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Werkzeugkoffer Religion

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Meine Antwort auf diese Frage:

Ich darf etwas als Unsinn benennen, wenn ich zeigen kann, dass es Unsinn ist.

Wenn jemand vor einer weiße Wand steht und sagt „diese Wand ist schwarz“, dann ist das kein spiritueller Mensch sondern in Idiot. Ich darf öffentlich sagen, dass dieser Glaube falsch ist. Weil ich zeigen kann, dass er falsch ist.

Ich könnte z.B.100 Testpersonen fragen, welche Farbe die Wand hat, Testpersonen aus unterschiedlichen Religionen und Kulturkreisen. Ich könnte ein Photo von der Wand machen und mit einem Computer analysieren. Ich kann ein Spektrometer verwenden. Ich kann Partikel von der Wand abkratzen und chemisch analysieren.

Wenn ich etwas (im Prinzip) objektiv feststellen kann, dann soll ich das objektiv feststellen.

In diese Kategorie zähle ich:
- Spiritismus, Parapsychologie
- Kornkreise
- "Die Erde ist 6000 Jahre alt"
- Therapie für Homosexuelle
- Kirlianfotographie
- Homeopathie

Alles was mit wissenschaftlichen Methoden angegangen werden kann, gehört in diesen Bereich.


Dann gibt es Dinge, die der Wissenschaft vom Prinzip nicht zugänglich sind.
- Gott / Götter (Gott is jenseits von Raum und Zeit)
- Leben nach dem Tod (Die Seele ist nichts materielles)
- Persönliche spirituelle Erfahrung (Subjektive Erfahrung ist per Definition objektiven Methoden nicht zugänglich)


Das ist der Bereich, den ich in meinem ersten Beitrag „Subjektive Wahrheit“ genannt habe.

- Ich glaube nicht an einen dreifaltigen Gott. Wenn du an ihn glaubst, dann respektiere ich deinen Glauben. Für dich ist das wahr, für mich nicht. Es ist deine subjektive Wahrheit. Ich respektiere deine persönliche Wahrheit, aber bitte zwinge sie mir nicht auf.

- Wenn du in den Wald zu einem bestimmten Felsen gehst, weil das ein „starker Platz“ ist, dann respektiere ich das. Du spürst etwas an diesem Platz. Für dich ist das wahr. Ich spüre es nicht, für mich ist es nicht wahr. Ich respektiere diene persönliche Wahrheit, aber zwinge sie mir nicht auf.

- Auch wenn du mit Jesus sprichst. Ich akzeptiere das, für dich ist das wahr. Aber dränge mir deine persönliche Wahrheit nicht auf.



Was denkt ihr von meiner Einteilung?

Werde dir jetzt keine Lorbeeren oder einen Rosenkranz überreichen, wie du dir sicherlich vorstellen kannst. Das hat aber nicht so viel mit dir zu tun, als mit mir. Obwohl der Faden schon ganz interessant war und bestimmt noch interessanter wird, kann ich nicht so besonders viel dazu sagen, aufgrund meiner Behinderung bzw. Sehstörung, die es mir nahezu unmöglich macht, immer alles und insbesondere längere Texte zu lesen. Insofern habe ich hier nur partiell mitgelesen.

Kann aber meist oder oft meine Lücken mit ein bisschen Lebenserfahrung und Projektion füllen.

Wenn nun Menschen ihr Glück, ihren Gott, gar ihre Lebensmission gefunden haben, liegt es fast unweigerlich nahe, dass man das Ganze zur Welt hinausposaunt, andere Menschen davon überzeugen möchte.

Ich selbst hatte dazu in meinem Leben nur bedingt das Bedürfnis. Andere sind andere. Ich bin ich.

Wir werden sehen, was bleibt. 😉🙄🙂
 
Nicht überprüfbar bedeutet aber noch lange nicht irrelevant! Wenn wir nämlich Gott aus unserem Weltbild verbannen wollen, sieht man (sofort) die unstimmigen Lücken, die diese Wegnahme verursacht. Wenn wir auch kein Wissen über Gott haben, so sind wir fast dazu verbannt, einen Glauben an ihn zu haben. Ich persönlich spreche noch lieber von einer Hoffnung.

Aus Sicht eines Nicht-Gläubigen (Tsunami: 🙂 ) gibt es keine Lücken, geschweigen denn unstimmige, im Weltbild. Ein nicht-gläubiges Universum kommt wunderbar ohne irgendeinen (intelligenten, individualisierten etc. und was er sonst alles sein müßte) Schöpfergott aus. Somit braucht man auch nicht "verbannt" (verdammt?) sein, an so etwas zu glauben, daran und an die dranhängenden Religionen Hirnschmalz, Zeit, Geld etc. zu verschwenden, denn all das wäre besser verwendet bei der Lösung ganz konkreter, irdischer Probleme.

Und die "Hoffnung" würde ich eher als frommen Wunschtraum interpretieren, denn eine Hoffnung auf etwas ziemlich unrealistisches steht auf ziemlich wackligen Füßen. Träumen dagegen kann jeder wovon er will, die Gedanken sind bekanntlich frei und noch viel mehr die Träume.
 
Nun ja, aus dem Stehgreif: Wie kann ich bspw. Geschichte, Biologie und Evolution lehren, wenn meine Welt nur aus 6.000 Jahren ohne Dinosaurier besteht?

Achso. Ja klar. Das sehe ich wohl genauso.

Im Grunde wäre das ja eine Aussage, die den Bereich der Erfahrung betrifft. Heißt: Überprüfung im Bereich der Erfahrung möglich.

Aussagen über Gott sind dagegen nicht so einfach möglich, wie Du in dem anderen Beitrag auch schon sagtest. Man kann wohl feststellen, welche Auswirkungen der Gottesbegriff im Weltbild eines Menschen haben kann. Aber Gott selbst läßt sich weder verifizieren noch falsifizieren.
 
Nun ja, aus dem Stehgreif: Wie kann ich bspw. Geschichte, Biologie und Evolution lehren, wenn meine Welt nur aus 6.000 Jahren ohne Dinosaurier besteht?

Biolehrer sind eher selten Kreationisten, wenn aber ein Kreationist Biolehrer wird, besteht immer der Verdacht, daß er überhaupt Lehrer wurde, um seine "Theorie" verbreiten zu können. Dazu hier: https://www.scinexx.de/news/biowissen/usa-kaum-evolutionstheorie-im-klassenraum/
Verhältnisse USA wohlgemerkt, in Deutschland sieht es vermutlich ein bißchen anders aus.
 
Aussagen über Gott sind dagegen nicht so einfach möglich, wie Du in dem anderen Beitrag auch schon sagtest. Man kann wohl feststellen, welche Auswirkungen der Gottesbegriff im Weltbild eines Menschen haben kann.

Wie aber konkret dieser "Gottesbegriff" auszusehen hat, wurde und wird von Menschen festgelegt. Die damit natürlich irgendwelche handfesten Ziele verfolgen, einen Nutzen darin sehen (für sich selbst und in zweiter Linie für andere), sonst würden sie sich die Mühe nicht machen. So einen "aus einer Hand" gemachten Gottesbegriff hat man ja recht schön im Islam, wo ja im Koran ganz genau drinsteht, wie der Gläubige sich gefälligst zu verhalten hat, weil Gott das so will.
 
Achso. Ja klar. Das sehe ich wohl genauso.

Im Grunde wäre das ja eine Aussage, die den Bereich der Erfahrung betrifft. Heißt: Überprüfung im Bereich der Erfahrung möglich.

Aussagen über Gott sind dagegen nicht so einfach möglich, wie Du in dem anderen Beitrag auch schon sagtest. Man kann wohl feststellen, welche Auswirkungen der Gottesbegriff im Weltbild eines Menschen haben kann. Aber Gott selbst läßt sich weder verifizieren noch falsifizieren.

Ich schätze dich als einen sehr verständigen Menschen ein. Insofern, wenn es nicht gerade darum geht, die Schwerkraft zu widerlegen, ist so ziemlich alles - außerhalb und innerhalb der Religionen - eine Frage der Interpretation.

Vielleicht hätten wir gerne exakte Gesetze, Verhaltensweisen und Denkensweisen, aber so ist es einfach nicht. Da würde mir wahrscheinlich auch Gott zustimmen.

~~~

Wenn man so will, gibt es immer einen zumindest kleinen Spielraum.

~~~

~~~

Ich sage mal so: Du kannst ein Gläubiger oder ein Atheist sein, ist mir vollkommen schnuppe. Erst dann, wenn du mir mächtig auf den Sack gehst, werde ich dir sagen, was ich von dir, Gott und der Welt halte. Und vielleicht möchtest du das nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry, wertgeschätzter TomTurbo, habe den Faden vielleicht ein bisschen abtrünnig geführt.

Vielleicht solltest Du noch mal sagen, worum es Dir geht.
 
Aus meiner Sicht kann und soll jeder an das glauben, woran er möchte. Für manche ist es Lebensaufgabe, für andere nicht mehr als ein Hobby.

Wie gesagt, solange mir keiner zu sehr damit auf den Sack geht, ist das alles okay.
 
A propos, unter Werkzeugkoffer verstehe ich einfach eine Sammlung von Werkzeug, das man nach Bedarf verwendet. Übertragen auf Religionen, religiöse Versatzstücke, die man genauso nach Bedarf verwendet, oder verwirft, wenn man sie nicht brauchen kann.
Also das was insbesondere die großen Religionen heutzutage beklagen, daß sich jeder seine Religion aus Versatzstücken selber zusammenbastelt und somit der dominierende Einfluß der Kirchen samt ihrer (Priester-)Hierarchien schwindet.
 
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