Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Was kann ich ändern es geht den Bach runter

Vielleicht bist Du aber ja im normalen Alltag nicht richtig für sie erreichbar bzw. zu selten für sie da.

Vielleicht vermisst sie ja das.

Es ist wie mit einer Blume. Die kann man auch nicht über Wochen vertrocknen lassen und dann 5 Liter Wasser auf einmal reinschütten, wenn man Zeit hat und denken, dass das dann alles ausgleicht.

Das ist leider nicht unser Problem, Wir verbringen fast jede freie Minute miteinander, gewisse Freiräume möchte meine Frau haben und arbeiten muss ich nunmal wenn ich Rentner wär dann hätte ich viel Zeit für uns. Leider ist es nicht so einfach in der heutigen Zeit und erst recht nicht wenn man ein gewisses Alter überschritten hat.
 
Was ich damit eigentlich sagen will, in der Kindheit ist es uns doch auch leicht gefallen Wünsche zu äussern warum geht das mit fortgeschrittenen Alter nicht mehr? Meine Frau und ich wir lesen uns die Wünsche nicht mehr von den Lippen ab. Es ist eben so, mit den Jahren bekommt das Zusammenleben eine gewisse Routine, Leute die was anderes behaupten sind entweder Genies oder aber die Ausnahme. Die meisten Leute aus meinem Bekanntenkreis sagen das gleiche. Das heisst nicht das sie sich mit ihrem Partner nicht verstehen, aber die Tatsache ist die gleiche.

Ja genau, das ist ein interessantes Phänomen. Wie ist das erklärbar? Ein paar Ideen hätte ich anzubieten:


  1. Man glaubt, sich zu kennen, weil man so lange zusammenlebt und verpasst dadurch die Entwicklungen des Partners.
  2. Die Beziehung erscheint zu eng, das "nicht Verstehen" und "nicht verstanden werden wollen" baut eine Art Schutzraum, in den man sich zurückziehen kann.
  3. Es gibt ein Auge-um-Auge Prinzip, durch welches alte "Verletzungen" immer wieder aufgewärmt werden. (Wünsche verweigern = Vergeltung üben)
  4. Man hat keine richtige Sprache, seine Wünsche auszudrücken.
  5. Man versteht Wünsche nicht als Bitten, sondern als Forderungen oder Kritik.
  6. Man kennt seine Wünsche überhaupt nicht.
  7. Man merkt erst dann, dass man etwas wünscht, wenn man sich bereits darüber ärgert, dass es nicht erfüllt wurde.
  8. Man glaubt, dass man dem Anderen durch seine Wünsche fürchterliche Arbeit macht.
  9. Man glaubt, dass zu Wünsche haben irgendwie ein Zeichen von Schwäche ist. "Wer zuerst wünscht, verliert..."
  10. Man will keine Angriffsfläche bieten.
  11. Man hat Angst vor Zurückweisung, dass der Partner die Wünsche nicht erfüllen will.
  12. Man weiß, dass man bei Zurückweisung gekränkt wäre und möchte solche Gefühle aus der Beziehung raushalten (Selbstideal).
  13. Man befürchtet, dass die eigenen Wünsche falsch, kindisch oder lächerlich sind.
  14. Man glaubt, dass man als erwachsener Mensch Verantwortung tragen muss, anstatt zu wünschen.
  15. Man glaubt, dass am Ende die Belohnung umso größer sein wird, je mehr man seine Wünsche jetzt aufschiebt.
  16. Man glaubt an eine dieser neumodischen Bedürfnislosigkeitsreligionen.
  17. Die Aufmerksamkeit liegt schlicht und einfach auf anderen Themen als auf Bedürfnissen.

Die Liste lässt sich sicherlich endlos weiter fortsetzen. Ist irgendwas dabei, wo du innerlich schreist: "Aaaah, das bin ich!" oder "Jaaa, das ist meine Frau!"?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo ronja00,

ich gestehe, ich habe nur bis Seite 4 gelesen. Es ergibt sich aber bereits da für mich folgendes Bild:
Deine Gattin hat unter ihrer Behinderung zu leiden, die sie sicherlich auch an einigen Tätigkeiten hindert, für die sie Interesse hat. Ihr körperliches Unvermögen, das sie vmtl. auch aus dem Berufsleben katapultiert hat, ist damit also bereits zweifach ein Teil ihrer Frustration.
Dann schriebst Du, Du seist lange im Geschäft. Sie ist während dieser Zeit allein, allein um zu grübeln, aber auch allein sich mit niemandem austauschen zu können. Das führt zu einem Teufelskreis im Denken. Nur die eigene Sicht wird noch als wahr akzeptiert. Auch wenn es erstmal wieder "Krach" bedeuten kann, ermutige sie, sich Dir anzuvertrauen und bilde einen verständnisvollen, aber nicht unterwürfigen Gegenpol zu ihren Ansichten, heißt: vertritt eine eigene Meinung. Sollte Streit entstehen, so führe ihn ganz bewußt immer wieder auf die sachliche Ebene zurück. Ich weiß daß das schwierig sein kann vor allem, wenn man sich in Rage geredet hat.- tief durchatmen, kurz überlegen und Deiner Frau erklären, wie unsinnig es ist, einen derart massiven Strteit wegen Kleinigkeiten zu führen. Vlt. könnt ihr dann beide darüber lachen. Worunter Deine Frau am meisten leidet, scheint m. E. die Einsamkeit zu sein. Ihr Deine gesamte Freizeit zu opfern, ist offenbar nicht ausreichend. Als offenbar extrovertierter Charakter täte Deine Frau gut daran, einen Freundeskreis zu pflegen. Damit kompensiert sie zumindest teilweise dieses Gefühl des Alleingelassenseins.
Erinnere Dich (und sie) auch an die Phase Eures Kennenlernens. Irgendwas muß es doch gegeben haben, was Euch aneinander so gefiel, daß Ihr beschlossen habt, Euer Leben gemeinsam zu verbringen.
Was Eure Kinder betrifft, sie wohnen sicher nicht mehr im Elternhaus? Sie sind aber deswegen nicht weg, sie wohnen nur woanders. Ihr könnt sie immer noch besuchen, hoffe ich. Oft wird die Ruhe nach dem Auszug der Kinder anfangs als Leere empfunden, die es zu füllen gilt - meint man. Wie habt Ihr denn die Zeit überstanden, bis die Kinder zur Welt kamen?
Jetzt wird's ganz schwierig. Du schriebst, Du hättest alles für die Familie/Deine Frau getan und setzt das immer noch fort. In diesen Mann hat Deine Frau sich nicht verliebt! Wen vernachlässigst Du denn am meisten? - kommst Du drauf? Mach auch mal was, was Dir Spaß macht und fordere diesen Freiraum von Deiner Frau ein. Sie wird deswegen nicht sofort ausziehen. Vlt. entwickelt sie sogar Interesse an Deiner Freizeitgestaltung. Natürlich befürchtest Du, Deine Frau könnte es als Lieblosigkeit oder Vernachlässigung ansehen, wenn Du auch mal was für Dich machst. Aber sicher hat es da am Anfang irgendwas gegeben, was Deine Frau an Dir fasziniert hat?
Zum Schluß: begegnet einander stets mit Respekt, wirklich immer! Dieser Appell gilt auch Deiner Frau. Ob die Fahrtrichtung oder sonst eine im Grunde belanglose Entscheidung - sie sollte sie respektieren.


Viele Grüße
 
Es wäre gut möglich dass deine Frau momentan das gleiche oder zumindest ganz ähnliche fühlt wie ich damals: viele, viele Jahre mit dem Partner zusammen der mir jeden Wunsch von den Augen ablas. Ich arbeitete lange nicht, Geldsorgen hatten wir nicht , genauso wie ihr, und mein Mann hat jede freie Minute mit mir verbracht, Ausflüge und Urlaube gab es zu genüge. Er kümmerte sich sehr um mich. Und ich hatte viele Hobbys, traf Freunde und ließ mich selbst keineswegs gehen. Trotzdem wurde ich immer unzufriedener und reagierte oft auf die gleiche Art wie deine Frau. Wegen Kleinigkeiten stritten wir uns.

Ich spreche jetzt da nur von mir. Heißt es kann durchaus bei deiner Frau wieder anders sein...
Ich liebte meinem Mann über alles, aber ich hatte keinen Respekt mehr vor ihm. Einfach weil er zu sehr auf meine Wünsche einging und ich irgendwie das Gefühl hatte er stecke seine Wünsche hinten an oder hatte sogar gar keine eigenen mehr. Ich hätte das nie freiwillig zugegeben und es hätte zunächst sicher auch wieder immensen Streit gegeben aber wenn er einfach öfter seinen eigenen Kopf durchgesetzt hätte, weniger Zeit mit mir sondern mit sich selbst verbracht hätte, mir gezeigt hätte, dass ich seine Entscheidungen nicht ständig anzuzweifeln habe...dann wäre ich zufriedener gewesen.

In dem Zusammenhang hab ich auch mal ein interessante Sachen gelesen, wo es im Prinzip darum ging, die Frau sucht sich bestmöglichst ein Alphatier (Anführer: stark, begehrt und von allen!! unabhängig, einfach ein Beschützer). Sie versucht immer wieder den Mann mittels unterbewusster Manipulation zu domestizieren, was dann auch passiert, ein Überbleibsel aus der Evolution, notwendig um den Versorger für die Nachkommen zu sichern der auch bleibt und nicht so schnell weg läuft da er unter einer gewissen weiblichen Kontrolle steht. Ganz nach dem Motto, ich bin mir sicher, so schnell verlässt er mich/ uns nicht. Aber die Kinder sind ja auch mal wieder weg und Frau merkt plötzlich der Mann ist langweilig, kann kein Alphatier mehr sein, weil ich hab den ja völlig unter Kontrolle. Unzufriedenheit macht sich breit. Solche Situationen wie bei euch im Auto, seh ich als typischen Test an: ist er noch ein Alphatier, der sich in nichts drein reden lässt oder gehorcht er mir und geht auf meine Streitversuche ein? Wenn er sich von mir, körperlich schwächeren Frau, schon beeinflussen lässt, was passiert denn dann in Gefahrensituationen? Lässt er sich dann auch von anderen Menschen so manipulieren und rein legen? Solche Tests würden zwar weniger werden wenn Mann wie ein Alpha reagiert aber würden trotzdem immer wieder mal von der Frau durchgeführt.
Vermutlich werden mich jetzt viele steinigen dafür.
Für mich persönlich hab ich heraus gefunden, dass da schon bisschen was wahres dran ist. Vermute auch, dass wir Frauen deswegen so häufig auf A********* reinfallen, da ihre Züge eher denen eines Anführeres ähneln.

Mein Exmann hätte damals im Auto an deiner Stelle entweder mit Verständnis oder mit Unmut reagiert was mich immer unzufrieden stimmte und ich wusste damals nie warum ich denn überhaupt so reagiere, denn er hatte ja doch eigentlich genau das gemacht was ich es wollte. Er ist doch auf meine Wünsche eingegangen.
Mein späterer Partner stattdessen, hätte sich bei so was auf so charmante Art über mich lustig gemacht, dass ich mir wie ein kleines Trotzkind vorkam und lachen musste. Er hat immer mit Humor zurückgeschlagen und mich in solchen Situationen nicht ernst genommen, mich stattdessen verunsichert, was anfangs großen Wiederstand auslöste aber mir auch sehr gefiel.

Und ja, tatsächlich braucht man auch einen gewissen Auftrag der mit "Arbeit" zusammen hängt. Und wenn es nur was ehrenamtliches ist. Auch wenn deine Frau vielleicht was anderes behaupten sollte, manchmal ist einem das sogar selber gar nicht mal bewusst dass einem genau das fehlt. Und nur der Rückblick auf das Geleistete reicht nicht. Außerdem ist es zu wenig nur die Aufgabe für Mann, Kinder und Enkel da zu sein, denn die Gesellschaft lebt leider inzwischen was anderes vor und selbst wenn wir uns dagegen noch so sehr sträuben, uns ist es insgeheim wichtig was die Allgemeinheit über einen denkt.
 
Hallo ronja00,

ich gestehe, ich habe nur bis Seite 4 gelesen. Es ergibt sich aber bereits da für mich folgendes Bild:
Deine Gattin hat unter ihrer Behinderung zu leiden, die sie sicherlich auch an einigen Tätigkeiten hindert, für die sie Interesse hat. Ihr körperliches Unvermögen, das sie vmtl. auch aus dem Berufsleben katapultiert hat, ist damit also bereits zweifach ein Teil ihrer Frustration.
Dann schriebst Du, Du seist lange im Geschäft. Sie ist während dieser Zeit allein, allein um zu grübeln, aber auch allein sich mit niemandem austauschen zu können. Das führt zu einem Teufelskreis im Denken. Nur die eigene Sicht wird noch als wahr akzeptiert. Auch wenn es erstmal wieder "Krach" bedeuten kann, ermutige sie, sich Dir anzuvertrauen und bilde einen verständnisvollen, aber nicht unterwürfigen Gegenpol zu ihren Ansichten, heißt: vertritt eine eigene Meinung. Sollte Streit entstehen, so führe ihn ganz bewußt immer wieder auf die sachliche Ebene zurück. Ich weiß daß das schwierig sein kann vor allem, wenn man sich in Rage geredet hat.- tief durchatmen, kurz überlegen und Deiner Frau erklären, wie unsinnig es ist, einen derart massiven Strteit wegen Kleinigkeiten zu führen. Vlt. könnt ihr dann beide darüber lachen. Worunter Deine Frau am meisten leidet, scheint m. E. die Einsamkeit zu sein. Ihr Deine gesamte Freizeit zu opfern, ist offenbar nicht ausreichend. Als offenbar extrovertierter Charakter täte Deine Frau gut daran, einen Freundeskreis zu pflegen. Damit kompensiert sie zumindest teilweise dieses Gefühl des Alleingelassenseins.
Erinnere Dich (und sie) auch an die Phase Eures Kennenlernens. Irgendwas muß es doch gegeben haben, was Euch aneinander so gefiel, daß Ihr beschlossen habt, Euer Leben gemeinsam zu verbringen.
Was Eure Kinder betrifft, sie wohnen sicher nicht mehr im Elternhaus? Sie sind aber deswegen nicht weg, sie wohnen nur woanders. Ihr könnt sie immer noch besuchen, hoffe ich. Oft wird die Ruhe nach dem Auszug der Kinder anfangs als Leere empfunden, die es zu füllen gilt - meint man. Wie habt Ihr denn die Zeit überstanden, bis die Kinder zur Welt kamen?
Jetzt wird's ganz schwierig. Du schriebst, Du hättest alles für die Familie/Deine Frau getan und setzt das immer noch fort. In diesen Mann hat Deine Frau sich nicht verliebt! Wen vernachlässigst Du denn am meisten? - kommst Du drauf? Mach auch mal was, was Dir Spaß macht und fordere diesen Freiraum von Deiner Frau ein. Sie wird deswegen nicht sofort ausziehen. Vlt. entwickelt sie sogar Interesse an Deiner Freizeitgestaltung. Natürlich befürchtest Du, Deine Frau könnte es als Lieblosigkeit oder Vernachlässigung ansehen, wenn Du auch mal was für Dich machst. Aber sicher hat es da am Anfang irgendwas gegeben, was Deine Frau an Dir fasziniert hat?
Zum Schluß: begegnet einander stets mit Respekt, wirklich immer! Dieser Appell gilt auch Deiner Frau. Ob die Fahrtrichtung oder sonst eine im Grunde belanglose Entscheidung - sie sollte sie respektieren.


Viele Grüße

Hallo Einhorn, danke für deine Meinung. Natürlich, du hast recht irgend was hat uns wo wir uns kennen gelernt haben fasziniert. Es ist sehr lange her, es war eine andere Zeit die Gegebenheiten waren anders, eigentlich war alles anders als Heute. Unsere Kinder sind beide ausgezogen, sie wohnen aber ganz in der Nähe und wir haben auch kein Problem damit weil wir waren damals selber sehr jung als wir uns kennen gelernt haben und den eigenen Hausstand gegründet haben. Die Zeit ist immer Hektischer geworden und heute muss man viel mehr leisten oder es wird einen viel mehr abverlangt um auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen. Das meine Frau nicht arbeiten geht hat gesundheitliche Gründe. Um so mehr braucht sie meine Aufmerksamkeit. Auch wenn das manchmal für sie nervig erscheint und mich an meine g
Grenzen bringt.
 
Es wäre gut möglich dass deine Frau momentan das gleiche oder zumindest ganz ähnliche fühlt wie ich damals: viele, viele Jahre mit dem Partner zusammen der mir jeden Wunsch von den Augen ablas. Ich arbeitete lange nicht, Geldsorgen hatten wir nicht , genauso wie ihr, und mein Mann hat jede freie Minute mit mir verbracht, Ausflüge und Urlaube gab es zu genüge. Er kümmerte sich sehr um mich. Und ich hatte viele Hobbys, traf Freunde und ließ mich selbst keineswegs gehen. Trotzdem wurde ich immer unzufriedener und reagierte oft auf die gleiche Art wie deine Frau. Wegen Kleinigkeiten stritten wir uns.

Ich spreche jetzt da nur von mir. Heißt es kann durchaus bei deiner Frau wieder anders sein...
Ich liebte meinem Mann über alles, aber ich hatte keinen Respekt mehr vor ihm. Einfach weil er zu sehr auf meine Wünsche einging und ich irgendwie das Gefühl hatte er stecke seine Wünsche hinten an oder hatte sogar gar keine eigenen mehr. Ich hätte das nie freiwillig zugegeben und es hätte zunächst sicher auch wieder immensen Streit gegeben aber wenn er einfach öfter seinen eigenen Kopf durchgesetzt hätte, weniger Zeit mit mir sondern mit sich selbst verbracht hätte, mir gezeigt hätte, dass ich seine Entscheidungen nicht ständig anzuzweifeln habe...dann wäre ich zufriedener gewesen.

In dem Zusammenhang hab ich auch mal ein interessante Sachen gelesen, wo es im Prinzip darum ging, die Frau sucht sich bestmöglichst ein Alphatier (Anführer: stark, begehrt und von allen!! unabhängig, einfach ein Beschützer). Sie versucht immer wieder den Mann mittels unterbewusster Manipulation zu domestizieren, was dann auch passiert, ein Überbleibsel aus der Evolution, notwendig um den Versorger für die Nachkommen zu sichern der auch bleibt und nicht so schnell weg läuft da er unter einer gewissen weiblichen Kontrolle steht. Ganz nach dem Motto, ich bin mir sicher, so schnell verlässt er mich/ uns nicht. Aber die Kinder sind ja auch mal wieder weg und Frau merkt plötzlich der Mann ist langweilig, kann kein Alphatier mehr sein, weil ich hab den ja völlig unter Kontrolle. Unzufriedenheit macht sich breit. Solche Situationen wie bei euch im Auto, seh ich als typischen Test an: ist er noch ein Alphatier, der sich in nichts drein reden lässt oder gehorcht er mir und geht auf meine Streitversuche ein? Wenn er sich von mir, körperlich schwächeren Frau, schon beeinflussen lässt, was passiert denn dann in Gefahrensituationen? Lässt er sich dann auch von anderen Menschen so manipulieren und rein legen? Solche Tests würden zwar weniger werden wenn Mann wie ein Alpha reagiert aber würden trotzdem immer wieder mal von der Frau durchgeführt.
Vermutlich werden mich jetzt viele steinigen dafür.
Für mich persönlich hab ich heraus gefunden, dass da schon bisschen was wahres dran ist. Vermute auch, dass wir Frauen deswegen so häufig auf A********* reinfallen, da ihre Züge eher denen eines Anführeres ähneln.

Mein Exmann hätte damals im Auto an deiner Stelle entweder mit Verständnis oder mit Unmut reagiert was mich immer unzufrieden stimmte und ich wusste damals nie warum ich denn überhaupt so reagiere, denn er hatte ja doch eigentlich genau das gemacht was ich es wollte. Er ist doch auf meine Wünsche eingegangen.
Mein späterer Partner stattdessen, hätte sich bei so was auf so charmante Art über mich lustig gemacht, dass ich mir wie ein kleines Trotzkind vorkam und lachen musste. Er hat immer mit Humor zurückgeschlagen und mich in solchen Situationen nicht ernst genommen, mich stattdessen verunsichert, was anfangs großen Wiederstand auslöste aber mir auch sehr gefiel.

Und ja, tatsächlich braucht man auch einen gewissen Auftrag der mit "Arbeit" zusammen hängt. Und wenn es nur was ehrenamtliches ist. Auch wenn deine Frau vielleicht was anderes behaupten sollte, manchmal ist einem das sogar selber gar nicht mal bewusst dass einem genau das fehlt. Und nur der Rückblick auf das Geleistete reicht nicht. Außerdem ist es zu wenig nur die Aufgabe für Mann, Kinder und Enkel da zu sein, denn die Gesellschaft lebt leider inzwischen was anderes vor und selbst wenn wir uns dagegen noch so sehr sträuben, uns ist es insgeheim wichtig was die Allgemeinheit über einen denkt.[/QUOTE

Hallo Ballina,
vielen Dank für Deine Worte. Endlich hat jemand mal ähnliche Erfahrungen wie die wo ich momentan zu kämpfen habe. Nun Du schreibst das ihr Euch getrennt habt und das es Dir dadurch besser geht. Es geht mir nichts an, aber geht es Deinen ehem. Mann auch besser? Ok lassen wir das. Eigentlich habe wir nicht vor uns vor zu trennen. Ob "Mann" nun ein Matcho ist, ein zuvorkommender Mann oder ein Weichei wie viele Frauen sagen ist sehr individuell. Fakt ist Frauen wollen starke Männer, an den sie sich anlehnen können. Die meisten zu mindest. Aber Verständnis ist doch nicht falsch. Natürlich fallen Frauen auch auf die falschen rein. Verstehen mich bitte nicht falsch. Meine Frau ist sehr intelligent und das sind die meisten Frauen die ich kenne. Die Frauen die auf Männer herein fallen sind, na ja, Blond, dumm? Ok bitten nicht böse sein. Ich meine es nicht so aber eigentlich sind Männer meistens nur auf das eine aus, welche Frau das nicht merkt ist selber daran Schuld. Aber lassen wir das lieber. Ich bin über jede Meinung dankbar.
Das Dein jetziger es auf charmante Art rüber bringt ist beneidenswert, es muss einen gegeben sein so zu reagieren und nicht entsetzt. Es gibt leider auch Leute, mich eingeschlossen, die im Alltag so gestresst sind wo leider der Humor darunter leidet.

Was den Auftrag "Arbeit" angeht, da denke "ich" ist meine Frau auf Grund Ihrer Behinderung genug ausgelastet.

Wünsche habe ich viele, und ja ich erfülle sie mir meistens. Meiner Frau dagegen äussert nur selten Wünsche was für mich ab und an auch mal das Problem ergibt vor allem an Feiertagen, was schenke ich Ihr. Wenn sie was haben will kann sie kaufen. Aber das ist ein anderes Thema.
Zum Schluss könnte ich natürlich noch sagen, wenns den Partner zu gut geht und er alles hat dann braucht er Veränderung, das ist leider traurig aber war. Und da eben möchte ich verhindern.
 
Hallo Ronja00, erstmal Danke, daß ich überhaupt eine Reaktion erhalte. Du schriebst von Hektik. Es scheint, Du hast auch meine Antwort hektisch gelesen. Lies bitte nochmal genau meinen Text. Das Thema ist zu wichtig, um es hektisch - quasi zwischendurch - abzuhandeln. Erinnert Euch an die Faszination des Beginns und laßt es niemals an Respekt fehlen, bitte. Viele Grüße
 
Hallo Ronja00, erstmal Danke, daß ich überhaupt eine Reaktion erhalte. Du schriebst von Hektik. Es scheint, Du hast auch meine Antwort hektisch gelesen. Lies bitte nochmal genau meinen Text. Das Thema ist zu wichtig, um es hektisch - quasi zwischendurch - abzuhandeln. Erinnert Euch an die Faszination des Beginns und laßt es niemals an Respekt fehlen, bitte. Viele Grüße

Hallo Einhorn,
Da gibt es nichts zu danken, ich lese alle Beiträge denn ich will wissen was ich ändern kann und ich habe deine Antwort überhaupt nicht hektisch gelesen, auch wenn das während der Arbeit zwischendurch passiert ist.
Denn momentan möchte ich noch nicht das es meine Frau mitbekommt, vielleicht später einmal.

Ja ich bin manchmal lange im Geschäft. Meine Frau ist sehr selbstbewusst, langweilig wird ihr vielleicht nur an Schlechtwettertagen.
Meine Schwiegertochter ist auch daheim, mein Sohn geht arbeiten, die Frauen unternehmen einiges mit dem Enkel zusammen. Unsere beiden Kinder wohnen nicht weit weg von uns, sie sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen.

Dann hat sie auch noch Aufgaben wie die Tiere zu versorgen, die Eltern die auch nicht mehr so fit sind, den Haushalt. Auch wenn jetzt wieder einige schreien werden Frauen sind nicht nur für den Haushalt da. Sie macht den Haushalt, ich das Handwerkliche bei uns daheim, das ist nun mal so. Wo meine Frau noch arbeiten war und ich in Vaterurlaub hatte habe ich alles gemacht. Wir haben so glaube ich zumindest eine gute Rollenverteilung.

Grübeln das tut meine Frau bestimmt nicht. Arbeiten geht sie aus Gesundheitlichen Gründen nicht mehr, das hast Du richtig erkannt.

Vernachlässigen tue ich mich, na ja ab und an fahre ich mal ein wenig Motorrad. Das macht , kann meine Frau nicht mit machen. Anderseits möchte ich die wenige Zeit die ich habe mit meiner Frau bzw. auch mit den Rest meiner Familie verbringen.

Was uns beide am Anfang so fasziniert hat kann ich nicht mehr sagen. Vielleicht sollte man darüber mal reden. Nach über 35 Jahren hat sich so einiges eingespielt, oder besser gesagt der Alltag hat uns eingeholt.

Schönen Tag noch, Ronja
 
Ja genau, das ist ein interessantes Phänomen. Wie ist das erklärbar? Ein paar Ideen hätte ich anzubieten:


  1. Man glaubt, sich zu kennen, weil man so lange zusammenlebt und verpasst dadurch die Entwicklungen des Partners.
  2. Die Beziehung erscheint zu eng, das "nicht Verstehen" und "nicht verstanden werden wollen" baut eine Art Schutzraum, in den man sich zurückziehen kann.
  3. Es gibt ein Auge-um-Auge Prinzip, durch welches alte "Verletzungen" immer wieder aufgewärmt werden. (Wünsche verweigern = Vergeltung üben)
  4. Man hat keine richtige Sprache, seine Wünsche auszudrücken.
  5. Man versteht Wünsche nicht als Bitten, sondern als Forderungen oder Kritik.
  6. Man kennt seine Wünsche überhaupt nicht.
  7. Man merkt erst dann, dass man etwas wünscht, wenn man sich bereits darüber ärgert, dass es nicht erfüllt wurde.
  8. Man glaubt, dass man dem Anderen durch seine Wünsche fürchterliche Arbeit macht.
  9. Man glaubt, dass zu Wünsche haben irgendwie ein Zeichen von Schwäche ist. "Wer zuerst wünscht, verliert..."
  10. Man will keine Angriffsfläche bieten.
  11. Man hat Angst vor Zurückweisung, dass der Partner die Wünsche nicht erfüllen will.
  12. Man weiß, dass man bei Zurückweisung gekränkt wäre und möchte solche Gefühle aus der Beziehung raushalten (Selbstideal).
  13. Man befürchtet, dass die eigenen Wünsche falsch, kindisch oder lächerlich sind.
  14. Man glaubt, dass man als erwachsener Mensch Verantwortung tragen muss, anstatt zu wünschen.
  15. Man glaubt, dass am Ende die Belohnung umso größer sein wird, je mehr man seine Wünsche jetzt aufschiebt.
  16. Man glaubt an eine dieser neumodischen Bedürfnislosigkeitsreligionen.
  17. Die Aufmerksamkeit liegt schlicht und einfach auf anderen Themen als auf Bedürfnissen.

Die Liste lässt sich sicherlich endlos weiter fortsetzen. Ist irgendwas dabei, wo du innerlich schreist: "Aaaah, das bin ich!" oder "Jaaa, das ist meine Frau!"?

Hallo Tuny,

eine interessante Liste hast Du da geschrieben. Nun ich habe mal probiert ob es auf meine Frau oder mich passt, leider nein. Bei uns liegt das Problem wo and leider wissen wir nicht wo
 
Vielleicht wäre es mal angebracht nach 30 Jahren eine offene und ehrliche Kommunikation zu versuchen, wo keiner was in sich reinfrißt, sondern wirklich sagt, was er denkt .

Gut ist wahrscheinlich schwierig , wenn man sich an das Verschweigen gewöhnt hat , wäre aber vielleicht sinnvoll, weil dann auch eine Reflexion des eigenen Ichs aufs beiden Seiten notwendig ist .
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben