Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wie mit starker innerer Leere umgehen?

Was kann die Ursache sein, wenn man nichts mehr fühlt, lahmt, schwach ist?

Was brauchts, dass man das nicht mehr so hat?
Das ist der Punkt,woher kommt diese Leere!
Es gibt vieles was wir im Leben aushalten müssen wenn wir wissen wofür.
Nur gegen eine innere Leere sollte man etwas unternehmen und vielleicht auch eine Therapie machen.
Wenn man die Ursache kennt kann man besser damit umgehen.

Natürlich ist es dem TE selbst überlassen was er gerne dagegen unternehmen möchte,dass ist nur ein Vorschlag.
 
Vielen Dank für eure Antworten. Ich werde natürlich eine Therapie machen um zu sehen, woher diese Leere kommt. Ich nehme die Leere auch als Gefühllosigkeit wahr, also ein Zustand wo das Gefühlsleben eingefroren ist. Gerade in der Still und Ruhe ist der Zustand sehr "spürbar". Aber vielleicht liegt dort auch der Ansatz, über die Stille und Ruhe wieder zu mir finden.
 
Darf ich dich was fragen ?

Hast du das Gefühl, dass es Situationen sind, in dem du gefühlslos bist oder wo die Gefühle eher losgelöst vom Rationalem sind?
Ich frage, denn ich habe viel über mich in meiner Therapie gelernt bezüglich meiner Gefühle. Und ein Punkt war, dass ich vom Rationalem viel weiß, aber in manchen Situationen meine Gefühle "abgegrenzt" habe. Dies diente dem Selbstschutz. Aber nach außen hin wirkte es oft gefühlskalt.
 
Die Gefühllosigkeit spüre ich dann meistens, wenn es Situationen sind, in denen eigentlich ein Mitschwingen erwartet wird, also in Gesprächen, auch wenn es nur balangloses ist. Ja, ich bin auch sehr im Kopf unterwegs und analysiere viel. Es fühlt sich auch wie eine Blockade an oder wie ein Freeze, d.h. die Gefühle könnnen nicht gefühlt werden.
Selbst Kleinigkeiten, wie ich kaufe mir etwas Süßes, weil mir das schmeckt, muss ich das rational tun ohne emotionales Innenleben.
Es könnte tatsächlich ein Selbstschutz sein. Ich hatte schonmal eine ähnliche Phase als mein Vater gestorben ist. Jetzt habe ich diese Phase wieder, aber der Grund ist mir persönlich nicht klar.
 
Bei mir war es ganz ähnlich.
Ich habe die "Freude" an einfachen Dingen nicht gespürt.
Und wenn es Gefühle gab, dann eher in Richtung Selbstzweifel (ich habe die Schuld bei mir gesucht, auch wenn ich nix für konnte).
Selbst Ärger und Wut habe ich nicht gefühlt, obwohl ich vom Kopf her wusste, dass ich jetzt wütend sein sollte, weil ich tief verletzt wurde.
Mit meinem Therapeuten zusammen hat es eine ganze Weile gedauert herauszufinden, was der Grund für meinen Selbstschutz war.
Es kamen mehrere Gründe, teils aus tiefster Vergangenheit, zusammen, wobei ein Auslöser eine Erfahrung im letzten Jahr war. Diese Erfahrung hat mein Inneres so zum wackeln gebracht, dass ich unbewusst eine Art Schutzschild aufgespannt habe. Um zu funktionieren, um weitere Schmerzen zu verhindern, um mich nicht weiter mit meinen Gefühlen auseinander setzen zu müssen. Ich habe mir selbst es nicht erlaubt so zu fühlen wie ich fühlte und schob es weg. Dabei sperrte ich auch die positiven Gefühle aus...
Ich kann dir da wirklich eine Therapie empfehlen. Ein guter Therapeut wird dich mit den richtigen Fragen zu deinem Inneren führen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, kein Sport.
Aber ich habe versucht mich auf die Dinge zu besinnen, welche mir früher Spaß gemacht haben.
Gar nicht so einfach und es hat gedauert. Lange gedauert.
Erst als es in der Therapie klick gemacht hat, konnte ich mich wieder Stück für Stück für die schönen Dinge öffnen. Aber ich kämpfe manchmal noch heute.
Ich habe auch den engen Menschen in meinem Umfeld davon erzählt, das tat mir soweit gut, dass mein Umfeld entspannter mit mir umgegangen ist und ich hatte kaum das Gefühl, dass es irgendwelche Erwartungen an mich gab. Das hat mir auch geholfen, eine offene Kommunikation darüber. Dadurch habe ich es auch nicht mit mir allein ausgemacht.
 
Auf Dinge besinnen, die mal Freude bereitet haben ist auch nicht so einfach. Vorallem weil das in mir momentan nichts emotional auslöst. Manchmal überkommt mich auch so ein Gefühl der Bedeutungslosigkeit, selbst wenn ich an Dinge denke, die mir gut tun könnten oder die mich traurig machen müssten.
Gerade ohne Ablenkung und digitale Stimulation fühlt sich die Gefühllosigkeit besonders erdrückend an.
 
Ich weiß was du meinst.
Irgendwie drückt es dann im Kopf, es zerrt im Herzen und doch... Ist alles so leer. Man versteht sich selbst nicht, fängt an an sich zu zweifeln.
Fragt sich, ob man abnormal ist.
Gleichzeitig will man den Druck loswerden, den die Gefühllosigkeit macht. Aber man weiß nicht wie, man ist hilflos gegenüber der eignen Gefühllosigkeit... Und das macht irgendwie noch mehr Druck, dass man nicht Herr seiner eigenen (nicht)Empfindungen ist.
Man zieht sich sozial zurück...

Wie gesagt, mir hat Ursachenforschung, Geduld und Zeit geholfen.
Kleine Fortschritte habe ich als große Erfolge gefeiert, gleichzeitig bin ich geduldig mit mir selbst, versuche mich nicht zu überfordern und lieb zu mir sein. Und mir bewusst zu machen, dass es ein Schutzmechanismus ist und zu verstehen wieso dieser nötig war, hat vieles getan. Es hat mir die "Macht" zurückgegeben zu entscheiden, ob ich noch so viel Schutz brauche oder vielleicht doch etwas zulassen kann.

Was machst du in diesen Situationen, wenn es dich fast erdrückt?
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben