Brummbärchi
Aktives Mitglied
Danke! Bis morgen und viel Glück beim "dran gewöhnen" 🙂
(Nicht wundern, ich bin Gast1234567, hab mich grad registriert)
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Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.
ja, das weiß ich noch. Ich habe meinen Geldbeutel im Supermarkt liegen gelassen. Hatte keine Folgen, ich habs daheim gemerkt und glücklicherweise hat die Kassiererin ihn aufgehoben. Aber das war der Auslöser damals. Seitdem habe ich halt die wichtigen Dinger immer öfter kontrolliert. Das war damals noch überschaubar. Da habe ich noch zu Hause gelebt und die Verantwortung für die meisten Dinge (Herd, Wasserhähne, Türen etc.) hatten ja damals noch meine Eltern. In dem Ausmaß ist es erst, seit ich ausgezogen bin, also ca. 6 Jahre. Wenn ein Ende in Sicht wäre, könnte ich an einzelnen Dingen arbeiten, aber es wird schleichend mehr und mehr statt weniger. Beispiel: mein Freund leerte seinen Aschenbecher, passte nicht auf, Asche war noch heiß und der Mülleimer begann zu rauchen => Aschenbecher meines Freundes wurde zu einem neuen "Kontrollobjekt"
Ja, richtig. Das hat alles mit Unsicherheit zu tun bzw. mit Verantwortung. Die Dinge, die wichtig sind und für die ich die Verantwortung habe, 'müssen' kontrolliert werden. Andere nicht. Mein Haustürschlüssel muss immer kontrolliert werden. Wenn ich ihn verliere, wird das teuer. Mein Freund hat auch einen Haustürschlüssel und er ist weitaus "schusseliger" als ich. Die Wahrscheinlichkeit, dass er ihn verliert, ist höher als die, dass ich meinen je verloren hätte (auch "früher", als ich noch keine Zwänge hatte). Trotzdem kontrolliere ich seinen Haustürschlüssel nicht. Für seinen bin ich nicht verantwortlich. Verliert er ihn, wird das genauso teuer, aber ICH bin nicht Schuld daran. Irgendwie bekloppt, ich weiß, aber so läuft mein Hirn dummerweise.
Danke! Schau ich gleich rein und informier mich.
Danke 🙂. Richtig, hier hat mich niemand gebissen. Ehrlich gesagt: auch wenn ich die ganze neue, moderne "Technik" verfluche.. wenn es das Internet nicht gäbe, hätte ich mich nie so informieren können, wäre nie in Foren wie diesem gelandet und hätte wahrscheinlich auch so schnell nicht gemerkt, dass mich keiner beißt, weil ich das Thema im 'richtigen' Leben gar nicht anspreche. (Mein Freund kriegt es halt dummerweise mit, lässt sich nicht vermeiden, wenn man zusammenlebt)... Schreiben ist halt auch einfach leichter. Man haut alles in die Tasten, schickt es ab, macht den PC aus und dann wieder an, wenn man bereit ist. Noch dazu sieht es keiner, wenn man zittert, rot wird oder sonstwas dämliches tut. Spricht man etwas jemanden gegenüber an, kann man schlecht sagen "ich muss weg!" und die körperlichen Reaktionen kann man halt auch nicht verstecken.
Aber wird schon werden! Ich habe in 3 Wochen diesen Termin und mach mir schon seit einer Woche deswegen in Hose. Ich leide doch nicht insgesamt 4 Wochen, um dann den Termin verstreichen zu lassen, nee,so blöd bin ich nicht, dass ich mir das umsonst antue.
Mhmmm, der Verlust deiner Geldbörse war dann also quasi die Initialzündung. Dazu die Sache mit dem Aschenbecher, die deine Ängste, etwas könnte passieren, sicher weiter angefacht haben.
Du kannst ja mal so etwas wie eine Strichliste führen: schnapp dir einen Block und notiere täglich in einer Spalte, welche Handlungen du zwanghaft ausgeführt hast, von denen dir bewusst war, dass sie eigentlich unnütz sind und dir nur Zeit & Kraft rauben. Und in der anderen Spalte daneben notierst du dann, ob es wirklich notwendig gewesen ist den Herd x-mal zu kontrollieren bevor du ausgehst, oder ob der Herd nicht tatsächlich sowieso aus war. Ich bin sicher du wirst herausfinden, dass deine Handlungen unnütz sind und obendrein zeitraubend.
Vielleicht kommst du so deinen Gedanken ein wenig bei, wenn du dir im Laufe der Zeit verinnerlichst, dass in Wirklichkeit gar keine Gefahr besteht und dass die Bude nicht in Flammen steht, wenn du sie verlässt ohne den Herd zu kontrollieren.
Was aber nicht bedeutet, dass man nicht auch wieder umlernen kann. Zum ersten bist du nicht „bekloppt“, sondern hast eben durch deine Erfahrungen eine entsprechende Prägung ausgebildet. Dafür kannst du ja nix und freiwillig entschließt sich ja auch niemand zu einem Verhalten von dem er eigentlich weiß, dass es einen behindert.
Ein Zwanghaftes Verhalten, ein Kontrollwahn, gaukelt einem eine vermeintliche Sicherheit vor, in der Annahme, es würde ganz bestimmt etwas gravierendes schief gehen, wenn man dies oder jenes nicht tut. Aber letztendlich setzt man sich mit einem Kontrollzwang selbst nur unter Stress, so dass die Wahrscheinlichkeit ehr zunimmt, etwas kaputt oder verkehrt zu machen. So hatte ich das zuvor ausdrücken wollen.
Paradox nicht? Aber gerade die Bemühung, etwas NICHT zu tun, führt oftmals zum Entstehen des Problems, welches man verhindern wollte. Das liegt daran, dass das Hirn keine Negationen befolgen kann...versuch mal, 5 Minuten nicht an einen rosa Elefanten zu denken...
Den „Sedona“ – Link hab ich dir geschickt, damit du vielleicht Gedanken, die dich dazu bringen, eine Handlung immer und immer wieder durchzuführen, mal überdenkst und versuchst, loszulassen. Wenn es dir gelingt, deinem Gehirn eine Alternative zum Befolgen dieser Zwangshandlungen anzubieten und damit diese Gedanken allmählich loslässt, bist du nicht nur ein großes Stück weiter, sondern vielleicht sogar schon frei davon.
Ja, die Anonymität macht es leichter und angenehmer, sich anderen anzuvertrauen und über Probleme zu sprechen. Und trifft man dann in so einem Forum doch mal auf einen Stinkstiefel (oder Stinkpömps), dann antwortet man demjenigen einfach nicht mehr und gut is. Im „Realleben“ wird man ehr angreifbar, wenn man etwas von sich preisgibt. Da ist mehr Vorsicht geboten. Und moderne Technik...nun, die muss man eben nur zu nutzen wissen, dann geht´s.
Sei ruhig mal etwas zuversichtlicher was deinen Termin angeht, du bekommst dort Hilfe, sofern du ehrlich deine Problematik schilderst. Sieh diesen Termin als deine Chance an und nicht als Bestrafung für dein vermeintliches „Fehlverhalten“. 🙂
Das hauptsächliche Problem war wohl, dass ich mir nicht mehr trauen konnte, denn ich war mir zu 100% sicher, dass ich diesen Mist-Geldbeutel eingepackt habe. Ich weiß bis heute nicht, wie das passiert is
Das ist ja das lustige. Ich WEISS, dass meine Handlungen unnütz sind. Ich habe sogar schon Fotos gemacht von meinen kontrollierten Dingen. Selbst die haben mich nicht beruhigt. Ich wusste "alles ok", musste aber trotzdem schauen.
Ich habe auch schon (wegen dem Druck, den mein Freund mir macht) das alles komplett eingestellt. Dabei hat sich alles auf andere Dinge verlagert. Ähnlich einem Alkoholiker, der nicht mehr trinkt, dafür aber Beruhigungstabletten schluckt und so von einem Übel ins andere latscht. Nur, dass ein Zwang gefühlsmäßig mit einer Sucht nicht zu vergleichen ist.
Stimmt ja. Zeit totschlagen ließe sich auf angenehmere Weise - aber was man irgendwie gelernt hat, kann man hoffentlich auch wieder loswerden. Muss ja, sonst wären sämtliche Therapeuten arbeitslos
haha, das mit dem rosa Elefanten war jetzt fies - ich mag deine Art. Du denkst rational, handelst normal und so, dass mir manches soviel einfacher erscheint als vor einer Woche noch und bringst mich auch noch dazu, an rosa Elefanten zu denken
Weißt du - wenn der Arzt auch so 'selbstverständlich' damit umgeht wie du, fallen mir noch ein paar weitere Steine vom Herzerl.
Aber an den Negationen ist etwas dran. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass sich bestimmte Dinge positiv auswirken und andere negativ. Stress und "nein, lass das" negativ - ja, ist ja gut, ich finde mich damit ab eher positiv. Wenn "ja ist ja gut" auf Dauer da wäre, würde es wohl klappen, aber zwischendurch ist es halt einfach zum Mäuse melken, weil Rückschläge wütend machen und eben zu Stress führen.
ja, der Ansatz gefällt mir und klingt sinnvoll. Im Grunde muss ich das Wissen nur umsetzen und verinnerlichen. Und vielleicht hin und hier einen Arschtritt kriegen, damit man nicht den scheinbar "bequemen" Weg wählt.
Durchschaut ;-) Direkt auf den Punkt gebracht, aua! Für mich hatte das echt was von "juhu, ich Depp geh freiwillig auf die Folterbank". Jaja, ich neige dazu, unbekanntes zum Drama zu machen und bin einsame Spitze darin, mir das schön bildlich vorzustellen, mich reinzusteigern und dann => selbsterfüllende Prophezeiung und "wusst ichs doch!". Aber ich bin nun Gott sei dank am umdenken.
Ach weißt du. Ich sag einfach mal Danke. Es ist schön, dass vollkommen fremde Menschen sich für Probleme anderer interessieren und dann auch noch bewirken können, dass die Welt wieder andere Farben als "schwarz" hat. Danke! Du hast mir sehr geholfen und mir jede Menge Stress "genommen"
Moin Brummbärchi! 😛
Das verlorengegangene Selbstvertrauen kannst du dir aber auch wieder aneignen bzw. dir wieder antrainieren. Dein Fokus lag jetzt lange zeit auf diese beiden Situationen „Geldbörse“ und „qualmender Mülleimer“, denk aber doch auch mal an all die unzähligen Situationen, in denen nichts passiert und alles glatt gelaufen ist...
Na ja, wie gesagt, etwas zu wissen bedeutet nicht dass man es auch sofort umsetzen kann. Ich kann das in vielen Dingen auch noch nicht und übe. Wer sein Problem erkannt hat und den Mut hat, dem entgegenzutreten, der ist schon verdammt weit und übt dann eben. Und das ist alles, was man tun kann, denke ich.
Vielleicht doch? Ein Alkoholsüchtiger steht unter dem Zwang, immer wieder dem gleichen Verhalten, nämlich der Befriedigung einer Sucht, nachgehen zu müssen, es ist dann doch ebenso ein Zwang, wie täglich 39 Mal den Herd zu überprüfen, oder?
Beide wissen, dass ihr Verhalten schädlich für sie ist, entwickeln vielleicht Schuldgefühle (was kontraproduktiv ist) und suchen einen Ausweg
Das kann man, wenn man sich und sein Anliegen ernst nimmt und auch Besserung WILL. Viele Menschen wünschen sich eine lila Fee, die ihnen ihre Probleme wegzaubert...aber man muss etwas tun, damit es einem besser geht. Man kann eben nur dann eine Situation für sich zum positiven wenden, wenn man aktiv wird. Und da du den Willen und die Bereitschaft dazu hast...
Och fies...es war das beste Beispiel, hehe.
Ich bin sehr pragmatisch und mache mir immer alles so einfach wie möglich – wozu sich unnötig belasten? Die Schwierigkeit bei vielen Dingen liegt nicht in/an den Dingen selbst, sondern welche Sichtweisen wir auf diesen Dingen haben. Wenn ich mir eine Situation oder eine Gegebenheit bereits im Vorfeld als „stressig“ ausmale, hab ich gute Chancen auf schweißnasse Axelhöhlen...
Einem Dok ist das, was du ihm sagst, sicher nicht fremd, der hört tagtäglich traurige Geschichten und Leid. Damit umgehen zu können ist sein Job. Und es ist keine Schande, ein Problem mit etwas zu haben, wieso? Wenn du ein Problem mit deiner Lunge hast, gehst du ja auch zum Dok.
Rückschläge sind aber das Normalste der Welt. Der Mensch ist sehr komplex und sehr kompliziert – und ich hab zumindest noch niemanden kennengelernt, der einen Knopf hinterm Ohr hatte, auf dem er drücken konnte um sein Verhalten abrupt und dauerhaft zu ändern.
Seine Denk- und Verhaltensweisen zu ändern ist harte Arbeit und nimmt viel zeit in Anspruch. Rückschläge musst du einkalkulieren, denn wie gesagt, auf Knopfdruck geht das nicht. Aber mit Optimismus und gutem Willen kommt man immer weiter!
Wenn du gelenkig genug bist, kannst du dir selbst einen Arschtritt verpassen.
Fürs Umsetzen musst du lange üben, ein Verhalten zu relativieren ist sehr schwierig, aber wenn die Erkenntnis und die Bereitschaft da sind, wirst du sicher erfolgreich sein. Du musst üben...und dafür brauchst du Ausdauer und Durchhaltevermögen.
Bequem kannst du es dir aber durchaus machen, beispielsweise kannst du dich belohnen, wenn du es geschafft hast, einen Tag ohne Zwangshandlungen zu leben – dann gehst du mit deinem Freund lecker essen oder so. Warum sich nicht für eine gute Leistung belohnen? 😎
Auch das ist doch einfach nur menschlich. Was uns unbekannt ist und fremd, stellt ehr eine Gefahr für uns dar und ängstigt uns. Du bist schon gut, wenn es dir gelingt, neuen Situationen neutral gegenüberzutreten.
Freut mich sehr dass ich dir ein paar graue Gedanken „austreiben“ konnte. Die Welt ist sicher nicht schwarz, es gibt viel Gutes, man muss es nur erkennen können und sich seine eigene Welt entsprechend zusammenbasteln.
Viel Erfolg bei deinem Termin und alles Gute! 😀
Dr. Rock
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