Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Was kann ich ändern es geht den Bach runter

Ja genau. Das wäre eine Erklärung. Freiheit ist ja immer eine Zuschreibung, die aus der Außen- und Innenperspektive sehr unterschiedlich vorgenommen werden kann. Jemand mag sich in der Sklaverei innerlich frei fühlen (man denke an Epiktet z.B.) während ein anderer sich bei allen äußeren Anzeichen der Freiheit als völlig fremdbestimmt erlebt.

Ich glaube sagen zu können, dass tendenziell vor allem Frauen dazu neigen, sich als unfrei zu definieren. Freiheit bedeutet immer auch Verantwortung für das, was man tut, inklusive der Möglichkeit des Schuldigwerdens. Sören Kierkegaard hat das vor über 150 Jahren in seinem Buch "Der Begriff der Angst" sehr ausführlich beschrieben. In unserer Gesellschaft hat in der weiblichen Sozialisation der Begriff der Schuld eine viel weitreichendere Bedeutung als in der männlichen Sozialisation. Kleine Jungen dürfen sich ungestraft raufen und offnene Konkurrenzkämpfe ausfechten. Bei kleinen Mädchen führen solche Verhaltensweisen nicht selten zu massiver Ausgrenzung.

Es ist für uns Männer (mich eingeschlossen) unendlich schwer, sich in das (tendenziell) weibliche Empfinden von Freiheit und Autonomie, Schuld und Verantwortung einzufühlen.

Du selbst beschreibst dich problemlos als eigenverantwortlich aktiv und aktiv:



Sogar der Umstand, dass du dich deiner Familie angepasst, war deiner Selbstbeschreibung nach deine eigene Entscheidung.

Aus diesem Unterschied in der Definition von Freiheit ergibt sich nicht selten folgender typischer Teufelskreis:
Die Frau opfert sich ihrem Selbstverständnis nach seit Ewigkeiten für die Familie auf. Sie fühlt sich dabei oft wie fremdgesteuert. Der Mann hingegen legt sein Konzept von Freiheit zugrunde, ihm erscheinen die Handlungen seiner Frau als freie Entscheidungen ("Anscheinend möchte sie jetzt putzen") und reagiert entsprechend. Schließlich hat er all diese Dinge ja nie explizit gefordert. Die Frau erwartet hingegen endlich Dank für all die selbstlose Mühe und (fehl-)interpretiert die Reaktionen des Mannes als Lieblosigkeit. Daraus erwächst im Laufe der Zeit eine immense Frustration. Egal was frau auch tut, es ist offensichtlich nie genug. Äußert nun der Mann noch einen Wunsch, stößt er entsprechend oft auf harte Ablehnung. Seine direkte Art wird als indirekte Kritik verstanden. Damit hat er aber den vermeintlichen "Beweis" für ihre Autonomie: Seine Frau will nicht.

Diese Dinge werden aber selten thematisiert. Das klare Äußern von Wünschen und Bedürfnissen ist aus Frauenperspektive oft noch immer eine schwierige Angelegenheit. Zudem wird oft das Ideal der Bedürfnislosigkeit als Selbstideal hochgehalten. Der Mann steht hingegen vor der Aufgabe, unausgesprochene Wünsche erraten zu müssen. Damit erscheinen ihm die Bedürfnisse seiner Frau als unendlich hoher und unmöglich zu erfüllender Anspruch, im krassen Gegensatz zu dem, wie die Frau sich selbst erlebt. Dadurch staut sich auch beim Mann eine erhebliche Frustration auf. "Immer lässt du mich machen und meckerst am Ende, wenn es doch wieder falsch war." Entsprechend pocht er auf das Selbstbestimmungsrecht der Frau: "Wenn du etwas willst, dann sprich das doch bitte klar aus und übernimm endlich Verantwortung für deine Entscheidungen." Auf diese Weise dreht sich der Teufelskreis immer weiter und weiter. Im Kern steckt unverändert die unterschiedliche Konzeption von Freiheit und Verantwortung.



Bei Streitigkeiten über Kleinigkeiten geht es in aller Regel nicht um das Sachthema an sich, sondern diese sind lediglich Symbole bzw. Aufhänger für dahinterliegende als existenziell erlebte Empfindungen. Ein liegengelassener Socken kann die Liebe in Frage stellen, eine falsch stehende Couch das Gefühl auslösen, der andere habe im gemeinsamen Haus schon immer alles nur nach seinen Vorstellungen gestaltet.

Möglicherweise ist es an der Zeit, den jeweils anderen in seiner Gewordenheit noch einmal neu kennenzulernen. Und das schließt mit ein, sich selbst kennenzulernen. Nach welchen grundlegenden Kategorien strukturiere ich mein Weltbild? Und deckt sich das mit denen meines Partners/meiner Partnerin? Hier wartet eine spannende und sehr tiefgründige Entdeckungsreise.


Hallo Tuny,

das hättest Du nicht besser formulieren können.

