Ich stimme Dir zu: Blinder Wissenschaftsglaube ist auch nicht der Weg. Klar, es gibt Leute, die alles leugnen, was nicht beobachtbar ist.
Und ich ergänze: ….die alles glauben, was nicht bewiesen ist. (Und wichtig hierbei: Auch ein blinder Glaube ist nicht schon deswegen falsch, weil er blind ist, also ohne naturwissenschaftliche Beweise auskommt.)
Damit werden sie dem Menschen und der Natur nicht gerecht. Man muss den Menschen schon in seiner Ganzheit betrachten, um ihm gerecht zu werden. Wenn Du sagst, Du hältst es für falsch, die Welt auf bloße Fakten zu reduzieren, dann muss ich Dir vollkommen Recht geben.
Blinder Glaube an die Allmacht des Menschen hat fatale Folgen, das erleben wir täglich. Stimme Dir voll zu.
Genauso tut ein bißchen "Demut" ganz gut. Also so Sachen wie das Klonschaf Dolly zeigen, dass es durchaus Grenzen gibt. Ethik soll und muss natürlich unser Verhalten in allen Bereichen leiten. Woher ich diese Ethik aber beziehe (also aus meinem Gottesglauben, aus reiner Demut vor der Schönheit der Natur, oder was auch immer) ist jedoch individuell. Solang das Ergebnis stimmt... Ja, schön formuliert. In diese Richtung gehen meine Gedanken.
Man kann niemandem seinen Glauben aufzwängen. Auf keinen Fall ! Man sollte Zwang noch nicht einmal versuchen.
Ob man jetzt davon ausgeht, dass sich die Welt zufällig so selbstorganisiert hat, oder ob ein Gott (wenn ja welcher?) das ganze angestoßen hat, ist meiner Meinung nach eine Frage des individuellen Glaubens. Glaube ist etwas sehr persönliches und sobald ein Glaube mit Zwang durchgesetzt werden muss ist schon was schiefgelaufen.
Stimmt!
Auch wenn man Ehrfucht vor der Schöpfung oder der göttlichen Natur, oder wie man es nennen will haben sollte, heißt das noch lange nicht, dass ich mein logisches Denken abstellen sollte. Damit tue ich der Schöpfung ja auch wieder Unrecht! Wir haben nunmal eine Verstand, der uns zu einigem befähigt, also sollen und müssen wir ihn auch benützen. Ganz genau!