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Wie umgehen mit Essstörung im Alltag?

Sag mal, was würdest du denn dann alles nicht mehr essen dürfen? Oder wäre für ihn sehr schlimm?

Ich hab hier schon einmal geschrieben, dass ich dass auch habe. Bei mir beschränkt sich das aber zum Großteil nur auf das selber essen müssen.

Andere in ihrem Essen einzuschränken ist zu viel verlangt, für ein Problem das man selbst hat.

Du zeigst extrem Rücksicht. Aber du musst dich wirklich nicht komplett verbiegen. Er verlangt da zu viel. Ich find die Sache mit den Boxen noch in Ordnung. Aber bei dem Rest muss er sich auch an dich anpassen.

Ein Beispiel aus unserem Leben hab ich noch für dich. Ich koche jeden Tag für mich und meinem Mann. Und da verwende ich auch Lebensmittel die ich selber nicht essen will. Dann mach ich halt aus einem Rezept zwei verschiedene Sachen.

Eine Sache gibt es aber wirklich die ich nicht riechen kann. Das ist Blumenkohl. Und wenn er den will macht er den halt selber und in der Zeit sind hier die Fenster offen, damit der Geruch abziehen kann.

Weißt du Anpassung muss auf beiden Seiten stattfinden. Er kann nicht von dir verlangen, dass nur du dich verbiegst.
 
Ich denke, sich hier das Hirn zerbröseln, wieso und warum er das tut, wird nichts bringen.
Mein Gedanke war:
Warum ziehst Du mit einem Menschen zusammen, der so viel an Energie nimmt. Sein Essen, nicht Dein Essen, und alles, was damit zusammen hängt und was für Dich noch im Verborgenen ist, wird nicht nur Mittelpunkt in seinem Leben sein sondern Stück für Stück in Deinem Leben. Du wirst Dich von Dich und Deinen Aufgaben in Deinem Leben wegbringen bis zur eigenen Entfremdung.

Offen gestanden frage ich mich, von was Du ablenken möchtest.

Glaube mir, Probleme anderer, die man nie lösen wird, im Gegenteil Verstärker sein wird, können obsessiv werden....die Gedanken kreisen nur um Deinen Bekannten und seinem Essen.

Das WG Leben wird scheitern.

Kolya
 
Ab da hat dann der Vater vor allem endlich auf den Tisch gehauen und hat darauf bestanden, es gibt keine solchen Extrawürste mehr wie bisher.
Auch die bisherige Therapie wurde "angepasst" und was schlußendlich rauskam, war der Familiendynamik geschuldet.
Richtig, dass meinte ich auch mit Verstärker. Bei allem Verständnis (ich habe selbst seit 50 Jahren eine Essstörung, alles schon durchgemacht) kann nur sagen, dass eine unglaubliche Macht ausgeht. Alles hüpfen und springen nach der Essstörung. Versteht mich nicht falsch, ES ist eine schwere Krankheit/Störung, die psychotherapiert werden muss und es gibt extra WG, begleitet für Esstörungen, viele beziehen EM Rente usw....aber das zum Mittelpunkt stellen, ist kontraproduktiv, wenngleich, gerade als Eltern nachvollziehbar.

Der Junge Mensch sollte sich professionelle Hilfe suchen und keine WG gründen

Kolya
 
Sag mal, was würdest du denn dann alles nicht mehr essen dürfen? Oder wäre für ihn sehr schlimm?

Ich hab hier schon einmal geschrieben, dass ich dass auch habe. Bei mir beschränkt sich das aber zum Großteil nur auf das selber essen müssen.

Andere in ihrem Essen einzuschränken ist zu viel verlangt, für ein Problem das man selbst hat.

Du zeigst extrem Rücksicht. Aber du musst dich wirklich nicht komplett verbiegen. Er verlangt da zu viel. Ich find die Sache mit den Boxen noch in Ordnung. Aber bei dem Rest muss er sich auch an dich anpassen.

Ein Beispiel aus unserem Leben hab ich noch für dich. Ich koche jeden Tag für mich und meinem Mann. Und da verwende ich auch Lebensmittel die ich selber nicht essen will. Dann mach ich halt aus einem Rezept zwei verschiedene Sachen.

Eine Sache gibt es aber wirklich die ich nicht riechen kann. Das ist Blumenkohl. Und wenn er den will macht er den halt selber und in der Zeit sind hier die Fenster offen, damit der Geruch abziehen kann.

Weißt du Anpassung muss auf beiden Seiten stattfinden. Er kann nicht von dir verlangen, dass nur du dich verbiegst.

Es geht in erster Linie, um sehr stark riechende Lebensmittel. Das ist z.B. Kohl oder auch in fett gebackenes/frittiertes. Und dann gibt es da noch so ein paar Dinge, die für ihn ein Problem sind, aber man es nicht objektiv erklären kann. Burger zum Beispiel.

Mein Gedanke war:
Warum ziehst Du mit einem Menschen zusammen, der so viel an Energie nimmt. Sein Essen, nicht Dein Essen, und alles, was damit zusammen hängt und was für Dich noch im Verborgenen ist, wird nicht nur Mittelpunkt in seinem Leben sein sondern Stück für Stück in Deinem Leben. Du wirst Dich von Dich und Deinen Aufgaben in Deinem Leben wegbringen bis zur eigenen Entfremdung.

Offen gestanden frage ich mich, von was Du ablenken möchtest.

Glaube mir, Probleme anderer, die man nie lösen wird, im Gegenteil Verstärker sein wird, können obsessiv werden....die Gedanken kreisen nur um Deinen Bekannten und seinem Essen.

Das WG Leben wird scheitern.

Kolya

Es macht bei vielen hier den Eindruck, als dürfte man nur mit gesunden Menschen zusammenwohnen, befreundet sein usw.

Die Essstörung ist tatsächlich sehr anstrengend und zieht auch Energie. Er ist aber dennoch mein bester Freund. Und wie sollte es denn in einer Freundschaft sein? Er ist auch derjenige, der mir sehr viel Kraft gibt, meine Batterien wieder auflädt, mit dem ich über meine Sorgen sprechen kann, mit dem ich am liebsten meine Zeit verbringe, mit dem ich viel Spaß und Freunde habe usw. Er ist ja nicht nur die Essstörung.

Ich möchte gerne mit ihm zusammenwohnen, mehr Zeit verbringen und nicht mehr alleine wohnen. Es gibt nicht nur schwarz und weiß oder irgendwas vollkommen perfektes.

Richtig, dass meinte ich auch mit Verstärker. Bei allem Verständnis (ich habe selbst seit 50 Jahren eine Essstörung, alles schon durchgemacht) kann nur sagen, dass eine unglaubliche Macht ausgeht. Alles hüpfen und springen nach der Essstörung. Versteht mich nicht falsch, ES ist eine schwere Krankheit/Störung, die psychotherapiert werden muss und es gibt extra WG, begleitet für Esstörungen, viele beziehen EM Rente usw....aber das zum Mittelpunkt stellen, ist kontraproduktiv, wenngleich, gerade als Eltern nachvollziehbar.

Der Junge Mensch sollte sich professionelle Hilfe suchen und keine WG gründen

Kolya

Er ist aber nun mal austherapiert.
 
Es geht in erster Linie, um sehr stark riechende Lebensmittel. Das ist z.B. Kohl oder auch in fett gebackenes/frittiertes. Und dann gibt es da noch so ein paar Dinge, die für ihn ein Problem sind, aber man es nicht objektiv erklären kann. Burger zum Beispiel.



Es macht bei vielen hier den Eindruck, als dürfte man nur mit gesunden Menschen zusammenwohnen, befreundet sein usw.

Die Essstörung ist tatsächlich sehr anstrengend und zieht auch Energie. Er ist aber dennoch mein bester Freund. Und wie sollte es denn in einer Freundschaft sein? Er ist auch derjenige, der mir sehr viel Kraft gibt, meine Batterien wieder auflädt, mit dem ich über meine Sorgen sprechen kann, mit dem ich am liebsten meine Zeit verbringe, mit dem ich viel Spaß und Freunde habe usw. Er ist ja nicht nur die Essstörung.

Ich möchte gerne mit ihm zusammenwohnen, mehr Zeit verbringen und nicht mehr alleine wohnen. Es gibt nicht nur schwarz und weiß oder irgendwas vollkommen perfektes.



Er ist aber nun mal austherapiert.
Ich finde es klasse, dass du die Freundschaft siehst und nicht die Essstörung.
Ich wünsche euch alles Gute und eine schöne Zeit zusammen in der gemeinsamen WG.
 
Es geht in erster Linie, um sehr stark riechende Lebensmittel. Das ist z.B. Kohl oder auch in fett gebackenes/frittiertes. Und dann gibt es da noch so ein paar Dinge, die für ihn ein Problem sind, aber man es nicht objektiv erklären kann. Burger zum Beispiel.



Es macht bei vielen hier den Eindruck, als dürfte man nur mit gesunden Menschen zusammenwohnen, befreundet sein usw.
Natürlich kann man auch mit psychisch angeschlagenen oder chronisch kranken Menschen in eine WG ziehen. War ich übrigens auch schon...
Aber man darf sich nicht zu sehr in seine Krankheitsgeschichte reinziehen lassen, und am Ende alles tun, was der WG-Partner verlangt, weil "der ist ja krank".
Das wäre sehr kontraproduktiv für euch beide!
Denn 1. würdest du ihm damit keinen Gefallen tun, wenn du ihn zu sehr in Watte packst, und deine ganze Ernährung nach ihm ausrichtet.
Ganz im Gegenteil, das fördert solche Eßstörungen nur noch mehr!
Also dasselbe Prinzip, wie bei Co-Abhängigen.
Freunde und Familien von Leuten mit Anorexie und anderen Eßstörungen kennen das in der Regel sehr gut...

Und 2. würdest du dich zu sehr verbiegen, dein eigenes Leben vernachlässigen und nach einiger Zeit vielleicht wirklich deine ganze Ernährung und sonstiges Leben nach ihm ausrichten, für ihn kochen, und ihn auch sonst bemuttern.
Denn du scheinst der Typ Frau zu sein, der leicht in so eine mütterliche Schiene rutscht, kann das sein?
 
Ich wünsche dir/euch gutes Gelingen und finde es sympathisch, wie du hier schreibst.
Schön, wie du zu deinem Freund stehst. Versucht es doch erst mal und wenn es nicht klappen sollte, dann klappt es eben nicht. Es ist ja nicht so, dass dann die Welt untergehen würde. Aber du kannst dann jedenfalls sagen, du hast es versucht und vielleicht klappt es ja auch und ihr straft die Leute lügen, die euch jetzt schon, bevor es überhaupt angefangen hat, scheitern sehen (wollen).
 
Ich wünsche dir/euch gutes Gelingen und finde es sympathisch, wie du hier schreibst.
Schön, wie du zu deinem Freund stehst. Versucht es doch erst mal und wenn es nicht klappen sollte, dann klappt es eben nicht. Es ist ja nicht so, dass dann die Welt untergehen würde. Aber du kannst dann jedenfalls sagen, du hast es versucht und vielleicht klappt es ja auch und ihr straft die Leute lügen, die euch jetzt schon, bevor es überhaupt angefangen hat, scheitern sehen (wollen).

Ich habe einfach die Hoffnung, dass es nicht so schlimm wird, wie hier teilweise behauptet. Er ist ein sehr empathischer Mensch und kreist nicht den ganzen Tag um sich selber. Ganz im Gegenteil.
 

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