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Wie mit starker innerer Leere umgehen?

fak

Mitglied
Gerade jetzt zu Weihnachten ist die innere Leere noch viel stärker und wenn ich an Heilig Abend denke, wird sie durch den Erwartungsdruck sehr stark. Es fühlt sich dann so an, als ob nichts mehr von Bedeutung ist bzw. nichts mehr das Loch füllen kann, wenn ich die innere Leere intensiv zulasse. Allerdings wenn ich länger in ihr sitzen bleibe, scheint die innere Leere nicht mehr ganz so bedrohlich zu sein. Ich bin bald in Therapie. Gibt es aber etwas, dass ich selbst tun kann, um sie etwas zu lindern? Ablenkung durch Smartphone und co. ist leider nur eine temporäre Lösung und macht die Leere auf Dauer nur stärker. Gerade am Nachmittag oder Abend ist die Leere besonders stark und bedrohlich.
 
Hallo und Willkommen

Weißt Du, woher diese innere Leere kommt? Gibt es Dinge, die Dir trotzdem Freude machen? Wenn es einem nicht gut geht, dann kann es helfen, wenn man zumindest kleine Zeiteinheiten mit etwas füllt, was einen ablenkt. Dinge, die einem normalerweise Spaß machen, Dinge, die einen ablenken wie Filme, Bücher, Spazierengehen, ein Online Spiel.

Du bist bald in Therapie, das ist gut. Du kannst natürlich jetzt schon mal anfangen, über Dich nachzudenken. Tagebuch schreiben z.b., über diese Leere in Dir nachdenken, woher sie kommt.

Mir helfen oft Youtube Meditationen, wenn es mir nicht so gut geht. Z.B. von Mojo Di oder Anika Henkelmann. Oder Videos auf Youtube von Pierre Franckh

Du könntest das mal versuchen, wenn Du magst. Oft tut es natürlich auch gut, mit Menschen darüber zu reden
 
Ich versuche gerade nach zu vollziehen, wie es sich an fühlt.

Aus materieller Sicht würde ich es dann so ausdrücken: kein Bock auf nichts, lohnt sich eh nicht.
So wäre jede Handlung von Beginn an zum Scheitern verurteilt, zurück bliebe Ideenlosigkeit und Warten auf bessere Zeiten.
Aus emotionaler Sicht wäre es ähnlich, nämlich dass Kontakte erst gar nicht mehr gesucht, und wenn gefunden, nicht mehr zugelassen werden.
Zugrunde gelegt würde ein Lerneffekt, dass Kontakte sich nicht lohnen, weil man am Ende sowieso verletzt wird und sich besser gleich davor schützt.

Dass die innere Leere gerade zu Weihnachten besonders stark wird würde ich so erklären, dass man a) nicht zu arbeiten braucht und/oder b) Leute wegen der "Fest-Handlungen" zu Interaktionen mit anderen eh nicht gesteigert bereit wären. Auf Deutsch: hab keine Zeit, muss mich um was kümmern.

Warum nun die innere Leere durch den Erwartungsdruck sehr stark wird, bekomme ich bei a) oder b) nicht untergebracht, versteh es also im Moment noch nicht.
 
Vielleicht habe ich das falsch erklärt. Bei innerer Leere fühle ich gar nichts und somit ist mir auch "scheinbar" erstmal nichts von Bedeutung. Bei Weihnachten ist ja bekanntlich immer eine Erwartungshaltung vorhanden, besonders besinnlich zu sein oder emotional zu sein. Wenn dies schon generell schwierig ist, erzeugt die Erwartungshaltung noch mehr Druck und man fühlt, dass man nicht mal zu Weihnachten irgendetwas spürt.
Momentan gibt es wenig Dinge, die mir Freude bereiten, aber ich unternehme trotzdem einige Sachen, auch wenn es ersteinmal schwer fällt.
 
