Dann sollte man sich aber andererseits mal anschauen, was für ein Druck seitens der Ansprüche von Personalern/Chefs auf potenzielle Arbeitnehmende ausgeübt wird. Mich verwundert es nicht, dass viele Kandidaten "tricksen".
Ich habe an dem früheren Teil meines Lebenslaufes auch bissl gefeilt.
Naja, wenn man so Stellenanzeigen liest dann ist es meistens so das man mindestens 3 Fremdsprachen fließend sprechen soll, zwei Doktortitel haben, 10 Jahre Arbeitserfahrung aber möglichst nicht älter als 20 Jahre sein.
Aber wer das ernst nimmt, der ist selber schuld. Letztlich wird nach einem Kandidaten gesucht der zumindest einen Teil der Anforderungen erfüllt, dass ist ein offenes Geheimnis. Wenn man rein nach der Stellenbeschreibung gegangen wäre, wäre ich für keine Stelle die ich bisher bekleidet habe auch nur ansatzweise geeignet gewesen.
Hinzu kommt, dass man ab einem gewissen Alter keine Möglichkeit mehr hat Informationen über einen Bewerber zu bekommen. Bei jungen Leuten kann man zumindest noch am Schulzeugnis ablesen, wie die so sind (vor allem an den Fehltagen, das mehr als an den Noten)
Aber bei jemand der vor 10 Jahren seine Ausbildung abgeschlossen hat? Das Ausbildungszeugnis kann man dann auch vergessen, wenn man nicht gerade Historiker ist. Was noch bliebe wären Arbeitszeugnisse, aber die sind heute nicht mal mehr das Papier wert auf das sie gedruckt sind.
Wenn einem ein Bewerbungsgespräch nicht zusagt, dann verzichtet man eben höflich auf die Stelle. Alle diese tollen Tipps wie "den Spieß umdrehen" usw. bringen gar nichts außer Schaden. Man weiß nämlich nie was sich so in Zukunft tut.
Klar juckt es einen in den Fingern, genauso wie auch ich früher mal davon geträumt habe eine Stelle zu kündigen und dann nochmal richtig die Sau rauszulassen. (Chef auf den Tisch kacken oder so etwas) Aber es ist viel weiser einfach professionell zu bleiben.