Es ist für uns Männer (mich eingeschlossen) unendlich schwer, sich in das (tendenziell) weibliche Empfinden von Freiheit und Autonomie, Schuld und Verantwortung einzufühlen.

Zeige mir bitte einen Mann der die Kunst besitzt Frauen zu verstehen. Nichts gegen die Frauen unter uns aber Ihr macht es uns nicht gerade leicht. Frauen ist es in den Genen verankert aus den Emotionen des anderen das richtige zu erkennen, das liegt einfach mal daran das Frauen Kinder bekommen und Männer eben nicht. Männer zur Jagt gehen, zumindest früher, Frauen eben nicht. Frauen kümmern sich um das Emotionale und Männer um das praktische.

Die Frau erwartet hingegen endlich Dank für all die selbstlose Mühe und (fehl-)interpretiert die Reaktionen des Mannes als Lieblosigkeit. Daraus erwächst im Laufe der Zeit eine immense Frustration. Egal was frau auch tut, es ist offensichtlich nie genug.


Das ist auch so ein Thema, Frauen (meine natürlich auch) erwarten immer das ich gesehen habe das sie z.B. geputzt hat oder irgendwas in der Wohnung verändert hat. Nun das ist für mich eben nicht so einfach. Ich komme doch nicht nach Hause um zu schauen ob sie geputzt oder etwas verändert hat. Wenn Sie etwas an sich verändert, nicht gerade ein anderes MacUp, also wie Klamotten, Frisur oder ähnliches dann fällt mir das wohl auf. ich schaue meine Frau ja schließlich an. Aber ob die Wohnung geputzt ist oder sie was umgestellt hat, welchen Mann soll das auffallen?

Ich find schon das ich Ihr ausreichend Dank entgegen bringe nur eben nicht für solche Sachen wo ich nicht offensichtlich sehe, sie bedankt sich ja schließlich auch nicht dafür das ich arbeiten war und ich würde dann wohl auch komisch reagieren.😀

Auch das Thema mit den erraten der Wünsche von unseren Frauen ist nicht einfach. Ich z.B. sage mit einfachen und klaren Worten was ich will oder mag. Warum machen dann die Frauen immer ein Geheimnis daraus?

Das mit dem neu kennen lernen der Gewohnheiten des eigenen Partner ist zwar richtig und wäre eine tolle Sache aber ich möchte mal wissen wie das gehen soll. Vielleicht bin ich zu doof, aber ich könnte nicht sagen wie ich es anstellen soll

Wenn ich meine Frau ab und an mal anspreche hat sie nie irgendwelche Wünsche. Ob sie nun erwartet das ich diese erraten kann oder aber wirklich keine hat habe ich noch nicht herausgefunden.
Früher war es z.B. immer ein Theater was schenke ich meinen Partner zum Geburtstag, zum Hochzeitstag, oder zu den vielen anderen Events was es immer gibt.

Das Thema haben wir abgeklärt. Bis auf unseren Hochzeitstag gibts keine Geschenke mehr untereinander weil man sich ja doch schon das ganze Jahr Dinge kauft die man will. Bei uns bekommen nur noch die Kinder und seit Enkel da sind nur noch sie die Geschenke.

Was unser Heim anbelangt da habe ich meiner Frau bis auf die technischen Dinge immer freie Hand gelassen. Frauen und das soll hier nicht negativ klingen sind in Sachen des einrichten meist Intuitiver😉
 
hallo, wie ich schon sage es geht den Bach runter. 🙁🙁Wir sind schon über dreissig Jahre zusammen haben Erwachsene Kinder und besitzen alles was wir brauchen. Bitte nicht falsch verstehen, keine Millionäre aber Wirtschaftlich auf sicheren Beinen. Meine Frau und ich streiten uns öfter mal und das sogar um Kleinigkeiten. Das ist leider so schlimm das ich mir überlege was ich zu Ihr sage damit es nicht kracht. Das gleiche behauptet meine Frau natürlich auch. Manchmal kommen in mir Sachen hoch auch wenn ichs mir lange verkneife dann aber platzt es raus. Und schon gibt es wieder Stress. Auch das Liebesleben leidet mächtig darunter. Ich möchte von mir nicht behaupten das ich die Wünsche meiner Frau von den Augen ablesen kann, nur wenige Männer verstehen Ihre Frauen wirklich, aber meine Frau bekommt zu mindestens alles was sie haben will. Meist auch Ihren Willen durchgesetzt sprich ich mache fast alles was sie will. Da sie gesundheitsbedingt schon viele Jahre daheim ist, ich leider noch ein paar Jahre arbeiten muss machen wir auch immer wieder mal Reisen, oder andere Events. Einfach das sie aus Ihren Alltag rauskommt.
Und trotzdem klappt es nicht richtig. Leider bin ich auch einer der ganz gerne mal eine Pikees gibt. Es gibt noch viel zu schreiben, aber ich möchte nicht alles auf einmal. Sonst wird der Text zu lang und man verliert die Lust am lesen. 😉

Liebt ihr euch? Ich lese es so, als hätte euch mit den Jahren etwas anderes zusammengeschmiedet. Nicht unbedingt die Liebe. Ihr braucht Luft und Abstand, denke ich.
Übrigens: Ich kann mir nicht vorstellen, dass man Freude an einem Partner hat, der immer klein beigibt und alles macht, was der andere will. Wie soll man sich denn so ernstnehmen?

(Was für eine Behinderung hat deine Frau und warum habt ihr keinen Sex?)
 

Es ist für uns Männer (mich eingeschlossen) unendlich schwer, sich in das (tendenziell) weibliche Empfinden von Freiheit und Autonomie, Schuld und Verantwortung einzufühlen.

Zeige mir bitte einen Mann der die Kunst besitzt Frauen zu verstehen. Nichts gegen die Frauen unter uns aber Ihr macht es uns nicht gerade leicht. Frauen ist es in den Genen verankert aus den Emotionen des anderen das richtige zu erkennen, das liegt einfach mal daran das Frauen Kinder bekommen und Männer eben nicht. Männer zur Jagt gehen, zumindest früher, Frauen eben nicht. Frauen kümmern sich um das Emotionale und Männer um das praktische.

Die Frau erwartet hingegen endlich Dank für all die selbstlose Mühe und (fehl-)interpretiert die Reaktionen des Mannes als Lieblosigkeit. Daraus erwächst im Laufe der Zeit eine immense Frustration. Egal was frau auch tut, es ist offensichtlich nie genug.

ich weiß ja nicht .... irgendwie kommt es mir vor, als ob Klischees sich so gut halten, weil sie mühelos gepflegt werden können.

Menschen sind anders als Klischees. Man muß sich eben als Mann Mühe geben, Frauen zu verstehen und sich selbst Mühe geben, verständlich rüber zu kommen. Umgekehrt gilt das Gleiche.

Man sagt das so gerne, als Mann: "Frauen kann man nicht verstehen" oder "das ist so schwer".
Einfach mal mit Sprechen versuchen sowie mit Zuhören. Mit Fragen und Antworten.
 
ich weiß ja nicht .... irgendwie kommt es mir vor, als ob Klischees sich so gut halten, weil sie mühelos gepflegt werden können.

Menschen sind anders als Klischees. Man muß sich eben als Mann Mühe geben, Frauen zu verstehen und sich selbst Mühe geben, verständlich rüber zu kommen. Umgekehrt gilt das Gleiche.

Man sagt das so gerne, als Mann: "Frauen kann man nicht verstehen" oder "das ist so schwer".
Einfach mal mit Sprechen versuchen sowie mit Zuhören. Mit Fragen und Antworten.

Ist absolut richtig. Es geht ja auch nicht um die Aufrechterhaltung irgendwelcher Klischees. Mein Beitrag sollte zeigen, dass es in der Sozialisation von Männern und Frauen gewisse charakteristische Unterschiede gibt, aus denen eine tendenziell unterschiedliche Sicht auf die Welt resultiert. Natürlich gibt es daneben auch eine riesige individuelle Bandbreite, aber wir Menschen sind ja unter Anderem auch Produkte unserer Sozialisation.

Leugnet man solche Unterschiede, dann besteht die Gefahr, dass man ohne nachzudenken sein eigenes Verständnis der Welt auch bei anderen als gegeben voraussetzt. Ich habe versucht zu zeigen, wie ein Unterschied in der Konzeption von Freiheit und Schuld zu einem charakteristischen Teufelskreis führen kann, wenn in der Kommunikation auf beiden Seiten davon ausgegangen wird, dass ein solcher Unterschied nicht besteht.

Die Bereitschaft zum Zuhören erwächst ja grade erst aus der Bewusstheit, dass es Unterschiede gibt, die ich nicht ohne weiteres verstehe. Was soll ich denn zuhören wenn ich meine, schon alles zu wissen?
 
Es ist für uns Männer (mich eingeschlossen) unendlich schwer, sich in das (tendenziell) weibliche Empfinden von Freiheit und Autonomie, Schuld und Verantwortung einzufühlen.

Das ist für dich schwer nicht für alle Männer.
Die Wahrheit verschwindet nicht einfach, nur weil wir sie gern ignorieren.
Warum bist du nicht ehrlich, versteckst diese Gefühle , deinen Ärger, sagst nicht was du wirklich denkst.
Deine Frau ist wie sie ist, authentisch, nur du nicht, warum?
Du hältst aus, machst mit, und wunderst dich das sich nichts ändert.
Das du und deine Frau sich nicht wohlfühlen, ihr lebt aneinander vorbei, da gibt es doch nichts gemeinsames mehr.
Und das Wort ( Schuld ) streiche aus deinem Wortschatz, Schuld macht dich zum Opfer, willst du das sein?
Warum habt ihr euch nichts mehr zu sagen?
Über neunzig Prozent der Paare die in die Beratung kommen antworten auf die Frage: Wie viel Zeit verbringen sie als Paar am Tag zusammen? 10 Minuten!
Je länger die Beziehung, desto weniger reden Paare über sich selber als Paar.
Gespräche über die Arbeit, Alltag, und Kinder dominieren.
So kommen wir doch wieder recht schnell zu den oben erwähnten zehn Minuten.
Jedes Paar hat mal Probleme, aber wenn die „Phase“ länger als zwei Jahre geht, ist professionelle Hilfe angebracht.
Die meisten Paare warten durchschnittlich leider ganze sechs Jahre, bis sie ihre Probleme professionell angehen - und dann ist es oft schon zu spät.
Wenn ihr also Probleme habt, geht diese am besten so früh wie möglich aktiv an.
 
Hallo,
ohne mir jetzt jede Antwort durchgelesen zu haben, sage ich Folgendes dazu ...
Der Beitrag mit der erfüllenden Aufgabe, ist eventuell gar nicht so falsch. Sie hat sicherlich Aufgaben, aber erfüllen diese sie auch wirklich? Ich wage es zu bezweifeln ... Zuhause zu sein ist nicht wirklich befriedigend, genauso wenig, wie alles tun und lassen können, was man will. Zumindest nicht, wenn man das Gefühl hat, man ist dem anderen eine Last, dass der andere arbeiten geht und man selbst nicht, man keine erfüllende Aufgabe hat. Du sagtest, sie mochte ihre Arbeit, vielleicht hat diese sie erfüllt?
Ich kann nur dazu raten, einen ruhigen Moment daheim zu suchen, sie nicht mit Blumen und Geschenken überhäufen und einfach mal nur Danke sagen, sie davor bitten, dir ganz zuzuhören, weil dir das Folgende sehr wichtig ist. Je nach dem, ob sie den Haushalt schmeißt, ... dich dafür bedanken, dich dafür bedanken, dass es sie gibt. Es geht bei so etwas nicht um Geschenke, es geht um die Tatsache, dass du sie liebst und du möchtest, dass die Beziehung bzw. Ehe wieder rund läuft. Sag ihr, dass du so, wie es momentan ist, nicht glücklich bist, du aber dennoch mit ihr zusammen sein willst, weil du sie liebst und deshalb etwas an der aktuellen Situation ändern möchtest. Frage sie, ob es etwas gibt, was sie stört. Sage ihr, dass sie dir alles sagen kann. Falls nichts kommt frage, was sie vermisst, was sie gerne machen würde, ob sie teilweise das Gefühl hat, dir eine Last zu sein.
Auch wenn für dich ganz klar ist, dass sie keine Last für dich ist, weil es euch finanziell ja gut geht, heißt das nicht, dass sie das genauso sieht. Sie sieht, wie du jeden Tag arbeiten gehst, um für euch zu sorgen, während sie das nicht mehr kann. Man fühlt sich schuldig, vielleicht auch ein wenig so, als ob man den anderen im Stich lassen oder gar ausnutzen würde. Ich kenne diese Situation so ähnlich und schildere jetzt einfach mal, was in mir so vorging. Vielleicht trifft es auf deine Frau ja auch zu.
Die vielen kleinen Sachen die Probleme werden würde ich jetzt ganz grob mal auf Sigmund Freuds Abwehrmechanismen schieben. Sie bemerkt ihre Unzufriedenheit und schlechte Laune, will aber nicht wahr haben, dass es - beispielsweise -, daran liegt, dass sie Schuldgefühle dir gegenüber hat. Sie sucht andere Gründe für ihre Unzufriedenheit (Rationalisierung), das können ganz banale Dinge sein, wie, dass du beim Auto einparken, nicht auf Anhieb in die Parklücke kommst.
Hier handelt es sich allerdings nur um eine mögliche Theorie! Dass irgendeine Unzufriedenheit besteht, ist ja klar, die Ursache musst du selbst rausfinden, da kann ich dir nicht helfen!
Ich wünsche viel Glück
 
Das mit dem neu kennen lernen der Gewohnheiten des eigenen Partner ist zwar richtig und wäre eine tolle Sache aber ich möchte mal wissen wie das gehen soll. Vielleicht bin ich zu doof, aber ich könnte nicht sagen wie ich es anstellen soll

Ich weiß, das sagt sich immer alles so leicht. Verstehen ist grundsätzlich möglich, aber es ist mehr als nur ein bloßer Willensakt, der natürlich immer Vorraussetzung ist. Wie genau funktioniert Verstehen eigentlich? Ich versuche mich mal an einer Antwort, natürlich wieder nur skizzenhaft. Ich beginne wieder sehr abstrakt, fülle das Ganze dann aber mehr und mehr mit Leben, so dass der Bezug zur Praxis gegeben ist.

Alles beginnt mit der grundsätzlichen Fähigkeit des Menschen (und anderer höhrerer Säugetiere), das äußerlich wahrnehmbare Verhalten anderer Artgenossen (hier: Menschen) mit eigenen inneren Empfindungen zu identifizieren. Diesen Vorgang können wir spiegeln nennen. Er bildet die Grundlage für das Phänomen, dass wir ein Modell der inneren Vorgänge unserers Gegenübers entwerfen können. "Ich kann mir vorstellen, dass du dir vorstellen kannst, dass ich mir vorstellen kannst, was in dir vorgeht." Dieser zirkuläre Prozess ist die Basis jeder Kommunikation, da er Verhaltensweisen in Zeichen transformiert und damit das Medium Sinn erschafft. Zum einen werden Verhaltensweisen beim Beobachter mit Vorgängen aus dessen Innenperspektive verknüpft, zum anderen kann er damit rechnen, dass sein Gegenüber um diese Vorgänge weiß und seine Verhaltensweisen so auswählt, dass sie bestimmte innere Assoziationen im Beobachter bewirken sollen.

In der Regel sind uns diese hochkomplexen Prozesse des zirkulären Spiegelns im Alltag nicht mehr bewusst. Sie werden als gegeben angenommen, das innere Bild unseres Gegenübers wird mit unserem Gegenüber verwechselt. Solange die Kommunikation funktioniert, das heißt dass es zu keinen nennenswerten Abweichungen zwischen Erwartetem und Wahrgenommenen kommt, besteht in der Regel kein Anlass, diese Prozesse zu hinterfragen. Sie nicht zu hinterfragen macht im Gegenteil erst schnelle und effiziente Kommunikation möglich.

Wir können jedoch aus der Beobachtung kleiner Kinder sehr gut lernen, dass dieses Bild vom Anderen in uns kein fertiges Modul ist, sondern sich in der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres ganz langsam entwickelt. Der Säugling beginnt, seine eigenen inneren Empfindungen in seine Umwelt zu projizieren und sich selbst in dieser Wiederzuentdecken. Daraus können wir nun lernen, dass sich unser Verständnis eines anderen Menschen immer aus Bausteinen zusammensetzt, die wir aus dem Gedächtnis unseres eigenen Erlebens entnehmen uns somit immer ein subjektives Konstrukt ist.

Dieses Spiegeln mag bei dem Ausdruck einfacher Emotionen noch recht gut funktionieren. Wenn jemand weint, kann sich in der Regel jeder noch sehr gut vorstellen, wie sich diese Trauer wohl anfühlt. In unserer hochgradig individualisierten Gesellschaft werden diese einfachen Emotionen allerdings durch eine riesige Anzahl an Vorstellungen, Gedanken, Werten, Erinnerungen usw. überlagert, was das Verstehen zu einer großen Herausforderung macht. Das gleicht nicht selten der Erforschung unbekannter Kontinente.

Dazu brauchen wir im Voraus bestimmte Landkarten und Orientierungshilfen, mit denen wir uns in der Welt des anderen zurechtfinden. Eine Möglichkeit hierzu bieten kulturelle Muster sowie die Eigenarten unserer Sprache.
Wir können ganz allgemein davon ausgehen, dass das Individuum in seinem Fühlen und Denken sehr stark durch die Sprache, aber auch durch bestimmte kulturtypische Verhaltenscodes bestimmt wird.

Eine zweite Zugangsweise bietet die Selbstbeobachtung: Indem wir uns unserer eigenen Denkweisen und Schemata bewusst werden, können wir damit beginnen, diese als Möglichkeiten neben anderen aufzufassen. Wir können daraufhin das, was wir eben noch als gegeben vorausgesetzt haben, als Frage formulieren und schauen, ob der andere diesen Aspekt der Welt ebenso strukturiert, oder ob es hier Unterschiede gibt. Diese Unterschiede lassen sich natürlich nur dann feststellen, wenn die eigene Art und Weise der Weltwahrnehmung bekannt ist und zur der des anderen in Beziehung gesetzt werden kann.

Machen wir es nun konkret am Beispiel "Äußern von Wünschen". Ich benutze zur besseren Greifbarkeit die Ichform:

Ich beginne zunächst mit der Hypothese, dass es einen Unterschied im Äußern von Wünschen geben könnte. Auf diese Idee bin ich von selbst, durch dieses Forum, durch das Lesen eines Buches oder was auch immer gekommen. Daraufhin beginne ich damit, meinen eigenen inneren Fokus darauf zu richten, was für mich ein Wunsch ist und welche Bedeutung das Äußern von Wünschen hat. Ich kann dann auch fragen, woher ich diese Eigenart habe. Wie war das in meiner Herkunftsfamilie? Was waren die Spielregeln für das Äußern von Wünschen. War das eine legitime Angelegenheit oder gab es Schuldgefühle. Je mehr ich darüber lerne, desto klarer grenzt sich ein bestimmtes Konzept der Weltwahrnemung gegen andere, noch unbestimmte Möglichkeiten ab. Daraus kann ich dann innerlich die Frage konzipieren, ob meine Partnerin genauso denkt und fühlt oder eben nicht. - Sprich: Ob der vermutete Unterschied besteht oder nicht.

Nun kann ich meinen Fokus auf meine Partnerin richten: Wie drückt sie ihre Wünsche aus? Gibt es einen bestimmten Code? Wie ist das in ihrer Herkunftsfamilie gewesen? Ist das Thema mit Empfindungen von Scham und Schuld besetzt oder ist sie eher stolz darauf, ihre Wünsche grade heraus zu formulieren. Zum einen bestätigt oder wiederlegt sich damit meine Vermutung, ob es einen Unterschied gibt oder nicht, zum anderen füllt sich die unbestimmte Außenseite der Unterscheidung mit einem konkreten Inhalt, nämlich dem Konzept meiner Partnerin.

Ich kann entweder still oder auch direkter beobachten, indem ich über das Thema spreche. Im zweiten Fall würden wir von Metakommunikation (Kommunikation über Kommunikation) sprechen. Dies setzt aber eine ähnliche Bewusstheit der Thematik bei meiner Partnerin voraus. Sie muss in der Lage sein, von ihrer Sicht auf die Welt berichten zu können. Bei der Metakommunikation besteht das Problem, dass sie einen paradoxen Gehalt bekommt, da sich diese Kommunikaton über Kommunikation innerhalb der Kommunikation, über die kommuniziert werden soll vollzieht. Soll heißen: Kommunikationsschwierigkeiten, die bei "normaler" Kommunikation zu erwarten sind, werden auch die Metakommunikation erschweren. Sollte dieser Fall auftreten und die direkte Kommunikation nicht so recht gelingen, kann ich hier wieder bei Schritt Eins beginnen und weitere Unterschiede vermuten.

Bei der beschriebenen Vorgehensweise ist ein wichtiger Aspekt, dass diese fragende Haltung zu einer innerlichen Distanzierung von den Streitthemen führt. Man beginnt damit, nicht mehr Teil der Konflikte zu sein, die man durch emotionale Involviertheit aufrechterhält, sondern die Konflikte aus einer Art Außenperspektive betrachtet. Treten Emotionen auf, so kann man diese in die Beobachtung mit einbeziehen. "Sekunde, warum werde ich jetzt wütend? Was ist eigentlich passiert?" Alleine dieses kurze Zögern beim stellen dieser Fragen bewirkt, dass das übliche automatisch ablaufende Affektmuster unterbrochen wird. Man handelt nicht mehr direkt, sondern tut erstmal etwas anderes: Man wundert sich. Damit wird es auf kurz oder lang zu Veränderungen kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist für dich schwer nicht für alle Männer.
Die Wahrheit verschwindet nicht einfach, nur weil wir sie gern ignorieren.
Warum bist du nicht ehrlich, versteckst diese Gefühle , deinen Ärger, sagst nicht was du wirklich denkst.
Deine Frau ist wie sie ist, authentisch, nur du nicht, warum?
Du hältst aus, machst mit, und wunderst dich das sich nichts ändert.
Das du und deine Frau sich nicht wohlfühlen, ihr lebt aneinander vorbei, da gibt es doch nichts gemeinsames mehr.
Und das Wort ( Schuld ) streiche aus deinem Wortschatz, Schuld macht dich zum Opfer, willst du das sein?
Warum habt ihr euch nichts mehr zu sagen?
Über neunzig Prozent der Paare die in die Beratung kommen antworten auf die Frage: Wie viel Zeit verbringen sie als Paar am Tag zusammen? 10 Minuten!
Je länger die Beziehung, desto weniger reden Paare über sich selber als Paar.
Gespräche über die Arbeit, Alltag, und Kinder dominieren.
So kommen wir doch wieder recht schnell zu den oben erwähnten zehn Minuten.
Jedes Paar hat mal Probleme, aber wenn die „Phase“ länger als zwei Jahre geht, ist professionelle Hilfe angebracht.
Die meisten Paare warten durchschnittlich leider ganze sechs Jahre, bis sie ihre Probleme professionell angehen - und dann ist es oft schon zu spät.
Wenn ihr also Probleme habt, geht diese am besten so früh wie möglich aktiv an.

Du sprichst als bist du eine Eheberatung.🙂 Das Zitat stammt übrigens von Tuny, ich bin nur der gleichen Meinung. Die besagten 10 Minuten am Tag, es stimmt schon deine Aussage das man über vieles redet nur nicht miteinander. Allerdings möchte ich auch sagen das wir wohl über gemeinsame Unternehmungen die wir in der Freizeit machen lange reden. Und Unternehmungen Reisen und das mehrmals im Jahr oder auch Musicals, schön Essen gehen usw. das machen wir viel.
Bei uns besteht meiner Meinung nach das Problem das wir uns seit längeren immer wieder über Kleinigkeiten streiten.
Und da leidet eben alles darunter
 
Vielleicht bist Du aber ja im normalen Alltag nicht richtig für sie erreichbar bzw. zu selten für sie da.

Vielleicht vermisst sie ja das.

Es ist wie mit einer Blume. Die kann man auch nicht über Wochen vertrocknen lassen und dann 5 Liter Wasser auf einmal reinschütten, wenn man Zeit hat und denken, dass das dann alles ausgleicht.
 
Ich weiß, das sagt sich immer alles so leicht. Verstehen ist grundsätzlich möglich, aber es ist mehr als nur ein bloßer Willensakt, der natürlich immer Vorraussetzung ist. Wie genau funktioniert Verstehen eigentlich? Ich versuche mich mal an einer Antwort, natürlich wieder nur skizzenhaft. Ich beginne wieder sehr abstrakt, fülle das Ganze dann aber mehr und mehr mit Leben, so dass der Bezug zur Praxis gegeben ist.

Alles beginnt mit der grundsätzlichen Fähigkeit des Menschen (und anderer höhrerer Säugetiere), das äußerlich wahrnehmbare Verhalten anderer Artgenossen (hier: Menschen) mit eigenen inneren Empfindungen zu identifizieren. Diesen Vorgang können wir spiegeln nennen. Er bildet die Grundlage für das Phänomen, dass wir ein Modell der inneren Vorgänge unserers Gegenübers entwerfen können. "Ich kann mir vorstellen, dass du dir vorstellen kannst, dass ich mir vorstellen kannst, was in dir vorgeht." Dieser zirkuläre Prozess ist die Basis jeder Kommunikation, da er Verhaltensweisen in Zeichen transformiert und damit das Medium Sinn erschafft. Zum einen werden Verhaltensweisen beim Beobachter mit Vorgängen aus dessen Innenperspektive verknüpft, zum anderen kann er damit rechnen, dass sein Gegenüber um diese Vorgänge weiß und seine Verhaltensweisen so auswählt, dass sie bestimmte innere Assoziationen im Beobachter bewirken sollen.


In der Regel sind uns diese hochkomplexen Prozesse des zirkulären Spiegelns im Alltag nicht mehr bewusst. Sie werden als gegeben angenommen, das innere Bild unseres Gegenübers wird mit unserem Gegenüber verwechselt. Solange die Kommunikation funktioniert, das heißt dass es zu keinen nennenswerten Abweichungen zwischen Erwartetem und Wahrgenommenen kommt, besteht in der Regel kein Anlass, diese Prozesse zu hinterfragen. Sie nicht zu hinterfragen macht im Gegenteil erst schnelle und effiziente Kommunikation möglich.

Wir können jedoch aus der Beobachtung kleiner Kinder sehr gut lernen, dass dieses Bild vom Anderen in uns kein fertiges Modul ist, sondern sich in der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres ganz langsam entwickelt. Der Säugling beginnt, seine eigenen inneren Empfindungen in seine Umwelt zu projizieren und sich selbst in dieser Wiederzuentdecken. Daraus können wir nun lernen, dass sich unser Verständnis eines anderen Menschen immer aus Bausteinen zusammensetzt, die wir aus dem Gedächtnis unseres eigenen Erlebens entnehmen uns somit immer ein subjektives Konstrukt ist.

Dieses Spiegeln mag bei dem Ausdruck einfacher Emotionen noch recht gut funktionieren. Wenn jemand weint, kann sich in der Regel jeder noch sehr gut vorstellen, wie sich diese Trauer wohl anfühlt. In unserer hochgradig individualisierten Gesellschaft werden diese einfachen Emotionen allerdings durch eine riesige Anzahl an Vorstellungen, Gedanken, Werten, Erinnerungen usw. überlagert, was das Verstehen zu einer großen Herausforderung macht. Das gleicht nicht selten der Erforschung unbekannter Kontinente.

Dazu brauchen wir im Voraus bestimmte Landkarten und Orientierungshilfen, mit denen wir uns in der Welt des anderen zurechtfinden. Eine Möglichkeit hierzu bieten kulturelle Muster sowie die Eigenarten unserer Sprache.
Wir können ganz allgemein davon ausgehen, dass das Individuum in seinem Fühlen und Denken sehr stark durch die Sprache, aber auch durch bestimmte kulturtypische Verhaltenscodes bestimmt wird.

Eine zweite Zugangsweise bietet die Selbstbeobachtung: Indem wir uns unserer eigenen Denkweisen und Schemata bewusst werden, können wir damit beginnen, diese als Möglichkeiten neben anderen aufzufassen. Wir können daraufhin das, was wir eben noch als gegeben vorausgesetzt haben, als Frage formulieren und schauen, ob der andere diesen Aspekt der Welt ebenso strukturiert, oder ob es hier Unterschiede gibt. Diese Unterschiede lassen sich natürlich nur dann feststellen, wenn die eigene Art und Weise der Weltwahrnehmung bekannt ist und zur der des anderen in Beziehung gesetzt werden kann.

Machen wir es nun konkret am Beispiel "Äußern von Wünschen". Ich benutze zur besseren Greifbarkeit die Ichform:

Ich beginne zunächst mit der Hypothese, dass es einen Unterschied im Äußern von Wünschen geben könnte. Auf diese Idee bin ich von selbst, durch dieses Forum, durch das Lesen eines Buches oder was auch immer gekommen. Daraufhin beginne ich damit, meinen eigenen inneren Fokus darauf zu richten, was für mich ein Wunsch ist und welche Bedeutung das Äußern von Wünschen hat. Ich kann dann auch fragen, woher ich diese Eigenart habe. Wie war das in meiner Herkunftsfamilie? Was waren die Spielregeln für das Äußern von Wünschen. War das eine legitime Angelegenheit oder gab es Schuldgefühle. Je mehr ich darüber lerne, desto klarer grenzt sich ein bestimmtes Konzept der Weltwahrnemung gegen andere, noch unbestimmte Möglichkeiten ab. Daraus kann ich dann innerlich die Frage konzipieren, ob meine Partnerin genauso denkt und fühlt oder eben nicht. - Sprich: Ob der vermutete Unterschied besteht oder nicht.

Nun kann ich meinen Fokus auf meine Partnerin richten: Wie drückt sie ihre Wünsche aus? Gibt es einen bestimmten Code? Wie ist das in ihrer Herkunftsfamilie gewesen? Ist das Thema mit Empfindungen von Scham und Schuld besetzt oder ist sie eher stolz darauf, ihre Wünsche grade heraus zu formulieren. Zum einen bestätigt oder wiederlegt sich damit meine Vermutung, ob es einen Unterschied gibt oder nicht, zum anderen füllt sich die unbestimmte Außenseite der Unterscheidung mit einem konkreten Inhalt, nämlich dem Konzept meiner Partnerin.

Ich kann entweder still oder auch direkter beobachten, indem ich über das Thema spreche. Im zweiten Fall würden wir von Metakommunikation (Kommunikation über Kommunikation) sprechen. Dies setzt aber eine ähnliche Bewusstheit der Thematik bei meiner Partnerin voraus. Sie muss in der Lage sein, von ihrer Sicht auf die Welt berichten zu können. Bei der Metakommunikation besteht das Problem, dass sie einen paradoxen Gehalt bekommt, da sich diese Kommunikaton über Kommunikation innerhalb der Kommunikation, über die kommuniziert werden soll vollzieht. Soll heißen: Kommunikationsschwierigkeiten, die bei "normaler" Kommunikation zu erwarten sind, werden auch die Metakommunikation erschweren. Sollte dieser Fall auftreten und die direkte Kommunikation nicht so recht gelingen, kann ich hier wieder bei Schritt Eins beginnen und weitere Unterschiede vermuten.

Bei der beschriebenen Vorgehensweise ist ein wichtiger Aspekt, dass diese fragende Haltung zu einer innerlichen Distanzierung von den Streitthemen führt. Man beginnt damit, nicht mehr Teil der Konflikte zu sein, die man durch emotionale Involviertheit aufrechterhält, sondern die Konflikte aus einer Art Außenperspektive betrachtet. Treten Emotionen auf, so kann man diese in die Beobachtung mit einbeziehen. "Sekunde, warum werde ich jetzt wütend? Was ist eigentlich passiert?" Alleine dieses kurze Zögern beim stellen dieser Fragen bewirkt, dass das übliche automatisch ablaufende Affektmuster unterbrochen wird. Man handelt nicht mehr direkt, sondern tut erstmal etwas anderes: Man wundert sich. Damit wird es auf kurz oder lang zu Veränderungen kommen.

ok. Tuny, jetzt mal nur eine kurze Anmerkung zum Thema Wünsche. In der Kindheit hat man bzw. Frau viele Wünsche.
das ist nicht etwa das gleiche wie bei uns Erwachsen sondern bei Mädchen eben die neuste Barby bei Jungen etwa ein ferngesteuertes Auto. In der heutigen Zeit natürlich Handy oder Computerspiele. Hab es gesehen, ich will es haben. Oder alle anderen haben es, ich muss es auch haben sonst gehöre ich nicht dazu. Eine furchtbare Zeit ist das geworden.

Was ich damit eigentlich sagen will, in der Kindheit ist es uns doch auch leicht gefallen Wünsche zu äussern warum geht das mit fortgeschrittenen Alter nicht mehr? Meine Frau und ich wir lesen uns die Wünsche nicht mehr von den Lippen ab. Es ist eben so, mit den Jahren bekommt das Zusammenleben eine gewisse Routine, Leute die was anderes behaupten sind entweder Genies oder aber die Ausnahme. Die meisten Leute aus meinem Bekanntenkreis sagen das gleiche. Das heisst nicht das sie sich mit ihrem Partner nicht verstehen, aber die Tatsache ist die gleiche.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben