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Was wäre anders, wenn die Evolutionstheorie unbewiesen bleibt?

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Die Evolutionstheorie muss gar nicht erst bewiesen werden, sie ist es bereits.

Man sollte vielleicht auch einfach mal den eigenen Verstand einschalten und überlegen, welche Erklärung wahrscheinlicher ist:

a) Vor 5000 Jahren hat irgendeine geistähnliche Gestalt mal eben in 6 Tagen aus Licht und nem Haufen Matsche erst das Universum mit seinen 200 Trilliarden Sternen und dann den Menschen, sein Ebenbild geschaffen. Letzerer ist die Krone der Schöpfung und soll über ein Universum mit einer Ausdehnung von 13 Mrd. Lichtjahren herrschen.

b) Vor geschätzen 14 Mrd. Jahren ließ ein Urknall das Universum entstehen und sich bis heute immer weiter ausdehnen. Irgendwann vor ca. 4 Mrd. Jahren entstand ein Planet in einem unbedeutenden Sonnensystem irgendwo am Rand einer von vielen Mrd. Galaxien. Nach und nach entwickelte sich Leben, dessen Fossilien Zeuge und Nachweis dieser Entwicklungen sind. Der Mensch, eines von vielen Tieren, lebt in seiner heutigen Form seit ca. 300.000 Jahren auf diesem Planeten und wird ihn wohl bald wieder verlassen müssen, wenn er weiter so viel dummes Zeug anstellt.

Was allerdings vor dem Urknall war, kann natürlich keiner sagen. Vielleicht hat Gott ja den Funken verursacht, wer weiß? Im Endeffekt ändert sich nichts daran, dass wir nun mal hier sind und etwas mit unserem Leben anfangen müssen. Am besten etwas, was uns und unsere Umwelt nicht völlig zerstört.

Religiösen Fundamentalismus abzulegen und stattdessen die Akzeptanz anderer Glaubens- und Lebensweisen zu erlernen, wäre m. E. ein guter Schritt in die richtige Richtung.
 
Eine Parallele oder Analogie zur Evolution sehe ich in der Kontinentaldrift (Kontinentaldrift), der Wanderung von Kontinentalplatten. Amerika und Afrika etc. waren einmal ein einziger Kontinent, der auseinandergedriftet ist.

Noch vor hundert Jahren wurde dies glaubich sogar in Fachkreisen als Blödsinn betrachtet!

Wenn sich aber die Platten nur 5 cm jährlich verschieben, so sind dies (wenn ich mich nicht verrechnet habe) 7500 Kilometer in 150 Millionen Jahren, was ungefähr der "Theorie" entspricht. Heute zweifelt wohl auch kaum ein seriöser Wissenschaftler mehr daran.

Unser Gehirn kann schlecht mit Zeit(vorstellungen) umgehen.

Schöne Prognose aus dem angegebenen Wikipedia-Artikel:
In 20 Millionen Jahren
wird sich Ostafrika entlang des Ostafrikanischen Grabenbruchs vom übrigen Afrika abspalten und dabei einen neuen Ozean bilden. Die Iberia (im Wesentlichen die Iberische Halbinsel) löst sich von Europa und dreht sich dabei leicht im Uhrzeigersinn. Australien und Neuseeland schieben sich schnell nordwärts, so dass Nordaustralien nun am Äquator liegt. Das Schwarze Meer ist vollständig vom Mittelmeer abgeschnitten und der Golf von Akaba hat sich bis zur Türkei geöffnet.
 
Ich bin, was dieses Thema und diese generelle Entwicklung angeht, allgemein leider recht pessimistisch. Mir scheint, kaum jemand macht sich mal die Mühe, sich wirklich mit Naturwissenschaft zu befassen und sich Stück für Stück einer "Wahrheit" zu nähern, also sich eine "Wahrheit" anhand von "Wahrscheinlichkeiten" zu erarbeiten - das ist den meisten anscheinend zu mühsam und dann werden auch gerne mal Pseudowissenschaften mit seriöser Naturwissenschaft in einen Topf geworfen, weil man das eine vom andere nicht unterscheiden kann:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pseudowissenschaft

Irgendwo scheint das Schulsystem da aber auch versagt zu haben, denn ich selbst hatte damals beispielsweise in Biologie überhaupt keinen Unterricht über die Evolution, so dass ich mir mein weniges "Wissen" - als Laie - selbst erarbeiten musste. Aber mir lag es nie, meine "Gefühle und Emotionen" als Grundlage für meine Weltanschauung zu nehmen, zum Glück... 🙄

Ganz besonders übel wird mir wenn ich an den Link denke den Rhenus hier mal gepostet hat, das in Italien durch die Bildungsministerin der Schulunterricht bzgl. der Evolutionstheorie abgesetzt werden und durch die "Schöpfungslehre" ersetzt werden soll...willkommen zurück in der Steinzeit! 😀

Hier noch was, wen´s interessiert...

Interview mit Dittmar Graf: Künftige Bio-Lehrer lehnen Darwin ab | Wissen - Frankfurter Rundschau
 
a) Vor 5000 Jahren hat irgendeine geistähnliche Gestalt mal eben in 6 Tagen aus Licht und nem Haufen Matsche erst das Universum mit seinen 200 Trilliarden Sternen und dann den Menschen, sein Ebenbild geschaffen. Letzerer ist die Krone der Schöpfung und soll über ein Universum mit einer Ausdehnung von 13 Mrd. Lichtjahren herrschen.

Neeee...du weißt doch, 6 Tage müssen nicht unbedingt 6 Tage sein...das ist eben reine Auslegungssache, damit könnte durchaus auch eine andere Zeitrechnung bzw. es könnten andere Zeitintervalle gemeint sein, wenn Gott das so will... 🙄

Ne, im ernst; Gott hat natürlich u. a. auch Dinosaurierknochen verbuddelt um unseren Glauben an ihn auf die Probe zu stellen, denn offenbar ist Gott ein Scherzkeks und / oder hat Langeweile. Ist schon schräg, die Menschen haben damals Götter erfunden um sich die Welt zu erklären und sich in ihr zurechtzufinden und einige halten daran fest auf Biegen und Brechen.

Äh...Ironie off...🙄
 
Mein Cousin studiert Biologie, auch dort wird die Evolutionstheorie wohl nicht als Wahrheit verkauft, sondern lediglich als Theorie bzw. Idee ohne Anspruch auf Wahrheit.
In welchem Semester ist der?

Mich wundert das. Es gibt so viele Beispiele, bei denen man nachvollziehen kann, was die Evolution bewirkt hat, dass man da doch als Biologe nicht dran vorbeisehen kann. Ein Erstsemester weiß davon aber vielleicht noch nichts, der muss erstmal Grundlagen lernen.

Vielleicht versteht er auch was miss (oder du verstehst ihn miss): Bei manchen Dingen kennt man die Details nicht, da kann es auch mal passieren, dass eine phylogenetische Gruppe mal im Stammbaum des Lebens woandershin sortiert werden muss, als man ursprünglich mal dachte. Aber man stellt deswegen doch nicht die ganze Evolution in Frage.
 
Gott hat natürlich u. a. auch Dinosaurierknochen verbuddelt um unseren Glauben an ihn auf die Probe zu stellen, denn offenbar ist Gott ein Scherzkeks und / oder hat Langeweile.
Ich dachte, die Saurier hätten es einfach nur nicht schnell genug auf Noahs Arche geschafft bzw. waren für diese zu schwer? 🙂

(Das hätte auch ein Blutbad geben können, wenn Noah Tyrannosaurus Rex mit auf die Arche gelassen hätte.)
 
In welchem Semester ist der?

Mich wundert das. Es gibt so viele Beispiele, bei denen man nachvollziehen kann, was die Evolution bewirkt hat, dass man da doch als Biologe nicht dran vorbeisehen kann. Ein Erstsemester weiß davon aber vielleicht noch nichts, der muss erstmal Grundlagen lernen.

Vielleicht versteht er auch was miss (oder du verstehst ihn miss): Bei manchen Dingen kennt man die Details nicht, da kann es auch mal passieren, dass eine phylogenetische Gruppe mal im Stammbaum des Lebens woandershin sortiert werden muss, als man ursprünglich mal dachte. Aber man stellt deswegen doch nicht die ganze Evolution in Frage.

