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Wie am besten weitermachen?

Tobi31

Mitglied
Guten Tag,

Ich bin 32 Jahre alt und habe folgendes Problem. Ich habe einen Hauptschulabschluss und habe Fachkraft für Lagerlogistik gelernt, allerdings nie wirklich auf diesen Beruf gearbeitet. Paar Leiharbeitsjobs im Lager gehabt, aber nichts was man nennenswert erwähnen müsste. Danach bin ich zu einem Unternehmen gekommen wo ich Anlagenfahrer war. Insgesamt habe ich diesen Job ca 5 Jahre gemacht (Leiharbeit, Befristet angestellt) und wurde kurz vor der Festanstellung, aufgrund von Einsparungen im Werk entlassen bzw der Vertrag wurde nicht verlängert. Kurz darauf bin ich wieder zu einer Leihfirma und wurde bei einem Weltkonzern am Stammsitz mit 10000 Mitarbeitern eingesetzt. 1 Jahr Leiharbeit, 2 Jahre befristet und seit 2018 unbefristet. Ich bin also immer noch im Unternehmen beschäftigt und werde wohl auch dieses Unternehmen bis zur Rente nicht mehr verlassen. Auch hier bediene ich Anlagen in der Chemie Branche.

Früher in meiner Schulzeit war ich ein fauler Sack und in der Theorie nicht wirklich gut. Mit dem Arbeiten wurde alles besser und ich bekomme immer eine gute Bewertung auf meine geleistete Arbeit. Die Arbeit ist zwar etwas monoton, aber für das Geld ist sie sehr gut zu verschmerzen. Meinen Job zu lieben wäre übertrieben, aber es ist gute Arbeit für gutes Geld.

Mein Problem ist momentan das ich zu diesem guten Job auch noch grosszügig geerbt habe und mich einfach das Geld nicht mehr so reizt. Nach gewissen Nebeneinkünftigen durch Immobilien und den eigenen Hauskauf habe ich bereits das Gefühl finanziell eine Basis fürs Leben geschaffen zu haben. Der Hauskredit läuft nicht lange und mir wurde schon eine Chemikanten Ausbildung angeboten die ich abgelehnt habe. 3 1/2 Jahre lernen. Mit Betriebswechsel im Unternehmen. Früh, Spät, Nacht arbeiten waren mir nicht reizvoll genug. So arbeite ich früh und spät im Wochenwechsel und bin halbwegs zufrieden damit. Wobei ganz ohne Schicht wäre noch besser.

Das heisst meine eigene Weiterbildung im Job ist gehemmt, weil ich keine Kompromisse mehr eingehen würde für mehr Geld was ich in dieser Form nicht benötige für den Aufwand den ich erbringen müsste.

Als Dauersingle hier im Forum bin ich Privat alleine und hab zwar soziale Kontakte. Ich sag mal ich bin weder Glücklich noch Unglücklich über meine Situation, aber dennoch frag ich mich wie das erst wird wenn man 10 Jahre die Zeit vorspult. Auch bin ich bereits am überlegen, ob ich nicht die Arbeitszeit in naher Zukunft reduziere um mehr Freizeit zu haben. Ich Reise gerne und die 30 Tage Urlaub im Jahr sind mir jetzt schon zu wenig, aber da kenn ich mich nicht mit dem Arbeitsrecht gut genug aus wie das ist wenn man bewusst auf Geld verzichten möchte für mehr Urlaub etc pp, aber auf der andern Seite brauche ich auch Beschäftigung im Leben. Ein Teufelskreis also!

Kennt jemand so eine Situation oder ist sie völlig unbegründet? Wollte mal eure Meinung dazu hören

Danke

Schöne Grüsse
 

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Reibekuchenprinzessin

Aktives Mitglied
Nach einem richtigen Problem klingt das nun wirklich nicht, da gebe ich dir Recht. Trotzdem fallen mir spontan zwei Fragen ein.

a) Brennst du für so gar nichts, also Job technisch? Bei vielen die ich kenne ist es so, dass sie schon das gelernt haben wofür sie brennen, da war das Gehalt eher Nebensache. Und du scheinst ja ebenso aufgestellt zu sein, dass Geld erst mal kein Problem ist und du deine Berufung finden könntest.

b) Jetzt gerade gut Geld zu haben ist sicher nett, auch für die nächsten 10-20 Jahre vielleicht. Aber würde das Geld denn für später wirklich reichen? Damit meine ich, wenn du doch mal eine Familie ernähren musst und eben auch deine spätere Rente, wenn du gerade kaum bis gar nichts einzahlst.
 