Es fühlt sich dann so an, als ob nichts mehr von Bedeutung ist bzw. nichts mehr das Loch füllen kann, wenn ich die innere Leere intensiv zulasse.
Hallo fak,

heißt das im Umkehrschluss, dass es einen bzw mehrere Auslöser gab, die dieses Loch geschaffen haben? Also, ist in dieser Leere etwas, das dir Schmerz verursacht?

Oder meinst du eher Leere als Abwesenheit von nährenden und angenehmen Dingen, zB im Sinne einer depressiven Stimmung?

LG
 
Hallo Spectral, genau im Sinne einer depressiven Stimmung. Also wie du beschrieben hast, die Abwesenheit von Gefühlen.
Ob die Leere Schmerz verursacht, kann ich nicht sagen. Sie ist eben unangenehm.
 
Vielleicht habe ich das falsch erklärt. Bei innerer Leere fühle ich gar nichts und somit ist mir auch "scheinbar" erstmal nichts von Bedeutung. Bei Weihnachten ist ja bekanntlich immer eine Erwartungshaltung vorhanden, besonders besinnlich zu sein oder emotional zu sein. Wenn dies schon generell schwierig ist, erzeugt die Erwartungshaltung noch mehr Druck und man fühlt, dass man nicht mal zu Weihnachten irgendetwas spürt.
Momentan gibt es wenig Dinge, die mir Freude bereiten, aber ich unternehme trotzdem einige Sachen, auch wenn es ersteinmal schwer fällt.
Natürlich gibt es bei " innerer Leere" wenig Dinge die Freude machen, sonst würde ja durch diese Dinge Begeisterung und Lust auf mehr erzeugt - was die Leere verdrängt.

Ich finde es - zu Deinen Gunsten - aber falsch, eine Leere noch leerer machen zu wollen, indem Du den Kalender heran ziehst. Dabei ist es ziemlich egal was andere denken, weil sie zu ihren Gunsten natürlich das denken, von dem sie profitieren.
So Gedanken müssen aber nicht Deine sein.
Es können Deine sein, wenn Du es willst, aber nur dann.

Ein Beispiel könnte sein, dass den anderen die Mitternachtsmesse zu Weihnachten wichtig ist.
Dir nicht.
Und selbst wenn Du ungläubig bist könntest Du dort hin gehen, einfach um zu beobachten, was die anderen machen, warum sie es gut finden.

Allerdings hättest Du dann ein Ziel und einen Plan, der nicht gut für innere Leere ist....
 
Okay, ich verstehe...
Gegen diese Art von depressiver Leere könntest du versuchen, deine Sinne zu nutzen, um deine Gefühle etwas zu erreichen. Zum Beispiel: Gibt es einen schönen Duft, den du gerne riechst? Ein Duftöl oder ein Raumspray, vielleicht Räucherstäbchen? Manchen hilft zB der Duft von Lavendel beim Entspannen und Orangenöl oder andere Citrusdüfte sollen die Stimmung aufhellen.

Oder du hörst etwas- zB gibt es auf Youtube Frequenzen, die auf das Wohlbefinden einwirken. Oder eben andere Klänge, die dir angenehm sind und dich irgendwie positiv berühren.

Wenn du eher ein körperlicher Typ bist, kann es auch helfen, dich bewusst in dir angenehme Textilien zu hüllen- bestimmte Kleidung die sich gut anfühlt, eine Kuscheldecke, Kissen.. sowas...oder ein warmes Bad....

Und, der Klassiker, aber m.E. wirklich hilfreich, sind Spaziergänge, bzw Bewegung an der Frischen Luft. Unser Körper braucht frischen Sauerstoff und Bewegung, damit die Zellen mal richtig durchgepustet werden... und wenn es nur 10 Minuten sind, setzt man damit für sich einen guten Impuls.

Ich hoffe, dir geht es bald wieder etwas besser. 🍀
 
boah. "die leere". "das nichts". ich beschäftige mich schon damit, seitdem ich ein kind bin und habe sie immer schon gesprüt. heute, mit 37 jahren, ist sie in mir auch sehr stark geworden. besonders seitdem ich den kontakt zu meiner mutter und meiner schwester abbrechen musste. ich habe aber auch adhs (und evtl. autismus) und da ist sowas "normal".

daher, allererste regel, wenn du dich "dem nichts" entgegenstellen willst bzw. in situationen bist, in denen du dich besonders stark damit konfrontiert fühlst (zumindest aus meiner ganz persönlichen sicht):

1. es ist vollkommen "normal", sich so zu fühlen. vollkommen menschlich. du kämpfst gegen etwas an, das jeder mensch mehr oder in sich trägt, egal ob er es weiss oder zugeben kann, oder nicht. manche haben es einfach nur sehr stark in sich, dieses gefühl, des "nichts", und andere weniger. weil:

2. "das nichts" wird (meiner erfahrung und meines wissens nach) genährt durch körperliche oder psychische traumata, stress und nicht optimaler biochemie. um so stärker du traumatisiert wirst, umso stäker wird das gefühl.

was kann man machen?

1. sich das alles, was ich oben geschrieben habe, bewusst machen. sich auf psychologischer, soziologischer, philosophischer ebene weiterbilden. sich selbst verstehen. durch bücher. sich mit menschen unterhalten. eventuell nicht übers "nichts". aber über.. "alles". im sinne von: alles andere. übers leben. über das, was für dich "alles" ist. das, was dich interessiert. computerspiele. sport. filme. serien. das leben. dein leben. deshalb ist die therapie schonmal ein guter schritt, weil:

2. reden hilft. immer. ist statistisch und psychologisch erwiesen.

3. sport machen. yoga. calisthenics. joggen. hobbys haben. musik machen. sich mit leuten treffen. sachen planen. reisen. gruppenaktivitäten. und: sich unterhalten und auseinandersetzen. mit sich selbst. und menschen.

manchmal hilft auch einfach nur ne kalte dusche. oder bei kaltem wetter joggen gehen und DANN ne kalte dusche. alder. da kann ich dir versprechen, wenn du das irchtig machst und dich wenigstens minimal verausgabst und dann unter der dusche stehst.. erzähl mir bitte, dass du DANN nichts fühlst. am besten noch irgendein lied auf dem handy anmachen und mitsingen oder pfeifen.

oder auch einfach: "träumen". träum dir dein leben, wie du es am allerliebsten leben würdest. und dann setz dich hin, versuch einen rationalen blick drauf zu werfen und das von deinen träumen zu verwirklichen, das wirklich erreichbar ist.

...

ohne mist, ich habe aktuell und allgemein genau das gleiche problem wie du. entweder ich renne von dem nichts davon und habe wenigstens kurze momente in denen ich etwas fühle und mich "normal" und ausgeglichen, gar glücklich fühle.. aber dann kommt es wieder.. das nichts.

wir leben in einer harten welt, die dieses gefühl auch noch verstärkt. bsonders soziale medien beeinflussen zum beispiel unseren dopamin gehalt im gehirn stark und ich vermute aktuell ganz stark, dass dieses "nichts" stark mit einem unterdurchschnittlichen dopaminhaushalt im gehirn zusammenhängt, weil ich dieses gefühl mittlerweile am stärksten habe, wenn ich mich stundenlang von video zu video geklickt und dann kurz pause mache.. dann fühl ich mich echt wie so ein zombie und will direkt aufs nächste video klicken.

manchmal schaffe ich es während den videos produktiv zu sein, das klappt aber auch immer schlechter. vor ein paar jahren habe ich richtig viel fitness gemacht und dabei filme, serien und yt videos geguckt. das hat mich oft sogar richtig motiviert.

das klappt aber fast gar nicht mehr, zumindest nicht beim fitness..
 

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