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Wo ist mein Denkfehler? Musikrichtung?

Guppy

Aktives Mitglied
Hallo. Ich habe i-wo ein Denkfehler. Ich habe wieder eines dieser schlauen
Bücher gelesen und bei mir kam der Gedanke hoch, dass ich doch i-wie
in einem Bereich anders denke. Ausschlaggebend war aber nicht das Buch,
sondern nur der Impulsgeber und die Erinnerung kam wieder hoch.

Es geht um Musikrichtungen. Ich habe keine spezielle Musikrichtung die ich
bevorzuge. Wo ist das Problem?

Nun, wenn ich jemanden kennenlerne sei es nur eine Bekanntschaft oder
ein Mensch mit dem man sich gut versteht, welcher ohne weiteres zum guten
Freund werden kann. Kommt auch mal die Musikrichtung als Frage auf und ich
kann mich bei Musik überhaupt nicht festlegen. Warum?

Weil ich einfach jede Art von Musik mag und mich je nach Laune verschiedene
Musikrichtungen (Klassik, Rock, Jazz, Blues usw.) anhören kann.

Wobei mir die Musik mit Text überhaupt nicht gefällt, da ich gerne Musik
höre bei der ich das Gefühl zu Musik erkennen kann. Lebendige Instrumentalmusik.

Deswegen höre ich oft einfach nur Gitarrenstücke (Sungha Jung), Mozart, Chopin,
Bach, Magic Slim, Eric Clapton oder einfach nur Livemusik aus dem Konzert usw.

Meine Ex-Fr. hat mir sogar vorgeworfen, dass ich überhaupt keine Musik mag, wobei
ich ihr meine Sammlung auf der Festplatte (über 300 Alben) gezeigt habe.
Ein Arbeitskollege sagte: Du kannst doch nicht alles mögen, du musst doch eine Richtung
haben. Meinen Freunden ist Thema egal, da wir sowieso verschiedene Geschmäcker
haben (so etwas wie, Hauptsache zum Feiern geeignet). Dort kommt gar nicht so
eine Frage auf.., wobei im Auto lasse ich lieber das Radio laufen und schalte meine
CD`s aus.

Manchmal komme ich einfach in Versuchung eine Notlüge einzulegen und
nenne einfach i-einen Interpreten, damit diese Frage endlich aus dem Raum
verschwindet.

Ist das so schwer zu verstehen, wenn einer einfach nur Musik mag und sich auf
keinen Interpreten oder Musikrichtung festlegen möchte? Diese Eingrenzung kann/will
ich einfach nicht vornehmen, da mich nicht der Interpret oder die Person interessiert,
sondern sein Gefühl zur Musik. Manchmal weiß ich nicht mal wenn ich mir gerade
anhöre, weil es mich einfach nicht interessiert. (Hinzu kommt-ich merke mir schlecht
die Namen.)

Was sagt ihr? Ist das verständlich? Wo liegt mein Denkfehler?

Danke. Ging mir heute den ganzen Tag durch den Kopf, deswegen die unabsichtlichen
Gedankenschleifen. :D

L.G.
 

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Guppy

Aktives Mitglied
Ich bin selbst Musik-Polygamist. Mich deswegen zu rechtfertigen wäre mir zu albern.
Hallo. Und was sagst du wenn dich jemand nach Musikrichtung fragt,
nennst du einfach Beispiele? :)

----
Mir ist gerade noch ein Beispiel eingefallen. Vor drei Jahren saß ich in einem
Vorstellungsgespräch und mir ggü. eine frisch-ausgelernte-Psychologe/In,
die über mich ein Profil erstellt hat und mir natürlich alle üblichen Fragen
gestellt.

Dort kam nämlich auch die Frage auf: Zu welcher Musik fühlen sie sich
hingezogen? Ich sagte: - "Mir gefällt jede erdenklich gute Musik. Ich lege mich
nur ungern fest".

Wobei sie sagte: "Das geht nicht, stellen sie sich vor sie müssten sich festlegen,
welche Musikrichtung würden sie da wählen?"

- "Gute Musik, sagte ich doch schon." Damit war ich schon durch und sie schrieb
die ganze Zeit in ihr Notizbuch, vermerke über vermerke..

L.G.
 