Berdine

Aktives Mitglied
Gefällt dir der Job oder nicht? Ist er dir zu monoton? Willst du neu beruflich durchstarten oder willst du einfach mehr Freizeit?

Hast du Ehrgeiz, dann machst du noch mal eine Schulung/Fortbildung/Ausbildung und startest noch mal neu durch. Mit 32 Arbeitszeit reduzieren, weil man mehr Freizeit will, finde ich zwar ungewöhnlich und ich hätte das nie gemacht. Ich bin aber mit meinem Job auch voll zufrieden und er ist auch nicht monoton.


Du solltest dir noch mal genau überlegen, was du genau willst.
 

Youshri

Mitglied
Früher in meiner Schulzeit war ich ein fauler Sack und in der Theorie nicht wirklich gut.
Das heisst meine eigene Weiterbildung im Job ist gehemmt, weil ich keine Kompromisse mehr eingehen würde für mehr Geld was ich in dieser Form nicht benötige für den Aufwand den ich erbringen müsste.
Ach so! Also doch wieder wie "früher" ?:unsure:;)
Auch bin ich bereits am überlegen, ob ich nicht die Arbeitszeit in naher Zukunft reduziere um mehr Freizeit zu haben. Ich Reise gerne
bewusst auf Geld verzichten möchte für mehr Urlaub etc pp, aber auf der andern Seite brauche ich auch Beschäftigung im Leben.
Tja, das sieht ja eigentlich sehr clever aus, aber gibt Dir das tatsächlich einen Sinn in Deinem Leben? Du könntest Dich ja auch für andere Menschen engagieren, die sehr viel ärmer sind und Hilfe brauchen, davon gibt's genug. Verlass' Dich nicht zu sehr auf Deinen Batzen Geld, leg es an und lass' es arbeiten, eben gerade für Hilfsbedürftige oder solche, deren Aufgaben Du befürwortest.
So würde ich es wenigstens machen.
 

tonytomate

Aktives Mitglied
Bei einer guten Firma kann man bis auf 50% Teilzeit runterschrauben. Dann geht man noch 2-3 Tage die Woche. Muß man halt persönlich abklären, da helfen Foren nicht weiter.
 

Regis

Aktives Mitglied
Wenn der TE meint, dass er mit seiner finanziellen Situation zufrieden ist, sollte man das auch so nehmen und nicht so belehrend daherkommen.
Ganz ehrlich? Überleg Dir selbst was Du tun möchtest. Ich würde an Deiner Stelle nicht viel auf hiesige Meinungen hören, denn die Missgunst empfinde selbst ich als Außenstehender schon nicht mehr als unterschwellig.
 
Zuletzt bearbeitet:

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Du kannst in Teilzeit gehen, jedoch bringt das nicht mehr Urlaubstage.
Du solltest mit deinem Chef über unbezahlten Urlaub reden.
Das muss ja organisiert werden wegen Vertretung und so.
 

Tobi31

Mitglied
Guten Abend,

Von Missgunst etc. habe ich jetzt nichts wahrgenommen. Letztlich muss ich klarstellen, dass ich keinen teuren Lifestyle habe. Ja ich reise gerne und das kostet genug, aber ich fahr ein ganz normales Auto und ich bin nicht am Protzen oder dergleichen. Generell würde ich mich trotz meiner Verhältnisse als Bodenständig bezeichnen, da ich ganz klein angefangen habe wie wohl jeder mit Ausbildung etc.

Den Job den ich momentan ausübe ist dahingehend monoton das ich in der Produktion arbeite und die Abläufe an den Anlagen im Prinzip immer die selben sind. Man ist also irgendwann an dem Punkt wo man nichts mehr lernt, aber ich habe schon gesagt bekommen das viel bewegt wird und neue Anlagen kommen etc. Also mein Betrieb wächst noch weiter und von daher kann da schon noch was Abwechslung in Zukunft kommen. Insgesamt bin ich mit meiner Arbeit zufrieden und die Arbeitskollegen sind auch in Ordnung, allerdings sind wir ein Alter Betrieb, sodass in 2 Jahren so ein Generationswechsel stattfindet. Mit dem Unternehmen an sich bin ich sehr zufrieden, da er sehr sozial eingestellt ist.

Zur frage, dass ich immer noch ein Fauler Sack bin was dieses Thema betrifft so muss ich sagen, dass es der Wahrheit entspricht, da mir der Anreiz fehlt auch beruflicher Ebene was zu bewegen. Wenn ich mich mit Leuten unterhalte wieso sie eine Weiterbildung machen kommen wir immer auf das Thema Geld hinaus und trotz des normalen Gesprächs fange ich innerlich schon an irgendwie diesen Faktor beiseite zu schieben.

Natürlich ist mir bewusst, dass ich dieses Thema auch nur als Single verfasst habe und meine momentane Situation zugrunde lege, da eine Frau im Leben schon eine ganz andere Ansicht der dinge mit sich bringt. Noch ein Haus zu kaufen oder sowas. Im Prinzip ist es momentan so das mir all der Wohnraum nichts bringt, ausser Geld, aber Erben dafür hab ich keine und so macht das irgendwie dann keinen sinn immer weiter zu investieren.

Das mit der Rente kann man wieder Kritisch sehen wenn ich nichts bzw weniger einbezahle, ob mir das dann alles im Alter reicht. Momentan verreise ich aufgrund von Corona nicht und mein Reisegeld habe ich in mein Eigenheim gesteckt, da ich der Meinung bin die Immobilien so in Schuss zu bringen, dass ich nach Ablauf des Kredites auch das Haus (Altbau) soweit in Schuss habe das, dass Haus bis zu meinem ableben keine grossartigen Reparaturen benötigt. Das Thema ist mittlerweile mehr Finanz/Beruf Thema, aber ich möchte ja das man sich hineinversetzt weswegen ich dieses Thema erstellt habe.

Mir ging es mit diesem Thema auch um die Frage, ob es überhaupt möglich ist selbst wenn man nicht auf Teilzeit geht mehr Urlaub, aufgrund von Gleitzeit etc bewusst zu machen? Inwieweit hat da der Arbeitgeber auch Spielraum wenn der Arbeiter bewusst auf Geld verzichten möchte um Urlaub zu machen. Mein derzeitiger Chef wird mir keinen unbezahlten Urlaub geben. Vermutlich wird mir das aber keiner beantworten können, ausser ich frage mal direkt im Unternehmen nach :)

Letztlich ist es auch nur eine Frage auf lange Sicht denn manchmal frag ich mich schon wenn man keine Miete mehr bezahlt und kein Kredit mehr bedient und man arbeiten geht nur noch für den eigenen Geldbeutel, ob es dann nicht mehr sinn macht auch zu sagen. Ne auf Schicht habe ich keine Lust mehr und die Zulagen brauche ich nicht und generell brauche ich nicht soviel. Man wird ja irgendwo satt. Natürlich kann ich das nachvollziehen wenn jemand sagt was ist das denn für eine Einstellung, aber ich schreibe hier auch frei schnauze und denk mir dann wenn jetzt jemand das ganze so liest und er an meiner Stelle wäre, würde er eventuell genauso denken. Das es Menschen gibt die für ihren Job brennen und mit Leib und Seele dabei sind denen gebührt mein voller Respekt, allerdings gibt es auf der anderen Seite die auf Arbeit gehen um ihre Rechnungen bezahlen und wenn diese beglichen wären würden sich am Ende vermutlich sagen so. Am A**** :)

Auch das mit dem Ehrenamt um Leuten zu helfen die nicht soviel Glück im Leben hatten finde ich sehr interessant und es bringt mich zum Nachdenken, also alles was hier so geschrieben worden ist wird von mir verwertet und regt zum Gedankengang an :) Danke Dafür

Ich muss noch ergänzend erwähnen. Natürlich ist es so das die Arbeit einen Grossteil unseres Lebens bestimmt. Wenn ich heute Rentner sehe die den ganzen Tag mehr oder weniger vor sich hinvegetieren, da sie keine Hobbys haben und ihnen die Arbeit fehlt die zum Alltag gehörte dann ist das natürlich auch schwierig mit ich sage mal 40 die Arbeit zu reduzieren. Denn Arbeit füllt ja auch irgendwo aus und wenn man dann nichts aus dieser mehrzeit die man zur Verfügung hätte durch z.b Teilzeit kann es arg zäh werden. Also alles Positive was ich mir ausmale hat auch seine Negativen Seiten

Schöne Grüsse
 
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