3. oder 4.; mich würde nicht wundern, wenn es in Ba-Wü auch unter den Professoren Gläubige geben würde, die der Evolutionstheorie verhalten gegenüber stehen, das ist vielleicht in anderen, eher atheistisch geprägten Bundesländern vielleicht anders, btw. einer meiner Bekannten ist Biolehrer in der Oberstufe 😉
 
Das liegt daran, dass die einen ihre Theorien am Experiment überprüfen und alles, was sich nicht bestätigt, rigoros über Bord werfen, während die anderen einfach nur glauben, was irgendwer von 2000 Jahren in irgendein Märchenbuch geschrieben hat.

Fe., ich finde Dein Posting zur Bildung sehr sympathisch. Auch Deine sehr schön anschaulichen Erklärungen haben es mir angetan. Aber das da oben, das glaubst Du doch wohl selbst nicht, oder? Mag auch sein, Du hast Dich etwas kurz gehalten. Ich denke, wir sind uns einig, dass Wissenschaft so sein sollte, wie Du dort postulierst, aber das wäre ein Ideal und selbst dieses Ideal wäre - alleine aus seiner Intention heraus, neue Erkenntnisse zu gewinnen - einem stetigen Überprüfungs- und Selektionsprozess ausgesetzt. Meint konkret, was vorgestern noch als gesicherte Erkenntnis gilt, ist übermorgen längst widerlegt. Irgendwo las ich etwas von Supraleitern und Schwerkraft, keine Ahnung, jedenfalls verschwand das sehr schnell wieder. Dann behauteten die Jungs von CERN, dass Einstein sich geirrt hätte, mussten sich jedoch revidieren, genau wie der Typ, der propagierte, er hätte Schallwellen auf Überlichtgeschwindigkeit beschleunigt. Ich Grunde ist das alles doch nur eine Suche im Chaos.

Aber eine, die viele gute Effekte hervorbrachte. Dennoch ist es keine in Stein gemeißelte Wahrheit, zu der es jedoch immer und immer wieder gemacht werden soll. Besonders durch Lobbyverbände wie mir scheint, denn natürlich liegen gewisse "gesicherte Erkenntnisse" im Interesse der Auftraggeber von Studien und Forschungsprojekten rund um den Erball. Wissenschaft ist auch ein Wirtschaftszweig, genau wie Religion, das sollte man nie vergessen.

Kurzum, wo Wissenschaft drauf steht, muss noch lange keine drin sein. Und da wo Gott draufsteht, dort muss auch keiner drin sein. Bei beidem sollte man seinen Kopf benutzen und selektieren. Doch dazu fehlt nun einmal oft das Wissen. Und was mich hier so ein bisschen anödet, ist der Umstand, dass viele Leute hier unqualifiziert meinen aburteilen zu müssen, nur weil sie irgendwas nicht verstehen. Die Wissenschaft, die zum Teil ebenfalls nicht verstanden wird, soll jedoch kritiklos geschluckt werden - und das ist der Punkt an dem es bei mir aufhört. Noch dazu wenn es offensichtlich boshaft wird, einzelnen Schreibern gegenüber. Wozu?

Wenn man sich (s)einer Sache sicher ist, dann kann man doch entspannt bleiben. Ich meine damit im Übrigen jetzt nicht speziell Dich, denn Du bemühst Dich ja offensichtlich um Vermittlung und Verständnis Deiner Inhalte, was ich, wie gesagt, durchaus zu schätzen weiss und interessiert mitlese. Danke dafür. Einen schönen Abend noch.
 
Das ist doch aber albern und wir wären wieder bei "Einstein". ( den Gläubige ja so gern für sich in Anspruch nehmen wollen ) Selbst wenn es einen Evolutionsbiologen gäbe, der zusätzlich an einen Gott glaubt. Was beweist das denn? Dawkins erwähnt z.B. M.Faraday der geglaubt haben soll. Aber das war eine völlig andere Zeit, in der Wissenschaftler "glaubten" um ihre Aufträge nicht zu verlieren. Udn sehr oft ist mit - gerade bei Einstein - mit "Gott" etwas völlig anderes gemeint.
 
Außerdem waren es gar nicht die Dinosaurier die Noah in Schwierigkeiten brachten - die sind ja ausgestorben weil sie das Wasser nicht vertragen haben. Es waren die beiden Blauwale. Das war eine Kunst die in die Arche zu bringen. Noahs ganze Verwandtschaft mußte dauernd mit nassen Handtüchern arbeiten.
 
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