Ich denke dazu gibt es keine Regel oder eindeutige, richtige Meinung. Jeder hat dazu seinen eigenen Standpunkt. Ich selbst höre keine Musik, sondern lebe sie - meist Richtung Death-Metal oder ähnliches. Ich variiere da auch, aber ich habe da meine Prinzipien - es ist eben eine Haltung und kein Konsum.

Für mich selbst sind Leute ohne feste Musikgeschmack eher uninteressant - eben weil es für mich den Anschein macht, als möge man sich nicht gern festlegen. Klar wenn man sich festlegt, wird man kritisierbar für andere. Ich kann nur spekulieren, warum einige Menschen "alles hören" und andere es als Lebenselixir brauchen. Musik sagt auch viel über einen Menschen aus, die Persönlichkeit.
 

Guppy

Aktives Mitglied
@dunkles-sternchen
Genau nach so einer Meinung habe ich gesucht, die genau das wiedergibt
was ich versuchte im Text deutlich zu machen.

Du meinst, diese Menschen haben eine verstreute Persönlichkeit oder sogar
mehrere? Ich finde deine These als gewagt, bin aber gerne bereit deine
Meinung zu lesen und zu lernen.

L.G.
 

toxica

Mitglied
Guppy schreibt:
Wo liegt mein Denkfehler?
Dein Denkfehler liegt darin, dass
1. Dich die Kommentare anderer nicht peripher tangieren und Du glaubst, Dich rechtfertigen zu müssen
2. Du nicht die Mentalität "was der Bauer nicht kennt, isst er auch nicht" bedacht hast (diese gilt ja bei Vielen für Vieles im Leben ;) )
 
L

Lebensdeserteurin

Gast
Ich denke dazu gibt es keine Regel oder eindeutige, richtige Meinung. Jeder hat dazu seinen eigenen Standpunkt. Ich selbst höre keine Musik, sondern lebe sie - meist Richtung Death-Metal oder ähnliches. Ich variiere da auch, aber ich habe da meine Prinzipien - es ist eben eine Haltung und kein Konsum.
An jemanden wie dich musste ich sofort denken, als ich den Text von Guppy gelesen habe. An eine Bekannte, die ausschließlich Metal hört und alles andere ablehnt, verabscheut, nicht freiwillig hören, geschweige denn mögen will. Dabei glaube ich nicht, dass sie wirklich alles außerhalb ihres Genres verachten würde, sondern das tut sie sicherlich nur wegen ihrer Prinzipien / starren Haltung. Ich finde das ziemlich albern und borniert, aber jeder wie er mag.


@Guppy, die Situation mit der Psychologin kann ich mir lebhaft vorstellen. :D Du musst ihr (und auch neuen Bekanntschaften, die du machst) doch eine Schublade bieten, in die sie dich ungefähr einsortieren kann (können), das geht doch sonst nicht! ;)
 

Nikolaus Myra

Aktives Mitglied
Was sagt ihr? Ist das verständlich? Wo liegt mein Denkfehler?

Danke. Ging mir heute den ganzen Tag durch den Kopf, deswegen die unabsichtlichen
Gedankenschleifen. :D

L.G.

Hey Guppy,

es gibt keinen Denkfehler. :D Nur einen fehlenden Aspekt in der Selbsterkenntnis.
Bei mir z.B. ist es "Die Stimme". Wenn die mich packt, dann frag ich nicht vorher,
welche Musikrichtung das ist.
 

Guppy

Aktives Mitglied
An jemanden wie dich musste ich sofort denken, als ich den Text von Guppy gelesen habe.
Ich habe mich gefreut, da es um genau diese Menschen geht (Heavy, Black, Death), die
darin ein Riesenproblem sehen und keine weitere Musikrichtung akzeptieren oder zulassen. :)

Passt wie die Faust aufs Auge. Bin aber über die Erklärung gespannt, interessiert mich jetzt
wirklich..

L.G.
 

lichti

Mitglied
Meine Ex-Fr. hat mir sogar vorgeworfen, dass ich überhaupt keine Musik mag, wobei
ich ihr meine Sammlung auf der Festplatte (über 300 Alben) gezeigt habe.
Ein Arbeitskollege sagte: Du kannst doch nicht alles mögen, du musst doch eine Richtung
haben.
Ich würde das gar nicht als Vorwurf auffassen. Die Leute sind einfach verwundert und können es nicht nachvollziehen. Man spricht das ja nicht an, weil man den anderen schlechtmachen will, sondern möglicherweise weil man neugierig ist, warum das so ist.

