Andreas900
Sehr aktives Mitglied
Und was Bewegungsmangel betrifft: Die Siebziger- und Achtzigerjahre waren auch schon das große Zeitalter des Autos. Damals fuhr schon fast jeder mit dem Auto. Öffentliche Verkehrsmittel wurden damals in großem Stil stillgelegt und stattdessen Straßen und Autobahnen bis zum Abwinken gebaut. Radfahren war keineswegs allzu populär als Alltagstransportmittel und wurde eher als gelegentliches Sportgerät gesehen. Ich sehe diese Epoche keineswegs als goldenes Zeitalter der Gesundheit.
Sicherlich ist der Bewegungsmangel keine neue Erscheinung der letzten Jahre, aber er nimmt zu.
Jede insbesondere technologische Entwicklung (wie eben auch in den 70er/80er Jahren) führt zu immer weniger Bewegung. Heute läuft der Büroangestellte auch nicht mal mehr zum Kopierer, denn es ist alles digital. Selbst kleinste Bewegungen wie beim alten Wählscheiben-Telefon oder Fensterheber im Auto werden automatisiert. Wir krümmen kaum noch den Finger 😉
Deutsche bewegen sich immer weniger
Bewegung empfinden wir als Belastung und haben keine Zeit dafür. Dabei dient Bewegung dem Ausgleich, der Gesundheit. Vielen Menschen fehlt eine gesunde Beziehung zum Körper, ein Körpergefühl.
Ich bin dabei der Meinung, dass uns Ärzte oft falsch beraten. Bei Problemen gibt es Spritzen und Tabletten, Massagen und Krankengymnastik, aber zu Sport sagen Ärzte bestenfalls allgemein "man solle sich mehr bewegen". Zu Ernährung sagen Ärzte meist garnichts. Wusstet ihr, dass Ernährungswissenschaften nicht standardgemäß zum Medizinstudium gehören?
Wie es uns geht, hängt zu 90% von Essen und Bewegung ab. Selbst psychologische Probleme sind oft darauf zurückzuführen. Bewegungsmangel oder D3 Mangel können zb zu Depressionen führen. Depressionserkrankungen entwickelt sich abhängig von Bewegung und Ernährung in einer Gesellschaft. Vor allem Ausdauersportarten bewirken die Ausschüttung von Endorphinen (Glücksgefühlen). Diese Substanzen in trainierten Muskeln machen "Depri-Stoffe" im Blut unschädlich, sodass sie ihre negative Wirkung im Gehirn nicht mehr entfalten können.
Diesen direkten Zusammenhang von Problemen mit Ursachen haben viele aber aus den Augen verloren.