boah. "die leere". "das nichts". ich beschäftige mich schon damit, seitdem ich ein kind bin und habe sie immer schon gesprüt. heute, mit 37 jahren, ist sie in mir auch sehr stark geworden. besonders seitdem ich den kontakt zu meiner mutter und meiner schwester abbrechen musste. ich habe aber auch adhs (und evtl. autismus) und da ist sowas "normal".
daher, allererste regel, wenn du dich "dem nichts" entgegenstellen willst bzw. in situationen bist, in denen du dich besonders stark damit konfrontiert fühlst (zumindest aus meiner ganz persönlichen sicht):
1. es ist vollkommen "normal", sich so zu fühlen. vollkommen menschlich. du kämpfst gegen etwas an, das jeder mensch mehr oder in sich trägt, egal ob er es weiss oder zugeben kann, oder nicht. manche haben es einfach nur sehr stark in sich, dieses gefühl, des "nichts", und andere weniger. weil:
2. "das nichts" wird (meiner erfahrung und meines wissens nach) genährt durch körperliche oder psychische traumata, stress und nicht optimaler biochemie. um so stärker du traumatisiert wirst, umso stäker wird das gefühl.
was kann man machen?
1. sich das alles, was ich oben geschrieben habe, bewusst machen. sich auf psychologischer, soziologischer, philosophischer ebene weiterbilden. sich selbst verstehen. durch bücher. sich mit menschen unterhalten. eventuell nicht übers "nichts". aber über.. "alles". im sinne von: alles andere. übers leben. über das, was für dich "alles" ist. das, was dich interessiert. computerspiele. sport. filme. serien. das leben. dein leben. deshalb ist die therapie schonmal ein guter schritt, weil:
2. reden hilft. immer. ist statistisch und psychologisch erwiesen.
3. sport machen. yoga. calisthenics. joggen. hobbys haben. musik machen. sich mit leuten treffen. sachen planen. reisen. gruppenaktivitäten. und: sich unterhalten und auseinandersetzen. mit sich selbst. und menschen.
manchmal hilft auch einfach nur ne kalte dusche. oder bei kaltem wetter joggen gehen und DANN ne kalte dusche. alder. da kann ich dir versprechen, wenn du das irchtig machst und dich wenigstens minimal verausgabst und dann unter der dusche stehst.. erzähl mir bitte, dass du DANN nichts fühlst. am besten noch irgendein lied auf dem handy anmachen und mitsingen oder pfeifen.
oder auch einfach: "träumen". träum dir dein leben, wie du es am allerliebsten leben würdest. und dann setz dich hin, versuch einen rationalen blick drauf zu werfen und das von deinen träumen zu verwirklichen, das wirklich erreichbar ist.
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ohne mist, ich habe aktuell und allgemein genau das gleiche problem wie du. entweder ich renne von dem nichts davon und habe wenigstens kurze momente in denen ich etwas fühle und mich "normal" und ausgeglichen, gar glücklich fühle.. aber dann kommt es wieder.. das nichts.
wir leben in einer harten welt, die dieses gefühl auch noch verstärkt. bsonders soziale medien beeinflussen zum beispiel unseren dopamin gehalt im gehirn stark und ich vermute aktuell ganz stark, dass dieses "nichts" stark mit einem unterdurchschnittlichen dopaminhaushalt im gehirn zusammenhängt, weil ich dieses gefühl mittlerweile am stärksten habe, wenn ich mich stundenlang von video zu video geklickt und dann kurz pause mache.. dann fühl ich mich echt wie so ein zombie und will direkt aufs nächste video klicken.
manchmal schaffe ich es während den videos produktiv zu sein, das klappt aber auch immer schlechter. vor ein paar jahren habe ich richtig viel fitness gemacht und dabei filme, serien und yt videos geguckt. das hat mich oft sogar richtig motiviert.
das klappt aber fast gar nicht mehr, zumindest nicht beim fitness..