Gespräche darüber würde ich dementsprechend nicht als "rechtfertigen" sehen, sondern als Gedankenaustausch über unterschiedliche Ansichten. Sie denken nicht schlecht über dich.
 
@dunkles-sternchen
Genau nach so einer Meinung habe ich gesucht, die genau das wiedergibt
was ich versuchte im Text deutlich zu machen.

Du meinst, diese Menschen haben eine verstreute Persönlichkeit oder sogar
mehrere? Ich finde deine These als gewagt, bin aber gerne bereit deine
Meinung zu lesen und zu lernen.

L.G.
Nein, bloß nicht. Ich habe nur gesagt, dass diese Menschen sich offensichtlich nicht festlegen wollen/können.



An jemanden wie dich musste ich sofort denken, als ich den Text von Guppy gelesen habe. An eine Bekannte, die ausschließlich Metal hört und alles andere ablehnt, verabscheut, nicht freiwillig hören, geschweige denn mögen will. Dabei glaube ich nicht, dass sie wirklich alles außerhalb ihres Genres verachten würde, sondern das tut sie sicherlich nur wegen ihrer Prinzipien / starren Haltung. Ich finde das ziemlich albern und borniert, aber jeder wie er mag.
Nöö, das hat damit nichts zu tun, dass man borniert ist. Wie erwähnt gibt es Menschen, wo Musik nicht einfach keine Geräuschdusche aus dem Radio oder zum Feiern ist, sondern Identität und Ausdruck einer Lebenseinstellung. Und natürlich lebt man das dann und hört nicht plötzlich morgen Jazz oder Pop. Gerade im Metal gibt es doch sehr tief verwobene Hintergründe. Wenn man die nicht kennt bzw. lebt, versteht man es eben nicht.




Und gerade diese Argumentation sehe ich als vollkommen haltlos an. Ich habe mitnichten damit ein Problem, kritisiert zu werden (wieso nicht "festlegen" auf eine spezielle Musikrichtung mich vor Kritik bezüglich meiner Person schützen sollte, leuchtet mir eh nicht ein). Ich mache mich einfach nicht gerne eng und erlaube mir, eben in jedem Moment meinen Impulsen und Gefühlen zu folgen, meine Facetten auszuleben und mich -mit Verlaub- einen Dreck um Konvention oder Bewertung zu scheren.
Meine Musiksammlung umfasst auch Jazz, Electro, Detroittechno, Lounge, IDM, Grunge, Alternative und mehr ... fokussiert eher Metal und Doom. Wie gesagt gibt es Menschen, denen es nicht reicht eine gewisse Musik zur Stimmungslage zu reichen - so wie der Wein zum Essen. Gerade im Bereich Metal/Doom ist die Musik Basis einer ganzen Bewegung, die sich darüber indentifiziert - das geht es sehr stark im Inhalte und natürlich auch die Art der Musik, den Sound.

Viele Menschen hören einfach nur Musik - da ist das beliebig, austauschbar, die kaufen keine CDs und Vinyl. Denen ist das egal, MP3 auf 100GB. Die Metaller z.B. kaufen viel Vinyl und betreiben eine Fanpflege, weil es eben dort um andere Werte geht. Da ist auch das Album und das Konzept wichtig, die Family, die Konzerte - der Transport von Lebensgefühlen.

Ich kann es ja nur aus meiner persönlicher Erfahrung sagen und wenn jemand sagt "ach, ich höre alles so", dann weiß ich, dass mein Gegenüber mir zu ordinär ist, vielleicht 10 CDs von damals im Regal stehen hat und sonst irgendwie alles vom Kumpel auf MP3 bekommt - Menschen, die man schlecht wirklich für etwas begeistern kann, ob Film, Buch oder Musik - die kriegste maximal zu ner 80er-Party, Indie-Kino ist denen zu anstrengend. Hundert Mal gehabt. Ich mag halt gern Menschen mit Ecken und Kanten und sie suchen sich meist auch entsprechendes musikalisches Geleit im Leben

... es ist meine Erfahrung, KEINE Verallgemeinerung - nochmal gesagt!!!
 

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