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was zum Teufel ist los mit mir... es wird nicht besser

DanshiDo

Mitglied
Hallo alle zusammen,

Zu mir, ich bin 22 Jahre jung und komme aus Dresden.
ich bin mir nicht sicher, ob ich hier in der Rubrik richtig bin. Zur Zeit läuft meiner Meinung nach mein Leben einfach nur beschissen. Ich gefalle mir als Mensch nicht mehr und fühle mich komplett unsicher in allen Lebensbereichen. Ich fühle mich als ein kompletter Versager und weis mit meinem Leben nichts anzufangen. Ich rede mir alles schlecht ein und kapsle mich komplett ab... Wenn ich etwas Anfange, dann ziehe ich es nicht richtig durch.

Ich fühle mich einfach nicht richtig und völlig falsch. Ich finde meine Persönlichkeit einfach nur zum kotzen und ich will es verändern. Ich bin ein Mensch, der nur labbert und Geschichten erfindet, in Wahrheit fühle ich mich einsam, alleine und komplett leer.

Ich bin zur Zeit Single, habe kaum Freunde.
Ich arbeite jedoch gerade im Einzelhandel als Verkäufer aber ich fühle mich einfach komplett blockiert, unsicher, ängstlich.

Ich bin meiner Meiner Meinung nach auch kein richtiger Mann... eher eine Mimose, eine Frau von der Persönlichkeit, die sich beschwert und redet.

Ich bekomme Chancen im Leben und ich verhaue sie mir. Ich weiß einfach nicht, wie ich ein Lebenssinn finde, wo ich an meinen Baustellen arbeite und Dinge im Griff bekomme die wichtig sind. Ich weiß einfach nicht wo ich Anfangen soll...aufgeben will ich nicht.

Ich machte auch schon bereits 2012 im August eine Therapie und seid dem einmal die Woche eine Psychoanalytische Gruppentherapie...dort nehmte ich mich immer mehr zurück und fühle mich einfach nur resigniert und abweisend gegenüber. Ich denke einfach nur an mich selbst und ich will mich verdammt nochmal ändern, Dinge finden die mir Spaß machen, irgendwann eine Familie haben, Freunde und das Leben genießen... ich will das Gefühl haben, ''Hey, es gelingt mir, es läuft es macht mir Spaß'' Innerlich sehne ich mich nach aktzeptanz. Im Beruf sehe ich aber das ich überhaupt nicht klar komme... in der Kindheit bin ich sehr kurz gekommen...ich habe hier im Forum schon von meinen Problemen geschrieben aber ich komme einfach nicht in die Aktion.

Ich kann mich jedoch sehr gut reflektieren...ich weiß wo meine Probleme liegen und was für Persönlichkeit ich bin... stellt euch vor, ich beziehe alles auf mich, ich bin der Mittelpunkt, bin innerlich ängstlich und extrem unsicher auf einer Seite beschäftige ich mir sehr mit dem Selbstbewusstsein, ich will es stärken und habe dadurch eine Art Konflikt.

Meine Cheffin meinte, ich sollte mich nicht verstellen, denn das mache ich einfach viel zu extrem und andere bemerken es...ich weiß einfach nicht wer ich bin. Ich habe das Gefühl einfach nicht mehr klar denken zu können...ich kann nur machen...Selbständig etwas tun fällt mir schwer... wenn ich eine Richtung bekomme oder Anweißung von außen, tue ich es aber alleine komme ich nicht auf Ideen.

Ich bin 22 Jahre aber irgendwie spielt mein Kopf verrückt. Ich male mir schon aus, wie ich aussehen werde, wenn ich ein alter Knacker bin... wenn ich ein altes heim in meiner Gegend sehe. Verdammt, ich will doch nicht vereinsamen und alleine sterben.

