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Wer leidet auch weil er/sie arbeiten muss?

Deswegen: Für deine Selbsterkenntnis, dass Arbeit manchmal blöd ist und dir Zeit stiehlt, brauchst du dich nicht zu rechtfertigen! Das ist eine ehrlich und selbstreflektierende Aussage!
Vielleicht versuchst du eben nur das Gesamtbild zu sehen, dass Arbeit mehr ist als Brotverdienst und dass Arbeit dir es erst ermöglicht diverse Dinge zu kaufen oder zu tun.

Danke, das ist echt ein guter Input! 🙂

Derzeit gehts mir eh ein bisschen besser, es schwankt bei mir.
 
Mein Arbeitsstil ist eher sehr konzentriert und ungestört arbeiten, und dann ist man schonmal schneller fertig. Es wäre toll, wenn man dann auch früher gehen dürfte, wenn das Ziel erreicht ist, stattdessen muss man seine Arbeit auf 8 Stunden strecken, man soll sich den Kollegen anpassen oder bekommt immer mehr Arbeit damit man nicht fertig wird, die letzten Stunden kann man sich eh kaum noch konzentrieren.

Das lässt sich durch Aushandeln entsprechender Verträge regeln.

die ganze Zeit um Menschen herum zu sein ist echt anstrengend und entspricht überhaupt nicht meiner Natur.

Du hast deine Bedürfnisse gut im Blick.

Nach der Arbeit ist man komplett platt und macht gar nichts mehr.

Das kann nicht funktionieren, so kann es einem nicht gutgehen.

ich weiß nicht warum sich manche nicht selber beschäftigen können, mein Vater sagt immer, er wüsste gar nicht was er außer Arbeit tun sollte, aber ich hätte die ganze Zeit was Besseres zu tun.

Ich halte diesen Typ Mensch für selten, den meisten fiele Besseres ein als einem Brotjob nachzugehen.

Dann will man vielleicht wenigstens die Mittagspause alleine verbringen, damit es auch wirklich ne Pause ist, aber dann ist man direkt schon wieder Außenseiter.

Alles hat Konsequenzen, da muss man Prioritäten setzen.

War jetzt ein paar Jahre Solo-selbstständig als Übersetzer/Texter zu Hause und das ist viel besser, man teilt sich seine Zeit selber ein, habe so 4-6 Stunden gearbeitet, mit Pausen zwischendurch, wenn ich mich nicht konzentrieren konnte und dafür meistens 7 Tage gearbeitet, Wochenende brauchte ich nicht, weil man sich jeden Tag auch so genug erholt hat. Danach kann man sich noch mit Freunden treffen, da bin ich dann auch nicht so gestresst oder platt.

Dann hast du dein ideales Arbeitsmodell also gefunden.

Ein Nachteil ist, dass man mit eigenem Unternehmen, eigentlich nie wirklich Feierabend hat, man denkt immer irgendwie dran und sucht sich die nächsten Aufträge.

Abschalten kann man üben und so lernen. Gerade wenn einem so viel Spannendes zu tun einfiele, sollte das doch nicht so schwer umzusetzen sein.

Wenn man nicht arbeiten kann, gibts auch kein Geld

Dafür gibt's Versicherungen.
Alternativ zeitweise mehr arbeiten, Polster anlegen. Oder beides.

verdiene leider zu wenig und bin nicht gut im Netzwerken/Kundenakquise.

Dann geht dein Konzept nicht auf und wenn du keine Ideen hast das zu ändern, ist die Selbständigkeit nicht dein Weg.

Stehe jetzt vor ner Festanstellung als Softwaretester und der Lichtblick sind 3 Homeoffice Tage und flexible Vertrauensarbeitszeit und IT-Menschen, die mir ähnlich sind und sich schon lange Homeoffice erkämpft haben.

Das klingt schon fast perfekt.
Nach einer Weile könntest du um eine Vertragsänderung mit anderen Konditionen bitten. Oder woanders mit passenderem Vertrsg beginnen.

Ich frage mich immer, ob ich mir nicht mit meinen Urlaubstagen eine 4 Tage Woche basteln kann, damit man wenigstens nur 4 mal platt ist mit 3 Tagen Erholung statt 5 Tage platt mit 2x Erholung. Wenn das nicht reicht muss ich in Teilzeit, aber dann hat man auch echt Angst vor der Rente... Man will ja auch niemandem auf der Tasche liegen.

Könnte schwierig werden.
Wäre eine Option, die zu leistenden Arbeitsstunden auf 4 längere Tage zu legen statt auf 5?
 
Und Boreout ist genauso schlimm wie Burnout. Ich find eigentlich immer was, womit ich mich beschäftigen kann. Manchmal nur stupides Arbeit, die aber auch gemacht werden muss wie z.B. Datenbankpflege. Finde ich manchmal auch gut, weil ich mich nicht grossartig konzentrieren muss, sondern meinen eigenen Gedanken nachhängen kann. Lieber mag ich es aber, wenn tatsächlich Leben in der Bude ist. Aber auch das kann ich im aktuellen Job steuern. Ich bin da nicht ausgeliefert, sondern kann tatsächlich nach eigenem Gutdünken handeln. Gibt mir ein gutes Gefühl von "Freiheit". Klar, muss ich meine Ziele erreichen, allerdings sind die auch von mir selbst gestellt. Will mehr Umsatz bzw. mehr Profit erwirtschaften, damit sich meine Einstellung lohnt und damit auch mir über kurz oder lang ein besseres Einkommen garantiert.
 
Danke fürs mit-analysieren @Ausnahmsweise 😃!
Ich denke auch, dass die Selbstständigkeit nichts für mich ist, bin da einfach zu passiv, heuere am liebsten bei Agenturen an, die mir Arbeit geben sollen und der ganze Markt ist schwer, da ich Informatik und nicht Übersetzer studiert habe und die Preise sehr gedrückt werden.
Ich war immer so "entweder ich stelle jetzt Leute ein, die mir Aufträge suchen" bin aber auch kein Unternehmer "oder ich gehe in die Festanstellung und lasse mir die Arbeit vom Arbeitgeber auf den Tisch legen."
Jetzt muss ich erstmal hoffen, dass mir ein Arbeitgeber die Chance gibt, mein Lebenslauf sieht etwas verkorkst aus (langes BA Informatikstudium, dann Selbstständig in völlig anderen Bereich, jetzt 32 weibl. ohne Kinderwunsch, aber woher sollen die das wissen) und dann schaue ich mal wie das mit Homeoffice wird und vielleicht sind meine Software-Entwickler Kollegen ja auch IT-nerds, oder selber introvertiert. Im Informatikstudium bin ich damals auch sehr aufgeblüht, einfach von den Menschen her. Hatte z.B. vorher als Frau in einer Fremdsprachenassistenten-Ausbildung nie Leute, die auch gerne Computerspiele gespielt haben 😃
Leider programmiere ich nicht gerne , sonst hätte ich null Probleme gut bezahlte Jobs mit diesen Konditionen zufinden und IT-support war auch wie so ein Callcenter-Job, der mich fertig gemacht hat. Ich schreibe gerne Dokumentation oder eben Softwaretesting, dass aber auch Richtung Programmierung gehen wird langfristig (Test-Automatisierer).
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich ist mein Job als Floristin ja ein schöner Beruf. Neulich meinte mal ein Kunde, das sei doch „ ein Beruf für die Seele“. Meine Antwort war „der Beruf muss für die Seele sein, denn für den Geldbeutel ist er definitiv nicht“.
Man verdient Mindestlohn. Obwohl es ein Ausbildungsberuf ist.
Also, die Tätigkeit an sich ist schön. Kreativität und Handwerk. Schlimm sind oft die Kunden, ihre Ansprüche. Und dass man verheizt wird und es oft sehr stressig ist weil eben kaum mehr jmd. so einen mies bezahlten Job machen will.
Wenn ich arbeite bin ich mit Fahrzeit und Mittagspause 11 Stunden aus dem Haus. Das könnte ich nicht jeden Tag packen. . Nach so einem langen Tag bin ich meist körperlich und psychisch kaputt. Deshalb arbeite ich nur Teilzeit.
 
@Ausnahmsweise Mein Vater hat halt seit er 16 war bei Bayer als Chemietechniker gearbeitet, der verdient so verdammt viel in diesem Riesenkonzern und macht Mittagspause so lang er will quasi. Sehr gemütliches, langsam bewegendes Konzernleben.
Er arbeitet jetzt Teilzeit 3 Tage die Woche und bekommt immer noch 50000. Bald ist er 63, 45 Jahre voll, und könnte in Rente, aber er will halt nicht, ihm gefällt es gut dort und er bekommt seine Anerkennung. Er wartet auch noch darauf, dass Bayer ihm noch ne dicke Abfindung gibt, damit er geht.

@beihempelsuntermsofa Da musst du dich bitte auch niemals schämen, dem Staat bei der Rente auf der Tasche zu liegen, es gibt einfach Berufe, die arbeiten nicht mal ganz so hart und verdienen hohe Summen und kriegen dann auch noch ne Rente von 3000 (1500 nach 45 Jahren + 1500 Betriebsrente). Was die Kunden euch jetzt als Floristin nicht zahlen, können sie wenigstens später abdrücken. Hab ich mir als Übersetzer auch gesagt, gut ihr beutet mich jetzt aus (und als Selbstständiger gibt es noch nicht mal Mindestlohn), dann beschwert euch nicht, wenn ihr mir später die Grundsicherung zahlen müsst.

Ich hab irgendwie so ne verkorkste Kindheit mit meinem Vater, dass er mich immer mit 16 nach Bayer schleifen wollte, damit ich dort arbeite und ich hatte nie irgendwas mit Chemie am Hut und wollte meinen eigenen Weg gehen. Lieber ins Ausland oder mal Selbstständig machen, Autorin werden, meine Liebe zu Sprachen ausleben. Aber manchmal frag ich mich schon welches Angebot ich da ausgeschlagen habe 😃
Gut, wenn ich im Studium gerne programmiert hätte, dann hätte ich meinen Vater sicherlich übertreffen können. IT ist allerdings so schnelllebig und komplex, dass man da auch gerne mal ausbrennt. Ist mir leider schon im Studium passiert.
 
Es ist immer schlecht irgendwas zu arbeiten weil das die Eltern wollten.
Wenn man so sehr leidet unter der Arbeit wird es Zeit für was neues.
Wenn man noch für Kinder zu sorgen hat alles andere als leicht, aber auch später ist Umorientierung möglich.
 
Ich kann dich komplett verstehen. Ich für mich habe aber festgestellt, dass es vor allem auf die Aufgaben und die Arbeitsatmosphäre ankommt.

Ich hatte schon Zeiten, da hatte ich tolle Kollegen mit coolen Aufgaben. Die ganze Arbeit war gefühlt ne Party, die Chefs duldeten es, dass man auch 3x am Tag großzügig Kaffeepause machte, ohne dies als Pause anzugeben, wenn man dafür anschließend konzentriert weitermachte (ok, bei den Löhnen wäre sonst auch keiner geblieben). Da kam der Feierabend wie im Flug und die größte Strafe war es, schon wieder Urlaub machen zu müssen.

Aktuell leide ich wieder mehr unter meiner Arbeit, weil mich die Aufgaben des aktuellen Projektes einfach nicht so interessieren. In der alten Firma hätten wir sogar aus denen noch ne Fete gemacht und hätten witzelnd zusammen ein lästiges Ticket nach dem anderen abgearbeitet. In der hiesigen Firma sind alle aber zwar nett, vor allem aber mega fleißig und kaum zu einer 10-minütigen Kaffeepause zu überreden, weil man die ja auf kein Ticket buchen kann. Man sitzt nur den ganzen Tag im Büro oder daheim und glotzt allein auf seine Bildschirme. Deshalb bin ich auch am liebsten im HomeOffice, da hat man wenigstens seine Ruhe und es fällt nicht so auf, wenn man mal was anderes macht. Im Büro fühle ich mich nur beobachtet und das ach so wichtige "Socializing" kann man auch knicken, wenn es keiner machen will, weil nicht buchbar.

Mich nervt es eigentlich am meisten, dass ich dadurch abends so ausgelaugt bin, dass selbst Youtube schauen schon zu viel Kraft kostet, weil einfach 0 Energie mehr da ist. Also nicht nur, dass ich generell kaum Freizeit habe, sondern viel mehr, dass ich die dann gar nicht mehr sinnvoll nutzen kann, weil die Arbeit keine Energie für irgendwas übrig lässt. So sehr ich IT liebe, ich bereue es hochgradig, das als Beruf gewählt zu haben. Weniger wegen deren Schnelllebigkeit, sondern wegen der dauerhaften Leistungskontrolle und -bewertung, bei der jedes Jahr nochmals ne Schippe draufgelegt wird, mit immer stressigeren Zielen, die man gefälligst zu erfüllen hat.

Ich bleibe trotzdem, weil ich mir bald wieder bessere Aufgaben erhoffe und die Firma ansonsten sehr familienfreundlich ist. Und weil ich mir dank des guten Gehaltes was zur Seite legen kann, sodass ich vielleicht früher aus dem Hamsterrad kann. Spätestens wenn es mal mit Kindern klappt, werde ich mich ohnehin dauerhaft in Teilzeit verabschieden, von Vollzeit habe ich so langsam nämlich die Nase voll. Mit Teilzeit kann man auch eher dann arbeiten, wenn man gute Aufgaben hat und wenn der Schrott kommt, kann man massig Überstunden aus den guten Zeiten abgleiten, in der Hoffnung, dass bis wenn einem die Überstunden ausgehen wieder gescheite Aufgaben kommen.

Also nur noch morgen, dann ist wieder Wochenende, und nächsten Monat gibt es auch mal wieder ne Woche Urlaub.... danach werden die Tage bis Weihnachten gezählt und dann eben wieder von Wochenende zu Wochenende, von Urlaub zu Urlaub.... irgendwann dann hoffentlich bis zur Elternzeit und in 30 Jahren kann ich dann ja mal anfangen, Monate bis zur Rente zu zählen.
 
Ich möchte da zustimmen.
Es ist die Kombination aus Arbeitsatmosphäre, Würdigung durch den Chef, Kollegen, Arbeitsbedingungen, Bezahlung, Wertschätzung, kollegialem Zusammenhalt
Ich bin selbst Chef und bestimmte Faktoren unterbinde ich von Anfang an. Mobbing, Lästerei, Abwertung haben in meinem Unternehmen nichts zu suchen. Nicht nur weil es menschlich unmöglich ist, sondern weil die Produktivität und die Wirtschaftlichkeit leiden.
 
Ich möchte da zustimmen.
Es ist die Kombination aus Arbeitsatmosphäre, Würdigung durch den Chef, Kollegen, Arbeitsbedingungen, Bezahlung, Wertschätzung, kollegialem Zusammenhalt
Ich bin selbst Chef und bestimmte Faktoren unterbinde ich von Anfang an. Mobbing, Lästerei, Abwertung haben in meinem Unternehmen nichts zu suchen. Nicht nur weil es menschlich unmöglich ist, sondern weil die Produktivität und die Wirtschaftlichkeit leiden.
Wo können wir uns bewerben? 😁
 

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