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Werkzeugkoffer Religion

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Ich dachte am Anfang es geht um klassische Religion und nicht Glaube an aliens, karma usw. Was du da bei mir reininterpretierst habe ich nicht geschrieben.
 
Man kann aus allem eine Religion machen, dann sind eben Aliens die allmächtigen (?) Götter aus dem All. Und Karma etwas gottgewolltes, denn nur weil das Christentum ab einer bestimmten Zeit (das Ur-Christentum übrigens noch nicht) und der Islam den Reinkarnationsgedanken ablehnen, muß das nicht für alle Religionen gelten.
 
Damit triffst du ziemlich das Zentrum, wo ich mit diesem Thread hin will. Wo ziehen wir die Grenze zwischen "Schwachfug", den ich offen kritisieren darf und einer ehrenwerten Religion, die man respektieren soll?
Vor allem: Wie ziehen wir diese Grenze?

Was der Erfahrung widerspricht, ist schon mal "verdächtig". Aber Erfahrung ist auch nicht absolut (sondern immer subjektiv).

Also sollte man seine Erkenntnisse aus erfahrungsunabhängigen Quellen ziehen. Die Logik oder die Mathematik haben damit schon eine Ähnlichkeit. Aber damit kann man Religion auch nicht erfassen.

Was mich nicht überzeugt, sind Offenbarungen. Die sind nämlich auch sehr subjektiv und lassen sich Dritten gegenüber nicht überzeugend vermitteln. Ich kann mein Leben doch nicht auf Drittaussagen gründen! Also halte ich mich nicht an Zeugenberichte sondern an meine Vernunft.

Dagegen halte ich Widerspruchslosigkeit für ein gutes Kriterium. Religion ist nämlich einheitsstiftend. Einheitsstiftend vor allem im Hinblick auf meine Denke und mein Weltbild. Konsistenz und Stimmigkeit.

Wahrheitsorientiert ist ein weiteres Kriterium.

Eigentlich ist die Fragestellung Quatsch. Als würde es einen Religionstest geben (können). Religion überzeugt zumindest subjektiv. Das ist was anderes als die Entscheidung für eine Religion aus dem Regal oder die Wahl eines dogmatischen Paketes, dass man nun (gegen die Erfahrung) umsetzen will.

Wenn die Religion nicht vernunftkonform läuft, kann man sie vergessen. Dann ist sie auch nicht glaubwürdig. Und mit seiner "Mode-Religion" wird man auf Dauer kaum glücklich. Und so mag zB ein Polytheismus mit Baum- und Flußgöttern ja ganz nett und urig sein. Aber mit Logik und Stimmigkeit zum Rest der Welt hat das zumindest wenig zu tun.

Meine Kritierien also:
- erfahrungsunabhängig (aber möglichst auch erfahrungskonform)
- vernunftbasiert
- einheitsstiftend (nicht widersprüchlich)
- wahrheitsorientiert
 
Meine Kritierien also:
- erfahrungsunabhängig (aber möglichst auch erfahrungskonform)
- vernunftbasiert
- einheitsstiftend (nicht widersprüchlich)
- wahrheitsorientiert

In einem Beitrag ist einiges, was m.E in die richtige Richtung geht.
Aber was heißt "wahrheitsorientiert"?

Ein funamentalistischer Moslem findet seinen Glauben ja auch wahr. Der Koran ist die absolute Wahrheit. Den Koran gab es schon vor der Schöpfung. Der Koran wurde 1🤐 vom Engel Gabriel diktiert. Kein einziges Wort wurde verändert. Also wenn das keine Wahrheit ist.😀

Ich glaube das nicht und du glaubst das auch nicht. Aber der Moslem glaubt es.

Also ist das Kriterium "wahrheitsorientiert" meiner Meinung nach zirkulär.

Welche Religion wäre deiner Meinung nach nicht wahrheitsorientiert ?
 
Ich dachte am Anfang es geht um klassische Religion und nicht Glaube an aliens, karma usw. Was du da bei mir reininterpretierst habe ich nicht geschrieben.

Du hast Recht, ich habe geschrieben "Religion". Und in Religionen geht es normal um Gott oder Götter. (Außer Buddhismus und Taoismus vieleicht)

Mir geht es aber allgemein um Glaubenssyteme, in denen Menschen Kraft und Hilfe suchen. Das kann eben auch Esoterik sein. Oder Schamanismus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo ziehen wir die Grenze zwischen "Schwachfug", den ich offen kritisieren darf und einer ehrenwerten Religion, die man respektieren soll?
Vor allem: Wie ziehen wir diese Grenze?
Bitte bedenkt, dass das sehr subjektiv ist. Für den Eso Jünger ist das Christentum ein Schwachfug.

Es würde mich freuen, noch ein paar Antworten auf diese Frage zu kriegen.
 
In einem Beitrag ist einiges, was m.E in die richtige Richtung geht.
Aber was heißt "wahrheitsorientiert"?

Ein funamentalistischer Moslem findet seinen Glauben ja auch wahr. Der Koran ist die absolute Wahrheit. Den Koran gab es schon vor der Schöpfung. Der Koran wurde 1🤐 vom Engel Gabriel diktiert. Kein einziges Wort wurde verändert. Also wenn das keine Wahrheit ist.😀

Ich glaube das nicht und du glaubst das auch nicht. Aber der Moslem glaubt es.

Also ist das Kriterium "wahrheitsorientiert" meiner Meinung nach zirkulär.

Welche Religion wäre deiner Meinung nach nicht wahrheitsorientiert ?

Dass eine Orientierung an der Wahrheit Unfug ist, weil jeder sowieso denkt, er würde nach der Wahrheit handeln, halte ich für unsinnig.

Viele Gläubige dürften sich sogar bewußt sein, dass sie ein dogmatisches Verhältnis zur Religion haben, dass sich manchmal eher aus Folklore und Gewohnheit zusammensetzt. Der Begriff Wahrheit wird manchmal gar nicht reflektiert. Die Tradition ist halt wichtiger als die Wahrheit.

Die Fähigkeit zur Selbstlüge ist meines Erachtens brüchig. Die Wahrheit schimmert zumindest doch oft durch.

Wer lügt, weiß meist, dass er lügt. Vor allem im Hinblick auf andere.

Auch wird Wahrheit mit "Lüge" vermischt. Dem Islam will ich einen Anteil an der einzigen richtigen Religion insofern auch nicht absprechen. Aber der wahre Teil dient oft dazu, die blind angenommenen (dogmatischen, vernunftwidrigen) Teile auch zu den wahren zu zählen.

Bei vielen Religionen gibt es den guten Kern mit viel unnötigem (auch falschen) Brimborium drum herum. Da muss man halt differenzieren.

Wer sich wirklich um Wahrheit bemüht, kommt meines Erachtens ziemlich weit damit. Wenn wir den Wahrheitsbegriff nicht weiter verfolgen, können wir gleich einpacken.
 
Bei "Wahrheit" habe ich noch mal "Schrödingers Katze"
Oder aus der Mathematik
"1+1=2" oder "1+1=10".......Ansichtssache und beides richtig.
 
Bei "Wahrheit" habe ich noch mal "Schrödingers Katze"
Oder aus der Mathematik
"1+1=2" oder "1+1=10".......Ansichtssache und beides richtig.


Ich bin eh der Meinung, dass es keine absolute Wahrheit gibt. Weder hier noch dort.

Dennoch gibt auch Unterschiede. In der Physik ist das Ergebnis eines Experimentes unabhängig davon, ob ich daran glaube oder nicht.
Zumindest, wenn es richtig durchgeführt wurde.
 
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