Seid ehrlich, was haltet ihr von solcher Persönlichkeit? Kann ich mich noch ändern oder bin ich will am Ende?

lg. Danny
 
Hier grüßt noch ein Dresdner! 🙂
Es ist doch auf alle Fälle schon positiv anzusehen, dass du dich traust deine Empfindungen zu schildern und uns mitzuteilen. Vielleicht handelt es sich auch nur um eine "blöde" Phase in einer blöden Jahreszeit. Als ich neu nach Dresden gekommen bin, hatte ich auch keinen Freundeskreis hier und es war wirklich schwierig. Ich hatte mir dann einen Sportverein gesucht und eine tolle SG gefunden, wo erste neue Kontakte geknüpft wurden. Damit war der erste Schritt getan und nach und nach wurde es besser und der Kreis immer größer.
Vielleicht wäre das eine Idee??
 
Zuletzt bearbeitet:
tut mir leid, ich wusste einfach nicht, wie ich anfangen sollte. Danke für die Antwort...also ich versuche paar Beispiele zu nennen.

Meinen Eltern Gegenüber ein gutes Beispiel. Sie meinen ich wäre egoistisch und denke nur an mich selbst, weil ich ihnen kein Geld ausleihen will... Meine Eltern sind Hartz 4 und zuhause...sie verrauchen das meiner Meinung nach nur und verändern an ihrer Lage nichts...das macht mich sehr traurig. ich selber habe auch nicht viel und muss zusehen wie ich zu recht komme.

Meine Arbeitskollegen aber auch in der Ausbildung wurde mir gesagt, das ich nur an mich denke weil ich mich nur um mich gekümmert habe und mir die Probleme anderer egal waren. Ich wollte nur, das man mir hilft. In der Berufsschule fühlte ich mich in der Klasse nicht erwünscht. Ich trat sehr Selbstischer auf... Ich drücke mich auch nicht richtig aus und werfe nur Brocken hin.

In der Ausbildung habe ich die Leute gegen mich gebracht, da ich mich für etwas viel besseres gehalten habe... Ich machte eine überbetriebliche Ausbildung zum Verkäufer. Überbetrieblich heißt, das uns Sozialpädagogen und Psychologen zur Verfügung standen. Ich wurde immer unzufriedener, litt unter Depressiven Phasen. Ich grenze mit am Anfang von der Gruppe ab, wollte mein eigenes Ding machen... Freundschaften und Kontakte zu knüpfen viel mir schwer, obwohl ich eigentlich intigriert war. Die Lehrer zur mindestens haben mich gelobt und haben mich kaum ermahnt...sie waren auf meiner Seite.

Ich hatte die Gruppe gegen mich und das machte mich fertig.

Meine Eltern meinten, ich wäre sehr arrogant geworden, da ich nur an mich denke und das ich mich nicht in die Lage der Anderen versetzen will...ich rede immer davon das ich endlich mein Leben in Griff bekommen will. Ich will das Gefühl haben das es in Ordnung ist.
Mutter und mein Stiefvater sind beide Hartz 4. Ich habe einen Autistischen Bruder. Ich versuche mich mit ihnen zu verstehen, jedoch wüsste ich nicht, was es weiter bringen sollte mit Ihnen Kontakt zu halten, da ich mich mit Ihnen wenig unterhalten kann. Eigentlich will ich nur über mich reden und es interessieren mich nicht ihre Probleme.

Auf der Arbeit zum Beispiel bin ich auch weiter für mich selbst, ich will meine Arbeit machen. Ich bin noch in der Probezeit, deswegen habe ich Angst mein Arbeitsplatz zu verlieren, weil ich einfach darauf beharre, alles richtig zu machen und bin auf mich fokussiert.

Ich habe das Gefühl das ich sehr viel vergesse, bin unkonzentriert (ich muss dazu sagen, das ich Venlafaxin einnehme...ein Antidepressivum.) Ich berate zwar meine Kunden, versuche stets gut anzukommen aber mit meinen Kollegen, Mitmenschen komme ich kaum in Kontakt...meist nur flüchtige Begrüßung und gehe nicht auf sie zu. Aber ich trete selbstbewusst , authentisch und sicher auf.

