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wie kommt man leichter durchs Leben

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Gast

Gast
Hallo ihr lieben ,vielleicht können mir grade die älteren unter euch helfen ,die schon mehr Erfahrung haben.
Ich bin 26 und mache mir oft sorgen um die Zukunft,Vorallem über die Arbeit. Die läuft bei mir schon länger nicht gut ,ich mache Fehler ,die mich so sehr ärgern ,das ich nur drüber grüble. Ich ärgere mich über mich selbst ,sodass ich zu Hause kaum abschalte ,klar bei der Hausarbeit etc. Vergesse ich es mal ,aber irgendwann holen mich die Gedanken ein. Ich bemühe mich jeden Tag meine Arbeit gut zu verrichten ,aber irgendwas ist immer,mittlerweile denke ich,ich bin ein taugenichts. Mein Partner geht mit so was lockerer um . Er sagt,es ist "nur" eine Arbeit und nicht dein Leben. Aber leider finanziert man sich sein Leben dadurch.
Wie kann ich leichter durchs Leben gehen?sagt sich natürlich so einfach ? :)
 

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Nordrheiner

Urgestein
Hallo, liebe Gast-Schreiberin,

dieses Sich-Sorgen-Machen scheint mir ein wichtiger Schlüssel für die Antwort auf Deine Frage zu sein.
Haben z.B. Deine Zukunftssorgen einen realen Grund?

Insofern Deine Sorgen eher irrealer Natur sind, könnten Verlustängste der Anlass sein.
Jedoch auch Überforderung und zu wenig Schlaf können Ursachen von Sorgen und Ängsten sein.
Man müsste schauen, welche Ursachen in Frage kommen.

LG, Nordrheiner
 
G

Gelöscht 60940

Gast
Seh ich genauso wie dein Partner. Ist ein Job, wenn nicht der, dann ein anderer.

Vom Job ist man nie abhängig, man baut sich aber das Leben so um den Job herum. Weil man sich dieses oder jenes leisten möchte. Große Wohnung, immer wieder shoppen gehen, produziertes Essen. Man will auf diesen Urlaub sparen, auf diesen Gegenstand den man haben will. Erst dann ist man abhängig vom Job. Weil man meint "anders" würde man nicht überleben.

Wie man leichter durch's Leben kommt ist ganz einfach: einfach leben, hin und wieder viel zu lange schlafen, hier und da mal aus Gründen zu wenig, und sich darüber nicht den Kopf zerbrechen, sondern "Joap. Ist halt so. Whatever.", wenn du krank wirst zum Arzt gehen, wenn du Hunger hast essen, wenn du tanzen willst, tanzen. Einfach machen.

Arbeiten. Na ja. Mach ich hin und wieder auch mal. Aber wirklich müssen? Tue ich nicht. Ich könnte meinen Job kündigen, meine Wohnung aufgeben, alles weggeben und zu Freunden in eine Waldhütte ziehen, oder einfach meine Taschen packen, auf mein Fahrrad schwingen und gucken an welchem anderen Ende der Erde ich ankomme innerhalb 2 Monaten. Und gegen wieviel Essen ich dann mein Fahrrad eingetauscht hab :D

Leben ist an sich ziemlich easy, der Kopf ist's nur, der es einem schwer macht.
 
D

Dr. Rock

Gast
Hallo ihr lieben ,vielleicht können mir grade die älteren unter euch helfen ,die schon mehr Erfahrung haben.
Ich bin 26 und mache mir oft sorgen um die Zukunft,Vorallem über die Arbeit. Die läuft bei mir schon länger nicht gut ,ich mache Fehler ,die mich so sehr ärgern ,das ich nur drüber grüble. Ich ärgere mich über mich selbst ,sodass ich zu Hause kaum abschalte ,klar bei der Hausarbeit etc. Vergesse ich es mal ,aber irgendwann holen mich die Gedanken ein. Ich bemühe mich jeden Tag meine Arbeit gut zu verrichten ,aber irgendwas ist immer,mittlerweile denke ich,ich bin ein taugenichts. Mein Partner geht mit so was lockerer um . Er sagt,es ist "nur" eine Arbeit und nicht dein Leben. Aber leider finanziert man sich sein Leben dadurch.
Wie kann ich leichter durchs Leben gehen?sagt sich natürlich so einfach ? :)
Ja, aber eben gerade durch dein Grübeln und dein Nicht-loslassen-können (wollen?) sorgst du dafür dass du dich über jeden Fehler mehr und mehr ärgerst und mehr und mehr "Perfektion" von dir verlangst / erwartest. Fehler machen ist aber im Grunde das normalste der Welt und mehr oder weniger unvermeidbar - außerdem sind Fehler nicht ausschließlich negativ, nur durch Fehler lernt man und verbessert sich.

