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Was wäre anders, wenn die Evolutionstheorie unbewiesen bleibt?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Hallo Tabula Rasa,
meine Zitierfunktion will mich ärgern. Daher auf diesem Wege.


zu Deinem Beitrag 528:
Dein Text in Schwarz – meine Antwort in Grün:
-----------------------------------------------------------------------------------------------

Glaube schließt Wissenschaft nicht aus. Es gibt kein entweder/oder. Es gibt nur ein sowohl/als auch.
Soweit – so gut.

- und Wissenschaft beschreibt Gott, nur auf der mechanischen Ebene und macht uns ihm auch dort immer ähnlicher.
Das klingt nach einem Gottesbild wie z.B. „Gott ist der Stein am Wegesrand oder das Rad am Wagen.“
Sieht so ähnlich Dein Gottesbild aus?

Irgendwann werden wir die Materie vollkommen beherrschen, dann brauchen wir sie nicht mehr. (edit: DAS meint z. B. das Zitat im NT Johannes 16 V.33, wenn er davon spricht, die Welt überwunden zu haben. Für mich, Nordrheiner, steht auch alles in der Bibel. Ich lese sie nur anders als Du ;-)) Dann wechseln wir die Ebenen und kommen endlich "zu uns selbst", vereint in dem, was wir alle zusammengenommen sind.
Stimmt. Mit Deinem Bibelverständnis an dieser Stelle habe ich ein bißchen Bauchweh. Ich kann nicht behaupten, dass wir Menschen einmal die Materie vollkommen beherrschen werden, auch wenn wir es mit Wissenschaft versuchen. Warum sollten wir nicht daran arbeiten – das ist ja an sich nichts Schlechtes.
Die von Dir genannte Bibelstelle lese ich schon anders. Daraus zu erkennen, dass wir Menschen die Materie eines Tages vollkommen beherrschen werden, geht für mich in der Interpretation zu weit und in eine andere (aus meiner Sicht falsche) Richtung.


Nachschlag: Sollten wir Menschen eines Tages die Materie vollkommen beherrschen – brauchen wir dann noch Gott? Ist Gott sozusagen nur unsere Hilfe, die Materie zu beherrschen? Ist das der Sinn von allem – sozusagen der Sinn des Lebens der Menschheit?

LG; Nordrheiner





LG; Nordrheiner

 
Und nicht vergessen: Immer schön cool bleiben. 🙂

Nein, ich mag nicht cool bleiben. Du ärgerst mich immer mehr.

So viele Menschen haben sich Zeit genommen und dir lange und ausführlich mit deinen Fragen auseinandergesetzt. Was hat es gebracht ?

Dir geht es nicht um Fragen.
Dir geht es schon gar nicht um eine Diskussion auf Augenhöhe.
Dir geht es nur um Streiten und dass du deine Meinung durchdrückst.

Deine beiden Threads verschlingen viel Ressourcen in diesem Forum. Eigentlich sollte es auf Hilferuf doch um etwas anderes gehen? Dass Menschen geholfen wird, die Probleme haben.

Ich bin dafür, dass die beiden Threads möglichst bald geschlossen werden.
 
Sagen wir mal so, Jusehr. Evolutionstheorie unterstellt „alles entstand nur ausMaterie“.

Das Faktum der Evolution impliziert nicht, dass alles nur aus Materie entstand.

Widersprichst Du den Evolutionisten, dass eben doch auch (ein) Gott als Designer mitwirkte oder sogar ursächlich für alles war?

Das Faktum der Evolution widerspricht doch gar nicht dem Gedanken, dass dieselbe konform zum Willen eines Gottes besteht.

Ein vernünftiger Mensch kann sich Naturgesetze (zu denen ich selbstverständlich die Mechanismen der Evolution zähle) im Einklang mit dem Willen eines Gottes vorstellen.

Ebenso kann man sich einen Gott vorstellen, der die Schwerkraft in die Welt gesetzt hat ohne ständig behaupten zu müssen: jetzt hat Gott direkt und persönlich den Stein fallen lassen, den X losgelassen hat.
 
@Nordrheiner

Was mich noch interessieren würde: Du glaubst große Teile der Bibel wörtlich incl. der Schöpfungsgeschichte und der Babylonischen Sprachverwirrung. An anderer Stelle hast du aber geschrieben, dass es aber schon einige Stellen gibt, die du nicht wörtlich interpretierst.

Frage 1: Welche Stellen sind das, die du nicht als im wörtlichen Sinne wahr ansiehst ?

Frage 2: Wenn es prinzipiell möglich ist, die Bibel anders zu interpretieren als wörtlich, warum muss dann die Schöpfungsgeschichte unbedingt im wörtlichen Sinne wahr sein ?

Gute Fragen, Jusehr,

…aus denen ich erkenne, dass ich mich evt. nicht klar genug ausgedrückt habe (oder solltest Du etwas überlesen haben?)
Als Christ muss ich nicht jede Bibelstelle verstehen. Die selbe Bibelstelle spricht mich „heute“ ganz besonders an und ein Jahr später lese ich über sie hinweg, als ob sie unbedeutend sei. Es ist wie ein Zeichen, welches nur Dir gegeben wird und das in diesem Moment nur für Dich bestimmt ist und nur Du verstehst, was Gott Dir damit sagen will. Deswegen ist eine persönliche Gotteserkenntnis auch niemals verallgemeinerungsfähig.

Alle Bibelstellen sind wahr und beinhalten eine Botschaft oder sind Teil einer solchen. Nur ob sie immer wörtlich gemeint sind, wie z.B. die Schöpfungsgeschichte, die Posaunengerichte in der Offenbarung des Johannes, vermag ich nicht zu sagen. Diese Bibelstellen, bei denen ich unsicher bin, ob sie wörtlich zu verstehen sind, tangieren nicht meinen Glauben sowie christliche Grundhaltung. Nur ist für mich die Grundhaltung eben auch für das Verstehen ausschlaggebend. Ich habe ein personales Gottesverständnis. Wichtig ist nicht, was ich interpretieren oder verstehen will, sondern wichtig ist, was Gott mir sagen möchte. Es ist komisch. Je länger wir hier diskutieren, je mehr wird für mich deutlich, dass grenzenloses Vertrauen in Gott einem Glauben an einen grenzenlos allmächtigen Gott entspricht. Ob Gott nun wirklich die Natur und Menschheit in 6 Arbeitstagen à 24 Stunden geschaffen hat, kann ich mit meinen Fähigkeiten nicht wissen. Aber ich weiss eins: Es wäre ein grober Fehler, Gott mit meinem Wissen oder besser Nichtwissen Grenzen zu setzen. Ich traue also Gott alles zu, angefangen von der Aufhebung der Naturgesetze bis zur Aufhebung der Grenzen, die uns Menschen durch den Tod gesetzt werden. Es geht also im Kern nicht darum, ob Gott alles geschaffen hat, so wortwörtlich wie es in der Bibel steht, sondern darum, ob ich Ihm diese Fähigkeit abspreche, weil menschlicher Verstand dies oder jenes nicht für möglich hält.

Ich denke, damit habe ich Deine Fragen beantwortet.

LG, Nordrheiner
 
Hallo Jusehr,

zu Deinem Beitrag Nr. 537:
Die Evolution startet mit Ursuppe oder Urknall und nicht mit Gott.
Für die Evolution gibt es Gott nicht. Die Evolution kennt keinen Plan.
Der Gedanke, dass es einen Gott gibt, der neben dem Urknall stand und der alles geschehen lies, wie es geschah, selbst nie aktiv wurde und schon garnicht als Designer, ist legitim. Ebenso ist legitim anzunehmen, dass Gott völlig inaktiv bleibt und lediglich zu allem was geschieht wohlwollend nickt oder auch nicht.
Das ist aber weder das Gottesbild der Bibel – weder im wörtlichen noch im übertragenen Sinne - und auch nicht meines.


LG; Nordrheiner

 
Sagen wir mal so, Jusehr. Evolutionstheorie unterstellt „alles entstand nur ausMaterie“. Ein intelligenter Designer spielt in der Evolutionstheorie Null Rolle. Wenn Du aber ein Gottesbild hast, was doch eine Rolle spielt, stellen sichmir zwei Fragen:

  1. Widersprichst Du den Evolutionisten, dass eben doch auch (ein) Gott als Designer mitwirkte oder sogar ursächlich für alles war?
  2. Wie sieht Dein Gottesbild aus – und woher hast Du es? Eigene Überlegung als Quelle?

    LG; Nordrheiner

Moin,

hier sieht man seht schön den Inhalt der ID-Hypothese (keine Theorie!!). Es werden alle möglichen Dinge hinterfragt ohne jemals belastbare Gegenargumente oder gar Theorien vorzustellen. Es gibt meines Wissens keine wissenschaftliche Veröffentlichungen.
Die Argumentation beschränkt sich darauf, alles zu hinterfragen (mehr oder minder sinnvoll).

Und darin hast Du schon eine gewisse Perfektion erreicht.

Bitte versteh mich nicht falsch: Du kannst glauben, was Du willst. Das ist Deine ganz persönliche Sache und steht ausserhalb jeder Diskussionsmöglichkeit.
 
Hallo Tom,
es ist was Du daraus machst. Warum ärgert Dich, wenn ich nach Deinem monistischen Weltbild frage?
Wenn Du aus dem Austausch von Informationen, dem Dafür und dem Dagegen, für Dich keinen Nutzen ziehst,
ist es schade. Aber das Recht, diesen Faden zu schließen, hast Du nicht. Und solange andere mir ihre ggf. anderslautende Meinung mitteilen wollen, wäre es unfair, diesen Faden zu schließen. Wenn Du Deine Zeit woanders investieren möchtest....ok, dann mach es doch einfach.

Es ist - was Du daraus machst.

LG, Nordrheiner
 
Deine beiden Threads verschlingen viel Ressourcen in diesem Forum. Eigentlich sollte es auf Hilferuf doch um etwas anderes gehen? Dass Menschen geholfen wird, die Probleme haben.

Ich bin dafür, dass die beiden Threads möglichst bald geschlossen werden.

Na ja, Tom. Jeder ist erwachsen und entscheidet selbst wie er sein Zeitkontingent im Forum verteilt. Das nun Nordrheiner vorzuwerfen, das halte ich schon für sehr weit hergeholt. ;-)

--

Das klingt nach einem Gottesbild wie z.B. „Gott ist der Stein am Wegesrand oder das Rad am Wagen.“
Sieht so ähnlich Dein Gottesbild aus?

*lol* Nee, Du. Ich frage mich nur gerade wirklich, wie Du darauf kommst. Ist mein Geschriebenes so wenig nachvollziehbar für Dich? Gott ist der Stein, der Wagen, das Rad, ich, Du, der Kosmos - A L L E S eben. (-;

Stimmt. Mit Deinem Bibelverständnis an dieser Stelle habe ich ein bißchen Bauchweh. Ich kann nicht behaupten, dass wir Menschen einmal die Materie vollkommen beherrschen werden, auch wenn wir es mit Wissenschaft versuchen. Warum sollten wir nicht daran arbeiten – das ist ja an sich nichts Schlechtes.
Die von Dir genannte Bibelstelle lese ich schon anders. Daraus zu erkennen, dass wir Menschen die Materie eines Tages vollkommen beherrschen werden, geht für mich in der Interpretation zu weit und in eine andere (aus meiner Sicht falsche) Richtung.

Es steht geschrieben: "Macht euch die Erde untertan." Ich sehe in diesem Kontext die Erde als Synonym für die irdische Ebene, alias Materieebene. Diese zu überwinden, indem alles auf dieser Ebene Erfahrbare auch erfahren und alles Machbare auch getan wird, ist meines Glaubens nach der sich selbst verwirklichende Gott. Gott ist in jedem und allem, er gab uns den freien Willen dies anzuerkennen und diesen Teil in uns zu suchen und ihm zu folgen - oder eben nicht. Versuche doch einmal davon auszugehen, dass die Bibel noch viel genialer ist, als das ihre wörtliche Auslegung sichtbar werden lässt. Sie erzählt in Metaphern eine Geschichte, die sich von Anbeginn an ständig wiederholt, bis wir irgendwann die Ebene erreichen werden auf der ein Buch und alle Geschichten enden.

Evolution gibt es nicht nur materiell sondern auch geistig. Auch der Glaube (und die Religion, die btw. keineswegs mit Glauben gleichzusetzen ist) ist diesem Prozess unterworfen.

Nachschlag: Sollten wir Menschen eines Tages die Materie vollkommen beherrschen – brauchen wir dann noch Gott? Ist Gott sozusagen nur unsere Hilfe, die Materie zu beherrschen? Ist das der Sinn von allem – sozusagen der Sinn des Lebens der Menschheit?

Der Sinn der Menschheit (der Schöpfung) ist die Verwirklichung des lebendigen Gottes. Steht doch auch in der Bibel. (-: Einen schönen Abend und eine friedliche Nacht seien Dir gewünscht.
 
Naja ich bin jetzt auch nicht so christlich wie Nordrheiner aber ich kann ihn verstehen. Es ist wirklich schöner der Glaube an Gott und die Liebe als etwas schönes zu betrachten, als es Naturwissenschaftlich zu sehen. Da ich auch an Übersinnliches glaube was einige als Gott bezeichnen würde. Würde ich sagen das nur die Naturwissenschaftliche Sicht viel zu trocken und man bekommt so eine Leere und Sinnlosigkeit. Klar es gibt Atheisten die ein glückliches Leben führen. Aber für mich und für andere ist da eine Leere. Wenn ein Obdachloser kein Arm hat keine Familie hat usw. dann hätte er kein Halt wenn er Atheist wäre. Aber wenn man an etwas Glaubt wie Gott oder etwas anderes. kriegt diese Person Halt und weiss das er nicht alleine ist.
 
Naja ich bin jetzt auch nicht so christlich wie Nordrheiner aber ich kann ihn verstehen. Es ist wirklich schöner der Glaube an Gott und die Liebe als etwas schönes zu betrachten, als es Naturwissenschaftlich zu sehen. Da ich auch an Übersinnliches glaube was einige als Gott bezeichnen würde. Würde ich sagen das nur die Naturwissenschaftliche Sicht viel zu trocken und man bekommt so eine Leere und Sinnlosigkeit. Klar es gibt Atheisten die ein glückliches Leben führen. Aber für mich und für andere ist da eine Leere. Wenn ein Obdachloser kein Arm hat keine Familie hat usw. dann hätte er kein Halt wenn er Atheist wäre. Aber wenn man an etwas Glaubt wie Gott oder etwas anderes. kriegt diese Person Halt und weiss das er nicht alleine ist.

Sorry, aber da fällt mir nur ein Satz dazu ein: "Wir sind hier nicht bei wünsch dir was sondern bei so isses."

😱

Glaube ist keine Droge. Religion wird oft dazu gemacht.

edit: Noch anders ausgedrückt, könnte man sagen, dass Sinnstiftung einen nicht am Handeln hindern sollte. Den Spirimarkt halte ich btw. für gefährlicher als Sonntags in die Kirche zu laufen.
 
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