Die Moral schwindet nicht, sie ist einem Wandel unterworfen, ebenso wie die restliche Gesellschaft.
Das sehe ich ganz anders.
Ich denke
ähnlich wie EuFrank.
Die Moral des Menschen ist nicht anerzogen.
Sie ist mit der Geburt da.
Sie ist der
Leitfaden des Menschen, um ein Leben zu führen, daß den
Erhalt des menschlichen Lebens sichern soll.
Ich sehe die Moral, aufgeschlüsselt in einzelne Verhaltensmaxime (
maximum: größter Wert), ähnlich wie die 10 Gebote.
Dabei sehe ich nur den Unterschied, dass die
Moral aus dem Inneren (Geist) des Menschen stammt, und z.B. die 10 Gebote von Aussen herangetragen wurden, um dem Menschen einen weiteren Leitfaden und eine Erinnerungsstütze zu geben, dass er schon
selbst diese Moral in sich trägt.
Wieso hat der Mensch von Geburt an diese Moral ?
Er hat sie, weil er ohne darüber nachzudenken weiß, dass er
nur durch das Lebendig-Sein-Lassen der moralischen Grundsätze die Mitmenschen und sich selbst wirklich lieben kann.
Beispiel:
Lügt ein Mensch einen Anderen an, so weiß er innerlich, daß der Andere dadurch geschädigt wird (Vorenthaltung einer Wahrheit, die jedem Menschen zusteht) und wird - mit oder ohne, dass ihm das bewußt wird - ein schlechtes Gewissen haben.
Beide Seiten werden also durch die Lüge "belastet".
Ist man sich der grundsätzlichen Moral, und ihrer Funktion bewußt, dann ist einem klar, daß diese
Unersetzlich ist, um frei zu werden.
Wer neidisch ist auf seinen Nachbarn, bindet sich an Neid und Haben-Wollen.
Wer die Frau des Nachbarn begehrt, bindet sich an die verletzte Ehre des Nachbarn.
Wer lügt, der bindet sich an die unausgesprochene Wahrheit.
Wer stiehlt, der bindet sich an das Hab und Gut des Anderen.
Wer ehebricht, der bindet sich an die Trauer des Betrogenen.
Wer mordet, bindet sich an das ungelebte Leben des Getöteten.
Wer die Eltern nicht in Ehren hält, bindet sich an die Undankbarkeit.
(Die direkten Bezüge zu """"Gott"""" lasse ich an dieser Stelle mal außen vor.
😉)