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Wie lenkt man sich ab, wenn das Herz zerbricht?

Gleich in eine neue Beziehung zur "Überwindung"?
Was wird dabei wirklich überwunden? Doch nur die Auseinandersetzung mit sich selbst.

Trennung tut weh, wenn einem ein Mensch etwas bedeutet hat. Das ist unbestritten.
Aber jede Trennung hat auch irgendeine Ursache - einen Faktor, der so entscheidend war, dass in dieser Konstellation zur Trennung führte.

Aus Trennungsschmerz kann man viel lernen. Man kann herausfinden, was man am Partner geliebt hat (was man selbst also für Bedürfnisse hat), was man nicht in einer Beziehung möchte, was man bisher eventuell an sich selbst nicht betrachten wollte...
Sicherlich sind nicht alle Erkenntnisse schön, die man daraus gewinnt - dafür jedoch umso wichtiger für die eigene Entwicklung.

Trennungen lehren uns in der Fähigkeit andere Menschen als selbständige Wesen zu betrachten, losgelöst von eigenem Wunschdenken und die Akzeptanz, dass sich das Leben ändert. Sie lehren uns zu uns selbst zu finden und im besten Fall in Zukunft die Vereinigung von innerer Unabhängigkeit und Genuss/Wertschätzung an der Gegenwart des Partners zu finden.

Keiner sagt, dass dieser Weg zur Entwicklung schön ist. Aber, ich finde es wichtig ihn zu nutzen.

Was gewinnt man daraus sich gleich in die nächste Partnerschaft zu stürzen?
Der Schmerz wird erstmal betäubt, Selbstbetrachtung findet nicht statt. Es ist keine tiefgehende Reflexion der letzten Beziehung möglich. Ungünstige Muster werden somit unreflektiert in die neue übernommen. Der nächste Partner wird verantwortlich gemacht für die "Fehler" das vorhergehenden, weil kein wirklicher Abschluss stattfand.

Ich denke nicht, dass man sich damit selbst einen Gefallen tut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein kurzer Blick, eine kleine Geste oder endlose unverständliche Mails...und schon ist alles wieder da. Die Tränen, der Schmerz, die Hoffnungslosigkeit...ich will, daß das aufhört...wie stelle ich das an? Wie kriege ich das alles aus dem Kopf...aus dem Herzen...aus mir???
Es tut so weh, und trotzdem fühle ich mich dumpf...
Ich möchte mir nicht weh tun, habe es "so" auch noch nie getan, habe Angst davor, aber der Gedanke ist immer wieder da, es auszuprobieren...nur mal sehen, ob es hilft...hilft es?
Vielleicht ist es befreiend...ein Weg, mit all diesem Mist klarzukommen.

Mir ist nicht gut...


Es ist auch keine Lösung, dir selber weh zu tun. Ganz im Gegenteil, da kommt dann noch etwas dazu mit dem du fertig werden musst.

Schrei lieber laut alles heraus und schreib dir besser hier die Finger wund.

Liebeskummer und das Herz fühlt sich so wund und so zerbrochen an......
Ich kenne es nur zu gut und dieser Schmerz kann ein stätiger Beleiter sein! 🙁🙁🙁

Aber, verdammt, das wollen wir doch nicht, oder? Das der Schmerz so tief und schrecklich ist, das wir uns am liebsten selber aufgeben würden. 😱

Woran liegt das?

Wir dürfen uns doch nicht einfach so aufgeben, weil wir einen Menschen verloren haben.
Wir haben doch immer noch uns. Wir müssten uns weit mehr Wert sein. Aber wir stellen immer andere Menschen über uns!

Und somit kommen wir immer wieder darauf zurück, auf die
>>>>>>>>>>>>>>>>Selbstliebe<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Wir können es lernen und müssen es auch, um in der Zukunft endlich erfüllende Beziehungen haben zu können.

Den Halt in uns selber finden, dann stürzen wir auch nicht ganz so tief, wenn uns der geliebte Mensch verlässt.


Durch einige heftige Erlebnisse in der letzten Zeit habe ich viel gelernt. Ganz schlimm war die Zeit in dem Schmerz, fast nicht zum Aushalten.
Aber, grade das hat mir die Augen geöffnet, auch über mich selbst, es war nicht grade schmeichelhaft, was ich da entdeckt habe. Es hat mich aber stärker gemacht.


Der Weg zum Besseren geht immer nur über uns selbst!
 
Deine Situation ist wirklich nicht schön. Vor allen Dingen siehst Deinen Liebsten auch noch bei der Arbeit jeden Tag, zudem scheinst Du noch den Schmerz der verletzten Liebe auf Dein ganzes Leben zu übertragen, so daß Dir alles andere, was Du im Leben hast, als nicht bedeutungslos erscheint, was es aber in Wirklichkeit nicht ist. Um es noch dratischer zu sagen, Du hast wenig oder keine anderen Probleme, die Dich ablenken könnten.

Sich selbst zu verletzen ist keine Lösung. Du musst aus dem Strudel raus und Dir selbst eine neue Chance geben. Wenn Du die Situation so lässt, wie sie im Moment ist, gehst Du daran mit Sicherheit kaputt.

Meiner Meinung solltest Du den Kontakt zu dem Mann abbrechen und Dir sowohl eine neue Wohnung suchen(auch wenn Du gerade umgezogen bist) als auch einen Job in einer anderen Stadt finden. Dein Job bedeutet Dir ja eh nicht so viel, wenn ich es richtig gelesen habe. So gibst Du Dir eine neue Chance. Solange Du Deinem Liebsten jeden Tag über den Weg läufst, hast Du keine Chance.

In der Lage, in der Du Dich jetzt befindest, geht es nicht weiter, da hilft selbst der beste Psychologe der Welt nicht viel(außer das man jemanden hat zum Reden).

Ich wünsche Dir viel Glück auf Deinem Weg, ich weiss wie Du Dich fühlst, es ist wirklich die Hölle.
 
Meiner Meinung solltest Du den Kontakt zu dem Mann abbrechen und Dir sowohl eine neue Wohnung suchen(auch wenn Du gerade umgezogen bist) als auch einen Job in einer anderen Stadt finden. Dein Job bedeutet Dir ja eh nicht so viel, wenn ich es richtig gelesen habe. So gibst Du Dir eine neue Chance. Solange Du Deinem Liebsten jeden Tag über den Weg läufst, hast Du keine Chance.
Vielen Dank für Deine Worte!
Du triffst die Zusammenfassung ziemlich gut...ja, diese Situation hat mein ganzes Leben ins Wanken gebracht. Ich stelle plötzlich einfach alles in Frage...mich, mein Leben und alles, was mir bisher wichtig war und mich ausgemacht hat.

Ich habe immer gedacht, ich kriege das auch so hin...ich Kämpfernatur...und jetzt...glaube ich selbst, daß der Weg, den Du beschreibst, eine Möglichkeit sein könnte. Ich habe auch gar nicht recht den Drang, meine letzten Kartons auszupacken...

Aber soll ich das hier wirklich alles aufgeben?
Ich bin sicher, daß es einfacher wäre, wenn wir nicht auch noch zusammenarbeiten würden...aber gleich wegziehen...?

Ob es hier jemanden gibt, der es "geschafft" hat, ohne sein ganzes Leben aufzugeben??
 
Aber soll ich das hier wirklich alles aufgeben?
Ich bin sicher, daß es einfacher wäre, wenn wir nicht auch noch zusammenarbeiten würden...aber gleich wegziehen...?

Ich dachte, Du würdest in seiner unmittelbarer Nähe wohnen oder habe ich dort was falsch verstanden. Wenn dem nicht so ist, würde neuer Job erstmal reichen.

Du brauchst Abstand, dann wird der Schmerz weniger. Das geht nicht von heute auf morgen. Distanz macht was aus, zumindest langfristig, vielleicht neue Telefonnr.+Internetadresse, damit er nicht noch anruft und die alten Wunden wieder aufbrechen.

Irgendwann bist Du dann auch emotional frei für vielleicht jemand anderes.
 
Ich dachte, Du würdest in seiner unmittelbarer Nähe wohnen oder habe ich dort was falsch verstanden. Wenn dem nicht so ist, würde neuer Job erstmal reichen.
Du brauchst Abstand, dann wird der Schmerz weniger. Das geht nicht von heute auf morgen. Distanz macht was aus, zumindest langfristig...
Naja, unmittelbare Nähe? Wir wohnen in der gleichen Stadt. Aber da kann man sich ja nun aus dem Weg gehen. Und da er sich schuldig und sich für meinen Zustand verantwortlich fühlt, ist er sehr vorsichtig und zieht sich eher etwas zurück.

Das Schlimmste ist wie gesagt das Miteinander im Job. Da kann ich ihm nicht aus dem Weg gehen, wir sind ein Team...Distanz wird also immer schwierig, so lange wir zusammenarbeiten.
Aber ich gebe Dir Recht, daß Distanz sicherlich die Lösung ist, die Erfahrung habe ich selbst schon gemacht. Aber es hat sich früher ohnehin meist zufällig und zeitgleich etwas Neues (neuer Job, neue Stadt) ergeben, so daß sich die Frage, aktiv wegzugehen, nie wirklich gestellt hat. Jetzt ist das anders.
Leider habe ich Angst, aus der Not heraus, vielleicht die falsche Entscheidung zu treffen...
 
Oh Gott, ein Team hört sich echt hart an. Also eine No-Way-Out Situation. Die Entscheidung zu treffen ist echt hart, zumal Du wahrscheinlich, wenn auch nur im Hinterkopf, noch ein bißchen Hoffnung hast.

Aber wo liegt die Alternative? Was könntest Du sonst tun? Welche Möglichkeiten hast Du noch? Mir fällt nichts dazu ein.
 
[Hallo,atemlos,verfolge Deine Worte schon,seit ich mich hier registriert habe,Wie fing denn Dein Problem an ?Ich selber habe irgendwann eine "midlifecrisis"entwickelt.Naja,Mein Job wuchs mir immer mehr über den Kopf,meine Frau und mein Kind haben immer mehr genervt.Ich bekam Depressionen und nach gut einemJahr haben mein Kind und meine Frau mich verlassen.Jetzt,nach langer Krankheit und vielen Sitzungen bei meiner Psychologin weiß ich ,daß es an meiner Kindheit,Job,etc. lag ,daß ich nicht in der Lage war,die beiden wirklich zu lieben.Meine Frau hat mich wirklich geliebt und viel Mühe gegeben,doch jetzt ,wo ich weiß,wie sehr ich sie liebe,ist alles zu spät,sie hat jemanden gefunden....Wie war das bei Dir?Was war da los?Würde mich über eine Antwort sehr freuen.🙂 QUOTE=atemlos;1634574]Hallo zusammen!

Ich habe hier im Forum schon einiges über diese unglückliche Kombination aus Liebe und meiner Person geschrieben. Wie kann man nur so sehr lieben und so sehr enttäuscht werden, daß einem die Tage so sinnlos vorkommen??

Zur Zeit bin ich nur in der Lage, im Forum zu sein und den TV laufen zu lassen. Die Wohnung...naja...versinkt nicht gerade im Chaos, aber so richtig angekommen (bin vor 2 Monaten umgezogen) bin ich auch noch nicht...hier stehen noch genügend unausgepackte Kartons herum...aber ich kann mich nicht aufraffen...
Familie wohnt nicht hier, Freunde wohnen nicht hier, Kollegen wohnen nicht hier - ach so, bis auf den einen, den ich liebe...

Wie lenke ich mich nur ab, damit die Gedanken aus dem Teufelskreis ausbrechen???:wein:
Ich will ja! Ich bin heute nicht im Bett geblieben, aufgestanden, habe mich angezogen, will mich nicht gehen lassen...

Bin für Tipps, tröstende Worte und Erfahrungsberichte von Euch sehr dankbar!

Liebe Grüße v. atemlos[/QUOTE]
 
Oh Gott, ein Team hört sich echt hart an. Also eine No-Way-Out Situation. Die Entscheidung zu treffen ist echt hart, zumal Du wahrscheinlich, wenn auch nur im Hinterkopf, noch ein bißchen Hoffnung hast.

Aber wo liegt die Alternative? Was könntest Du sonst tun? Welche Möglichkeiten hast Du noch? Mir fällt nichts dazu ein.

Mir leider auch nicht...das ist wohl das Problem. Ich versuche, mich auf mich selbst zu konzentrieren, ihm aus dem Weg zu gehen und mir immer wieder selbst den Gedanken zu sagen, daß ich ihn loslassen muß...tut ganz schön weh...
 

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