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Wisst ihr noch wie Marzipan schmeckt?

Und was Bewegungsmangel betrifft: Die Siebziger- und Achtzigerjahre waren auch schon das große Zeitalter des Autos. Damals fuhr schon fast jeder mit dem Auto. Öffentliche Verkehrsmittel wurden damals in großem Stil stillgelegt und stattdessen Straßen und Autobahnen bis zum Abwinken gebaut. Radfahren war keineswegs allzu populär als Alltagstransportmittel und wurde eher als gelegentliches Sportgerät gesehen. Ich sehe diese Epoche keineswegs als goldenes Zeitalter der Gesundheit.

Sicherlich ist der Bewegungsmangel keine neue Erscheinung der letzten Jahre, aber er nimmt zu.

Jede insbesondere technologische Entwicklung (wie eben auch in den 70er/80er Jahren) führt zu immer weniger Bewegung. Heute läuft der Büroangestellte auch nicht mal mehr zum Kopierer, denn es ist alles digital. Selbst kleinste Bewegungen wie beim alten Wählscheiben-Telefon oder Fensterheber im Auto werden automatisiert. Wir krümmen kaum noch den Finger 😉

Deutsche bewegen sich immer weniger

Bewegung empfinden wir als Belastung und haben keine Zeit dafür. Dabei dient Bewegung dem Ausgleich, der Gesundheit. Vielen Menschen fehlt eine gesunde Beziehung zum Körper, ein Körpergefühl.

Ich bin dabei der Meinung, dass uns Ärzte oft falsch beraten. Bei Problemen gibt es Spritzen und Tabletten, Massagen und Krankengymnastik, aber zu Sport sagen Ärzte bestenfalls allgemein "man solle sich mehr bewegen". Zu Ernährung sagen Ärzte meist garnichts. Wusstet ihr, dass Ernährungswissenschaften nicht standardgemäß zum Medizinstudium gehören?

Wie es uns geht, hängt zu 90% von Essen und Bewegung ab. Selbst psychologische Probleme sind oft darauf zurückzuführen. Bewegungsmangel oder D3 Mangel können zb zu Depressionen führen. Depressionserkrankungen entwickelt sich abhängig von Bewegung und Ernährung in einer Gesellschaft. Vor allem Ausdauersportarten bewirken die Ausschüttung von Endorphinen (Glücksgefühlen). Diese Substanzen in trainierten Muskeln machen "Depri-Stoffe" im Blut unschädlich, sodass sie ihre negative Wirkung im Gehirn nicht mehr entfalten können.

Diesen direkten Zusammenhang von Problemen mit Ursachen haben viele aber aus den Augen verloren.
 
Zum Glück muss man sich ja nicht an dem orientieren, wie sich die Mehrheit der Menschen verhält. Mein Bewegungspensum bekomme ich ziemlich problemlos zusammen, und das, obwohl ich eine rein sitzende Tätigkeit habe. Aber allein die Tatsache, dass ich normalerweise ohne Auto auskomme, führt zu ziemlich vielen fußläufig zurückgelegten Wegstrecken, da häufig die Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel mehr oder weniger weit von meinen Zielen entfernt sind. Da kommen durchaus gleich mal ein paar Kilometer Fußmarsch pro Tag zusätzlich zusammen.

Ich hab mir extra einen Schrittezähler als App installiert, um einen Überblick über meine täglichen Fußwege zu bekommen. In wieweit die App korrekt zählt und misst, weiß ich nicht, aber nach den Angaben der App liege ich nicht schlecht. Am Wochenende sowieso, aber auch an den sitzreichen Arbeitstagen siehts nicht schlecht aus.
 
Zum Glück muss man sich ja nicht an dem orientieren, wie sich die Mehrheit der Menschen verhält.

Absolut richtig.
Ich habe für mich aber auch festgestellt wie schwer es ist "anders" zu sein.
Egal wie du versuchst deinen für dich besseren Weg zu finden, wirst du komisch angeguckt.

- kein Alkohol
- Sport
- keine Süßigkeiten
- vegan essen
- ...

Ohne o.g. bewerten zu wollen, es ist schwer zu erkennen, was richtig ist wenn sich die Mehrheit anders verhält.

Du kannst dich meiner Meinung nach nicht auf Ärzte, Institutionen oder der Mehrheit der Menschen verlassen.
 
Ohne o.g. bewerten zu wollen, es ist schwer zu erkennen, was richtig ist wenn sich die Mehrheit anders verhält.
Das stimmt natürlich. Irgendeine Referenz braucht man letztlich ja immer, um entscheiden zu können, welches Verhalten besser bzw. zielführender ist. Und die Mehrheit liegt auch nicht immer richtig (aber auch nicht immer falsch). Man hat zwar das eigene Bauchgefühl, aber auch das kann einen täuschen.

Mir geht es beispielsweise manchmal so als Nicht-Autofahrer, da läuft man auch buchstäblich gegen den Strom. Zwar nicht so stark in der Großstadt, aber in meiner Herkunftsregion wird man als Autoloser angeschaut wie ein Mensch vom anderen Stern....
 
Sehr schöner Link mit dem Hinweis darauf, was uns heute alles fehlt.

https://ein-langes-leben.de/einleit...-gesundheit-mit-der-mikromineralien-ur-essenz

Zitat:

In der Zwischenzeit hat sich die Situation auf unserer Erde weiter verschlechtert, wie die Studie der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1992 belegt (Earth Summit Report, Rio de Janeiro). Ca. 75 Prozent des Mineraliengehalts der Humusschicht der Erde sind allein während der letzten 100 Jahre verschwunden.

Man müsste also mindestens vier bis fünf Kilogramm Obst und Gemüse täglich zu sich nehmen, um nur einigermaßen mit den wichtigsten Mineralien versorgt zu sein. Aber selbst diese großen Mengen reichen nicht aus, um den Körper mit der Vielfalt der benötigten Spurenelemente zu versorgen.

Uns fehlt heute vieles, was vor 100 Jahren in unserer Nahrung automatisch drin war.
 
Uns fehlt heute vieles, was vor 100 Jahren in unserer Nahrung automatisch drin war.
Ich persönlich bin ja eher skeptisch, wenn die früheren Epochen als so vorbildhaft gesehen werden. Ehrlich gesagt kann ich mir nur schwer vorstellen, dass im Jahr 1919 die Lebensmittel so gesund gewesen sein sollen, so kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Ich glaube, damals hatten die Leute ganz andere Probleme, als sich vollwertig ernähren zu wollen. Ich würde sogar vermuten, dass damals Mangelernährung wesentlich verbreiteter war als heute, weil auch mangels Kühlmöglichkeiten noch viel stärker als heute eingelegte, gepökelte oder auch verdorbene Lebensmittel etc. konsumiert wurden.
 
Ich persönlich bin ja eher skeptisch, wenn die früheren Epochen als so vorbildhaft gesehen werden. Ehrlich gesagt kann ich mir nur schwer vorstellen, dass im Jahr 1919 die Lebensmittel so gesund gewesen sein sollen, so kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Ich glaube, damals hatten die Leute ganz andere Probleme, als sich vollwertig ernähren zu wollen. Ich würde sogar vermuten, dass damals Mangelernährung wesentlich verbreiteter war als heute, weil auch mangels Kühlmöglichkeiten noch viel stärker als heute eingelegte, gepökelte oder auch verdorbene Lebensmittel etc. konsumiert wurden.

Stimmt absolut! Natürlich war Mangelernährung aufgrund fehlender Technik, Krieg oder Armut vielerorts ein größeres Problem als wie es heute z.B. in Deutschland haben.

Aber das war klar und das war logisch. Heute ist das vielen sicherlich nicht so klar. Ich meine: Da isst du extra viel Obst und Gemüse, ernährst dich vermeintlich gesund und hast dennoch einen Mangel. DAS ist doch das absurde. Dass wir in unserer Überflussgesellschaft, trotz Technik, Frieden und Wohlstand uns nicht wirklich gut ernähren.
 
Aber das war klar und das war logisch. Heute ist das vielen sicherlich nicht so klar. Ich meine: Da isst du extra viel Obst und Gemüse, ernährst dich vermeintlich gesund und hast dennoch einen Mangel. DAS ist doch das absurde.
Aber haben wir denn wirklich einen Mangel? Woran spürst du denn den Mangel ganz konkret? Fühlst du dich krank, schwach oder müde?

Ich persönlich fühle mich eigentlich ganz frisch und lebendig, abgesehen von meiner greisenhaften mentalen Einstellung (siehe Bargeld-Thread). Vielleicht ist diese ja einem Nährstoffmangel geschuldet, und bei gesunder Ernährung würde ich das bargeldlose Bezahlen bevorzugen?
 
ich denke, eine Gesellschaft muss sich immer mal wieder ändern und beim Thema ernährung sehe ich gerade eigentlich eine positive Welle anrollen: Die Leute machen wieder mehr selbst: In der Zeit des Wirtschaftswunders wurde der Grundstein gelegt, Sachen eben nicht mehr selbst machen zu müssen, jetzt dreht sich das wieder. Man will wieder selber maachen, selber anbauen usw. Das ist eine sehr spositive Entwickelung. sicher wird der Schrebergarten auch bald wieder trend: leute können sich keine Gärten mehr leisten, aber sie können sich auch keine richtig guten lebensmittel mehr leisten: Schrebergärten und co werden dadurch interessanter.
Die Leute werden immer neugieriger, wie man Dinge selber macht. Deswegen werden auch die Gartlervereine, Imkerverieine und co wieder interessant. und auch das Internet kann da endlich mal nützlich sein: Man muss nicht mehr lange suchen, um die Info zu finden, wie man zB Sauerkraut selber ansetzt.
Andreas, Du hast doch soweit ich mich erinnere einen großen Garten? Da würde ich an deiner Stelle massiv loslegen:
Alles mögliche Gemüse und Ost anbauen. wie wäre es außerdem mit einem Bienenvolk? Dads wäre doch sicher auch ein tolles Hobby für Dich und im Imkerverein kann man gut Anschluss finden.
 
Aber haben wir denn wirklich einen Mangel? Woran spürst du denn den Mangel ganz konkret? Fühlst du dich krank, schwach oder müde?

Ich persönlich fühle mich eigentlich ganz frisch und lebendig, abgesehen von meiner greisenhaften mentalen Einstellung (siehe Bargeld-Thread). Vielleicht ist diese ja einem Nährstoffmangel geschuldet, und bei gesunder Ernährung würde ich das bargeldlose Bezahlen bevorzugen?

Das ist es ja. Den Mangel spürt man nicht so direkt. Es ist nicht der besagte Hammer, den man sich auf den Finger haut und direkt Schmerz empfindet.

Nährstoffmangel äußert sich meist langfristig, gerne in den typischen Zivilisationskrankheiten und darin dass man schlicht früher stirbt. Osteoporose ist zb erwiesenermaßen durch Mangel an Vitamin D, Kalzium mindest negativ beeinflusst wenn nicht teils auch verursacht. Fast alle älteren Menschen (so auch meine verstorbene Oma) haben einen Kalzium Mangel, einhergehend mit zb Kaliummangel uvm.

Die meisten wissen es aber nicht un die typischen Untersuchungen beim Arzt (zb Blutbild) messen nicht all diese Werte.

Ich treibe seit ca. 3 Monaten aktiv Sport, nehme gezielt Nahrungsergänzung und mir geht es so gut wie noch nie im Leben, meine Glückshormone tanzen Limbo 😀

Das ist natürlich nur meine persönliche Erfahrung und Meinung. Doch es erscheint mir logisch, dass wir Menschen einen Mangel haben wenn unsere Nahrungsmittel teils 50-90% weniger Nährstoffe enthalten.
 

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