Ich möchte eigentlich lieber etwas über Safe Space und Angsträume von euch aus der Ich-Perspektive hören. Das finde ich besser.
Ich finde dein Thema toll, lieber Phoenix.
Angst kenne ich drinnen und draußen,
vor allem aber Angst in meinem Kopf, die mich dann nirgends sicher fühlen läßt.
Ängste haben sich während meines Lebens verändert, verschoben, von "davor hab ich keine Angst" ist bei einigen Dingen "davor habe ich totale Angst" geworden, und umgekehrt.
AngstRäume sind für mich vor allem Arztpraxen und Krankenhäuser,
sowie Orte, an denen es laut und hektisch zugeht,
Orte mit Geräuschen und Gerüchen, die mich an angstbesetzte Situationen erinnern.
Orte mit vielen (unbekannten) Menschen.
An manchen Tagen macht mir das Rauschen der Autobahn Angst,
der Klang der Sirene eines Rettungswagens.
Sichere Orte sind unsere Wohnung, unter der Decke auf dem Sofa, wenn der Fernseher läuft,
oder im Bett.
Was mir auch ein sehr sicheres Gefühl gibt, ist gedämpftes Licht, während helles Licht oft das Gegenteil bewirkt.
Sogar eine Stimme kann für mich ein sicherer "Ort" sein, beispielsweise von jemandem, der ein Hörbuch vorliest
Sichere Orte finde ich aber auch in meinen Gedanken:
Der alte Geräteschuppen im Garten meiner Großeltern, den keiner mehr benutzte,
das Zimmer unter dem Dach, in dem ich dort schlief
und der Wald hinter ihrem Grundstück.
Der Gedanke an ein bestimmtes Hostel in Irland,
an's Wattenmeer (wie schön, dass das hier so viele teilen!
😍)
Manchmal stelle ich mir auch ein Haus in den Bergen vor, mit einer gemütlichen Küche.
Letztlich ist meine
Fantasie sowohl ein Ort der Angst, als auch ein Ort der Sicherheit.
Ich möchte lernen, so mit meiner Fantasie umzugehen, dass sie nur noch letzteres ist!