Aktuell bin ich mit einer Kollegin in einem Geschäft. Wir sind zur Zweit und haben ein kleinen Laden. Eigentlich ein Kinderspiel aber sie erwartet logischerweise das ich ordentlich bin und ich meine Arbeit richtig mache. Schließlich bin ich Single, habe den Beruf gelernt und wir müssen es rocken. Aber wir bringen die Umsätze und der Laden läuft.

Sie muss mir ständig sagen, das irgendwo etwas herumliegt, ich nicht hinter mir aufräume und eben verpeilt bin.

Ich selber zweifle stark an mir, bin unsicher und möchte nichts falsch machen.


Wenn mir etwas gesagt wird, mir eine Anweisung gegeben wird, antworte ich kurz nur mit ''ja'' und bilde keine Sätze... ich tue mich ständig rechtfertigen und rede nur und kann nicht die klappe halten. Meine Kollegin hat einfach die Schnauze voll mit mir, weil sie Angst hat ihre Arbeit zu verlieren und ich das alles zu leichtsinnig sehe.

Ich bin selber eigentlich in einer Lage, wo ich Geld brauche um ein gewissen Standard zu haben und mir ein leben aufzubauen aber ich lebe einfach leichtsinnig... Auf einer Anderen Seite mache ich mir wieder einen zu großen innerlichen Druck und fühle mich blockiert.

Ich habe das Gefühl einfach nicht zu überlegen.


Bist Du Einzelkind, wie lief es in der Schule und in der Familie?

Also meine Kindheit war gar nicht leicht. Ich war bis zum meinem 14 Lebensjahr Einzelkind. Meine Eltern waren und sind Hartz 4. (Mutter cz mit Stiefvater verheiratet. Vater lebt in CZ.) Ich komme ursprünglich aus Tschechien. Wenn ich ganz zurück in die Kindheit gehe, herrschte ständig Spannung zwischen meinen Eltern. Ich hatte immer Angst, weil mein Vater gewalttätig war. Ich selbst wurde geschlagen. Ich hatte schon damals das Gefühl nicht richtig zu sein und ein Problem zu sein. Mein Vater redete mir ständig ein, das ich nur Probleme mache.
Mir fehlten Bezugspersonen aber vor allem Schutz, Geborgenheit und Liebe...das konnte ich soweit auch in der Klinik aufarbeiten. In der Kindheit war ich ständig einsam und hatte Angst.
Mit 7-10 war ich im Kinderheim. Eines Tages tauchte plötzlich meine Mutter auf und meinte sie würde mich herausholen. Das tat sie schließlich mit meinen Stiefvater. Mit 11 war ich dann in Deutschland und ging zur Schule. Ich ging erstmal in die Grundschule aber hatte große Schwierigkeiten mich anzupassen, konnte noch kein Deutsch. Mit 14 bin ich dann auf die Förderschule. in der 8ten Klasse machte es bei mir ''klick'' und ich wurde fleißiger, habe gelernt und wollte die Prüfung schaffen. Dann bekam ich über das Arbeitsamt die Möglichkeit an Berufsvorbereitung teilzunehmen. Ich war sehr ehrgeizig, habe gelernt und war davon besessen den Realschulabschluss zu machen. Das war mein großes Ziel.
Also lernte ich und machte 2011 den Hauptschulabschluss. Dann fing ich eine Ausbildung an zum Verkäufer, was eigentlich nicht mein wahrer Berufswunsch war. Aber ich brauchte eine Ausbildung, der Meinung vom Arbeitsamt also machte ich es.

Dann fing meine Zeit an, in der Überbetrieblichen Einrichtung. Ich war in eine Gruppe mit Leuten, die ich aus der Schule kannte und hatten das gleiche Ziel, die Ausbildung zu machen.
Da ich zur dem Zeitpunkt schon sehr ehrgeizig war und an mich dachte, wollte ich mit den leuten nichts zutun haben, da ich mich für etwas besseres hielt.
Genau genommen, bekam ich sehr wenig Aufmerksamkeit von meinen Eltern und kaum Orientierung in meinem Leben. Ich wurde als eine Last gesehen. Ich wünschte ich wäre zur dem Zeitpunkt klüger, hätte mehr aus mir gemacht.

Was machst Du beruflich, wie läuft das und was bemängelst Du genau an Dir?

Jetzt bin ich Vollzeit eingestellt als Verkäufer. Ich habe eine 1- Raumwohnung seid 2011 wo ich von den Eltern ausgezogen bin. Ich wohne alleine.
Die Sache ist noch, Freunde und bekannte die mich sehen wollen, mich einladen, ob ich in die Disko mitgehen will oder mit Ihnen etwas zu unternehmen, bin ich meistens arbeiten oder ich suche mir eine Ausrede.
Ich habe durch die Ausbildung erkannt, das ich ein absoluter Einzelgänger bin. Wiederum kommuniziere ich und rede...ich versuche mit meinen gegenüber eine Gemeinsamkeit zu finden.
Ich bemängel an mir das ich das Gefühl habe, nicht fähig zu sein tiefgehende Freundschaften und Beziehungen einzugehen und nur an mich selbst denke. Das ich unkonzentriert bin und es mir schwer fällt Glücklich zu werden. Dinge finden die mir Spaß machen. Ich bin auf der Suche nach Dingen die mir Freude machen.
Ich möchte mehr zum Mann werden, mich nicht ständig beschweren. Ich sehne mich endlich nach einer tiefgehenden Liebesbeziehung und Verantwortung und Selbständigkeit meines Lebens.

Wie sah bis jetzt Dein allgemeines Freundschafts- und Liebesleben aus?

Bis jetzt? Ich würde behaupten eher nicht stabil... meine Freundschaften waren Oberflächlich, haben lange nicht gehalten.

Ich denke ich habe eine gewisse Angst, Nähe zu zulassen. Ich könnte verletzt oder hintergangen werden.
In der Kindheit besaß ich kaum Freunde. Ich war ein Einzelgänger...ich musste mich selbst beschäftigen und nach Aktivität suchen, da meine Eltern keine Zeit für mich hatten. In der Schule war ich, wie man heute sagen könnte, der möchtegern ober coole Typ. Ich erfand Geschichten, mit Mädels geschlafen zu haben, ich hielt mich zur dem Zeitpunkt, für was richtig geiles.
Mit 10-16 jahren, war ich recht Übergewichtig. Ich hatte gute 100 Kg, da ich Computerspiele gespielt habe und die Wohnung nicht verlassen habe. Mir fehlte die Bewegung und frischer Sauerstoff.
Ich fing mit Fußballspielen in einem Verein hier in Dresden an und schon da, hatte ich große Schwierigkeiten Anschluss zu finden. Es machte mir sehr viel Spaß...ich nahm viel Gewicht ab und hatte meine Traumfigur. Frauen wurden auf mich aufmerksam und ich wurde ein wenig zum ''Alphatier'' Also einen Selbstbewussten, jungen mann.
Meine Eltern konnten die dämlichen 17 Euro im Monat nicht bezahlen und ich flog aus dem Verein. Danach überredete ich meinen Stiefvater den Vertrag zu Fitnessstudio zu unterschreiben, da ich noch nicht volljährig war. Ich fing mit 17 mit dem Kraftsport an und baute auch gut auf. Ich achtete diszipliniert auf meine Ernährung auf. Ich war leicht besessen davon, einen tollen Körper zu haben.
Ich war also immer fokussiert auf mich.
Was das Liebesleben angeht, eher schlecht. Ich sehnte mich nach Sex. Ich hatte kurzfristige Beziehungen, diese hielten aber nicht länger als 1 Woche... eigentlich bin ich die ganze Zeit ohne Sex ausgekommen und hatte auch keinen Übermäßigen Trieb.
Meine Mutter meinte, warum ich keine Freundin habe...eigentlich bin ich ein hübscher Kerl... Sie meinte wenn sie nicht meine Mama wäre und sie in meinem Alter, wurde sie mit mir zusammen sein wollen 😀😀
Ich fand es einfach nur schräg.


