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Wie wichtig ist euch das Aussehen u. die Persönlichkeit bei einem Partner ?

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Wenn diese Variablen so eng mit der Unattraktivität verknüpft sind und so schwer zu verändern sind, dass das nur ein sehr geringer Teil der Betroffenen schafft, und sie in Form einer Interaktion wirken, ist es dennoch sinnvoll das Aussehen als Ursache zu identifizieren.

Würden Betroffene durch ihre Unattraktivität beispielsweise beinahe zwangsläufig schon über das Kindes- und Jugendalter hinweg stark gehänselt werden und sich dadurch bereits früh anhaltende Depressionen entwickeln, die später nur noch bei wenigen ausreichend therapiert werden können, damm würde man schließlich auch sagen, dass das Aussehen ursächlich ist. Denn unzählige Menschen mit Depressionen sind in Beziehungen. Sie allein sind kein Grund.
Dazu kenne ich jetzt keine Studien... aber ich würde mal vermuten, dass sich auch bei nicht unattraktiven Menschen mit Depressionen statistisch häufiger Partnerfindungsprobleme feststellen lassen als bei Menschen ohne Depressionen.

Ich finde es einfach plausibler, dass Variablen wie Selbstunsicherheit, Gehemmtheit, Unentschlossenheit, geringe Durchsetzungsfähigkeit/Dominanz, geringe Lebensfreude/Verspieltheit/Flirtyness usw., die besonders stark gerade beim Umgang mit potenziellen Partnern zum Tragen kommen, die eigentlichen Hauptursachen für mangelnden Erfolg sind. Einfach darum, weil meinem Eindruck nach physisch nicht so attraktive Menschen, die keine Probleme haben, Partner zu finden, in den genannten Eigenschaften nahezu immer niedrig scoren... und umgekehrt: Physisch nicht unattraktive Menschen mit Problemen bei der Partnersuche scoren in diesen Eigenschaften extrem häufig hoch.

Um sowas weitgehend ohne störende Einflüsse und Verzerrungen ergründen zu können, bräuchte man aber meiner Meinung nach erstmal eine große, repräsentative Stichprobe (Personalausweis-Bilder und -Daten beispielsweise... wobei dabei ja schon wieder der optische Eindruck der Körperstatur fehlen würde) und müsste die Personen bezüglich ihrer physischen Attraktivität möglichst objektiv einschätzen lassen. Wenn man bei einer genügend großen Anzahl attraktiv/unattraktiv bewerteter Personen dann (ohne Kenntnis der jeweiligen Attraktivitätseinschätzung natürlich) mit geeigneten Mitteln das Kriterium Erfolg bei der Partnersuche sowie potenziell Einfluss nehmende Variablen erfassen würde, könnte man die Zusammenhänge ganz gut feststellen, denke ich.

Nur ist es wahrscheinlich schwer, ein entsprechendes Studiendesign zu finden, das tatsächlich auch in der Praxis gut umsetzbar wäre...
 
Sicherlich, aber eben nicht bei allen, und nicht zwangsläufig dauerhaft.
Ok, ja - aber das ist eine andere Aussage als:
Sie allein sind kein Grund.
Depressionen können eben durchaus ein Grund für Partnerfindungsprobleme sein - auch ohne zusätzliche physische Unattraktivität.

Und deine zweite Aussage wiederum trifft auch auf physisch unattraktive Menschen zu: Ja, das kann natürlich Partnerfindungsprobleme verursachen... aber eben nicht bei allen, und nicht zwangsläufig dauerhaft.

Naja, dazu müsste zunächst etabliert werden, dass diese Variablen bei deutlich unattraktiven Menschen stärker ausgeprägt sind. Dass man es für plausibel hält, reicht da für eine Argumentation nicht aus.
Ok... wenn das nicht zutrifft, kann man die Hypothese verwerfen, das stimmt natürlich. 🙂

Du kennst dich mit dem Thema ja deutlich besser aus als ich. Gibt es keine Studien dazu?

Dieser Eindruck entsteht allerdings natürlich auch, wenn keine tatsächlichen Unterschiede dieser Art zwischen attraktiven und unattraktiven Menschen bestehen. Bei gleichen Kompetenzen werden unattraktive Menschen als weniger intelligent, sozial kompetent, durchsetzungsfähig usw. wahrgenommen als attraktive Menschen. Das wird durch zahlreiche Studien gestützt.
Es könnte aber auch sein, dass attraktivere Menschen sich tatsächlich häufiger so verhalten, dass sie auf ihre Mitmenschen weniger intelligent, sozial kompetent, durchsetzungsfähig usw. wirken... oder? Das könnte dann auch zu so einer Einschätzung führen.

Schließlich schreibst du selbst, dass solche Störfaktoren nicht bei jeder unattraktiven Person vorliegen. Demnach müsste man auch diese deutlich unattraktiven Menschen in Beziehungen sehen. Und das sogar nicht nur mit anderen deutlich unattraktiven Menschen.
Das ist doch auch so! 🙂

Aber wenn dir Beispiele für verpartnerte unattraktive Menschen genannt werden, habe ich bisher immer nur mitbekommen, dass du diese entweder als "nur leicht unterdurchschnittlich aussehend" einstufst (bzw. das manchmal auch nur annimmst, ohne es wirklich zu wissen), oder als Begründung für den Erfolg bei der Partnerfindung irgendwelche herausragenden anderen Eigenschaften nennst (bzw. deren Vorliegen manchmal auch nur annimmst, ohne es wirklich zu wissen).

An dieser Stelle stößt man in der Diskussion also leider oft an Grenzen, weil es sich meines Wissens bisher überhaupt noch nicht klären ließ, was genau du unter "wirklich hässlich" verstehst. Durch Krankheiten oder Unfälle stark entstellte Menschen meinst du ja nicht, richtig? Dicke Menschen ebenfalls nicht. Wen denn dann?

Aber vielleicht habe ich ja auch etwas verpasst (ich verfolge die Gespräche darüber in letzter Zeit kaum), also: Hast du schon mal konkret ein Beispiel dafür genannt, welches Aussehen du meinst, wenn du von einer Hässlichkeit sprichst, die deiner Ansicht nach ohne weitere sich negativ auswirkende Faktoren das Finden eines Partners dauerhaft unmöglich macht? Wie sehen solche Personen aus?

Auch müssten Interventionen die Beziehungschancen erhöhen.
Das denke ich auch. Wobei es natürlich auch mit therapeutischer Unterstützung nicht so einfach sein dürfte, die Selbstsicherheit deutlich zu erhöhen und Hemmungen abzulegen. Aber wenn das gelingt, würde ich sehr stark annehmen, dass sich die Beziehungschancen erhöhen.

Deswegen halte ich die im Alltag beobachtbaren Extrembefunde (keine deutlich unattraktiven Menschen in Beziehung und viele attraktive Menschen mit verschiedensten Defiziten in Beziehungen), die durch an die Fragestellung angrenzende Studienergebnisse teilerklärt werden, für eine ausreichende Alternative.
In meinem Alltag sind erstere Extrembefunde tatsächlich nicht zu beobachten, deshalb kann ich dazu wenig sagen. Aussagekräftige objektive Erhebungen dazu fände ich einfach aufschlussreicher als Einzelbeobachtungen...
 
Ich vermute das Grundproblem ist, dass man sich nicht genug wertgeschätzt, gesehen und geliebt fühlt.
Das kann viele Ursachen haben.

Natürlich bekommen schöne Leute viele Vorschusslorbeeren an positiven Gefühlen .

Aber es sind nicht alle Leute oberflächlich.
Einige Leute schauen hinter die Maske.
 
Aber offenbar bei so gut wie allen dauerhaft. Und kritischerweise deutlich häufiger als es Depressionen tun.
Du sagst sowas immer so gewiss... 😉 Und mir fehlen dann häufig, wie auch hier wieder, die nachvollziehbaren Erklärungen, warum man sich dessen so sicher sein kann.

Das konkrete Verhalten wird zumindest in den experimentellen Studien zu diesem Thema kontrolliert.
Ja, das hatte ich gelesen... ich dachte da an eine fehlerhafte Einschätzung aufgrund vorhergehender Erfahrungen.

Weil es der Erfahrung nach bislang auch so zutraf, d.h. die Personen mit den vermeintlichen Gegenbeispielen auch einräumen mussten, dass ich mit diesen Annahmen recht hatte.
Manchmal vielleicht. Aber nicht immer.

Direkte Einstufungen nehme ich vor allem dann vor, wenn ich bereits aus vorherigen Beiträgen eines Nutzers oder einer Nutzerin weiß, dass eine deutlich verzerrte Vorstellung von Hässlichkeit oder von Attraktivität allgemein vorliegt. Hier im Forum ist es beispielsweise üblich, beispielhaft Männer als schon ziemlich hässlich zu betiteln, nur weil sie etwas kleiner sind. Eine andere Nutzerin, die an dieser Diskussion teilnimmt, hat sportliche 85kg auf 1,85m als Beispiel für einen kleinen, schmächtigen Mann genannt. Dass ich dann skeptisch reagiere, wenn diese Nutzer von unzähligen hässlichen Menschen in Beziehungen berichten, sollte nachvollziehbar sein.
Ich stimme dir schon darin zu, dass es einige wenige Merkmale gibt, die ziemlich einheitlich als unattraktiv eingeschätzt werden. Darüberhinaus gibt es aber auch noch sehr viele weitere Merkmale, die einen Menschen prägen, die auf andere Menschen in verschiedener Weise attraktiv oder weniger attraktiv wirken können... aber dies nicht immer in gleicher Weise tun, da die Präferenzen diesbezüglich häufig sehr unterschiedlich sind. Darum werden Menschen, die ja immer irgendeine Mixtur dieser ganzen Eigenschaften darstellen, bezüglich ihrer Attraktivität einfach sehr unterschiedlich eingeschätzt, denke ich.

Außerdem ist es auch noch mal ein Unterschied, ob man von wirklicher physischer Unattraktivität/"Hässlichkeit" spricht... oder von Merkmalen, die das andere Geschlecht bei der Auswahl eines Partners instinktiv ansprechen.

Geringe Körpergröße beispielsweise würde ich bei keinem Menschen als "hässlich" ansehen... aber ein größerer, stattlicherer Mann hat für mich durchaus eine höhere Anziehungskraft als ein kleiner und schmächtiger Mann.

Ich habe das schon häufig beschrieben. Es handelt sich um Menschen, die bezogen auf ihr Äußeres ungünstige Kombinationen von mehreren besonders bedeutsamen und in der Regel dauerhaften Makeln vereinen und keine nennenswerten attraktiven Merkmale aufweisen. Welche Makel typischerweise als bedeutsam empfunden werden, ist natürlich allgemein bekannt.
Ja, theoretisch beschrieben hast du das. Nach deiner Beschreibung setzt sich dann vor meinem geistigen Auge aber nur eine Person zusammen, die ich als unterdurchschnittlich attraktiv bezeichnen würde... aber nicht als "hässlich". Und ich glaube, das geht den meisten anderen Menschen auch so.

Außerdem dürfte es ja ausgesprochen selten vorkommen, dass bei einer Person gleich mehrere ungünstige optische Merkmale extrem stark ausgeprägt sind, aber kein einziges günstiges optisches Merkmal vorhanden ist. So jemanden kenne ich real tatsächlich auch überhaupt nicht.

Deshalb wäre es schon hilfreich, wenn du mal konkret auf Beispiele (es können ja auch künstlich erzeugte Bilder sein) verweisen könntest, damit man wirklich mal weiß, von welchem Aussehen du eigentlich sprichst.
 
Bist du dir nicht auch sicher, dass es weniger Einhörner auf der Erde gibt als Nashörner? Warum?
Weil Einhörner Fabelwesen sind. 🙂

Aber warum von diesem Zwischenschritt über das vermutete Verhalten unattraktiver Menschen gehen?
Ich finde, es macht schon einen Unterschied, ob Menschen vollkommen unbegründet Vorurteile hegen, oder ob sich ihre Annahmen durch entsprechende frühere Erfahrungen erklären lassen.

Du hast allerdings recht, dass es eine interessante Fragestellung wäre. Auch methodisch. Denn wie würde man erfassen, ob sich unattraktive Menschen tatsächlich anders verhalten? Die Erfassung würde schließlich direkt wieder durch die negativere Wahrnehmung der unattraktien Menschen beeinflusst werden.
Hmmm... 🤔 - dem Problem könnte man aber doch einfach durch Selbsturteil der Personen, deren Interaktion eingeschätzt werden soll, begegnen, oder? Wenn unattraktivere Menschen häufiger angeben, sich in sozialen Kontakten unsicher, unwohl, gehemmt etc. zu fühlen und nicht entspannt und selbstbewusst kommunizieren zu können, ist mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten, dass ihr tatsächliches Verhalten auch damit korrespondiert, denke ich.

Grundsätzlich stimmt das. Aber dominieren mehrere der einheitlich eingeschätzten Merkmale bei einem Individuum, wird dieses Individuum auch sehr ähnlich eingeschätzt.
Das ist schon wieder so eine gewisse Aussage, für die mir die Belege fehlen. 🙂

Ich erlebe dieses Einschätzen bei mir einfach anders. Sonst wüsste ich ja auch sofort, von welchen Personen du da sprichst, und müsste nicht herumraten...

Deswegen erwähnte ich in meiner Beschreibung einer hässlichen Person beides: Das Vorhandensein abstoßender Merkmale und das Fehlen attraktiver Merkmale.
Ob wir nun extrem unterdurchschnittlich attraktiv oder hässlich schreiben, ist an dieser Stelle doch nicht so wichtig, oder verstehe ich dich falsch?
Doch, das ist für mich ein großer Unterschied. Gerade bei der Frage, wie physisch anziehend ich einen Mann finde, geht die Skala bei mir eigentlich nur von Null bis Zehn. Null wäre dann eben "überhaupt nicht anziehend" oder "spricht mich optisch gar nicht an"... aber nicht "hässlich" oder "abstoßend". Wobei auch das schon eine sehr vereinfachte Zusammenfassung ist. Aber in den Negativbereich gehende Werte passen für mich bei diesem Aspekt jedenfalls nicht. Mal abgesehen von einigen wenigen Merkmalen, die wir aber bereits ausgeschlossen hatten, meine ich - etwa extreme Entstellungen, faulige Zähne, schwärende Wunden o.Ä..
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kann der Fall sein, wenn aus der Intelligenz besonderer beruflicher Erfolg oder besondere Fähigkeiten und Interessen entwickeln.
Zitat Ende

Ja....Durch Geld und beruflichen Erfolg werden die Chancen noch grösser.
--------------
Ganz einfach, weil Menschen Beziehungen mit ähnlich intelligenten Menschen eingehen.
Zitat Ende

Dann suche doch eine ähnlich intelligente Frau so wie du es bist.

Kluge Leute können interessant und sexy sein.
 
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