Ich habe mich gefreut, da es um genau diese Menschen geht (Heavy, Black, Death), die
darin ein Riesenproblem sehen und keine weitere Musikrichtung akzeptieren oder zulassen. 🙂
Passt wie die Faust aufs Auge. Bin aber über die Erklärung gespannt, interessiert mich jetzt
wirklich..
L.G.
Ich kenne welche die Blues hören und keine andere Musikrichtung akzeptieren, zulassen oder tolerieren. Für mich erscheint das dann immer extrem "kindisch". Als Jugendliche war ich auch auf eine Musikrichtung/Band fixiert. Und alle anderen waren die "Feinde". Das war damals einfach so eine Denkweise. Die gab es auch schon bei anderen Generationen vor mir. Ob Jugendliche immer noch diesen Tick aufweisen, weiß ich nicht. Früher gab es Stones gegen Beatles, Punk gegen Popper, Disco gegen Hardrock. Mods gegen Rocker usw.
Dann je älter ich wurde, je weniger spielte dieses "FANatische" eine Rolle. Da war Musik einfach nur noch Unterhaltung. Ich wollte auch mal andere Sachen hören wie früher in meiner Jugend. Man kann doch nicht über Jahrzehnte immer das Gleiche hören. Das hängt einem auch mal zum Hals heraus.
Und aufeinmal hörte ich auch das was der "Feind" hörte. In meinem Fall gut gemachte Discomusik aus den 70er.
Und plötzlich mutierte ich bei einigen die ich kenne zum Feindbild. Da werde ich dann mit Bluesmusik vollgedröhnt, so das man sich nicht mal mehr unterhalten kann. Und andauernd gefragt, wie ich dies oder jenes finde. Finde ich es nicht toll (was meistens der Fall ist), fangen die anderen an mir zu erzählen, ich "hätte keine Ahnung" und "alle finden das doch toll, deswegen kenne ich mich nicht aus". Wir reden hier übrigens von Leuten, die über 50 sind. Also wirklich keine Teenager mehr! Ich finde es soooo kindisch. Das sage ich dann auch.
Ich erlebe das aber auch oft mit Menschen, die Klassik hören. Die haben auch diesen Tunnelblick. Mittlerweile höre ich sehr gerne Beethoven. Werde aber von den Leuten die Klassik mögen genauso angegangen, weil ich doch tatsächlich profane U-Musik höre. Genauso albern und idiotisch.
Also das hat nichts mit Death oder Heavy Fans zu tun. (Ich mag übrigens auch Hard-Rock.)
Ach ja: Früher habe ich auch geglaubt, das es bei Musik um Revolution, einer Message und bla bla geht. Mittlerweile bin ich echt ernüchtert: Es geht um Kohle. Um nichts anderes. Das kann ich keinem Musiker zum Vorwurf machen. Ich würde es wahrscheinlich auch genauso machen. Wenn ich einen Lebenstil, eine Art zu denken ausleben möchte, mache ich das anders.
Was ich bei mir aber sagen kann, ist das ich immer eine bestimmte Art von Musik gerne höre. Die Musik muss sehr ausdrucksstark sein, sehr viel Wums haben. Von daher habe ich schon einen gewissen vorgegebenen (genetischen?) Geschmack. Aber ob das jetzt Beethoven ist (und der hat Live viel Wums), Amii Stuart, Gossip oder ACDC ist dabei egal.