Schildere Beispiel, wo Du für Dich typisches Fehlverhalten an den Tag gelegt hast!

Puhh... sehr schwer...lass mich überlegen.
Ist die eigene in sich Versunkenheit ein Problem? Oder dem Gefühl innerlich sich leer zu fühlen aber das ich trotzdem viel rede, ich es aber so nicht empfinde?
typisches Fehlverhalten ist, das ich unkonzentriert bin, Dinge liegen lasse, unordentlich bin. Ich habe wenig Freunde bzw. melde mich kaum. Ach genau... es fällt mir schwer mich von mir selbst zu melden...einfach den Gedanken zu haben, ''ich sollte mich melden'' Ich denke auch, das ich kaum lebe.
Ich habe eine 1- Raumwohnung, besitze kein Fernsehen und habe das Gefühl wie ein Mönch zu leben. Bin nicht wie andere Menschen nach materiellem auf der Jagd. Oder das ich ständig das neueste von neuem brauche. Ich denke das sind Dinge, die sehr im ''außen'' liegen und mich nicht glücklich machen.
Ich denke das ich einiges überbewerte, mir selber innerlichen Druck mache und mir sehr hadere. Ich hetze sehr und habe die Angst etwas zu verpassen... Das dieser eine Tag in meinem Leben der Einzige ist und wenn ich ihn sinnvoll nicht nutze, dann ist es nur verlorene Zeit. Trotzdem komme ich aber nicht weiter.
Der nächste Punkt wäre, das ich nicht Organisiert bin, mich schwer an Termine halte und unzuverlässig bin.
Ich sehe viele Baustellen, ich weis aber nicht wo ich Anfangen soll... und ich möchte nicht stehen bleiben...ich möchte mich weiter entwickeln, mit sinnvollen Dingen mein Leben verbringen, Freundschaften knüpfen und leben. Ja, ich will eine Frau Kennenlernen...eine gesunde Frau die lächelt... wo ich mich ständig an die kleinsten Dinge an ihr Erinnern kann...selbst wenn es ein Furz ist 😀
 
Da geht doch offensichtlich einiges in Deinem Leben und Deiner Seele drunter und drüber und das wichtigste wäre für Dich innerlich zur Ruhe zu kommen und echten Seelenfrieden zu finden!

Ich habe das Gefühl, das ich durch die Therapien, emotionaler wurde, gefühlvoller und als labil eingeschätzt... ich mir viele Dinge annehme... meine Frage wäre, wie schaffe ich es diesen Frieden zu finden? Abgehärtet und Emotional Stabil zu sein und trotzdem ich zu sein?

Ein guter Weg dazu wäre, daß Du wöchentlich einmal Dein Herz einem Lebensberater oder Seelenführer ausschüttest, der Dir dabei Hilft einen guten persönlichen Wertekanon aufzubauen und echt selbst und Nächstenliebe zu entwickeln.

Das stimmt wohl. Ich hatte in der Vergangenheit wenig Möglichkeiten, meine Werte zu finden und zu entwickeln. Ein Psychiater bzw. Gesprächstherapie ist wohl nicht sinnvoll? Was meinst du mit Lebensberater? Psychologen?...ich denke, das ich vll. gewisses EGO habe... aber ich will mit meinen Mitmenschen umgehen können und mich besser fühlen.

Vielleicht kennst Du ja eine alten Lehrer, liebe Patentante oder sonst jemand in Deiner Verwandt- und Bekannschaft, der sich Deiner annehmen würde!

Ich denke da gebe es Leute aber ich mache alles mit mir selber aus... ich wüsste nicht wie ich im anvertrauen kann.

Vor allem solltest Du nach meinem Gefühl mehr echte, selbstlose Liebe für Deine Mitmenschen aufbringen und das zeigt sich z.B. darin, daß man freundlich und einfühlsam antwortet, wenn man was gefragt wird und sich auch immer wieder mal nach dem Wohlbefinden Anderer erkundigt, oder hilfreich zur Seite steht, wenn man das Gefühl hat, daß sie Unterstützung brauchen!
Eigentlich logisch aber im Realen fällt es mir nicht leicht...meine innere Blockade durchbrechen und einfach ich zu sein... ich wittere überall Verrat, angst, hintergangen zu werden, misstrauisch.

Du scheinst wirklich sehr selbstbezogen zu sein und wenige Nächstenliebe auszustrahlen, aber dies wäre der Schlüssel auch für Dein eigenes seelisches Wohlgefühl!

Jepp... es gibt Menschen, die mögen mich auch...bei Leuten den ich vertraue, zeige ich Nächstenliebe, versuche sie zu unterstützen aber vielleicht will ich zu viel gefallen? Deswegen verbiege ich mich wohl.

Vielleicht könntest Du Anschluß an eine Kirchengemeinde oder einen Verein finden, wo Du regelmäßig hin gehst und eine guten Gemeinschaftskontakt aufbauen könntest, um einen gewissen menschlichen Rückhalt zu bekommen!

Ich gehe Zur Zeit zu Brazilian JiuJitsu - Grappling ist eine Kampsportart... wie baut man diesen Gemeinschaftskontakt? ich habe das gefühl mich immer zu verstellen und nicht zu wissen wer ich bin... =verunsichert.

Sprich mit Deinem Arzt über Deine Konzentrationsprobleme und wenn es möglich ist, so wäre ein Ausschleichen der Medikamente vielleicht hilfreich. Außerdem schlage ich Dir regelmäßige Bewegung an der frischen Luft vor und vielleicht auch den Anschluß an einen Sportverein.

Das werde ich als nächstes tun... bin letzte Zeit meistens ohne Bewegung und viel in meiner Bude... ich will mir als nächstes ein fahrrad kaufen und unbedingt Touren rumfahren und eventuell mich einer Gemeinschaft anschließen.

Ich habe viele meiner Gesundheitsprobleme durch regelmäßige Fahrradtouren deutlich verbessern können und fahre auch im Winter oft mehrmal die Woche mit meinen E-Rad, daß mir hilft meine Kraft genau zu dosieren. Seit dem bin ich viel ausgeschlafener, konzentrierter und leistungsfähiger geworden

Kennst du auch solche Phasen von dir? Wo du nicht mehr wolltest und konzetrationsprobleme hattest? Kannst du aus Erfahrung sprechen?

lg. Danny
 
Hallo, Danshido,

bezogen auf eine Arbeit gebe ich Dir folgende Tipps:

Mache Dir eine eigene Checkliste, wie Du bei unterschiedlichen Arbeiten vorgehen willst - bzw. musst.
Schritt 1: ....
Schritt 2: ....
Schritt 3: ....
Und wenn Du nach oder während der Arbeit merkst, dass ein Schritt fehlt, z.B. Aufräumen, dann ergänze Deine Checkliste. Und drucke diese Checkliste ggf. mehrfach aus. Ganz unterschiedliche Arbeiten = ganz unterschiedliche Checklisten. Baue die Checklisten so auf, als ob Du damit einem Anfänger die Abläufe erklären wolltest.

Durch diese sorgfältig und immer weiter verbesserten Checklisten hast Du folgende Vorteile:
1) Du verbesserst den Lerneffekt = das Vergessen wird mit der Zeit abnehmen
2) Du wirst sicherer
3) und wenn Du während einer Arbeit mit mehreren Arbeitsschritten einen Blick auf die dazugehörige Checkliste wirfst, vermeidest Du Fehler. Und auch das macht Dich sicherer.

Ich würde diese Checklisten privat vorbereiten / erstellen.
Und dann rate ich Dir, dass Du Dir vorstellst, wie Du Dich fühlst, wenn Dir alles fehlerfrei gelingt und Du nichts mehr vergisst. Denkst Du an Deine Fehler, zieht Dich das runter mit der Folge von Konzentrationsmangel und neuer Fehler.

Und schreib auf die Checklisten auch auf: Kollegin anlächeln, was Nettes sagen, evt. mal ein ehrlich gemeintes Kompliment äussern.

Nur Mut. Es kann nur noch besser werden.
LG, Nordrheiner
 
Hey, danke für die Tipps und sorry das ich mich nicht mehr gemeldet habe.

Die Checkkliste ist ein gutes Mittel aber mir fehlt noch die Umsetzung aber ich habe ein noch ein Anderes Problem, möchte aber zusätzliches Thema aufmachen.

mir fiel es schon in der Kindheit sehr schwer mir Dinge zu merken und war auch wegen Lernschwäche auf der Förderschule. Ich habe das lange nicht als Problem gesehen aber nach meiner Depression, Ängsten etc. merke ich, das es mir große Schwierigkeiten bereitet mir Dinge zu merken bzw. selbst zu ''agieren'' den Kopf einzuschalten und wirklich zu denken. Der jetzt fühlt es sich für mir immer mehr an, als wäre mein Kopf komplett leer aber auch innerlich.

Wenn ich in der Gesellschaft bin fühle ich mich wie ''nicht da'' und das merken auch andere. Ich habe das Gefühl im Kopf gefangen zu sein. Dazu muss ich sagen, das ich mich mehr und mehr zurückgezogen habe, mir Freunde und allgemein der Sinn und Spaß am Leben fehlen...einfach das Gefühl, das macht mir Spaß hier gehöre ich hin.

Ich gehe seid 3 Monaten in einen Kampfsportverein hier in Dresden. Dort geht es eben viel um Techniken etc. und ich merke einfach auch wenn es mir andere ständig erklären das ich es vergesse oder einfach leere im Kopf herrscht.

Ich habe das Gefühl, dass es Andere nicht nachvollziehen können und oft keine Lust mehr haben es mir zu zeigen. Ich weiß aber auch das meine Art auch nicht ganz leicht. Ich habe ständig Angst, abgelehnt zu werden oder als Aussenseiter da zu stehen.

Hab einfack kein Bock rückfällig zu sein und habe Angst wieder Depressiv zu sein.

ich hoffe, auf Antworten.
 
Du suchst nach Antworten, Stze wie: mach das oder jenes und dir geht es besser...^^
aber da muss ich dich enttäuschen. - - sowas gibt es nicht! Leider. Ich bin seit 2 Jahren auf der Suche nach einer Lösung von au0en, Sätze wie: mach das und alles ist gut, der nimm Tablette X und alles wird gut.) Nene, da kannst lange warten!
Deine einzige Lösung ist, Du musst dich selbst am Schopfe packen und da raus gehen) hehe - sagt sich s schön aber bringen tut es dir nichts.
Es wird erst besser, wenn Du aktiv wirst. Ich übrigends auch... Aber solange wir nur rumsitzen und auf eine geschenkte Lösung oder Pille warten, wird sich nichts ändern🙂)

wo ich das Schreibe - kommt mir, alleije das vor dem PC sitzen ist dermaßen kontraproduktiv, mehr gehts ja gar-nicht.

Meine Lösung für unser Problem: Gleichgesinnte sollen sich zusammenschlieen und freundschaft gründen, 2 Leute die das gleiche Problem haben und immer den passenden gesprächsstoff parat zu haben, wenn mal grad nix anderes los ist. - Sich gemeinsam zu aktivitäten zwingen, um das lebenswillen quasi) Jo: )) das war jetzt der schlauste Satz, den ich jemals gehört oder geschrieben habe. Den gleichgesinnten zu finden, sollte im Internet zeitalter kein so großes Problem darstellen.

Ich fabg mak an: Ich bin 31 Jahre und Wohne südlich von München. Wer auch depris hat und nicht weiter weiß, darf sich gerne melden wenn er aus der selben gegend kommt. ))

Danke Gruß, Toni
 
Hey Tobi,

danke dir für deine nachricht und sorry das ich erst jetzt schreibe.
Ich denke du hast recht damit, sich selbst anzupacken und sich einen Arschtritt zu geben. Ich denke, wenn man wirklich eine Depression hat, bzw. Orientierungslos ist, kommt man da selber einfach nicht heraus. Klar, ich kann aktiver werden die Dinge anpacken aber was ist mit dieser Orientierungs und Scheißegal Einstellung? Dazu kommen noch andere Dinge wie Finanzielle und falsche Denkmuster.

Ich denke ohne eine ''Art'' Bergführer durch das schwarze Tal, wird es schwer. Ich selbst fange nochmal eine Verhaltenstherapie in der Gruppe an. Eine permanente Lösung wird es nicht, aber ein Schritt ist es.

Ich habe mir das Buch ''Arschtritt'' zugelegt und es hat ein wenig motiviert. Nichts tun, am PC gammeln, keine Freunde und Beziehungskonflikte ist eben eine Qual... alleine sein ohne starke Einsamkeitsgefühle ist super. Das schlimmste was wir tun können, ist uns abzukapseln...da verlieren wir komplett die Realität. Wir müssen leben.

Vielleicht fragen wir uns, was und warum uns davon abhält richtig zu leben? Was zieht uns runter?

Ich fange an:

Ich weiß oft mit mein Leben nichts anzufangen...es fällt mir schwer mich für Dinge zu begeistern. Letzte zeit ca. 3 Jahre beschäftige ich mich nur mit Depressionen und lebe nicht richtig. Ich möchte mir möglichst viel Wissen aneignen.
Dann kommt dazu, das ich immer mehr bemerke, das ICH die Hauptquelle meiner Probleme bin und nicht Andere. Aktuell bin ich arbeiten. habe ein Verkäufer Job. Ich bin sehr stolz auf mich das ich diesen habe auch wenn ich immer darauf schaue das mich die Jobsuche keine Kraft kostet. Ich bin jedoch ständig unzufrieden.

Oft philosophiere und frage ich mich, wozu lebe ich? Was bringt mir vorwärts, wie schaffen es Andere? Was brauche ich? Ich habe das Gefühl irgendwie nur zu existieren.

Nur Tabletten zu schlucken bringt einfach nichts... wie du schon sagtest. Man muss aktiv werden. Deswegen nehme ich über Facebook an Gruppenveranstaltungen teil, fahre viel Fahrrad und lenke mich ab. Hauptsache Sport und menschen. Ich möchte jetzt in meiner 1 Woche Urlaub mit dem Fahrrad wegfahren.

Frage an Euch:

Ist es gut sich nur sich nur mit sich selbst zu beschäftigen? Ich habe das Gefühl das ich mein Kopf nur in eine Richtung trainiere und auf ''Depression'' gepolt habe. Nicht das ich in der Depression ''wühle'' aber ich suche nach Möglichkeit wie ich herauskomme. Mir ist jedoch aufgefallen, das ich nur lese aber wenig selbst anpacke. Dann empfinde ich ängste und unsicherheit und bin wieder in meinem Schneckenhaus. Kennt ihr das?

Meine Kollegin meinte, ich sollte irgendwelchen Scheiß machen...irgendwie Spontan leben ohne alles durchzuplanen und zu hinterfragen. Beispiel die BILD- Zeitung lesen. Fernsehen schauen. Was haltet ihr davon?

Danke fürs lesen und freue mich auf Rückantwort!
 

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