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Was wäre anders, wenn die Evolutionstheorie unbewiesen bleibt?

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Wenn Du schon so gut Bescheid weisst, Fe, dann schildere doch mal die Fehler des Dr. Lönning.
Mir scheint es eher so zusein, dass es sich hier um einen Fall übler Nachrede, wissenschaftlichen Maulkorb handelt, an dem Du noch Deinen Spass hast.

Ich war auf der Seite des guten Herren und habe folgenden Satz gefunden:

"Ich bin kein Kreationist und ich habe mich auch auf meiner Homepage wiederholt vom Kreationismus distanziert [..]"
DIE VERBOTSVERSUCHE HERRN KUTSCHERAS


Was bringt es dir, die extremen Außenseiter des Wissenschaftsbetriebes zu zitieren, wenn sich selbst diese Außenseiter von deiner Meinung distanzieren ?

Sollte dir das nicht zu denken geben?
 
Hallo Tom Turbo,
erstmal wirst Du gelesen haben, dass der Begriff „Kreationist“ sehr unterschiedlich gehandhabt wird.

  1. Einige verstehen darunter jeden Menschen, der ein rein materialistisches Weltbild nicht teilt.
  2. Andere verstehen unter „Kreationist“ jemanden, der glaubt dass die Natur und die Menschen in nur 6 Tagen erschaffen wurden und die Welt in ca. 10.000 Jahren.

    Dr. Lönnig hat sich von der Definition gem. Begriff 2) distanziert, jedoch verstehe ich ihn so, dass er von Intelligent-Design ausgeht, für einen Ursprung des Lebens bzw. des Universums Planmässigkeit annimmt. Und damit lehnt Herr Dr. Lönnig die Evolutionstheorie, ein rein materialistisches Weltbild ab. (Dass Dr. Lönnig Mitglied der Zeugen Jehovas ist, scheint darauf hinzuweisen, dass er an Gott als Intelligent-Designer glaubt bzw. ein duales Weltbild vertritt).

    Meine Meinung ist der von Dr. Lönnig sehr ähnlich. Ich gehe von Gott als Intelligent-Designer aus. Ein wirklicher Kreationist bin ich gem. Definiton 2) nicht, denn ich halte es zwar nicht für unmöglich, dass die „echten“ Kreationisten Recht haben und wir irgendwann mal erfahren, dass sich die Naturwissenschaftler in Meßmethoden u.a. Kriterien zur Beurteilung der Vergangenheit gewaltig geirrt haben, aber ich erkenne auch an, dass eben heutige naturwissenschaftliche Erkenntnisse eher den Schluß zulassen, dass eben das Leben auf der Erde viel älter ist, als nur 10.000 Jahre. Ich sitze in dem Punkt also etwas zwischen den Stühlen. Ich traue Gott alles zu, auch die Aufhebung naturwissenschaftlicher Gesetze – denn Er hat diese auch geschaffen. Warum sollte ich Ihm nicht auch zutrauen, etwas zu tun, was uns aufgrund unserer Kenntnisse der Naturwissenschaften als unmöglich erscheint? Ob Er es aber getan hat, vermag ich nicht abschliessend zu beurteilen.

    Schlimm finde ich es, wenn Menschen, auch Naturwissenschaftler, bekämpft werden, wenn sie diffamiert werden, weil sie aus ihren Forschungen zu Ergebnissen kommen, die für sie nur zu dem einen Schluß führt: Es gibt einen Intelligent-Designer und die Grundannahmen der Evolution „alles entstand aus Mutation und Selektion“ ablehnen.

    Dein Link, Tom, ist daher klasse und ich kann jedem nur empfehlen, den Text vollständig zu lesen. Besonders gut gefallen hat mir folgende Stelle: „Sowenig es jemals eine "jüdische Physik" gegeben hat - genausowenig gibt es so etwas wie eine "Bibelforscher-Biologie". Faschistoide Kategorisierungen dieser und/oder ähnlicher Art zur Vermeidung der Auseinandersetzung mit objektiven biologischen Gegebenheiten und Argumenten werden in die Geschichte als das eingehen, was sie in Wahrheit sind: Als ideologischer Versuch, aus Ablehnung, Vorurteilen und Missverständnissen zu Religionen und Rassen den Weg zu bedeutenden naturwissenschaftlichen Fragen zu verstellen.“
    LG, Nordrheiner
 
[/COLOR]Das hat mit der Evolutionstheorie doch nichts zu tun.
Ich kenne einige Menschen in meinem Umfeld die sich sehr wohl Gedanken machen welche Konsequenzen unser Denken und handeln hat. Unabhängig von der Evolutions Theorie oder christlichem Glauben.



Ja, Bandit, es gibt zum Glück überall „einige“ Menschen, die sich Gedanken machen, die über Essen und Trinken hinausgehen. Zu den Menschen gehörst Du ja auch.


[/SIZE][/FONT]

Welche Auswirkungen meinst Du?

Dein Thema ist doch „Liebe“ – richtig? In welchem Umfeld würden sich Deine Vorstellungen von Liebe eher gesellschaftlich umsetzen lassen: a) in einem materialistisch geprägten Umfeld – in einer Spaßgesellschaft oder b) in einer Gesellschaft, in der immaterielle positive Werte die wichtigsten Werte darstellen?

Die Anhänger der Evolutionstheorie haben ein monistisches = materielles Weltbild. Und das hat Konsequenzen.
Die für Dich evt. am deutlichsten sichtbare Auswirkung ist die, dass Du selbst in Deinem Umfeld viel mehr Menschen mit einem oft lieblosen Verhalten/Einstellung siehst, als Menschen, die Deine Ansicht "Liebe über alles" teilen.



Für was soll man das Wissen der Evolutions Theorie fallen lassen? Was ist die Alternative?
Ich gehe von Intelligent-Design aus, nicht von Evolution mit Mutation und Selektion als Schöpferkraft. Intelligent-Designer ist für mich die Alternative. Mutation und Selektion sind lieblose "Gestalten". Bei einem Intelligent-Designer lässt sich zumindest vermuten, dass dort Liebe zuhause sein könnte.




In welcher Form sollten sich die Menschen auf die Zukunft vorbereiten und was hindert sie durch das Wissen der Evolutions Theorie daran?
Unterstellt jemand, dass Intelligent-Design die richtige Antwort auf die Entstehung von Leben ist, dann ist es nur konsequent, sich auf die Suche zu machen nach diesem Intelligent-Designer. Die entgegengesetzte Annahme aber, Evolution ist richtig, Mutation und Selektion sind die intelligenten Schöpfer, hindert den Menschen daran, sich auf die Suche nach dem Intelligent-Designer zu machen.
Und wer nicht sucht – der findet auch nicht. Das ist wie in der naturwissenschaftlichen Forschung.


Liebe Grüße
Bandit


LG, Nordrheiner
 
Zuerst mal, ich bewundere Deine Ausdauer. Ehrlich. 😀 Ich hätte hierzu mal eine Anmerkung/Frage:

Ich gehe von Intelligent-Design aus, nicht von Evolution mit Mutation und Selektion alsSchöpferkraft. Intelligent-Designer ist für mich die Alternative. Mutation und Selektion sind lieblose "Gestalten". Bei einem Intelligent-Designer lässt sich zumindest vermuten, dass dort Liebe zuhause sein könnte

Könnte es nicht sein, dass die als lieblos geschmähten Gestalten nur Angestellte des Designers sind, die dieser mit ganz viel Liebe angestoßen/erfunden hat, um sie für sich arbeiten zu lassen? Was ist eigentlich an Mutation/Selektion lieblos? Materie ohne Geist ist immer lieblos - meinst Du das? *gähnt* Ich muss ins Bett. Gute Nacht.
 
Mir ist es relativ wurscht, wie man das nun bezeichnet - ob nun als Ego, Gott, Gesellschaft, Wissenschaft oder was auch immer.

Haben wir nicht alle eine Bestimmung?
 
Moin, Tabula Rasa,
zu Frage 1 – Du meinst, Gott hat irgendwann mal den Ball angestoßen – und seitdem rollt der Ball.
Ja, sicher. Das kann so – mehr oder weniger – gewesen sein. Die Frage wieder, die daraus entsteht, lautet: Ist Gott ein Gott der Vergangenheit? Worauf ich hinaus will, ist: Lebe ich im Vertrauen auf Gottes Allmacht – oder im Vertrauen auf Sehen und Messen der Möglichkeiten und Grenzen, der Naturgesetze, die wir Menschen wahrnehmen? (Und mit der Antwort, wem oder was ich vertraue, setze ich Grenzen, die ggf. nicht vorhanden sind.) Materie ohne Geist ist immer lieblos – ja, das meine ich auch.
LG; Nordrheiner
 
Mir ist es relativ wurscht, wie man das nun bezeichnet - ob nun als Ego, Gott, Gesellschaft, Wissenschaft oder was auch immer.

Haben wir nicht alle eine Bestimmung?

Moin, Tsunami,
egal ist garnichts oder alles. Wenn nichts egal ist, dann hat alles Konsequenzen. Wenn alles egal ist, dann – mit Blick auf den von Dir verwendeten Begriff „eine Bestimmung“ könnte man sagen: „Jeder macht was er will, keiner macht das was er soll, aber alle machen mit.“

LG, Nordrheiner
 
Was einer persönlich für sich glaubt, entweder an einen faulen Gott, der irgendwas angestoßen hat ( man stelle sich also Gott als eine Art Fußballspieler vor, der das Weltall wie einen Fußball getreten hat ) oder er nimmt die Evolution wahr - das ist vollkommen wurscht, solange nicht irgendwo Kreationisten die Macht übernehmen.
 
Über diesen "faulen" Gott gibt es sogar Bücher. Ein Gott der irgendwann mal "angestoßen" hat udn sich dann nicht mehr drum kümmert. Und auch gleichzeitig der Gott der Lücken, zusammgestutzt auf den Anstoßer. Wer sich davon "verletzt" fühlt, lebt in einer anderen Zeit. Man kann über Glauben heutzutage diskutieren - ohne wenn und aber. Und ich tue das, ob das jemand passt oder nicht.
 
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