung durch Populistische Meldungen, Meinungen gegen den Wolf.
Kann man auch in Deutschland auf jeder Veranstaltung erleben wo es um den Wolf geht.
Statt sich darum zu kümmern wie man am besten mit dem Wolf leben kann, kommen immer wieder so Sprüche wie "wer braucht schon den Wolf", der gehört nicht hier her und soweiter".
Deshalb sollte mehr Aufklärung stattfinden!
Die Angst vor dem Wolf ist immer noch stark verbreitet.
Unsere Märchen sprechen da doch eine deutliche Sprache!
Es gibt mittlerweile etliche Berichte und auch Videoaufnahmen von Begegnungen mit Wölfen, die sich Menschen gegenüber nicht sehr scheu verhalten, sowie von Wölfen in Ortschaften oder in deren direkter Nähe. Denkt ihr wirklich, dass "nichts davon stimmt"? Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Und ich finde es absolut nachvollziehbar, dass Menschen besorgt sind, die sowas erleben.

Trotzdem ist die Akzeptanz in der Bevölkerung aber doch derzeit (noch) recht hoch. Auch Interessenverbände von Jägern, Bauern, Schäfern usw. fordern meines Wissens nicht, dass Wölfe in Deutschland wieder ganz verschwinden sollten. Sondern sie sprechen sich für eine Regulierung aus, so dass es weniger Konflikte mit Menschen gibt, der Wolfsbestand aber nicht gefährdet ist. Und dafür gibt es ja auch durchaus gute Argumente... insofern sehe ich darin überhaupt keine Stimmungsmache.

Ich beziehe mich auf Unfälle!
Was hat das dann mit tierschutzgerecht zu tun?
Es gibt immer wieder Wildunfälle.
Dein Gedanke war doch, dass durch Wildunfälle der Wolfsbestand reguliert würde. Überzählige Tiere würden dann also nicht erschossen... sondern kämen ohnehin unter die Räder. Sie würden sich aber doch erstmal weiter vermehren... dementsprechend mehr Unfälle gäbe es. Deshalb meine Frage, ob du das für tierschutzgerechter (im Sinne von Tierleid vermeidend) hältst. Bei der Jagd wird immerhin versucht, die Tiere so schnell und schmerzlos wie möglich zu töten. Bei Wildunfällen dagegen sterben sie häufig nicht schnell, sondern laufen verletzt davon und gehen qualvoll zugrunde. Was soll daran besser sein?

Bei einer geringen Population fällt es dann mehr auf wenn welche bei einem Unfall sterben!
Lach, die Vermehrungsrate ist bei den beiden Tierarten auch etwas höher!
Die Vermehrungsrate von Wölfen ist auch nicht zu verachten: Anfang des Jahrtausends gab es ein Rudel und den ersten Nachwuchs in Deutschland, und im letzten Monitoringjahr, gut 20 Jahre später, wurden 1339 gesichert nachgewiesene Individuen registriert - mit der Dunkelziffer kann man also wohl von derzeit 1500 bis 2000 Tieren in Deutschland ausgehen. Ganz schön erfolgreich, würde ich sagen. ^^ Zudem führt die Lebensweise der Wölfe auch nicht zu einer besonders hohen Gefährdung durch den Straßenverkehr. Und sie sind clever. Es werden also mit Sicherheit nicht so viele Wölfe überfahren, dass der Bestand ohne weitere Regulierung auf einem gemäßigten Level bleibt... das ist vollkommen utopisch.

Grundsätzlich ist der Wolf auch unbejagt ein sehr scheues Tier.
Woher weißt du das? Woher sollen die Erfahrungswerte für eine solche Aussage stammen? Ein derart geschütztes, unbehelligtes Leben wie aktuell in Deutschland konnten Wölfe noch nie führen, seit es Menschen gibt. Noch nie hatten sie weniger zu befürchten, wenn sie Menschen begegnen. Also warum sollten sie scheu sein und bleiben? Das ist doch unlogisch. So ein Verhalten ist ja nicht für immer festgelegt und unveränderlich... es beruht vor allem auch auf den Erfahrungen, die die Tiere machen. Und gerade Wölfe sind ja kluge, lernfähige, anpassungfähige Tiere. Ihnen wird mit Sicherheit auffallen, dass von den Menschen, denen sie heutzutage begegnen, überhaupt keine Gefahr ausgeht. Und ich halte es für ziemlich wahrscheinlich, dass sie dementsprechend dann auch ihr Verhalten ändern werden (bzw. die Verhaltensänderung bereits begonnen hat).

Da es, aber leider auch fehl geleitete Tierschützer gibt kam es schon vor, dass diese Menschen Wölfe angefüttert haben und damit die scheu vor Menschen reduziert haben. Das ist dann gefährlich!
Ja, das ist gefährlich. Aber trotz aller Aufklärung und auch trotz Strafen wird es immer Menschen geben, die sowas tun. Das muss man also einfach auch einkalkulieren.

Wie kommst Du auf die Idee, dass es in Deutschland jemals tausende von Elchen und Bären geben sollte???
Weil du Elche und Bären im Zusammenhang mit Wölfen nanntest - und von Letzteren gibt es nun mal bereits, grob geschätzt, bereits an die 2000 Individuen in Deutschland.

Da regelt die Natur schon einiges selbst.
Interessante Vorstellung... ich bin mir gerade unsicher, ob ich das live erleben möchte oder lieber doch nicht. 🙂

Wie gesagt, wir sind hier nicht in Alaska. Das mit der Selbstregulation von Populationen derart großer und gefährlicher Wildtiere wird hier nicht funktionieren.

Lach, den Luchse siehst Du nicht als problematisch an!
Gegen den Luchs wurde auch noch nie so eine Front aufgezogen wie gegen die Wölfe.
Da der Luchs auch Einzelgänger ist und sich still verhalten, fallen die viel weniger auf wie Wölfe, die auch mal heulen!
Genau, Luchse sind Einzelgänger - und u.a. deshalb auch weniger gefährlich als im Rudel lebende und jagende Wölfe. Sie sind kleiner und leichter als Wölfe. Ihre Beute sind hauptsächlich Kleintiere, Nagetiere, Kaninchen... maximal Rehe. Sie leben in größeren Waldgebieten und entfernen sich kaum von dort. Sie sind nicht solche Opportunisten wie Wölfe... weitaus weniger konkurrenzfähig und erfolgreich in Reproduktion und Verbreitung. Trotz Unterstützung durch wiederholte Ansiedlungsprojekte seit den 1970er Jahren gibt es derzeit in Deutschland etwa 200 Luchse. Das ist ein himmelweiter Unterschied zu Wölfen...

Wir leben in einem hochindustrialisierten Land. Unsere Volkswirtschaft hängt von Fahrzeugbau, Maschinenbau und chemischer Industrie ab, nicht von Schafen. Heißt, wir können hier Wölfe leben lassen, wenn wir es denn wollen.
Was es braucht, ist ein gesellschaftlicher Konsens, dass Artenvielfalt mit großen Carnivoren ein Wert ist.
Das wollen wir doch mehrheitlich auch. Der Konsens existiert. Nur machen diese großen Carnivoren eben diverse Probleme... übrigens nicht nur den Menschen und ihren Nutztieren, sondern auch hinsichtlich der Artenvielfalt:


Deshalb ist es in meinen Augen nur folgerichtig, dass man sich überlegt, wie viele Wölfe es in Deutschland geben sollte und wie man den Bestand am besten regulieren kann. Denn wenn man das nicht macht, wird es bald zu viele Wölfe hier geben - damit zu viele Probleme - und damit auch eine schwindende Akzeptanz für diese Tiere in der Bevölkerung. So weit sollte man es lieber gar nicht erst kommen lassen, finde ich.
 
Es gibt mittlerweile etliche Berichte und auch Videoaufnahmen von Begegnungen mit Wölfen, die sich Menschen gegenüber nicht sehr scheu verhalten, sowie von Wölfen in Ortschaften oder in deren direkter Nähe.
Da gebe ich dir recht. Schrieb ich ja auch, dass es einige Sichtungen von Querungen durch Ortschaften gab. Es bleibt doch nicht aus in unserem dicht besiedelten Land, dass es ab und zu mal eine Wolfssichtung gibt. Und bei all seiner Scheu es auch mal zu neugierigen Blicken seitens des Wolfes kommen kann. Nur sollte man sich klar machen, dass es nicht einen einzigen auch nur ansatzweisen Angriff von Wölfen auf den Menschen gibt. Auch nicht, wenn die Tiere mal durch ein Dorf laufen.
Wichtig ist, dass der Mensch dann nicht anfängt die Tiere irgendwie zu locken oder Futter zu hinterlegen. Einfach mal über den Weg laufen bedeutet nicht, dass der Wolf seine Scheu verliert.
 
Weil hier leider Beiträge stehen, die Null sachlich und vernünftig sind, mich stinksauer machen, und die ich so nicht stehen lassen will.
Und wer über Lebewesen, die mir am Herzen liegen, so ein Bockmist schreibt, der kriegt dann von mir vielleicht eine Antwort, die jetzt auch nicht so ganz von Sachlichkeit strotzt.

Wie gesagt ich meine nicht dich.


Ja und nur DU hast den totalen Durchblick, war klar.
 
Der Europäische Mufflon als Neozoon
Da das Mufflon erst in den letzten 100 Jahren in Deutschland eingeführt wurde, kann man kaum von einer heimischen Tierart sprechen.
Heutige Situation
Die Hauptvorkommen des Europäischen Mufflons befinden sich heute in Tschechien, Deutschland, Ungarn und Österreich. Größere Populationen bestehen auch noch in Frankreich, der Slowakei, Serbien, Kroatien und Bulgarien. In den eingeführten Populationen Mitteleuropas leben geschätzt über 60.000 Tiere (2005 waren es 90.000), die meisten davon mit 17.500 in Tschechien. Der Bestand in Deutschland betrug 2010 rund 15.600 Individuen (2005 waren es noch 20.600) in etwa 120 Teilpopulationen.[12] In Ungarn leben rund 10.600 und in Österreich rund 7.500 Mufflons (keine Bestände in Vorarlberg).[13] Anfang der 1980er Jahre wanderten Tiere von Frankreich her in den schweizerischen Kanton Wallis ein, wo heute zwei Kolonien mit einem Bestand von rund 200 Tieren vorkommen. Die IUCN führt den Europäischen Mufflon als gefährdet.

Der vor über 100 Jahren aus Sardinien und Korsika nach Deutschland eingeführte Bestand des Europäischen Mufflons wird durch die (natürliche) Rückkehr der Wölfe bedroht. Eine Ursache liegt im Fluchtverhalten der Wildschafe, die sich in ihrer ursprünglichen Heimat auf Felsen und Klippen retten können. Eine derartige Landschaft gibt es aber in Deutschland kaum. Dadurch sind die Wildschafe in den flacheren Landschaften Mitteleuropas mit ihren kurzen Sprints gegenüber schnellen Beutegreifern chancenlos.[14] Daher können sich Europäische Mufflons hier weitgehend nur bei Abwesenheit von Fressfeinden halten. So wurde die Mufflonpopulation in den neu besiedelten Wolfsrevieren der sächsischen Lausitz innerhalb kurzer Zeit von den Wölfen ausgerottet, während die Populationsgrößen von Hirsch, Wildschwein und der Hauptbeute Reh nicht beeinträchtigt wurden.[15] In der Göhrde bei Lüneburg verschwand der Mufflonbestand von 300 Stück binnen drei Jahren nach Auftreten des Wolfes.[16] Auch in der Mittelgebirgslandschaft stellen sich die Umstände kaum anders dar, wie aktuell das Beispiel Harz zeigt, wo allerdings der Luchs als größerer Beutegreifer auftritt.[17] Ähnlich erging es dem Europäischen Mufflon im Bayerischen Wald. Der dort zu Anfang der 1970er Jahre eingeführte und zeitweise auf fast 100 Tiere angewachsene Bestand sank bis Anfang 2008 wieder auf etwas mehr als 30 Exemplare im Gebiet des Geißkopfs, verursacht unter anderem durch den Luchs, aber auch durch Tourismus und Bejagung.[9]

Deutschland
In Deutschland wird die Bejagung des Mufflons durch das Jagdrecht nach dem Bundesjagdgesetz geregelt. In der Jagdsaison 2015/16 betrug die Jagdstrecke in Deutschland 8.000 Mufflons (2010/11 waren es 7.270), davon allein 3.000 in Rheinland-Pfalz und Thüringen, das entspricht 38 Prozent der Gesamtstrecke.[18] Die Abschusszahlen sind im Gegensatz zu einigen anderen jagdbaren Wildtierarten seit mehr als zehn Jahren fast konstant. Die im Vergleich zum Bestand recht hohen Abschüsse resultieren aus der Absicht, die Bestände konstant zu halten, um Wildschäden zu begrenzen und eine gesunde Population zu erhalten.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Europäischer_Mufflon

Bis zu einer tatsächlich notwendigen Regulierung des Wolfbestandes wird noch einige Zeit ins Land ziehen.
Sollte sie überhaupt mal notwendig sein!?!?!
In den allermeisten Forderungen ist auch nicht von einer tatsächlichen Regulierung die Sprache, sondern die gezielte Entnahme von auffällig gewordenen Einzeltieren.


Bei uns gibt es eine wilde Herde Muflons 80 - 90 Tiere die streifen hier durch alle Wälder und auch Luchs und Wolf laufen hier rum. Bei uns wurde kürzlich ein Wolf gesichtet einen Luchs habe ich selber hier schon mit dem Feldstecher beobachtet.
 

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