Im Spiegel gab es vor Kurzem einen Hinweis auf ein neues Buch - den Autor hab ich jetzt nicht mehr im Kopf - aber es ging um die sinngemäße Auffassung: "Arbeit = Tausche Zeit gegen Geld". Das mag etwas harsch formuliert sein, trifft es aber meiner Meinung nach ganz gut, Arbeit ist - sofern man nicht den absoluten Traumjob erwischt hat - Mittel zum Zweck und dient der Finanzierung des Lebensstandards.

Mein Tipp: Einen entspannten und verständnisvollen Umgang mit dir und deinen Leistungen einüben, weniger streng mit dir ins Gericht gehen.
 

Adria78

Aktives Mitglied
Zukunftsängste halte ich für normal. Solange sie nicht überhand nehmen und jede Minute Deines Tages bestimmen. Ich denke, Du musst Dir vor Augen führen, das es sehr vieles gibt im Leben worauf Du keinen Einfluss hast.

Du könntest morgen befördert werden
Du könntest morgen entlassen werden, weil Deine Firma schlecht gewirtschaftet hat.
Du könntest morgen im Lotto gewinnen
Du könntest morgen schwer krank werden.

Das zu akzeptieren ist hart. Wir wollen immer die Kontrolle über unser Leben behalten. Dabei haben wir sehr wenig Kontrolle. Vielleicht solltest Du Dich mit diesem Gedanken- im Guten wie im Schlechten- auseinander setzten.
 
G

Gast

Gast
Na ja nicht immer zufrieden,es gibt natürlich auch die Menschen ,denen man es eh nie recht machen kann und immer das Haar in der Suppe finden.
Eigentlich auch traurig ,diese Leute sind wahrscheinlich auch selten zufrieden.
Danke erstmal für eure tollen antworten .
 
D

Dr. Rock

Gast
Na ja nicht immer zufrieden,es gibt natürlich auch die Menschen ,denen man es eh nie recht machen kann und immer das Haar in der Suppe finden.
Eigentlich auch traurig ,diese Leute sind wahrscheinlich auch selten zufrieden.
Danke erstmal für eure tollen antworten .
Die Frage könnte sein ob die Kommentare deiner Vorgesetzten berechtigt und konstruktiv sind oder ob es ihnen Freude bereitet, selbst Haare in die Suppe zu werfen und diese dann zu finden?
 
G

Gast

Gast
Wer hat dir gezeigt oder beigebracht wie das Leben funktioniert ?
Hat er gesagt das Leben ist leicht, gerecht und das kommt von allein.
Dann hat er dich belogen, dafür mußt du was tun.
Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur.
Wirst du alt kommt oft die Erkenntnis:
Was für ein herrliches Leben hatte ich! Ich wünschte nur, ich hätte es früher bemerkt.
 
G

Gelöscht 60940

Gast
Wer hat dir gezeigt oder beigebracht wie das Leben funktioniert ?
Hat er gesagt das Leben ist leicht, gerecht und das kommt von allein.
Dann hat er dich belogen, dafür mußt du was tun.
Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur.
Wirst du alt kommt oft die Erkenntnis:
Was für ein herrliches Leben hatte ich! Ich wünschte nur, ich hätte es früher bemerkt.
Man muss etwas tun um zu leben? Also okay, ich muss essen, lachen, atmen, laufen. Das muss ich tun, wenn ich leben will. Aber alles andere? Das MUSS niemand. Niemand muss zur Arbeit gehen. Arbeit ist Ökonomie und Wettbewerb. Arbeit enstand durch Sklavenhaltung, schon Urvölker haben Sklaven gehabt, weil der Mensch nunmal faul ist und so effizient wie möglich arbeiten will. Selbst Ameisen haben Sklaven. Zu Arbeiten bedeutet Sklave eines anderen zu sein, auch wenn das vielleicht ein sehr großes Wort ist. Man arbeitet nicht für sich, man selbst beschafft sich nichts, außer Geld.

Leben ist nicht selten, ein kleine Baby zum Beispiel, das lebt. Und wie es das tut. Vollkommen unvoreingenommen, muss sich nicht gegen irgendwen beweisen, nur durchsetzen, dass es Hunger hat. Leben bedeutet Bindung. In unserem Gehirn wird als aller erstes die Bindung zu der Mutter hergestellt. Wir sind abhängig von ihr. Was sie fühlt, fühlen wir. Es ist nunmal so, dass aber die Bindung den Kindern entzogen wird. Sie DÜRFEN diese Bindung nicht mehr verspüren. Sie MÜSSEN arbeiten, lernen, sich für den Wettbewerb einsetzen. Schule ist Militärsdrang. (Dafür wurde die Schule "erfunden", zur militärischen Ausbildung der Arbeiter und Intellektuellen).

Es ist kein Wunder, dass wir alle depressiv werden, kein Wunder, dass wir dem Druck nicht Stand halten können, kein Wunder, dass soviele sich umbringen. Denn uns fehlt etwas, Bindung, Nähe, Zuneigung, Wärme, Liebe. Das alles darf man als Kind nichtmehr haben, und noch weniger als arbeitender Erwachsener. Wir versuchen diese Bindung durch Partnerschaften zu kompensieren. Irgendwie überleben.

Also, nein. MÜSSEn tue ich absolut garnichts. Ich muss nur das tun um mich zu erhalten, und ich möchte Bindung verspüren. Das ist alles. Und ich weiß, dass jeder andere das auch so sieht. Auch du.
 
G

Gelöscht 60940

Gast
So gesehen musst DU nichts machen in Richtung arbeitet. Aber irgendjemand muss es für DICH machen.
Sonst funktioniert dein Ding nicht.
Das ist wahr. Jemand musste für meinen Laptop arbeiten. Jemand musste für mein Bett arbeiten.

Es gibt halt immer was zu tun, wenn man denn will.

Aber dennoch die Aussage bleibt, niemand MUSS das. Niemand braucht das zu tun. Dann gibt es nunmal keine Laptops mehr, und wenn man bequem liegen möchte kann man sich ein Bett bauen.

Aber ein MUSS, das gibt es nicht. Es ist die Bequemlichkeit.

Man selbst kann für sich Gemüse suchen und kochen. Anbauen muss das keiner. Das gibt es ja schon. Es wird nur auf Feldern gezielt angebaut. Es war ja alles schon da.

Man kann ohne alles leben, damit leben muss man aber nicht. Ich mein... wie sonst wären wir als Spezies nicht schon längst ausgestorben? Es ist nunmal der Zwang des Habens, anstatt dem Willen des Seins.

Ich sage auch nicht, dass Arbeit schlecht ist. Nur ist die Frage. Wofür arbeitet man denn? Arbeitet man zu leben? Oder lebt man um zu arbeiten? Eine Katze ist nicht den ganzen Tag damit beschäftigt Mäuse zu jagen. Ein Vogel sucht nicht den ganzen Tag nach Würmern. Und wir sollten auch nicht den ganzen Tag arbeiten. Das tun wir aber. Und das macht uns als Gesellschaft immer kaputter. In China zum Beispiel ist das was die Wettbewerbsgesellschaft angeht hochgradig, und in Deutschland rücken wir immer weiter auf.

Es ist nunmal auch nicht einfach dem abzusagen und der eine zu sein, der sich dagegen wendet. Wir würden die Hoffnung auf Bindung und Nähe verlieren, weil das "Aussteiger"-Leben auch immer gleichgesetzt wird mit "Wie würde ich denn dann dastehen?" An sich ist das halt sehr leicht. Und ich bleibe dabei. Wir wollen nur eins. Bindung, und damit Zufriedenheit. Das ist alles.
 

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